Amanohara

die Welt liegt in Trümmern, wer wird sich um sie kümmern? Wer wird sie beherrschen? - deutschsprachiges Fantasy-RPG
 
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Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Anwesen der Fürstenfamilie Ignis

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Juromaru
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BeitragThema: Anwesen der Fürstenfamilie Ignis   Mi Apr 11, 2018 9:04 pm


Karte:
 

Das Anwesen der Fürstenfamilie von Daiki Ignis ist groß und liegt strategisch günstig in einer Flussbiegung westlich von Tinae, wodurch es von 3 Seiten durch Wasser geschützt ist. Östlich grenzt der Yosei-Wald direkt an die Mauern des Grundstücks. Im Zentrum des Bauwerkes befindet sich ein wunderschöner, bepflanzter Innenhof, der zum einen zum Ausruhen und Verweilen einlädt, zusätzlich aber auch zur Ausbildung der Krieger genutzt wird und nicht einsehbar ist. Neben den hofeigenen Bauern befinden sich rund um das Anwesen noch weitere Pachtgrundstücke auf denen Lebensmittel angebaut und Vieh gehalten wird.
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Juromaru
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BeitragThema: Re: Anwesen der Fürstenfamilie Ignis   Mi Apr 11, 2018 10:48 pm

First Post

Mit klopfendem Herzen schlich Juromaru durch das Tor, die Ohren gespitzt und die Luft anhaltend. Nichts war zu hören und niemand zu sehen. Im Zwielicht des noch sehr frühen Morgens lief er eilig den langen, gepflasterten Weg hinab. Er zwang sich dazu nicht mehr zurück zu blicken. Seine Augen wurden kurzzeitig von den Tränen verschleiert. Er ließ seine Familie unwissend zurück. Keine Nachricht und kein Wort. Seine Schwestern würden ihm fehlen. Eilig wischte er sich mit dem Ärmel über die Augen und bog nach rechts ab. Nun gab es kein Zurück mehr! Vor ihm lag bereits der Waldrand. Er hatte nun 3 Möglichkeiten. Entweder er hielt sich am Flussufer Richtung Norden bis er zum Fuße des Yama-Gebirges kam, oder er hielt sich am Flussufer nach Osten und würde im Laufe des kommenden Tages die Stadt Tinae erreichen oder aber er wählte den Mittelweg, direkt hinein in die Tiefen des Yosei-Waldes. Genau diese Möglichkeit war es, die der Rotschopf auserkoren hatte. Juro hatte absichtlich bis kurz vor Sonnenaufgang gewartet. In diesem Zeitraum würde sein Fehlen am Wenigsten bemerkt werden. Bei Sonnenaufgang rief man zum Morgenappell. Wie eigentlich immer, würde der Fürstensohn zu diesem nicht erscheinen. Das weckte also noch kein Misstrauen. Erst gegen Mittag würde seinem Vater auffallen, dass sein Erbe sich nicht mehr innerhalb der Mauern des Anwesens aufhielt. Bis dahin hatte er eine gute Strecke zurück gelegt!

Was zuvor geschah
"Du hast WAS gemacht!?" ,hörte man die laute Stimme des Fürstensohnes über die Etage rollen. Ungläubig starrte er seine jüngere Schwester Emi an und hatte dabei vor Entsetzen die Hände in seine rote Haarpracht gegraben. Das 8-jährige Mädchen sah ihn mit Tränen in den Augenwinkeln und dennoch trotzigem Blick an und verlagerte unablässig ihr Gewicht von einem Fuß auf den anderen. ~"I....ich hatte doch keine andere Wahl... Du warst nicht da... Ich musste mich doch entscheiden!"~ ,stammelte sie und knibbelte an ihren Fingern herum. Die beiden 6-jährigen Zwillingsmädchen kicherten und tuschelten amüsiert, während ihr großer Bruder immer noch völlig verzweifelt auf und ab lief. "Das ist unser Ende! Unser Untergang! Aus und vorbei!" Kaede, die Älteste der 4 Mädchen saß auf der hölzernen Brüstung und hielt ein Buch in den Händen. Ein übliches Bild. Stillschweigend betrachtete sie das Treiben. Auch wenn sie las war ihnen allen klar, das sie jedes Wort mitbekommen würde. Während Emiri die Wangen aufblies und mühsam gegen weitere Tränen ankämpfte und die beiden Jüngsten immer noch leise kicherten, stahl sich auch auf Kaede's Züge für wenige Sekunden ein kaum erkennbares Schmunzeln. Juromaru trat schließlich an das Spielbrett heran und legte die Hand ans Kinn, als würde er seinen nicht vorhandenen Bart streicheln. "Also wenn wir unsere Truppen dort positionieren könnten wir vielleicht noch gewinnen." ,sprach er wieder völlig gefasst und fast schon emotionslos. Das war zu viel des Guten. Emi stürmte auf ihren Bruder zu und hämmerte wutentbrannt mit ihren kleinen Fäusten auf dessen Bauch und Brust ein. ~"Du bist ja sooooo gemein!"~ Yuri und Yumi prusteten laut los und hielten sich gegenseitig in den Armen. ~"Hättest du diese Möglichkeit gleich gesehen..."~, begann Yuri nach Atem ringend und Yumi beendete wie so oft den Satz ihrer Zwillingsschwester. ~"...dann hätte er dich gar nicht so reinlegen können."~ Die Mittlere schluchzte noch einen Augenblick, während auch ihr Bruder anfing zu lachen. Dann kniete sich Juromaru hin und schloss sie in seine Arme. "Es ist doch nur ein Spiel." ,sagte er sanft und strich ihr über ihr pechschwarzes Haar. Sofort beruhigte sie sich wieder und schmiegte sich eng an ihn. Grade wollten die Geschwister ihr Strategiespiel fortsetzen, als der Fürst auf der Etage erschien und mit hinter dem Rücken verschränkten Armen auf sie zu kam. Das war nie ein gutes Zeichen. ~"Juromaru, ich muss mit dir reden. Sofort."~ Mit schneidendem Ton zerriss er die kurzweilige Stille. Die Stimmung war hinüber. Besorgt wechselten die Mädchen Blicke miteinander und sahen dann alle Vier zum Rotschopf hinüber. Juro hob beschwichtigen die Hand ohne sich zu ihnen um zu drehen. Er hatte nur Augen für seinen Vater. Wütend und vor Trotz nur so sprühend. Der Schein sollte also wieder gewahrt bleiben. Dabei war das eigentlich nicht nötig. Jeder wusste wie es zwischen Vater und Sohn stand. Wenn sie mal nicht miteinander stritten, waren ihre Stimmen kühl und gefühllos. Die Sätze abgehakt und meist belanglos. Dennoch waren sie beide bei einer Sache einig. Sie wollten sich nicht vor den Mädchen streiten. Darum rief der Fürst Juromaru immer zu sich, wenn es etwas zu klären gab. Oder der Erbe verließ überstürzt den Raum in dem sie sich befanden, nur um dann mit ihm in einem anderen Raum zu diskutieren. So war es auch heute. Die Sonne lag bereits schwer am Himmel. Im Winter waren die Tage kurz. Dieser würde bald enden. Mit energischen Schritten folgte er seinem Vater hinein und schloss die Tür hinter sich. Der Fürst kam ohne Umschweife zur Sache. ~"Du warst heute Morgen schon wieder nicht beim Training. Der Meister war sehr aufgebracht. So geht das nicht weiter mein Sohn!"~ Der Rotschopf gab einen abfälligen Ton von sich. "Ich werde mich nicht deiner Truppe von willenlosen Holzköpfen anschließen! Wann verstehst du das endlich!?" ,beharrte er und verschränkte die Arme vor der Brust. Daiki begann vor der Fensterfront auf und ab zu laufen. Das immer gleichbleibende Tempo machte Juro fast wahnsinnig. ~"Ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken dich fort zu schicken Juromaru."~ ,sagte er bedeutungsschwanger und ließ eine künstlerische Pause folgen, um das Gesagte sacken zu lassen. Der Fürstensohn spürte, wie sein Herz anfing schneller zu klopfen. ~"Nördlich von Tinae, am Fuße des Gebirges befindet sich ein Dojo. Dort unterrichtet Meister Tan immer nur einen einzigen Schüler. Jeder Schüler der bei ihm war wurde ein gefeierter und hoch angesehener Krieger. Wenn du bei ihm für einige Monate in die Lehre gehst, wirst du als ehrenhafter Nachfolger zurück kehren und meinen Platz einnehmen können."~ Der Fürst redete nun mit ruhigerer, fast schon sanfter und flehender Stimme auf seinen Jungen ein. Für ihn war dies der einzige noch mögliche Weg. Nur so konnte die Bestie aus seinem Sohn und den Köpfen der Untertanen vertrieben werden. Doch Juro sah das anders. Auch seine Stimme blieb vorerst ruhig und sachlich. "Das kannst du vergessen Vater. Egal wer mich trainiert, ich will meinen eigenen Weg finden." Mit dem Schwert bin ich ein Versager und als Fürst noch viel mehr... ,ging es ihm durch den Kopf. Er wollte nicht der Nachfolger seines Vaters werden. Niemals! Als sich Juromaru umdrehen wollte, ergriff sein Vater ihn am Arm. ~"Das war keine Bitte mein Sohn! Noch diesen Monat werde ich einen Brief an Meister Tan schreiben. Du wirst gehen! Denk doch an deine verstorbene Mutter! Glaubst du nicht..."~ "Halt Mutter da heraus!" ,zischte der Rothaarige sofort und hob drohend den Zeigefinger, als er sich zum Fürsten umdrehte und ihm einen eisigen Blick schenkte. ~"Sie hätte auch gewollt das aus dir etwas wird! Mehr als nur ein zerlumpter Bettler oder armseliger Gaukler und Tagedieb!"~ ,geriet der Fürst langsam in Rage. Wütend griff er mit beiden Händen nach dem Kragen seines Sohnes und zog ihn zu sich. "Dich interessiert doch nur was aus dir und deinem Anwesen wird! VERRECKE doch auf deinem Fürstenthron!" ,fuhr Juromaru seinen Vater an und verpasste ihm bei dem Wort `verrecke´ mit beiden Händen einen Stoß gegen die Brust. Fassungslos taumelte Daiki zurück. Mit offenem Mund sah er wie sein Sohn auf dem Absatz Kehrt machte und den Raum verließ. ~"Das wirst du bereuen Sohn! Du wirst es bereuen!"~ ,schrie er ihm letztendlich noch hinterher.
Damit war der Zeitpunkt gekommen. Juromaru hatte lange schon mit dem Gedanken gespielt das Fürstenhaus zu verlassen. Er hatte alles genauestens durchdacht, sich die Worte für seine Schwestern zurecht gelegt, unzählige Abschiedsbriefe in seinem Kopf verfasst. Wie so oft kam alles anders. In seinem Zimmer angekommen packte er eilig seine Sachen. Alles in einen Leinensack gestopft, legte er diesen unter sein Bett und legte sich rücklings darauf. Er verschränkte die Arme unter dem Kopf und sah an die Decke. Einige Stunden verharrte er so. Er musste sich sammeln und alles erneut genau durchdenken. Es ist soweit Bruder. Heute Nacht breche ich auf. Endlich werde ich mich aus den Fesseln von Vater befreien. Du kommst doch mit mir oder? ,sprach er mit seinem verstorbenen Zwillingsbruder. Er tat dies schon seit vielen Jahren. Nur er kannte seinen Bruder, der nie das Licht der Welt erblicken durfte. Somit wusste er auch als Einziger wie dieser denken, handeln und sprechen würde. Mit einem nervösen Lächeln nickte er auf die Antwort seines Bruders hin und schloss die Augen. Er brauchte etwas Ruhe um Kraft zu sammeln. Nur wenige Stunden vor Sonnenaufgang würde er sich auf den Weg machen.

Juromaru hatte den Wald betreten und schlug sich so lautlos wie möglich durch das Unterholz. Er war sich nicht einmal sicher ob sein Vater sich die Mühe machen würde nach ihm suchen zu lassen. Vielleicht hatte er es bereits geschafft und war frei? Tief sog er die kühle Morgenluft durch die Nase ein und lächelte. "Ich werde einfach durchlaufen bis die Sonne wieder untergeht. Erst dann werde ich mir eine Pause gönnen Bruder. Endlich hat das Leben uns zurück! Uns beide!" Er würde das Leben seines Zwillingsbruders ebenfalls leben. Er wollte unzählige Abenteuer erleben und viel lernen. Genug für zwei! Zuversichtlich kämpfte Juro sich weiter durch das Unterholz. Hinter ihm erwachte das Anwesen der Fürstenfamilie langsam und die ersten Krieger versammelten sich im Hof.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Fürstenfamilie Ignis   Mi Apr 11, 2018 11:28 pm

[Am Abend desselben Tages ]
[erster Post Saskia]



Fürst Ignis erwies sich als ziemlich genau das, was sich Saskia vorgestellt hatte und worauf sein eindrucksvoller Sitz schliessen liess: Ein gerechter wenn auch strenger Fürst, der sich um seine zahlreichen Leute kümmerte. Er strahlte aber auch eine gewisse Traurigkeit aus, tiefe Falten zogen sich über sein Gesicht und sein Haar war schon deutlich ergraut. Als das Gespräch auf seinen Sohn kam, verhärteten sich seine Züge. Steif klärte er sie über den unbändigen und widerspenstigen Charakter seines Sohnes auf, anscheinend hatte er sich all seinen Erziehungsmethoden widersetzt und sträubte sich vehement, sich in die ihm zugedachte Rolle als Erbe zu fügen.

Mehrmals blitzte Wut in den Augen des Fürsten auf, doch Saskia liess sich nicht täuschen: Er war der Auseinandersetzungen mit seinem Sohn müde und mit seiner Weisheit am Ende. Dass er nur einen Sohn hatte und er seinen Ältesten nicht einfach enterben konnte, machte sie Sache nicht besser. Daher hatte er beschlossen, ihn zu einem Meister zu schicken, vorgängig zur Ausbildung seiner Schwertkunst, aber sicher auch um die Erziehung nachzuholen, die er verpasst hatte. Doch der Sohn hatte sich auch dieser Massnahme entzogen, als er nachts spurlos verschwunden war. Da keine Hinweise auf einen Kampf oder eine Entführung vorlagen, musste er freiwillig aufgebrochen sein.

 

Saskia hielt ihre Meinung zurück, die persönlichen Probleme ihrer Auftraggeber gingen sie nichts an. Doch dass diese Menschen sich immer so sehr auf ihre Söhne fokussierten, war einfach unglaublich. Er hatte jede Menge fähige Leute, sie hatte sie im Hof draussen trainieren sehen. Und in der Ecke des Raumes sass ein Mädchen, das nach seinen Kleidern zu schliessen nur seine Tochter sein konnte. Sie verhielt sich ruhig und schien zu stricken, hatte jedoch seit Beginn der Besprechung keinen Stich mehr gemacht und ihre angespannte Haltung sagte Saskia, dass sie aufmerksam der Unterhaltung folgte. Dumm und uninteressiert konnte sie also auch nicht sein. Doch das ging sie nichts an, ihr Auftrag war der Ausreisser und sie nahm ihn selbstredend an, als der Fürst ohne mit der Wimper zu zucken die verlangte Bezahlung akzeptierte.

 

Vor ihrem Abreise hatte sie darauf bestanden, das Zimmer des Jungen zu sehen, was ihr der Fürst mit einem müden Winken gewährt hatte. Sein Bruder hatte sie hingeführt. Erst hatte er eindringlich auf sie eingeredet, anscheinend war ihre Beteiligung an dieser Sache seine Idee gewesen und ihm schien der Junge am Herzen zu liegen. Doch er war schnell still geworden, als er bemerkt hatte, dass sie in dieser Hinsicht keine Partei ergreifen würde.

So schwieg er nun und beobachtete sie abwägend, während sie durch die Räume des Fürstensohns wanderte und die Atmosphäre in sich aufsaugte. Aufmerksam prägte sie sich alles ein und liess sich ganz von ihrem Instinkt leiten. Der Geruch des Sohnes hing noch an seinen Kleidern und deutlich in der abgestandenen Luft, es roch nach Seife, verbranntem Öl und Russ. Saskia rümpfte die Nase, nicht gerade angenehm aber zumindest war der Geruch leicht wieder zu erkennen.

Wortlos trat sie am Fürstenbruder vorbei auf den Gang hinaus und schnüffelte dort. Die Duftspur führe sie erst in die Schlafzimmer der Töchter des Fürsten und schliesslich in die Küche, wo sie vom Kochfeuer fast ganz überdeckt wurde. Vor einer Hintertüre erkannte Saskia noch einmal schwach den Duft, doch im Freien hatte er sich inzwischen verflüchtigt. Das machte ihr wenig Sorgen. Vor ihrem Aufbruch würde sie die umgebende Mauer entlanglaufen und dabei sicherlich auf seine Fussabdrücke stossen. Die meisten Ausreisser flohen erst einmal in die Wildnis und suchten erst Siedlungen auf, wenn ihr Proviant aufgebraucht war, ihr Körper von den Entbehrungen schmerzte und sie so weit von Zuhause entfernt waren, dass sie sich vor Erkennung sicher fühlten.

Falls dieser Ausreisser trotzdem direkt nach Tinae laufen würde, wäre das einfach nur langweilig. Nach der Beschreibung und dem Bild, das sie vom Fürsten erhalten hatte, war er alles andere als unauffällig. Nichts war einfacher, als einen jungen Adeligen mit leuchtend roten Haaren zu finden.

Out: du brauchst ja schon etwas Vorsprung, und dein Vater musste die Waldläuferin/Kopfgeldjägerin ja erst besorgen. Wink
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Juromaru
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BeitragThema: Re: Anwesen der Fürstenfamilie Ignis   So Apr 15, 2018 3:16 pm

Erster Tag auf der Flucht

Es war ein wunderbarer Tag. Juro glaubte noch nie solch frische Luft, noch nie so einen sanften Wind und so herrliche Gerüche und Geräusche wahrgenommen zu haben. Dabei brauten sich über ihm die dicken, grauen Regenwolken zusammen und ein feuchtkalter Ostwind ließ die noch kahlen Bäume knarren. Aber was machte das schon wenn man frei war? Wenn man diese Freiheit in vollen Zügen genoss. Da störte nicht der aufziehende Nebel und die durchdringende Feuchtigkeit, die seine Kleidung im Laufe des Tages immer schwerer machte und seine sonst so wirren Haare an sein Gesicht klebte. Meist lautlos hielt er weiter Zwiegespräche mit seinem Bruder und lief einfach weiter. Nur hin und wieder blieb er stehen um sich zu orientieren, einen Schluck zu trinken, wenn ein Bach seinen Weg kreuzte oder um einen neuen Ast aus zu suchen, den er während seiner Wanderung mit einem Messer zurecht schnitzte. Stunde um Stunde vergingen. Die Sonne war träge aufgegangen und noch vor dem Mittag wieder hinter den dichten Wolken verschwunden. Keine Menschenseele kam ihm unter die Augen. Nicht mal einen Lagerplatz oder eine alte Feuerstelle bekam er zu Gesicht. Am frühen Nachmittag hatte Juromaru seine imaginäre Grenze überschritten und verließ den Teil des Yosei-Waldes, den er kannte und schon als Kind durchstreift hatte. Absolutes Neuland lag vor ihm und das weckte ein angenehmes Kribbeln in seiner Magengegend. Mit einem breiten Grinsen kämpfte er sich einen sanften, dicht bewachsenen Hügel hinauf und blieb auf dessen Kuppe stehen. "Siehst du das Bruder? Vor uns liegt all das, was sonst nur in Büchern festgehalten wurde. Abenteuer und Ungeheuer. Gefahren und Erfahrungen die niemand außer uns machen kann." Er nickte zuversichtlich, schnürte den Gurt seiner Tasche fester und ließ sich regelrecht nach vorne fallen. Hinein in die Abenteuer. Wie ein Kind genoss er es den Hügel hinunter zu rennen und einfach im Gestrüpp des Waldes wieder zu verschwinden. Als hätte es ihn nie gegeben.

Zeitgleich auf dem Anwesen der Familie

Das Verschwinden von Juromaru bewirkte eine leichte Unruhe am Hof. Als die Sonne aufgegangen war und die Soldaten zu ihrem morgendlichen Apell angetreten waren, hatte noch niemand damit gerechnet, dass der Fürstensohn über alle Berge war. Der Rotschopf war ja dafür bekannte nie zum Training zu erscheinen. Der Meister war nicht gut auf ihn zu sprechen. Das seine Methoden allesamt bei ihm versagt hatten, kratzte am Ego des hochnäsigen Mannes. Seine Wut darüber ließ er nur zu gerne an seinen anwesenden Schülern aus. Fürst Daiki hatte sich, nachdem er seinen Töchtern eine gute Nacht gewünscht hatte, in sein Zimmer zurück gezogen und war den darauffolgenden Morgen noch nicht gesehen worden. Die ersten, die das Verschwinden von Juromaru bemerkten, waren seine Schwestern. Er war, genau wie sein Vater, am Abend noch einmal bei ihnen gewesen, hatte ihnen versichert, dass zwischen dem Fürsten und ihm alles in Ordnung war, und ihnen eine gute Nacht gewünscht. Die offensichtliche Lüge hatten selbst die 6jährigen Zwillinge erkannt. Doch niemand wagte es etwas dazu zu sagen.
Als Yumi und Yuri am Morgen noch vor der Glocke erwachten, tauschten sie besorgte Blicke und eilten in das Zimmer ihrer ältesten Schwester. Kaede war wie der Fels der Familie, an dem sich jeder festhalten konnte, wenn der emotionale Sturm losbrach. Noch auf dem Weg dorthin stieß auch Emiri zu ihnen. Leise und flüsternd, weil ja noch nicht einmal die Garde erwacht war, schlichen sie hinein und entdeckten die Älteste am Fenster sitzend. ~"Kaede, hast du gar nicht geschlafen?"~ ,fragte Emi besorgt und sie traten näher. Die 13jährige hatte die Knie eng an die Brust gezogen und drehte sich leicht zu ihren Schwestern um. ~"War er auch bei euch?"~ Stille. Besorgt tauschten sie Blicke aus und nickten schließlich alle 3. Während sie schliefen musste Juro noch einmal zu ihnen gekommen sein. Jedes der Mädchen hatte geträumt, dass er an ihrem Bett gesessen und ihnen über das Haar gestreichelt hatte. ~"Das war..."~ ~"...ein Abschied!"~ ,quoll es aus den Zwillingen hervor. Sofort brach Emi in Tränen aus und schüttelte wirr den Kopf. ~"Nein! Wir haben nur schlecht geträumt!"~ ,schluchzte sie. Kaede ließ sich von der hölzernen Fensterbank gleiten und schloss ihre Schwester fest in die Arme.
Sie brauchten das Zimmer des Fürstensohnes nicht zu betreten, um zu wissen das er fort war. Und sie taten es auch nicht. Genau so wenig verrieten sie jemandem etwas von ihrer Gewissheit. Nach dem verpassten Frühstück setzte man Daiki Ignis davon in Kenntnis, dass sein Sohn nirgendwo zu finden sei. Auch in dem Fürsten keimte eine böse Vorahnung auf, doch noch ließ er seine Untertanen weiter nach Juromaru suchen. Sein Bruder wurde ebenfalls gerufen und in das Zimmer des Hausherren zitiert. ~"Nobu er ist weg! Schon seit über einer Stunde durchkämmen meine Männer das Gelände. Dieser Nichtsnutz hat wirklich das Weite gesucht!"~ ,empörte sich der Fürst und ließ die flache Hand auf die Tischplatte fallen. Nobu lächelte nur schief. ~"Das wundert mich nicht. Du hast ihm von deinem Plan erzählt nicht wahr?"~ Sein Blick fiel auf den angefangenen Brief auf dem Tisch. Unzählige, weitere Blätter waren zusammengeknüllt im Raum verteilt. Daiki fuhr sich aufgebracht und resignierend zugleich durch das immer grauer werdende Haar. ~"Ja..."~ ,war alles was er dazu antworten konnte. Sein Bruder kam näher und legte ihm die Hand auf die Schulter. ~"Kopf hoch mein Bruder. Er ist neunzehn und ein Dickkopf."~ ,versuchte er ihn zu beruhigen. Doch der Fürst wollte ihn nicht einfach ziehen lassen. Wut kam in ihm auf. Die Mädchen drückten sich bereits mit den Ohren an die Tür und hielten sich bei den Händen. Nobu schaffte es aber seinen älteren Bruder wieder auf die richtige Spur zu bringen. Schließlich einigten sie sich darauf, dass es das Beste wäre, eine einzelne Person auf den Flüchtigen an zu setzen. Diese sollte den Ausreißer nicht zurück bringen, sondern wie geplant beim Kampfsportmeister Tan abliefern. Mit Engelsgeduld half der jüngere Mann Daiki dabei den Brief für den Meister fertig zu verfassen und hatte auch eine Idee, wer für die Aufgabe den Fürstensohn zu finden, am Besten geeignet wäre. Noch vor dem Mittagessen hatte man nach der Leibwächterin und Kopfgeldjägerin Saskia Löwenherz rufen lassen.
Es war früher Abend als sie eintraf. Mit knappen Worten erklärte der Fürst was geschehen war und was er von ihr verlangte. Die Bezahlung spielte keine Rolle. Wie so oft hatte er seinen Töchtern nichts von seinem Vorhaben erzählt und wie immer, wussten diese bereits längst was passierte. Kaede hielt sich sogar mit im Raum auf, als die Kopfgeldjägerin erschien. Mit ihrer ruhigen Art war sie eine wunderbare Beobachterin und wurde oft selbst dabei kaum wahrgenommen. Die Mädchen hatten sich vorgenommen still zu bleiben und sich nicht ein zu mischen. Das war zumindest Kaede's Plan gewesen. Emiri konnte nicht einfach abwarten. Als die angeheuerte Löwenfrau das Anwesen ablief und auch an ihren Zimmern vorbei kam, nahm sie all ihren Mut zusammen. Mit entschlossener Miene trat die 8jährige der Frau in den Weg und ballte beide Hände zu Fäusten. Nicht um ihr zu drohen, sondern um nicht einfach vor Angst wieder fort zu laufen. Die Zwillinge lugten händchenhaltend um die Ecke des Flures und bewunderten ihre ältere Schwester. ~"Ihr....Ihr sollt unseren Bruder finden richtig?"~ ,stammelte sie und schon glitzerten die ersten Tränen in ihren Augenwinkeln. Ihr schulterlanges, pechschwarzes Haar fiel ihr leicht ins Gesicht. Der Pony bedeckte ihre Stirn komplett. ~"Ich hoffe Ihr findet ihn nicht! Und...und wenn doch dann...dann. Dann tut Ihm bitte nichts. Er ist keine Bestie! Er ist der beste und tollste Bruder den man haben kann!"~ ,platzte es nur so aus ihr heraus. Die Tränen liefen bereits und sie wollte noch viel mehr sagen. Doch grade in diesem Augenblick kam Kaede um die Ecke. Erschrocken lief sie auf Emi zu und zog sie zur Seite und in ihre Arme. ~"Verzeiht meiner Schwester. Sie macht sich große Sorgen um unseren Bruder. Bitte vergesst was sie gesagt hat."~ ,versuchte sie eilig zu beschwichtigen, verbeugte sich vor Saskia und zog die schluchzende Emiri von ihr weg.

Juromaru hielt sein Wort und lief, bis die Sonne wieder unter ging. Es wurde schnell dunkel. Nun kam das, worauf sich der Rotschopf schon den ganzen Tag gefreut hatte. Er suchte sich ein gemütliches Plätzchen tief im Wald und begann Holz für ein Lagerfeuer auf zu schichten. Den ganzen Tag über hatte er passende Äste und Zweige mitgenommen und unter seinem Mantel gehalten, damit es trocknen konnte. Das meiste Holz war klamm und feucht doch es war eine Leichtigkeit für ihn, trotz dieser Umstände ein ordentliches Feuer zu entfachen. Schon hatte er mit den Feuersteinen eine Glut entfacht und brauchte nur zu warten. Einen etwa kinderarmdicken Ast bereitete er sich für eine Fackel. Er umwickelte ein Ende dicht mit dünnem Reisig und Wurzeln. Die Fackel ließ er nahe an der Glut liegen, bereit sie jederzeit anzünden zu können. Es hatte aufgehört zu regnen und auch der Nebel war nicht mehr so dicht. Zufrieden wärmte er seine kalten Knochen und trocknete die nassen Sachen. "Verdammte Bücher...ja ich weiß, ich sollte sie nicht mitnehmen. Sie sind ja auch verdammt schwer. Aber ich konnte nicht anders." ,sagte er und zog die vier gebundenen Ausgaben aus seiner Tasche. Ein Buch war recht klein und vergriffen. Es war das Märchenbuch aus dem er seinen Schwestern immer vorlas. Er kannte die Geschichten auswendig, dennoch konnte er es nicht zurück lassen. Es war wie eine Erinnerung an die Vier. Die anderen Bücher handelten über Astronomie, Medizin und Pflanzenkunde. Mit ihnen wollte er sich die Zeit vertreiben. Sicher konnte ihm das Wissen aus diesen Werken auf seinem Weg helfen. Eines der Bücher auf seinen Schoß gelegt, zog er Brot und Wurst aus der Tasche, schnitt sich von beidem dünne Scheiben ab und aß, während er anfing zu lesen. In seinen Ohren hörte er das Knistern des Feuers und die Laute des Waldes. Beides war eine Wohltat. Die Fackel lag zwischen seinen Füßen, während er sein Schwert noch immer auf dem Rücken trug. Noch war er zu munter um zu schlafen. Er war zwar erschöpft aber munter und glücklich.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Fürstenfamilie Ignis   Di Apr 17, 2018 2:10 pm

OUT: da es auf dem Anwesen so viele NSCs gibt, schalte ich mich 'mal ein. Ausserdem sehe ich zwei grössere Knackpunkte, die ich hier gerne bereinigen möchte:
1. Laut der Karte finde ich, das Anwesen müsste einen ganzen Tagesritt von der Stadt Tinae entfernt sein. (Ansonsten wäre Amanohara ja geradezu winzig. Genauere Erklärungen zu den Distanzen kann ich im Thread mit der Karte anfügen, oder falls du nicht einverstanden bist, können wir das per PN diskutieren.) Zur Lösung des Problems hier nun mein Post.
2. Wetter, es schien den ganzen Tag über die Sonne. (Nachzuschlagen im Thread "News und Wetter"). Wir sind Ende Tag 4 = Sonne, am Tag 3 hatte es geregnet. Demnach ist das Holz schon noch feucht, aber kommt kein neuer Regen dazu. Bitte in Zukunft diese Version benutzen. Smile

IN: Die Mädchen mochten in der Frühe geahnt haben, dass ihr Bruder verschwunden war. Den übrigen Bewohner mochte sein Fehlen beim Frühstück aufgefallen sein, doch der erste, der Juros Verschwinden bemerkt hatte, war sein Onkel gewesen.
Er hatte schlecht geschlafen, zwar nicht zum ersten Mal, aber diesmal hatte er sich die halbe Nacht hin und her gewälzt.
Er beobachtete das Verhältnis zwischen dem Fürsten und seinem Sohn schon länger. Gewissermassen erinnerte ihn sein Neffe an sich selber, nur hatte er das Glück gehabt, noch einen grossen Bruder zu haben, der den Fürstentitel übernehmen würde. Auf ihm hatte nie der Druck gelastet, der früher auf seinem Bruder und nun auf seinem Neffen lastete. Sicher hatte Juros Geburt nicht unter einem guten Stern gestanden, aber das war keine Entschuldigung. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn hatte sich nicht gut entwickelt und war der eigentliche Grund, wieso dieses Trauma nie vergessen werden konnte. Und es wurde immer schlimmer, die Streite häufiger und heftiger. Sie versuchten es zwar verbergen, aber das war illusorisch von ihnen, die Familie litt, besonders natürlich die Fürstentöchter, aber auch Nuro belastete die Situation. Er verstand beide Seiten nur zu gut und versuchte sich neutral zu verhalten, zu verhandeln war in der festgefahrenen Situation aussichtslos. Sehr gerne aber mit leisem schlechtem Gewissen erledigte er die offiziellen Besuche in Tinae, die ihm einen Vorwand für eine allmonatliche Flucht ausser Haus lieferten.

Als ihm Fürst Daiki von seinem Plan erzählt hatte, seinen Sohn in eine Schule zu schicken, hatte er innerlich aufgeatmet. Zwar würde Juro nicht begeistert davon sein und sicherlich waren auch die Mädchen traurig über die Trennung, aber zumindest konnte etwas Frieden ins Haus einkehren. Man musste es dem Jungen nur richtig beibringen – und dabei musste es gescheitert sein, dachte er sich, als er am Abend den gewaltigen Streit zwischen seinem Bruder und seinem Neffen hörte.
Nach einer unruhigen Nacht stand er bei Sonnenaufgang auf. Er wollte noch vor dem Morgentraining mit seinem Neffen sprechen und seine Argumente vorbringen, bevor er beim Frühstück seinen Bruder bearbeiten würde. Es musste etwas geschehen, bevor die beiden Dickschädel die ganze Familie zerstörten.
Ob er etwas geahnt hatte, konnte Nuro später nicht mehr sagen. Jedenfalls war ihm die Situation fast sofort klar, als er Juros Zimmer betreten und leer vorgefunden hatte. Resigniert hatte er im Raum gestanden und auf die Trümmer ihrer Familie gestarrt, zerbrochen von zwei idiotischen Sturköpfen. Nach einigen Augenblicken hatte er scharf eingeatmet und die Schultern gestrafft. Mit schnellen Schritten war er in seine Zimmer zurück gelaufen, hatte eilig eine Nachricht gekritzelt und diese mit seinem besten Falken abgeschickt. Sein Bekannter aus Tinae hatte ihm erst vor ein paar Tagen geschrieben, dass Saskia wieder in der Stadt sei. Wenn es das Schicksal doch noch einen Ausweg offen hielt, war sie immer noch dort und hatte gerade keine anderen Aufträge. Nuro hoffte, sie würde ihm zumindest den Gefallen tun, sich den Auftrag näher erklären zu lassen. Denn wenn er jemandem vertraute und zutraute, dann war es diese Löwenfrau

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BeitragThema: Re: Anwesen der Fürstenfamilie Ignis   Di Apr 17, 2018 2:12 pm

Ohne grosse Verzögerungen hatte Saskia die Verfolgung aufgenommen. Am Anfang hatte sie etwas Zeit gebraucht, bis sie die Stelle gefunden hatte, an der Juro vom Weg abgebogen und in den Wald eingetaucht war, aber dann hatte sie die Spur nicht mehr verloren. Anfangs hatte sich die Fährte mit vielen älteren Wegen gekreuzt, aber am Vortag hatte es geregnet, den ganzen Tag jedoch die Sonne geschienen, weshalb sie frische problemlos von älteren Spuren unterscheiden konnte, ohne sich auch nur hinzuknien. Regelmässig prüfte sie die Luft und die feine Mischung aus Russ und Seife bestätigte ihr, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen hatte.
Saskia bewegte sich auf baren Sohlen in leichtem Trab fort, ein Tempo, das sie nötigenfalls die ganze Nacht durchhalten konnte. Als das Tageslicht schwand, drosselte sie ihr Tempo etwas, um die Fährte nicht zu verlieren. Glücklicherweise war der Fürstensohn kein geübter Jäger. Er hatte reichlich abgebrochene Ästchen und Fussabdrücke hinterlassen und in regelmässigen Abständen hatte er sich anscheinend zudem ein Ast abgebrochen und mitgenommen. Als auch das letzte Tageslicht schwand, hatte sie ein kleiner Hügel mit einer Lichtung erreicht, welche vom schwachen Schein des zunehmenden Mondes erhellt wurde. Saskia legte sich auf den Rücken ins Gras, starrte kurz zur Mondsichel hinauf und schloss dann die Augen. Sie war schon ein gutes Stück voran gekommen und wollte die dunkelsten Stunden über ruhen, bevor sie sich beim Einsetzen der Dämmerung wieder auf den Weg machen würde.
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