Amanohara


 
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Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Hospiz

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NSC
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BeitragThema: Re: Hospiz   Sa Feb 28, 2015 12:51 am

Schnell sass Helen in der Mitte der Krone und hielt erst einmal inne, um die durchsichtigen Schemen in ihrem Tanz zu bestaunen. Sie flatterten durch die Blätter und huschten den Ästen entlang. Vorsichtig wagte sich Helen weiter auf die Äste hinaus und streckte eine Hand aus. Der Geist wich ihren Fingern aus und hüpfte auf einen anderen Ast. Helen kletterte ihm nach, aber er wich ihr erneut aus. Wollte sich nicht berühren lassen oder einfach spielen? Sie wollte ihm erneut nachklettern, als sie ein leises Knacken neben ihrer Hand hörte und sofort einen Schritt zurück machte. Wenn sie jetzt noch runterfiel, würde Marta sehr böse werden. Sie wagte nicht nach unten zu blicken, womöglich war Akiko auch wütend, schliesslich durfte Helen gar nicht auf den Baum klettern, wegen den brüchigen Ästen.
Das Mädchen beschloss, nicht weiter hinauszuklettern, und setzte sich stattdessen auf einen kräftigeren Ast. Die Fröhlichkeit der Geister hatte sie angesteckt. Übermütig liess sie sich nach hinten gleiten und baumeln, wobei sie die Arme hängen liess und nur mit den Knien den Ast umklammerte.
Dabei fiel ihr auch zum ersten Mal auf, dass noch jemand im Garten war. Auf einer kleinen, leicht versteckten Bank sass ein fremder Mann und schaute zu ihnen hinüber. Helen teilte mit einer Hand den herunterhängenden Haarvorhang, damit sie besser sehen konnte, und winkte mit der anderen Hand den beiden Erwachsenen zu.
Dass es möglicherweise ein Trauernder war, der sich an Helens Fröhlichkeit stören könnte, hatte das Mädchen momentan vergessen.

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Kha Temeh
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BeitragThema: Re: Hospiz   So März 15, 2015 7:30 am

Er bemerkte den verdutzten Blick von Akiko. Sie schien ihn zuvor wirklich nicht bemerkt zu haben. Die Ruhe und Geborgenheit die dieser Garten ausstrahlte hatte wohl dazu beigetragen. Hier erwartete man keine Angriffe, keine Räuber oder Krieger. Alles war ruhig und friedlich. Beschämt wand sie sich wieder ab, nachdem sich ihre Blicke getroffen hatten. Ihm war klar warum und doch hielt er es für unnötig. Was war schon dabei sich mit der Unbeschwertheit eines Kindes anstecken zu lassen? Den Kopf wieder gehoben sah er zu der Kleinen, die nun kopfüber an einem der Äste baumelte und ihm zuwinkte. Sanft lächelnd hob er ebenfalls den Arm und winkte zurück. Wie konnte er Akiko die Scham besser nehmen, als wenn er mit einstieg? Er beugte sich vor und zog die kleine, filigrane Flöte aus seinem Stiefel. Dann erhob sich der Jäger und kam ebenfalls zum Kirschbaum hinüber. Neben der Weißhaarigen blieb er stehen und legte den Kopf in den Nacken um die kleine Helen besser sehen zu können. "Lassen wir die Waldgeister doch etwas im Wind der Melodien tanzen." ,schlug er vor und setzte die Flöte an die Lippen. Das Lied das er anfing zu spielen klang ein wenig wie eine Marschmusik, war dabei aber fröhlich, locker und kindlich. Er bewegte das Instrument während er spielte leicht hin und her und auf und ab, als würde er die kleinen Geister damit ebenfalls dirigieren wollen.
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Akiko Yoe
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BeitragThema: Re: Hospiz   Sa März 21, 2015 7:28 am

Seit sie Kha bemerkt hatte, war Akiko`s Verhalten gehemmter…die kleine Helen hingegen schien sich nicht an ihm zu stören. Fröhlich winkte sie den beiden zu, während sie beinahe wie ein kleines Äffchen an einem der Äste kopfüber baumelte. Dieser Anblick war Akiko sehr vertraut. Sie selbst hing früher sehr oft  genauso wie Helen jetzt in den Baumwipfeln und beobachtete das Geschehen. Zögerlich hob sie schließlich auch die Hand und winkte Helen. Ihr Lächeln war sachte, kaum zu sehen. Zu sehr hing sie an den Gedanken der Vergangenheit – an die schönen und die schlechten. Nun war ihr Ausflug in die Traumwelt offenbar vorbei. Das Flüstern des Windes verstummte und die tanzenden Blätter bewegten sich lediglich sachte im Wind. Selbst der Musik von Kha, die sie als angenehme Melodien kennen gelernt hatte, war jegliche Magie geraubt worden. Sie vernahm die Töne, doch sie erreichten ihr Herz kaum noch. Die Realität hatte sie wieder eingeholt und mit ihr die Sorge, wie es weitergehen sollte. Wenn der neue Monat anbrach würde Kha die Krieger ersuchen, um in ihre Reihen aufgenommen zu werden. Bis dahin waren es keine vier Wochen mehr. Und spätestens dann würde Akiko ihre ungewisse Reise alleine fortsetzen müssen. Sie brauchte eine Waffe. Eine, mit der sie lernen konnte zu kämpfen. Eine, mit der sie ihr Leben schützen konnte. Das Schwert auf ihrem Rücken erschien ihr mehr und mehr ein Klotz am Bein zu sein. Gerne würde sie heute noch einmal in die Stadt gehen, bevor die Nacht hereinbricht. Vielleicht würde es eine Weile dauern, eine gute Waffe zu finden. Wenn die kleine Helen versorgt wäre würde sie Kha bitten ihn zu begleiten. Da sie selber noch kein Geld verdient hatte, konnte sie nur einen Tauschhandel mit ihrem Schwert eingehen. Und das würde ihr in ihrer Unerfahrenheit ohne Kha wohl nicht gelingen.
Schließlich hob sie wieder den Blick um zu sehen, was die kleine Helen so trieb.
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BeitragThema: Re: Hospiz   Mi März 25, 2015 10:43 pm

Freudig klatschte Helen in die Hände, als der Fremde sein Lied beendet hatte. Sie sah hoch in den Wipfel, um die Geister weiter tanzen zu sehen und sah, dass die sich in die höchsten Äste zurückgezogen hatten. Etwas verwundert zog sie sich wieder auf den Ast und blickte sich um, was die Stimmung so verändert hatte. Auf den ersten Blick bemerkte sie nichts, aber sie erspähte etwas anderes: im Kreuzgang leuchtete helle Kleidung auf. Schnell machte Helen eine Rolle vorwärts, hing kurz an den Händen am Ast und liess sich dann ins Gras plumpsen. Beiläufig wischte sie sich Rindenstückchen vom Rock und versuchte unschuldig dreinzuschauen, als Martha um die Ecke bog.
Aber anscheinend war sie nicht so gut darin, die Köchin hatte den Garten kaum betreten und nur ein Blick auf Helen geworfen, da schüttelte sie schon tadelnd den Kopf.
„Mädchen, was versteckst du jetzt wieder hinter deiner Engelsmiene?“, tadelte sie sanft. Helen blickte scheinbar betreten auf ihre Füsse, antwortete jedoch nicht. „Eines Tages wirst du noch herunterfallen und dir irgendetwas brechen“, seufzte Martha. Besorgt aber leicht versöhnlich strich sie dem Mädchen über den Kopf. Helen blickte mit einem Lächeln auf. „Ich wollte mir nur die Geister genauer ansehen“, erklärte sie und zeigte in den Baumwipfel. „Sie haben so lustig getanzt.“
Martha blickte kurz in den Baum hinauf und überlegte, dann fasste sie Helen bei den Schultern und sagte ernst: „Schau ihnen das nächste Mal von hier unten zu. Der Kirschbaum ist alt und die Äste sind brüchig, ich will dich nicht auch noch pflegen müssen.“ Als Helen gehorsam nickte, dabei aber auf ihre Füsse starrte, seufzte die Köchin ergeben, ging aber nicht weiter darauf ein. Stattdessen wandte sie sich an Akiko und Kha.
„Was soll man machen“, ergänzte sie zu den Erwachsenen mit einem Lächeln. „Ich hoffe, sie hat Sie nicht in ihrer Ruhe gestört.“

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Kha Temeh
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BeitragThema: Re: Hospiz   So Apr 05, 2015 8:36 am

"Ruhe hat man genug wenn man tot ist." ,gab der Jäger knapp und mit ernstem Ton von sich. Auch wenn er in den letzten Jahren viel die Ruhe und Einsamkeit gesucht hatte, fast schon von ihr verfolgt wurde...so würde er doch nie von einem Kind verlangen still zu sein. Zumindest nicht wenn es keinen dringenden Anlass dazu gab. Kaum das der letzte Überlebende seines Dorfes verstorben war, hatte er zu spüren bekommen wie erdrückend und grausam die Ruhe sein konnte. Wie eine schwere, schwarze Decke die alles unter sich ersticken wollte.
Erst einen kurzen Augenblick später wurde dem Schwarzhaarigen bewusst, wie seine Worte auf die anderen wirken könnten. Er bemühte sich ein schmales Lächeln auf die Lippen zu bekommen und verstaute die Flöte wieder in seinem Stiefel. "Kinder sollten ruhig laut sein und toben dürfen. Der Ernst des Lebens holt sie schnell genug ein." ,sagte er mit etwas sanfterer Stimme. "Findet ihr nicht auch?" Dabei wand er sich an Akiko. "Ich soll euch noch Grüße ausrichten von Lorek." ,fügte er scheinbar zusammenhanglos hinzu. Er wollte es einfach nicht vergessen, da ihn der Söldner darum gebeten hatte.
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Akiko Yoe
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BeitragThema: Re: Hospiz   Do Apr 09, 2015 8:30 am

Kha`s Antwort kam ziemlich plump rüber, beinahe schon hart. Doch nach wenigen Augenblicken schien er selber zu merken, dass er sich vielleicht unfreundlichen ausgedrückt hatte, als er es meinte. Und trotzdem – dieser Satz aus seinem Mund hatte einen bitteren Beigeschmack, wenn man seine Vergangenheit kannte. Akiko nickte, als Kha sie ansprach und wand sich dann an Martha.
„Ich muss ihm beipflichten. Sie hat mich nicht gestört. Ganz im Gegenteil….Spaß hat es gemacht“, sagte sie wieder lächelnd und strich der kleinen Helen sachte über den Kopf.
Und das war nicht mal übertrieben. Das kleine Mädchen musste man einfach gerne haben.
„Morgen werden wir erfahren, ob wir einige Zeit bei euch bleiben und hier arbeiten können“, erklärte sie Helen und fuhr fort:
„Und wenn es so ist, dann werden wir uns bestimmt noch öfters sehen“, sprach sie zu dem kleinen Mädchen und wand sich dann wieder an Martha.
„Wenn ihr nichts dagegen habt, dann würde ich mich gerne noch ein wenig in der Stadt umsehen, bevor die Nacht herein bricht…“, erklärte sie Martha und wand sich dann an Kha.
„Lorek ist fort?...Verstehe…nun denn…ihr werdet ihn bestimmt wieder sehen“, sprach sie, auch wenn die Worte keine angenehmen Emotionen in ihr hervorriefen.
„..Wäre es euch unangenehm mich noch einmal in die Stadt zu begleiten?“, fragte sie schließlich etwas zögerlich, blickte ihn aber abwartend an. Hier vor Martha wollte sie nicht den Grund nennen, weshalb sie noch einmal in das Zentrum wollte. Es würde vielleicht etwas merkwürdig klingen, wenn sie erklärte, dass sie eine andere Waffe bräuchte. Sie hoffte einfach, dass Martha nichts dagegen hätte. Zumindest fiel ihr kein Grund ein, der dagegen sprach. Ein klärendes Gespräch würde es erst morgen geben und Jord und Martha hatten den beiden ja gesagt, dass sie sich heut Abend einfach eine Liege zum Schlafen suchen sollten.
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BeitragThema: Re: Hospiz   Mo Apr 20, 2015 10:14 am

„Jeder Mensch braucht Zeit, um sich gelegentlich auszuruhen. In der Stadt kann es sehr turbulent sein“, entgegnete Martha ruhig. „Wer diesen Garten aufsucht, braucht gewöhnlich einen Ort zum Nachdenken oder Beten.“
Eigentlich hatte sie gedacht, dass die beiden Fremden die Ruhe gesucht hätten. Sie schienen die Stadt nämlich nicht gewohnt zu sein. Nach Khas weiteren Worten lächelte sie versöhnlich und wandte sich wieder an Helen: „Hast du das Beet fertig gejätet?“ Geduldig liess sie sich vom Mädchen das gejätete Beet zeigen und bestaunte laut die geleistete Arbeit, worauf Helens Augen aufleuchteten.
„Wunderbar gemacht, Helen“, lobte sie das Mädchen. „Aber nun ist es Zeit fürs Bett.“ Helen zog eine Schnute, worüber Martha erneut lächeln musste. „Vielleicht könntest du deinen Freunden noch schnell zeigen, wo sie heute Nacht schlafen können“, fragte sie das Mädchen, „damit sie später nicht das ganze Hospiz aufwecken.*
Helen nickte eifrig und wandte sich zu Akiko. Ihre saure Miene war sofort verschwunden, worüber Martha schon wieder lächeln musste. Die Betreuung des Kindes heiterte sie immer wieder auf und entschädigte sie wunderbar dafür, keine eigenen Kinder zu haben.
Doch dann wandte sie sich ebenfalls an die Besucher. „Natürlich könnt Ihr noch einmal auf die Strasse, ich sage dem Nachtwächter Bescheid, falls eure Rückkehr später wird“, versprach sie. „Aber seid vorsichtig: nach Sonnenuntergang treiben sich viele Gauner in der Stadt herum und die meisten ehrlichen Leute sind weg.“
Helen zog Akiko an der Hand aus dem Garten in Richtung Ziegenstall, in dessen Heustock sie ihr Lager hatte. Martha blickte ihr nach und machte sich dann auf den Rückweg zur Küche, um einen Stapel dreckiger Schüsselchen vom Abendessen abzuwaschen.

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BeitragThema: Re: Hospiz   Mo Jun 01, 2015 2:22 am

„Einen Ort zum Nachdenken oder Beten…ja…ihr habt Recht. Dieser wunderschöne Garten stärkt Körper und Seele. Es tat gut hier eine kleine Auszeit zu nehmen…dennoch gibt es etwas, was ich gern erledigen möchte.“, erklärte Akiko Martha. Ihr Blick folgte ihr und der kleinen Helen, während beide die Arbeit des kleinen Mädchens begutachteten und lobten. Sie hielt etwas Abstand, konnte aber deutlich Marthas Bitte an das Mädchen hören. Sie sollte ihren Freunden zeigen, wo sie heute Nacht schlafen könnten. Freunde. Konnte man Kha und sie als Freunde bezeichnen? Wann durfte man sich als Freund bezeichnen? Offenbar ging man im Allgemeinen eher unbeschwert mit diesem Wort um. Insgeheim freute es Akiko, dass sie und Kha hier willkommen schienen – obwohl sie Fremde waren.
„Oh, dankeschön Martha. Ich glaube nicht, dass es so spät werden wird…aber es kann kein Fehler sein den Nachtwächter zu informieren. Habt dank für euren Hinweis, wir werden dunkle Gassen meiden“, sprach sie davon ausgehend, dass Kha sie begleiten würde. Auch wenn er ihr eigentlich noch gar nicht geantwortet hatte. Kurz überlegte sie, ob er diese Bevormundung als unhöflich empfinden könnte…? Wenn dem so war, würde er es sich sicherlich anmerken lassen. Oder sagen. Auch wenn sie Kha noch nicht so gut kannte, so hatte sie bereits gemerkt, dass er nicht lange zurückhielt, wenn ihn etwas wirklich störte. Auch wenn er sonst manchmal etwas wortkarg schien.
Akiko blieb keine Zeit länger zu überlegen, denn Helen hatte schon ihre Hand ergriffen und zog sie zielstrebig aus dem Garten heraus. Kurz warf sie einen auffordernden Blick über ihre Schulter zurück zu Kha und lächelte leicht. Dann wand sie sich wieder nach vorne an Helen.
„Nicht so schnell, sonst hängen wir Kha noch ab. Du weißt wohl schon, wo wir heute Abend schlafen dürfen?“, fragte sie neugierig und ließ sich bereitwillig von Helen hinterher ziehen.
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BeitragThema: Re: Hospiz   Di Jun 16, 2015 3:52 am

Eifrig zog Helen Akiko hinter sich zum Ziegenstall. Auf ihre Worte hin blieb sie sofort stehen und drehte sich mit zweifelnder Miene zu Kha um, der immer noch unschlüssig da stand. Dann entschied sie, dass er schon nachkommen würde, und zog Akiko weiter.
„Ist er dein Mann?“, fragte sie die Frau neugierig. „Warum hat er so lange Haare?“ Tatsächlich hatte sie noch keinen Mann gesehen, dem die Haare bis auf den Rücken gingen.
Helen steuerte am Ende des Kreuzganges in einen Nebengang und öffnete dort eine Türe, die sie auch vorsichtig hinter ihnen wieder gut verschloss. Ernst erklärte sie den Erwachsenen, dass die Türe unbedingt zu sein musste, damit die Ziegen nicht in den Garten ausbrechen konnten.
Nun standen sie in einem halbdunklen Raum, durch zwei flache Mauerlücken sowie Lücken in der Holzdecke drang Licht hinein. Sie wurden sofort von Gemecker begrüsst und Helen rannte in die Mitte des Raumes, wo die vorwitzigen kleinen Gitzi sofort an ihrer Kleidung und Händen schnupperten und knabberten.
Die erwachsenen Ziegen waren der Wand entlang angebunden, 10 Ziegen nebeneinander und am entfernten Ende der Ziegenbock, und konnten daher nicht angelaufen kommen, aber alle drehten sich zu ihnen um und beäugten kritisch die Eindringlinge.
Helen kniete nieder und lachte auf, als eines der Gitzi mit den Vorderbeinen an ihr hochstand und an ihren Haaren knabberte. „Das ist Flöckli“, stellte sie das weisse Zicklein vor. „Martha hat versprochen, dass wir sie behalten.“
Fröhlich umarmte sie die Ziege kurz, bevor sie sie energisch zurückschob und eine Leiter direkt neben dem Eingang hochstieg. Oben kletterte sie durch die Luke in den Heustock, der nun im Frühling grösstenteils leer war. Das Dach war intakt und liess kein Licht durch, aber auf der Stirnseite des Hauses befanden sich Schlitze in der Holzwand, damit der Heustock etwas belüftet wurde. Trotzdem war es ziemlich düster hier. Doch da im Hospiz jedes Bett mit einem Patienten belegt war, hatte Helen ihr Lager hierher verlegt. Was ihr aber nichts ausmachte.
Gut gelaunt ging Helen zu ihrem Lager aus Stroh und Wolldecken, stellte säuberlich die Schuhe davor und hüpfte darauf.
„Dort sind noch mehr Decken“, sagte sie Akiko und deutete auf einen Stapel direkt neben der Luke zum Stall. „Martha sagt, wenn die Patienten wieder heimgehen können, kann ich wieder im Hospiz schlafen, aber mir gefällt es hier.“
Sie setzte sich im Schneidersitz hin und zog aus ihrer Tasche eine Brotkruste hervor. „Ich mag die Mäuse“, verkündete sie. „Wenn ich lange genug ruhig warte, kommen sie aus dem Loch.“

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Kha Temeh
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BeitragThema: Re: Hospiz   Sa Jul 11, 2015 6:07 am

Akiko kam ihm zum Glück ein wenig zur Hilfe nachdem er seinen Wortlaut etwas korrigiert hatte und Kha beschloss vorerst lieber wieder zu schweigen. Erst als sie ihn zögerlich darum bat sie noch einmal in die Stadt zu begleiten, sah der Jäger die Weißhaarige einen kurzen Augenblick verwundert an, ehe er verstand was sie damit bezweckte. Ein Nicken folgte. "Natürlich begleite ich euch." ,antwortete er knapp. Auch ihre Worte zum Söldner Lorek ließen ihn nachdenklich werden. Sollte er den jungen Mann wirklich in der Kremso Gilde wieder treffen? Möglich wäre es. Martha wand sich dem Mädchen zu und wies sie schließlich an ihnen ihre Unterkunft für die Nacht zu zeigen. Die hilfreiche Köchin versicherte noch das sie dem Nachtwächter bescheid geben würde über ihre Abwesenheit und gab ihnen auch gleich den Rat mit auf den Weg vorsichtig zu sein, da viele Gauner in der Stadt nach Sonnenuntergang unterwegs waren.
Wieder nickte der Schwarzhaarige leicht als Martha sich verabschiedete und bedankte sich ebenfalls. Leicht schmunzelnd beobachtete er wie Helen Akiko's Hand ergriff und die junge Frau regelrecht hinter sich her zog. Erst als sie noch einmal auffordernd zu ihm zurück sah erwachte er aus seiner Starre und setzte sich in Bewegung um ihnen zu folgen. Auch das Mädchen hatte kurz gestoppt, wohl um auf ihn zu warten. Doch der Jäger war ihr scheinbar zu langsam. Kha musste gestehen das seine Auffassungsgabe grade ziemlich beträchtlich nachließ. War es der anstrengende Tag?
Die Dinge die er gesehen, gehört und erfahren hatte? Oder war vielleicht doch etwas im Tee der beiden gewesen? Doch die Ruhe und Gelassenheit die er spürte empfand er nicht als negativ. Wortlos folgte er den beiden Damen und bekam die neugierige Frage von Helen, ob er Akiko's Mann sei, nicht mit. Auch ihre Verwunderung zu seiner Haarlänge hörte er nicht. Im Gebirge wo er aufgewachsen war war es normal und üblich die Haare lang wachsen zu lassen. Egal ob Mann oder Frau. Alle hatten sie schwarzes, glattes und langes Haar. Wenn Händler oder Reisende kamen die rotes, blondes oder gar lockiges Haar hatten waren sie sofort eine Rarität!
Somit war auch die Haarpracht von Akiko für Kha mehr als ungewöhnlich. Solch helles Haar wäre in den schneebedeckten Gipfeln aber sicher gut zur Tarnung gewesen.
Durch die Tür gegangen die das Mädchen für sie öffnete und verantwortungsvoll auch wieder schloss, betraten sie den Ziegenstall. Die kleinen Zicklein liefen frei umher und umkreisten Helen auch sogleich. Die ausgewachsenen Ziegen waren alle angebunden. Sogar einen Ziegenbock erkannte Kha an der hinteren Wand. Die Kleine verkündete stolz den Namen eines der Zicklein und das sie es behalten dürfte. Ja das waren Dinge mit denen man ein Kind glücklich machen konnte. Ein Tier um das es sich kümmern durfte. Etwas besonderes den anderen Tieren gegenüber. Das lehrte Verantwortung und stärkte das soziale Verhalten.
Wie so oft wenn der Jäger sich in der Nähe von Kindern aufhielt, merkte er gar nicht das sich das Schmunzeln regelrecht festsetzte auf seinen Zügen. Die Unbeschwertheit und Freude von Kindern schien alles Leid der Welt verschwinden zu lassen. Über eine Leiter ging es nach oben auf den Heuboden. Hier würden sie also die Nacht verbringen, gemeinsam mit dem Mädchen. Denn auch sie hatte ihr Lager dort und machte es sich darauf gleich bequem. Kurz blickte er zu den verbliebenen Decken. Gemeinsam mit dem Stroh würde es eine bequeme Nacht werden. Da waren sie ja beide schon anderes gewohnt. Er nahm eine der Decken und legte sie über einen der verbliebenen Heuhaufen nahe der Leiter. Bedächtig zog er sie eng über das knisternde Material bis ein Schlafplatz entstand der annähernd groß genug war. Aus den Augenwinkeln bemerkte er auch schon wie eine der besagten Mäuse aus dem Strohberg floh und im Dunkel verschwand. "Ich denke du wirst heute etwas länger warten müssen, nun wo Akiko und ich die Ruhe der kleinen Sippe gestört haben." ,meinte der Jäger belustigt. Aber wenn sie noch etwas wach blieb würden sich die Mäuse vielleicht noch zeigen nachdem Akiko und er gegangen waren.
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BeitragThema: Re: Hospiz   Di Aug 11, 2015 5:48 am

„Mein Mann?!“, entfuhr es Akiko, als die kleine Helen sie ganz selbstverständlich fragte, ob Kha ihr Ehemann sei.
„Natürlich nicht. Ich werde ganz gewiss niemals heiraten!“, sprach sie entschlossen und mit leicht düsterer Miene, als sie sich etwas von der unerwarteten Frage erholt hatte. Aber wie konnte das Helen schon verstehen. Sie war noch viel zu klein und kannte noch nicht das hässliche Antlitz dieser manchmal verkommenen Welt…sie hatte nicht den Hauch einer Ahnung, welch negative und dramatische Bedeutung Männer in Akikos Leben hatten. Wenngleich Kha aus einem anderen Holz geschnitzt zu sein schien und Akiko ihn akzeptierte und respektiere, ja vielleicht sogar seine Gesellschaft nicht schmerzend sondern angenehm empfand, so war die Vorstellung, dass er und sie ein Liebespaar waren, doch sehr absurd. Generell zweifelte Akiko, ob es tatsächlich eine ernsthafte Liebe zwischen Mann und Frau überhaupt geben konnte. Gwiss, in ihren Geschichtsbüchern handelten viele Erzählungen von der Liebe. Doch außerhalb dieser Papierwelt war ihr etwas vergleichbares nie begegnet.

Im Ziegenstall angekommen wurde Helen sogleich von einem kleinen Zieglein begrüßt. Und das auf eine Art und Weise, die jedes Kind verzaubert hätte.
„Flöckli? Das ist ein schöner Name. Hast du ihr den gegeben?“, fragte Akiko und schaute belustigt dem Schauspiel der beiden zu.

Schließlich folgte sie dem kleinen Mädchen in den Heuboden, in welchem sie alle schlafen würden. Es roch angenehm nach Kräutern. Trotzdem war es ein wenig stickig. Wahrscheinlich kam es Akiko so vor, weil sie es gewohnt war unter freiem Himmel zu schlafen. Dass hier oben auch Mäuse heimisch waren, störte Akiko nicht im Geringsten. Inzwischen war Kha ihnen gefolgt und hatte sich seinen Schlafplatz schon ausgesucht. Akiko tat es ihm gleich und nahm sich eine der Decken vom Stapel, legte diese aber nur aufs Stroh ohne große Vorbereitungen. Sie wollte nur vermeiden, nachts noch einmal quer durch den Heuboden zu laufen. Es war ungewiss, wann sie zurück sein würden, doch sie ging davon aus, dass Helen dann vielleicht schon schlief.

„Vielen Dank, dass du dein Nachtlager heute mit uns teilst. Das ist nett von dir“, sprach sie zu dem kleinen Mädchen und blickte dann abwartend zu Kha, ob er bereit war in die Stadt auszubrechen.
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Kha Temeh
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BeitragThema: Re: Hospiz   Sa Aug 29, 2015 10:41 pm

Die lauten Worte von Akiko entgingen ihm jedoch nicht. Den Blick verwundert zu ihr gehoben, brauchte er einen Augenblick um die Bedeutung ihre Ausrufes zu verstehen. Er hatte ja anfangs deutlich zu spüren bekommen und von ihr auch erfahren was sie von Männern hielt. Vermutlich hatte das Mädchen sie beide für ein Paar gehalten. Nachdenklich legte Kha die Hand an die Kette die er um den Hals trug. Schon in recht jungen Jahren hatte er darüber nachgedacht zu heiraten. Für ihn war es etwas besonderes, ein Ereignis auf das man lange hinarbeitete. Und es hatte für ihn nur ein Mädchen gegeben das an seiner Seite sein sollte. Feh war erst 17 gewesen als sie starb. Wäre dieses schreckliche Unglück nicht geschehen, hätte er ihr diese Kette geschenkt als Zeichen seiner Liebe. Um sie zur Frau zu nehmen. Hätte sie die Kette angenommen wäre er wohl der glücklichste Mann auf der Erde gewesen. Doch es sollte nicht sein. Somit trug er sie als Erinnerungsstück um seine einzige, große Liebe nie zu vergessen.
Die Worte der Weißhaarigen verletzten ihn nicht. Sie drückte es so aus, das sie niemals heiraten würde und nicht das sie speziell ihn niemals heiraten würde. Was sowieso absurd war. Sie bestritten nur einen Teil ihres Weges gemeinsam. Das machte sie noch lange nicht zu einem Paar. Dennoch hütete sich Kha einen Kommentar dazu zu äußern.
Sein Lager vorbereitet blieb er halb gebückt nahe der Schräge stehen und sah zu den beiden Damen. Akiko's Blick traf den seinen und er nickte stumm. Sie wollte aufbrechen und es sprach nichts dagegen. Kurz zurrte Kha noch einmal den Gurt etwas fester, der den Bô-Stab an seinem Rücken befestigte und trat an die Leiter heran. "Lasst uns gehen ehe die Geschäfte geschossen werden. Ich wünsche eine gute Nachtruhe Helen." ,wand er sich von seiner Begleiterin zu dem kleinen Mädchen und lächelte leicht bevor er die Leiter wieder runter kletterte.
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BeitragThema: Re: Hospiz   Mi Okt 21, 2015 6:50 am

Nachdem auch Akiko sich von der kleine Helen verabschiedet hatte, verließ sie gemeinsam mit Kha den Heuboden. Prüfend drehte sich Akiko noch einmal um, um sicher zu gehen, dass Helen ihnen nicht versuchte zu folgen. Aber das Mädchen schien keinen Versuch zu starten. Zufrieden lächelnd setzte sich Akiko in Bewegung. Nun sollte sie also ihr Weg noch einmal in die Stadt führen. Während die junge Frau einen Schritt um den nächsten setzte, dachte sie eine Weile nach. Eine ganze Weile. Die beiden hatten zwischenzeitlich das Hospizgelände verlassen und passierten eine der unzähligen Nebenstraßen in Tinae. Die Dämmerung würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Schon jetzt stand die Sonne recht tief am Himmel und tauchte die Umgebung in ein warmes, rötliches Licht.

„Helen…“, begann Akiko leise und blickte nachdenklich auf den Weg.
„Sie ist ein liebes Mädchen, nicht wahr? … Sie ist ehrlich, aufrichtig und mutig. Obwohl sie noch so klein ist, hat schon jetzt eine starke Persönlichkeit. Selbst ihre Dickköpfigkeit ist amüsant und liebenswert“, sprach sie und schwieg dann wieder für einige Momente. Ihre Mutter hatte ihr manchmal erzählt, was sie selbst für Unfug im Kopf hatte, als sie noch klein war. Und wenn Akiko jetzt so darüber nachdachte, dann war sie Helen vielleicht ähnlicher gewesen, als sie anfangs dachte. Kurz lugte sie zu Kha, dann schaute sie wieder auf den Boden. Ihre Flucht auf dem Wald war erst ein paar wenige Tage her, doch seither beschäftigte Akiko etwas. Womöglich konnte sie …mit Kha darüber…?

Vorsichtig griff sie nach seinem Oberarm, um ihn zum stehen zu bringen.
„Kha?! Darf ich euch mal etwas fragen?“, begann sie zögerlich und ihr Gesichtsausdruck wirkte beinahe…gequält.
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Kha Temeh
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BeitragThema: Re: Hospiz   So Nov 22, 2015 7:38 am

Schweigend gingen sie nebeneinander her, verließen das Hospiz und betraten wieder die Straßen von Tinae. Die Dämmerung kam immer näher und sie näherten sich auch langsam wieder der großen Hauptstraße. Nahe des Marktes waren sie auf den Trupp getroffen. Die Leute der Gilde, die sein Dorf ausgelöscht hatten... Nur kurz ließ der Jäger den Gedanken an dieses Aufeinandertreffen zu und prompt verkrampften sich seine Hände wieder zu Fäusten. Es war gut das er Akiko seinen Dolch gegeben hatte. Er wollte niemals wieder so die Kontrolle verlieren. Schnell löste er sich von der Erinnerung und lauschte lieber den Worten seiner Begleiterin. Sie redete über Helen. Das Mädchen schien es ihr angetan zu haben. Sie war aber auch eine wahre Frohnatur gewesen. Eine Wohltat bei so viel dunkler Vergangenheit die sie ja beide teilten.
"Ja das ist sie. Sicher hat sie diese Persönlichkeit von ihren Eltern und letztlich auch von Martha gelehrt bekommen." ,meinte er leise. Für jedes Kind war es wichtig das es in den ersten Jahren seines Lebens zumindest einen Menschen um sich hatte der ihm die richtigen Werte vermittelte und den Grundstein für eine solch starke Persönlichkeit legte. Das war seine Ansicht. Es musste nicht immer ein Blutsverwandter sein. Aber es musste ein guter Mensch sein. Sei es ein Lehrmeister, ein Kindermädchen oder eine alte Witwe. War dieser Grundstein gelegt konnte man jedes Unglück, so schrecklich es auch sein mochte, irgendwie verkraften und dennoch ein gutes Wesen behalten. Aber Schicksalsschläge veränderten Menschen. Er selbst war ein gutes Beispiel. Kha war bewusst wie sehr er sich geändert hatte. Und sicher war auch Akiko als Kind ganz anders gewesen. Einen kurzen Einblick hatte sie ihm ja zuvor unfreiwillig gegeben, als sie mit Helen im Kräutergarten gesprochen hatte.
Plötzlich spürte er ihre Hand an seinem Oberarm. Der Schwarzhaarige blieb stehen und drehte sich zu ihr um. Ihn beim Namen genannt sah sie ihn mit einem regelrecht gequälten Gesichtsausdruck an und wollte ihn etwas fragen. Es war dem Jäger unmöglich auch nur zu erahnen was es sein konnte, was sie wissen wollte. Aber es schien ihr schwer auf der Seele zu liegen. Einen Augenblick sah er sie ruhig an, als wollte er ihr so etwas die Sorgen nehmen und nickte dann kaum merklich. "Nur zu."

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