Amanohara


 
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Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Das Gebiet der Rahien Sorei

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Nakai
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BeitragThema: Das Gebiet der Rahien Sorei   Mo Jan 07, 2013 12:10 am

Das aus der Zerstörung, die ein Vulkan anrichtet, auch etwas schönes enstehen kann ist meist schwer zu Glauben. Doch das Gebiet auf dem die Rahien Sorei leben ist der Beweis dafür. Jahrhunderte nachdem der Vulkan das letzte mal ausgebrochen ist, hat sich die Ebene in die fruchtbare Heimat verwandelt auf der die verschiedenen Tiermenschenstämme leben. Durch Wasser, welches von den Flüssen die in den Bergen entspringen, wurde aus der einst trostlosen Landschaft eine grüne Ebene auf der sich verschiedenste Tiere angesiedelt haben und den Tiermenschen so Nahrung und andere Dinge liefern. Wenn man seinen Blick schweifen lässt kann man in der Ferne verschiedene Felsformationen erkennen und sogar den Hisen entdecken mit seinem in den Wolken ruhendem Gipfel.
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Nakai
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Mo Jan 07, 2013 6:21 am

Nakai führte die Elfe und den Menschen die Ebene entlang, immer Richtung Osten. Seine Blick war nach vorne gerichtet. Er beobachtete den Weg vor ihnen und hielt nach Gefahren ausschau. Nach geraumer Zeit, die Sonne hatte schon ihren höchsten Stand erreicht, bedeutete er den anderen beiden die Richtung bei zu behalten und weiter zu laufen. Nakai hingegen verschwand in einer anderen Richtung.
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Vayshan
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Di Jan 08, 2013 2:37 am

Vayshan genoss den Flug über die Ebenen. Die vom Hisen herabwehenden Winde ermöglichten es ihm beinahe ohne Flügelschläge über die weite grüne Fläche unter ihm zu gleiten. Zwar musste er die meiste Zeit einem Kreisförmigen Kurs folgen, um die Zweibeiner unter sich nicht abzuhängen, jedoch machte ihm dies nichts aus, da es erstaunlich fiel zu sehen gab. Besonders erstaunt war er über die erstaunlich großen Tierherden, die sich hier aufhielten und unablässig in Bewegung zu sein schienen. In seiner Heimat gab es zwar auch Rudeltiere, jedoch bildeten Ziegen selten Verbände, die größer Waren als elf oder zwölf Tiere. Hier jedoch bestanden die Herden zuweilen aus einigen hundert Tieren.
Vayshan blickte unter sich um sich erneut zu vergwissern, dass Nakai, San'thara und Jeremy noch in Blickreichweite waren. Es wunderte ihn, als der Echsenmensch auf einmal eine Geste mit der Klaue machte und dann ohne Vorwarnung die Richtung änderte und sich von den andern beiden trennte. Vayshan lies den Blick in seine Laufrichtung schweifen, konnte jedoch niemanden erkennen. Interessiert lies er sich etwa hundert Meter sinken und blieb ein wenig näher bei den anderen, denn Nakais Verschwinden war ein sicheres Indiz dafür, dass bald irgendetwas passieren würde...
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Tenschino Yona
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Fr Jan 11, 2013 11:18 am

Die Reise zog sich in die länge. San'tharas Reisegefährten waren äußerst schweigsam. Nebst einem gelegentlichen "Geht's?" oder "Pass auf!" wurde nicht viel gesagt. Bei ein, zwei Pausen trank sie ein paar Schlücke aus ihrer Feldflasche. Je später es wurde, desto wärmer war die Luft.

Nakai überraschte Jeremy und sie damit, dass er plötzlich ohne ein Wort der Erklärung in einer Richtung verschwand. "Wo wollte er hin?" fragte sie Jeremy, doch auch dieser schien keine Idee zu haben. Sie hoffte nur, dass er bald wieder auftauchen würde. Klar, sie hatten zwei Dachen zur Hilfe, doch ohne ihn die Löwenmenschen zu finden, würde schwierigwerden.

Da ihr nichts anderes übrig blieb, lief sie einfach weiter. Ihre Haare wehten sanft im Wind, der zärtlich um sie blies. Selbst der Wind schien dem schönen Wetter angetan und wagte es nicht, den Reisenden die Reise noch schwieriger zu gestalten, indem er ihnen um die Ohren blies...

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Jeremy Mondragon
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Sa Jan 12, 2013 11:16 am

Jeremy schienen während der Wanderung noch weitere Fragen auf der Zunge zu liegen, doch denkt er für sich selbst dass die arme Elfe auch mal eine Pause verdient hat. Sie hatte ihm immerhin bisher immer so gut sie konnte geantwortet, die meisten Leute taten das nicht. Schon das alleine freute ihn. Stattdessen hing er seinen Gedanken nach und genoss das Gefühl die Meilen unter seinen Stiefeln, an der Seite San'tharas, zerfließen zu lassen. Seine Gedanken waren an dem einzigen Ort an dem er sich je mehr oder weniger Zuhause gefühlt hatte, in der Kapellenbibliothek. Er schwelgte auch in Erinnerungen der langen, meist ziemlich einsamen Reise die er hinter sich gebracht hatte um schließlich hier zu landen. Wenn er zu sich selbst ehrlich wäre, hätte er erkannt dass er hier nichts verloren hatte. Für so etwas war er eigentlich nicht gemacht. Aber er war schon immer vom außergewöhnlichen angezogen worden, außerdem konnte er sich in solchen Belangen äußerst gut selbst belügen wenn es denn sein musste.

Als die Echse sich von der Gruppe entfernte blickte er ihm nur kurz nach und schaute San'thara dann mit demselben, leicht ahnungslosen Blick an, der sich auf ihrem Gesicht wiederspiegelte, was ihm ein kurzes Grinsen entlockte. "Keine Ahnung, aber ich glaube Nakai will dass wir weiter dem Pfad folgen. Kann ja nicht mehr allzu weit sein." meinte Jeremy und drückte kurz mit der Hand die zum Abstützen um San'thara gelegt war ihre Schulter.

Was auch immer. Jeremy waren gerade sämtliche Problemchen egal. Das Wetter war schön, ein kleines Lüftchen wehte. Er blickte noch einmal in San'tharas Richtung, mit deren Haaren der Wind spielte was ihr schon fast etwas Ätherisches Verlieh. Er lächelte ihr warm zu und ging dann mit weiten, leicht humpelnden Schritten weiter.

So viel Spaß hatte er schon lange nicht mehr.

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Nakai
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Sa Jan 26, 2013 6:47 am

Nakai lief der Spur hinterher die er gefunden hatte. Nach allem wasandere dachten war er immer noch ein Jäger und langsam bekam er auch Hunger. Ein paar Minuten vergingen bis er seine Beute gefunden hatte. Seine Beute waren ein paar Wildhühner die auf der Ebene lebte und nach Essbarem suchten. Von einem sichern Punkt aus beobachtete er sie, seine Waffe und den Schild neben sich gelegt, wartete er auf einen günstigen Moment um sich ein oder zwei davon zu schnappen. Sein Körper gespannt wie die Sehne eines Bogen, verharrte er regungslos. Aus dem Rudel von 20 Tieren hatte er sich zwei raus gesucht die langsamer waren als der Rest und auch gut genährt. Als sie nah genug dran waren schnellte er los, wie der Pfeil eines Bogens. Lange federnde Schritte machend, sprintete er weit nach vorne gebeugt über den Grasboden. Seine Klauen rissen dabei ein wenig Erde aus dem Boden. Die Hühner sahen ihn zu spät kommen, er rannte zwischen sie und schnappte sich in dem Chaos aus Federn und Gegacker, seine beiden Opfer. Sie versuchten sich zu wehren und Gackerten laut, kurz darauf erstarb das Gackern und zappeln.

Schlaff in seinen Händen hängend brachte er sie zu seinen Waffen und hing sie sich an seinen Gürtel. Seinen Schild befestigte er auf dem Rücken und seine Waffe an der anderen Seite.

Er drehte sich um, um wieder zu den Schuppenlosen zu laufen und erblickte etwas, was er nicht erwartet hatte. Zehn Schritt von ihm entfernt stand eine S´sara, eine Pferdegroße Echse. Ohne sie aus den Augen zu lassen und mit langsamen und bedächtigen Bewegungen drehte er seinen Kopf und sah sich um ob weitere in der Nähe waren. Die Jäger seines Clans hatten immer gesagt: "Wenn man einer S´sara gegenübersteht. Sollte man auf zwei Dinge hoffen. 1. Sie sollte allein sein und 2. es sollte eine junge sein." Bei ersterem hatte er Glück, soweit er sah war sie allein. Nur der zweite Punkt traff nicht zu, den es war ein Ausgewachsener Bulle. Jeder Clan hat S´sara´s als Nutz- und Lasttiere, nur sind das gezüchtete. Die stärksten Krieger gehen aus um eine wilde zu zähmen. Wenn er so drüber nach dachte, während er sie weiter anstarrt, ist dies die Perfekte Gelegenheit sich seinem Clan zu beweisen, nur hatte er nicht erwartet das es ausgerechnet eine S´sara sein würde. Unentwegt starrte er sie weiter an und wartete darauf was sie als nächstes tun würde.

Beide blickten sich unentwegt an. Die S´sara schnupperte zwischen zeitlich und leckte sich das Maul. Urplötzlich schnellte die S´sara wie ein losgelassener Pfeil auf ihn zu, er konnte sich noch rechtzeitig zur Seite werfen um nicht von ihr überrannt zu werden, als er wieder auf die Beine kam drehte sie schon um und rannte wieder auf ihn zu. Instinktiv lies er sich fallen und krallte sich an ihr fest. Die S´sara stoppte kurz und blickte sich nach ihm um, es dauerte keine zwei Augenblicke und sie drehte ihren kopf nach unten um an ihrem Bauch entlang zu sehen. Sie warf sich zur Seite und wollte sich gerade auf dem Boden entlang rollen, um nicht plattgewalzt zu werden lies er los und rollte durch das Gras. Der nächste Angriff lies nicht lange auf sich warten, Nakai schaffte es sich vom Kopf wegzudrehen und sich an ihren dicken Rückenschuppen festzukrallen. Während sie rumbockte und versuchte ihn abzuwerfen, schob er sich weiter nach vorn und hielt ihr eins der Hühner vor die Nase. Das bocken ebte irgentwan ab und die S´sara schnappte nach dem Huhn. "So du hast also Hunger, dann hoffe ich doch mal das du auch bereit bist dafür etwas zu tun." Nakai schwenkte das Huhn vor der Nase der S´sara und trieb ihr die Klauen ein wenig tiefer in die Haut. Ein kurzes brüllen und sie trabte in die Richtung los in der das Huhn zeigte. Er trieb die S´sara in die Richtung in der er die Schuppenlosen verlassen hatte und lenkte sie dann in die Richtung in die sie weiter gelaufen sein mussten. Es dauerte eine Weile und er konnte am Himmel eine Gestalt ausmachen. Das musste einer der, wie hatten sie sich genannt, Drachen sein. Er hielt das Huhn so, das die S´sara in die Richtung lief und es dauerte nicht lange und Nakai konnte zwei kleinere Gestallten am Boden ausmachen. Die Elfe und der Mensch konnten schwere Schritte hinter sich hören als Nakai, plötzlich, auf einer pferdegroßen Eche an ihnen vorbei kam. Er drehte einen Kreis um die beiden, um ihnen zu zeigen was er gefunden hatte. Nakai versuchte sogar die Geste des Menschen ein weiteres mal nachzuahmen, die wobei er die Zähne gebleckt hatte. Das nächste was Nakai merkte war das es auf einmal abrupt bergab ging. Während er so voller Stolz um die beiden herum geritten war, hatte er nicht den kleinen Steilhang bemerkt, auf den er zu kam. Er verschwand aus dem Sichtbereich der Elfe und des Menschen und das nächste was sie hören konnten war das brechen von Geäst und ein dumpfer Aufschlag. Ein kleiner Schwarm von Vögeln erhob sich an der Stelle, an der Nakai verschwunden war.
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Vayshan
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Sa Feb 23, 2013 5:32 am

out: Immer diese lästigen Steilhänge auf flachen Ebenen Very Happy

Vayshan horchte auf, als er aus der Richtung, in die Nakai verschwunden war ein leises Getrampel vernahm, das immer lauter wurde und stieg wieder ein wenig höher um zu sehen, was da im dichten Gestrüpp auf sie zukam. Überascht sakte er einige Meter ab, als auf einmal Nakai auf dem Rücken einer Echse aus dem Dickicht gesprintet kam, die fast so groß war wie ein ausgewachsener Bulle! Unwillkürlich schoss ihm durch den Kopf, wie absurd dieses Bild eigentlich war: Eine Echse, die auf einer größeren Echse reitet...
Schnell jedoch riss er sich wieder zusammen und bemerkte erst jetzt die offensichtliche Gefahr der ganzen Situation: Das unwillige Tier konzentrierte sich unter seinen Anstrengungen seinen Reiter abzschütteln nicht mehr darauf wo es hinrannte und näherte sich immer weiter einem steilel Geröllhang.
Vayshan reagierte sofort und legte die Flügel halb an, wodurch er vom Gleitflug in einen extrem steilen Sinkflug überging. Gut zweidutzend Meter über dem Boden streckte er sie ruckartig wieder auf volle Spannweite und legte sie schräg wodurch er ruckartig wieder in die horizontale kam und hinter der Echse herschoss.
Doch es war nahezu aussichtslos, da ihr Vorsprung einfach zu groß war. Etwa hundert Meter vor ihm verschwanden die beiden den Abhang hinunter und man hörte nur einen dumpfen Aufschlag als sie den Boden erreichten. Vayshan selbst schoss hinter ihnen über den Rand des Hanges und wich einem kleinen Schwarm von Vögeln aus, die der Aufprall erschreckt hatte und die nun unter empörtem Gezeter das Weite suchten.
Nach kurzer Zeit legte sich der aufgewirbelte Staub und Vayshan konnte sehen, was da unten vor sich ging: Nakai lag reglos, aber offenbar unverletzt auf dem Rücken und schnappte schwer nach Luft, während die Riesenechse in einiger Entfernung den Staub von den Schuppen schüttelte und sich dann vorsichtig Nakai näherte. Zuerst fürchtete Vayshan, dass das Tier den geschundenen Echsenmann angreifen würde, stattdessen jedoch sprang die Echse vor, schnappte sich einen der toten Vögel, die Nakai dabei gehabt hatte und brachte mit seiner Beute einige dutzend Meter zwischen sich und die Aufprallstelle. Dann machte sie sich mit hörbarem Appetit über den Vogel her.
Vayshan verzog amüsiert die Lefzen, bremste sein Tempo ab und landete einige Meter neben Nakai im Staub. "Beeindruckende Vorstellung!" kommentierte er süffisant und trat einige Schritte näher. "Bist du verletzt? Ich fürchtete schon du wärest jetzt flach wie ein Schieferstein..." fügte er etwas weniger stichelnd hinzu und schnupperte, ob er Blut riechen könnte. Jedoch schien Nakai keine äußeren Wunden zu haben.
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NSC
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   So März 03, 2013 7:49 am

out: Vielleicht war es einfach ein Loch? ^^

in: Die beiden waren schon eine Weile unterwegs, als San'tharas geschärfter Gehörsinn ein trabendes Geräusch wahr nahm. Der Boden unter ihren Füssen begann, ein wenig zu beben, als das Geräusch näher kam. Es hörte sich an als käme ein riesiges, schweres Etwas auf sie zugerast. Mit diesem Verdacht sollte sie zwar Recht behalten, aber dass auf diesem Etwas auch noch Nakai sass, hatte sie nicht gedacht. Als Jeremy und San'thara den Grund dieser Geräusche erkannten, zog sie Jeremy beiseite, damit er nicht noch von dem riesigen Tier zertrampelt werden würde.

Nakai ritt auf dem Tier um die beiden herum. Es schien so, als wollte er seinen Fang präsentieren. Die riesige Echse flösste San'thara jedoch im ersten Moment so viel Respekt ein, dass ihr zuerst gar nicht in den Sinn kam, dieses Ding ausser Augen zu lassen um Nakais Lächeln zu sehen oder ihn gar zu fragen, was das für ein Tier sei. Was ihr jedoch auffiel, war der Steilhang hinter ihnen und Nakai ritt geradewegs darauf zu. "Pass auf!" rief sie ihm noch zu, doch da war er schon verschwunden. Hinterher kam noch Vayshan und der Windstoss, der mit seinem Flug einher kam, riss San'thara von den Socken und liess sie gleich auch noch runterpurzeln. Am Ende des Hanges blieb sie mit dem Gesicht in den Himmel liegen. Ein paar Stellen taten ihr weh und so blieb sie erst einmal liegen, um in Ruhe zu atmen. Dann stahl sich ein Lächeln in ihr Gesicht. Sie setzte sich auf und grinste so kindisch, wie man es bei ihr noch nie gesehen hatte. "Das hat Spass gemacht!" und liess wieder einmal ihr glockenhelles Lachen hören. Die Gräser in ihrem Haar und die bräunlichen Erdflecken auf ihrer Kleidung waren ihr egal. Das war es Wert gewesen!

Nach der anfänglichen Begeisterung klopfte sie sich den Staub von der Kleidung, fuhr sich mit den Fingern durch das Haar, kontrollierte, ob ihre Harfe noch heil geblieben war und ging dann zu den anderen herüber. Das Tier ass währendessen einen Happen, den Nakai abgenommen hatte. "Was ist das für ein Tier? Ich habe noch nie so etwas gesehen." fragte sie diesen.


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Jeremy Mondragon
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Mi März 06, 2013 1:58 pm

Sie waren schon wieder ein paar Momente unterwegs als der Boden anfing zu beben. Jeremys Stirn furchte sich jedoch erst als das Beben stärker wurde und er schwere Schritt im Wald wahrnahm. Es dauert einige Sekunden aber schlagartig wurde ihm klar was da auf ihn zukam: Eine riesige Echse und auf deren Rücken irgend etwas lautes graues... Ein jubelnder Nakai! Und wenn San'thara nicht schnell genug reagiert und ihn zur Seite gerissen hätte würden jetzt wohl einige Stückchen von ihm an den Klauen des Tiers kleben. Einige Runden dreht er um die beiden bevor... Ja was eigentlich? Plötzlich war die Echse weg und... die Welt drehte sich um. Und der Boden war plötzlich oben, das selbe galt für San'thara... Und dann kam der Aufprall und es war ihm ziemlich schnell klar das der sich nicht kurz gestalten würde. Als er zum halt kommt muss er sich einen kurzen Moment fassen bevor sich die Sternchen vor seinen Augen beruhigen. Langsam, benommen richtet er sich auf und blickt ins Gesicht einer breit grinsenden San'thara. Und sie hatte recht. Das hatte Spaß gemacht. Er selbst verfiel in Gelächter.

Als er sich wieder vom ersten Schock und der Begeisterung erholt hatte stand er langsam und ziemlich vorsichtig auf. Glücklicherweise war sein Fuß fest geschont gewesen sonst würde ihm dieser wahrscheinlich jetzt noch mehr weh tun. Er schaute sich nach seinem verlustig gegangenen Rucksack um, erblickte ihn einige Meter entfernt und stellte mit einem tiefen Seufzer fest das einer der Lederriemen gerissen war. Er schlang sich den verbliebenen so gut es ging um die Schulter und sah sich selbst nach der verantwortlichen Bestie um - die gerade herzlich wenig furchteinflössend eines der Hühner Nakais verschlang. Irgendwoher kam ihm dieses Wesen bekannt vor... "Eine S´sara! Ich dachte das sei nur Gewäsch das ihr allen ernstes auf diesen Echsenviechern reitet!"

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Nakai
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Sa März 09, 2013 4:39 am

out: Das ist das Natruphenomän von plötzlich auftauchenden Steilhängen, so etwas kann man häufiger beobachten Very Happy


in:
Nakai lag in dem Gebüsch, in welchem er nachdem Sturz gelandet war und atmete tief durch. Scheinbar war er nicht der einzige der runtergefallen war, den kurz nach ihm kammen auch die Elfe und der Mensch fallend unten an. Als er das komische Geräusch hörte, blickte er zur Efle herüber. Dann erhob sich Nakai und schüttelte sich und schaute Vayshan an. "Nein ich scheine mich nicht verletzt zu haben, die Büsche und meine Schuppen haben den Sturz gut abgefangen." Er bewegte kurz die Arme und Beine, doch schien er sich nichts getan zu haben. Er ging zur Elfe und dem Menschen herüber und blickte sie an. "Geht es euch gut?" fragte er die beiden. "Wie er schon sagte ist das eine S´sara und ja wir reiten auf ihnen und benutzen sie als Lasttiere." Nakai blickte mit Neugier zu Jeremy, welcher scheinbar etwas über Nakais Kultur wusste. Nachdem die S´sara mit ihrem ersten Mahl fertig war, kam sie wieder zu Nakai und schnupperte an ihm. Sie zuckte vor und packte auch das zweite Huhn um es in einem Bissen zuverschlingen. "Hey das war unser Essen du verfressene Echse." sagte Nakai und wollte ihr das Huhn wieder abnehmen, doch war er dafür zu langsam. als auch das zweite Huhn in ihrem Magen gelandet ist, schnupperte sie ein weiteres mal an ihm. doch dieses mal reib sie ihren Kopf an seiner Brust. Kurz darauf schleckte sie ihn von Bauch bis Unterkiefer einmal mit ihrer riesigen Zunge ab und hinterlies eine hell- weiße Spur auf dem Echsenmann. "Schön, jetzt muss ich wieder jagen gehen, damit wir etwas zu essen bekommen. Und du wirst dabei helfen. Wenn ich mich richtig erinnere ist hier nicht weit entfernt ein Wasserloch wo wir noch vor Einbruch der Nacht ankommen sollten, den jetzt brauche ich auch noch ein Bad nach dem du mich vollgesabbert hast." Nakai streichelte der S´sara über den dicken Kopf, was ihr auch noch zu gefallen schien.
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Fr März 15, 2013 10:32 am

"Ein S'ara?" fragte San'thara und betrachtete das Wesen, dessen Bezeichnung ihrem Namen so ähnelte. Jeremys und Nakais Informationen nach konnte sie entnehmen, dass diese Wesen Last und Nutztiere der Echsenmenschen waren und dises S'ara schien Nakai ziemlich zu mögen. Na zum Glück hatte die Riesenechse das Abschlabbern nicht bei Santhara ausprobiert. Ihr kam gerade der Gedanke, dass sie bei dieser Gelegenheit wohl im Mund dieses Tieres landen würde. Dieses schien jedoch eher auf Hänchen zu stehen und so verlebite es sich noch ein zweites ein.

Auf Santhara wirkte es geradezu ein wenig seltsam, wie dieser Echsenmensch, der schon eine Angst einflössende Statur besass, diesem noch grösseren Wesen zärtlich zusprach. Irgendwie... passte es nicht ganz, aber auf eine besondere Art und Weise eben doch. Nakai sprach von einem Wasserloch und so nahm Santhara an, dass ihre Reise für diesen Tag sie wohl dort hin bringen würde. Vielleicht hatte Vayshan dies mitbekommen und könnte mit Safnir bereits vorfliegen und dort auf sie warten. Santhara war aber ehrlich gesagt schon ein wenig enttäuscht. Sie wäre gerne schneller vorangekommen. Sie hatte gehofft, noch heute die Löwenmenschen erreichen zu können, respektive das Lager der Echsenmenschen wenn sie noch dort durch mussten. So legte sich ihr Lächeln wieder. "Wie weit ist es denn noch zu diesem Wasserloch?"

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Nakai
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Mo März 25, 2013 3:46 am

"zu Fuss denke ich das es bis zum späten Abend dauern wird, bis wir das Wasserloch erreichen, doch mit der Hilfe des kleinen hier werden wir schneller dort sein. Dann können wir uns eine wenig ausruhen und noch weiterreisen. Die Rahien Sorei sollten nicht allzu weit entfernt von dem Wasserloch ihr Lager haben, dort können wir Proviant auffüllen und uns einen Sattel besorgen, damit der Ritt nicht ganz so unangenehm wird. Damit deutete Nakai auf den leichten Stachelkamm, auf dem Rücken der großen Echse. Nakai streichelte der S´sara unter dem Kinn entlang, so kräftig das man es richtig schabben hörte. Die große Echse legte sich darauf hin auf den Boden und rollte sich auf den Rücken, ihre große und lange Zunge hin aus ihrem Maul und sie gab zufriedene Geräusche von sich. Er hörte damit auf die Echse zu verwöhnen und brachte sie dazu sich wieder zu erheben. Sie schnüffelte noch einmal an ihn um rieb ihren massigen Kopf an Nakai. Er bedeutete Santhara und Jeremy näher zu kommen. "Kommt ich mache euch mit einander bekannt, bleibt ganz ruhig euch passiert nichts." Nakai streckte die Hand aus so das einer von beiden, ihm seine Hand reichen konnte. Der Kopf der S´sara lag unter seinem anderen Arm und sie schaute Neugierig.
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Vayshan
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Di Apr 02, 2013 12:03 am

Vayshan war sehr verwundert darüber, wie schnell dieses Tier, das sie alle S'ara nannten seine Meinung über Nakai geändert zu haben schien. Eben noch unbändig und aggressiv wirkte sie jetzt mehr als zutraulich. Mit Essen konnte man diese Tiere wohl schnell für sich gewinnen. Vorsichtig näherte er sich der Echse und sog ihren Duft ein. Wie auch der von Nakai ähnelte der Geruch dem von Vayshans Sippe in vielen Belangen, jedoch merkte man die markanten Unterschiede.
Nun gut... Wenn sie also in der Lage ist euch zu tragen sollte es uns möglich sein, dieses Wasserloch schnell zu erreichen. Safnir dürfte es gefallen, wenn wir das Tempo anziehen könnte. meinte er zuversichtlich. Dann jedoch wandte er sich nochmal mit leicht besorgter Stimme an Nakai. Wird dein Stamm mir und Safnir gegenüber friedlich sein? In Tinae wurde ich von einigen Menschen ohne Vorwarnung angegriffen... Viele Zweibeiner scheinen uns gegenüber extrem misstrauisch zu sein.
Vayshan erinnerte sich mit schauder dass er beinahe zwei von den Menschen getötet hätte... Er wollte keinesfalls das Risiko eingehen, dass soetwas nocheinmal vorkam.
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Nakai
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Do Apr 25, 2013 10:22 pm

Nakai schien kurz zu überlegen auf Vayshan´s Frage. "Nun solange ihr ihnen nichts tut, werden sie euch freundlich zu euch sein. Aber es ist nicht mein Stamm. Wir werden auf die Rahien Sorei treffen, doch ich bin ein Sha´mad Conde." Während er so den Kopf der S´sara in der Armbeuge hielt, kratzte er sie wieder unter dem Kinn. Die Echse gab dabei zufriedene Laute von sich.
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Safnir a.d. Vulkanfeuern
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Sa Jun 01, 2013 1:51 am

Zufrieden summte Safnir vor sich hin, während er mit dem sanften Wind segelte. Sein Sonnenwechsel war seit seinem Abflug blendend verlaufen.
Als erstes hatte er sich dem Hang des Vulkanes entlang hochgeschraubt und den grossen Vulkankrater erkundet. Und als er den Kraterrand überstieg, verblasste seine Enttäuschung über Vayshans fehlende Begleitung angesichts der faszinierenden Welt im Kraterinneren. Nebst einer fantastischen Pflanzenwelt hatte er auch den Eingang eines feuchten Höhlensystems entdeckt und den Ausbruch einer Wasserfontäne miterlebt. Dabei war er jedoch zweimal mit Wasser in Berührung gekommen, was seine Begeisterung über seine Entdeckungen deutlich schmälerte.

Den Rest seines Morgens waren weit ereignisloser verlaufen. Die Ebene sah mehr oder weniger überall gleich aus, im hohen Gras lagen Ansammlungen von runden Felsen und Gestrüpp, die immer seltener wurden, je weiter er sich vom Krater entfernte. Hie und da fanden sich Wasserlöcher ohne wirklich erkennbare Zuflüsse, an denen auch Bäume wuchsen und sich meist viele Tiere tummelten. So war es Safnir ein leichtes, einen kleinen Hornspringer zu erlegen.
Wesentlich später, der Goldene Drache hatte seinen Zenit schon bald erreicht, überflog er plötzlich eine seltsame Ansammlung von kleinen Hügeln. Safnir wendete und flog noch einmal etwas tiefer darüber hinweg, dabei konnte er Zweibeiner zwischen den Hügelchen sitzen sehen. Bei seinem zweiten Tiefflug waren die meisten aufgesprungen, rannten hecktisch herum und zeigten aufgeregt auf den Feuerdrachen. Bei genauerem Betrachten bemerkte Safmir, dass diese Wesen weder gleich wie normale Zweibeiner noch wie der Schuppenzweibeiner aussahen. Was hatte er den nun wieder vor sich? Doch da Safnir gerade einen vollen Magen hatte und sowieso nicht der Typ für Gespräche war, verspürte er keine Lust auf ein Schwätzchen und drehte wieder ab. Diese Wesen sahen auch gerade sehr beschäftigt aus, vielleicht wäre es nun eher an der Zeit, zu Vayshan und ihren zweibeinerischen Begleitern zurückzukehren.
Also stieg Safnir wieder höher und flog in zügigem Tempo zurück Richtung Krater, während er nach dem kreisenden Himmelsdrachen Ausschau hielt. Doch erstaunlicherweise hatte er den Krater erreicht, ohne auch nur eine Spur von Vayshan zu erblicken und erstaunt drehte Safnir einen kleinen Kreis. Erneut schlug er die Richtung ein, in die sich die Gruppe entfernt hatte, und flog den Weg zurück, langsamer nun und aufmerksamer. Trotzdem war er schon ziemlich nah dran, als er Vayshan endlich entdeckte. Die Truppe hatte sich hinter einem Abhang versammelt – dem einzigen weit und breit, ein echtes Glück so einen Rastplatz zu finden – und beriet sich anscheinend. „Ich hätte es wissen müssen“, dachte sich Safnir, während er sich absacken liess. Mit einem deutlichen Aufprall landete er hinter ihnen im Gras und blickte sie einen nach dem anderen an. „Schon wieder am rasten?“, erkundigte er sich vorwurfsvoll. „Ihr seid kaum vorwärts gekommen, wollt ihr euer Ziel eigentlich noch vor der Kältezeit erreichen?“ Die Zweibeiner waren ziemlich verdreckt und hatten Gras in ihrem Fell, als hätten sie sich auf dem Boden gewälzt. Verärgert wandte sich Safnir an Vayshan und erkundigte sich: „ Was im Namen von Eldsvoðgul geht hier vor sich?“ Dabei fiel sein Blick auch auf das neueste Mitglied der Truppe. „Und wer ist das?“, fragte er weiter und zeigte mit der Schnauze auf die Echse.

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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Sa Aug 03, 2013 12:17 pm

out: ich mach mal ein wenig vorwärts. Nakai, ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich das Verhalten der S'ara (ist es eigentlich m oder w? ^^) und von dir ein wenig beschrieben habe. Falls etwas nicht passt, so sag doch einfach Bescheid, ok? Ich dachte, ich schreib gleich mal weiter, damit mal was anderes geschehen kann. Ich glaube nicht, dass wir für das Wasserloch oder für das Lager der Rahien Sorei einen neuen Thread erstellen müssen. Es heisst ja schon "Gebiet der Rahien Sorei". Deswegen würd ich vorschlagen, einfach in diesem Thread weiterzuschreiben. Falls niemand das Wasserloch bis nächste Woche am Mittwoch beschreibt, so werde ich es dann tun Smile

San'thara atmete erleichtert auf. Dann würden sie heute also doch vielleicht noch das Lager der Echsenmenschen erreichen. Aber dafür musste sie sich zuerst mit diesem Tier auseinander setzen.

Jeremy machte keinen Wank, so ergriff die weisshaarige die Gelegenheit und reichte Nakai ihre Hand. Seine Hand fühlte sich sehr eigenartig an, aber irgendwie vertraut... wie die klaue von Safnir, in der San'thara auf ihrer Reise schon ein mal gesessen hatte. Nakai führte sie näher zur S'ara, dessen Namen dem von San'thara so ähnlich klang. Er hielt ihre Hand in die Nähe der Schnauze des Tieres, dass den Kopf gerade drehte und nun interessiert ihre Hand betrachtete. Schnupperte es vielleicht? San'thara wusste nicht ganz, was sie davon halten sollte. Nakai lies ihre Hand los und sie gab sich einen Ruck. Vorsichtig berührte sie den Kopf des Tieres. Dieses zuckte erst einmal zurück, doch als San'thara ein zweites Mal mit ihrer Hand den Kopf berührte, kam es näher zu ihr. Schliesslich trat Nakai beiseite und San'thara berührte das Tier mit beiden Händen. Sie fuhr vorsichtig den schuppigen Hals entlang (unter strengster Beobachtung des Tieres natürlich) und begutachtete fasziniert die Muskeln des Tieres. So viel an diesem Tier erinnerte sie an die Drachen... obwohl es ihm der Anmut dieser Wesen fehlte.

Schliesslich kam Safnir angeflogen. Als könnte dieser Drache Gedanken lesen und wüsste genau, wann sie gerade an die Schwingenträger dachte. Safnir war in keiner guten Stimmung. San'thara konnte es ihm nicht verübeln. "Da stimme ich dir zu, wir kommen viel zu langsam vorwärts, aber wir sind nicht am Rasten, Feuerschwinge. Nakai hat uns gerade eine Möglichkeit beschafft, unser Tempo zu erhöhen. Damit dies jedoch möglich ist, muss das Tier, ein S'ara, uns erst kennenlernen, damit wir auf ihm reiten können. Danach werden wir hoffentlich eine viel grössere Strecke als heute Morgen hinter uns lassen können. Nakai meinte, mit der S'ara wäre es uns vielleicht sogar möglich, noch heute das Gebiet eines Echsenmenschenclans zu erreichen. Das würde ich sehr begrüssen." Sie hoffte, dass Safnir diese Antwort genügen würde. Und wenn nicht, so hätten sie noch einen weiteren Grund, weshalb sie nicht so schnell vorwärts kamen - Jeremys Verletzung, die er sich aufgrund der Auseinandersetzung von heute Morgen zugezogen hatte, hielt sie schon ein wenig zurück. Aber das wollte sie nicht erwähnen.

San'thara trat einige Schritte von dem S'ara zurück. Sie glaubte, das Tier genügend begrüsst zu haben. Nun war Jeremy an der Reihe. Sie selbst wandte sich an die beiden Drachen. "Unser nächster Punkt ist ein Wasserloch, das sich in der Nähe des Lagers der Echsenmenschen befände. Es sollte sich in dieser Richtung befinden." San'thara deutete in die Richtung, die sie bisher eingeschlagen hatten. "Vielleicht möchtet ihr vorfliegen? Wir sollten sicher bis Anbruch der Dunkelheit dort sein, wenn nicht noch früher. Falls nicht, so ist etwas dazwischen gekommen." Das Wasserloch zu finden, würde für die beiden Drachen bestimmt kein Problem sein. So viel anderes gab es auf dieser Ebene ja nicht, oder zumindest hatte es für San'thara den Anschein.

Kurz nachdem die Unterhaltung geendet hatte und sich das Tier an alle Personen gewöhnt hatte, versuchten sie, auf den Rücken aufzusteigen. Sobald sie oben waren, setzte sich das Tier in Bewegung. Es ruckelte ein wenig hin und her und die Schuppen scheuerten ein wenig, doch dies nahm San'thara für eine höhere Geschwindigkeit gerne in Kauf. So waren sie auf dem Weg zum Wasserloch.

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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Mi Aug 07, 2013 8:13 pm

Vayshan reagierte nicht, aber Silberhaar gab ihm dafür ausführliche Erklärungen. Skeptisch betrachtete der Feuerdrache die Echse, auf dem Wesen wollten sie reiten? Es schien nicht allzu helle zu sein, wenn es sich das so einfach gefallen liess. Und auch sein Verhalten den Zweibeinern gegenüber liess nicht viel Intelligenz erkennen. Seltsam, dabei sah es beinahe wie ein Drache aus, nur dass ihm die Flügel fehlten. Diese Ähnlichkeit musste definitiv ein Zufall sein, die Vorstellung, ein solch dämliches Schmusetier „Vetter“ nennen zu müssen, war einfach zu grausig.
Schweigend – nebenbei ein echt seltener Zustand für den Feuerdrachen – beobachtete Safnir, wie sich die Zweibeiner mit der Schmuse-Echse bekannt machten und schliesslich auf ihren Rücken kletterten. Silberhaar erklärte ihnen noch schnell ihren Plan. Vom Vorausfliegen hielt Safnir jedoch nicht besonders viel, bestimmt würde den Zweibeinern wieder etwas dazwischen kommen, sollte er sich zu weit von der Gruppe entfernen – ihnen kam schliesslich ständig etwas dazwischen.
„Besser, einer von uns passt auf sie auf“, wandte sich Safnir daher an Vayshan, wobei er jedoch glücklicherweise in die Drachensprache wechselte. „Ansonsten kommen sie nie ans Ziel. Ich übernehme die nächste Wache, dann kannst du jagen gehen“, bot er ihm an, während er beobachtete, wie die Echse mit den Zweibeiner auf dem Rücken davon zottelte. „An diesen Wasserlöchern findet man ganz viele Hornspringer, die schmecken wirklich köstlich.“
Dreki úr gulli vaka bin leið, föðursystur!” Mit diesen Worten drehte Safnir sich vom Himmelsdrachen ab und stieg in die Luft, um den Zweibeinern zu folgen. Zwar waren sie auf der Echse schon etwas schneller als auf ihren eigenen Klauen, aber auch das Viech war nicht besonders schnell. Und so zog Safnir endlos Kreise, wobei der ungewöhnlich tief flog  - obwohl die Winde hier unten nicht besonders angenehm waren. Aber vielleicht würde seine ständige Anwesenheit dazu beitragen, dass die Zweibeiner wieder ins Bummeln gerieten.

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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   So Aug 11, 2013 7:43 am

Nakai saß hinter den beiden Menschen auf der S´sara und lenkte sie über die Ebene. Die große Echse war relativ langsam, was an der Tatsache lag das sie drei Reiter tragen musste und das ohne Sattel. Er hatte Jeremy und San`thara so positioniert das der Stachelkamm auf dem Rücken der Echse sie nicht störte. So lief die S´sara über die Ebene und die drei Reisenden konnten eine gute Strecke gut machen, als wenn sie gelaufen wären.

So dauerte es bis zur Abendröte, als sie endlich das Wasserloch erreichten, welches Nakai erwähnt hatte. Er stoppte die große Echse und schwang sich herunter und half dann den beiden Menschen dabei von der S´sara herunter zu klettern.

Das Wasserloch war eigentlich ein kleiner See in mitten dieser großen grünen Ebene, welche hier entstanden war. Gut mehrere hundert Schritt breit war das Wasser kristallklar. Auf der anderen Seite des See´s konnte man einige andere Tiere trinken sehen.

Nakai suchte eine Weile und fand dann einen Platz den man als Lagerplatz verwenden könnte, sollte man dies wünschen. "Ich gehe fischen, ihr könnt das Lager vorbereiten wenn ihr das wünscht oder euch ausruhen und dann etwas essen wenn ich wieder komme. Wollt ihr in der Nacht weiterreisen oder wollt ihr euch hier ausruhen und bis zum nächsten Tag warten." Der Echsenmensch wartete nicht wirklich auf eine Antwort, sondern legte seine Waffe und den Schild ab, um dann in die Richtung des Seeufers zu gehen.
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   So Aug 18, 2013 9:37 am

Der Ritt verlief etwas holprig und ungewohnt, aber ruhig. Trotzdem hätte San'thara die Reise in Safnirs Klauen vorgezogen. Das Tier kam zwar schnell vorwärts, aber ohne Sattel begannen die Schuppen langsam an ihren Beinen weh zu tun. Sicherlich hatte Nakai mit seiner Echsenhaut kein Problem damit.

So stieg San'thara auch ziemlich ungelenkig von dem Tier ab und war froh, festen Boden unter den Füssen zu haben. Sie war zwar dankbar, dass sie schneller voran kamen, aber...

Nichts aber, sie konnte froh sein, dass Nakai so schnell einen S'sara finden konnte. Besser ein S'sara als gar kein Tier, das ihr Tempo beschleunigen konnte. Je schneller sie unterwegs waren, desto eher würde sie den ersten Schritt zur Lösung des ganzen Fiaskos machen können. Nakai fing sogleich an, die Vorbereitungen für ein Lager zu treffen und verschwand in Richtung Ufer. Er war sich wohl gewöhnt, in der Wildnis unterwegs zu sein. San'thara half Jeremy zum Lagerplatz herüber und setzte sich mit ihm auf den Boden. "Ich würde eigentlich gerne in der Nacht weiterreisen. Was meinst du dazu? Geht das mit deinem Fuss? Oder brauchst du noch eine Pause?" Die Drachen würden sicher nichts dagegen haben, wenn sie auch im Dunkeln noch weiterreisen würden.


Die Ankunft der Truppe blieb nicht unbemerkt. Eine Gestalt, die den Durst am Wasserloch soeben gestillt hatte, horchte auf, als sie den Echsenmensch auf die Wasseroberfläche zukommen sah. Auf leisen Pfoten verschwand es hinter einen Busch und sah von der gegenüberliegenden Seite der Wasserstelle zu, wie sich der Ankömmling dem Wasser näherte. Gleichzeitig schaute es sich nach seinen Mitschleichern um, die sich in der Umgebung befinden sollten. Erleichtert stellte es fest, dass auch sie die Anwesenheit dieses Wesens bemerkt hatten und sie sich bereits in Angriffsformation begaben. Eigentlich hatten sie im Dunkeln jagen wollen und bereiteten sich gerade vor, bevor sie sich aufteilten. Aber dieser Echsenmensch war weitaus spannender als die langweiligen Hornspringer...

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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   So Aug 18, 2013 11:27 pm

Diese Schmuse-Echse schien zwar nicht besonders schnell zu sein, aber wenigstens war sie ausdauernd. Und so erreichten sie tatsächlich im roten Schein des sinkenden Feuerballs das Wasserloch, das übrigens weit grösser war, als Safnir erwartet hatte. Aus der Luft konnte er diverse Tiere in der üppigen Vegetation rund um die grosse Wasserfläche erkennen, da gab es sogar welche, die mitten im Wasser standen, was Safnir gleichermassen faszinierte und schockierte. Wie die das aushielten?
Der Schuppen-Zweibeiner entfernte sich zum Wasser, um zu „fischen“, was Safnir nicht ganz verstand, jedoch nicht kommentierte. Sicher nur wieder so eine Zweibeiner-Sache. Silberhaar und der Dreisteinehoch setzten sich auf den Boden, um sich auszuruhen. Irgendwie machte es für Safnir den Eindruck, als ob sie sich noch ungeschickter bewegten als sonst, aber seit wann machte er sich eigentlich die Mühe, Zweibeiner zu beobachten oder verstehen zu wollen? Schliesslich begleiteten sie ihn nur, bis er seine Mission zu Ende gebracht hatte und sobald dies geschehen war, konnte er wieder in seinen Heimatvulkan zurückkehren.
Beim Gedanken an seine warme Höhle stieg ein bisschen Wehmut in ihm hoch und plötzlich wurde ihm bewusst, dass die angenehme Hitze am schwinden war. Daher suchte sich Safnir ebenfalls eine passende Stelle, facktelte mit seinem Feueratem den Boden ab und legte sich dann mitten ins brennende und qualmende Kraut. Mit geschlossenen Augen genoss der Feuerdrache die kleinen Flämmchen und ihre Wärme und aus seinem Bauch stieg ein wohliges Summen auf.
Dabei lauschte er auf die Umgebung. Viele Wesen raschelten im Gebüsch, direkt vor ihm hockten die beiden Zweibeiner – weshalb er auch aufs Züngeln verzichtete -, die Schmuse-Echse hatte sich ebenfalls in die Büsche verschlagen und nur noch durch ein gelegentliches Knacken zu hören. Alles schien in Ordnung, aber was könnte auch an so einem Ort aufregendes passieren. Sicherlich würden sie noch genau so ruhig da sitzen, wenn Vayshan endlich eintreffen würde. Wo er gerade an seinen Vetter dachte, der hatte aber wirklich lange. Ob er wohl Mühe beim Jagen hatte? Doch das konnte sich Safnir kaum vorstellen, auch wenn der Himmelsdrache aus dem Gebirge stammte, diese Hornspringer waren so einfach zu erledigen, sogar ein Flüggling könnte das. Viel wahrscheinlicher war, dass der Himmelsdrache seine freie Zeit genoss, während er hier Nestwächter für die Zweibeiner spielen durfte!

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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Di Aug 20, 2013 1:37 am

Vayshan hatte das Gerede ausnahmsweise schweigend mitverfolgt, denn selbst ihm dauerte ihr Aufenthalt hier schon etwas zu lang. Sobald die anderen aufbrachen, schwang er sich direkt hinter Safnir in die Luft und überholte diesen mit einigen kräftigen Flügelschlägen. Als der Wind aufgrund der Höhe allmählich stärker wurde ging er in die Horizontale und sah sich noch einmal nach den anderen um, damit er ihre Route verfolgen konnte. Anschließend drehte er ein wenig nach Westen in Richtung der fernen Berge ab und tat, was Safnir im vorgeschlagen hatte.
Die Jagd über freiem Feld war etwas gänzlich neues für ihn. Auf den Felsklippen und in den weiten Tälern des Yama-Gebirges konnten sich das Wild kaum vor ihm verbergen und er musste lediglich aufpassen, dass er beim Zustoßen nicht an den Fels stieß. Hier jedoch gab es keine nackten Felsen, sondern nur die endlose Ebene, die zu großen Teilen von bis zu hüfthohem Gras bewachsen war, welches den mittleren und kleinen Tieren einen natürlich Sichtschutz bot...
Es dauerte eine Weile, doch Vayshans hervorragende Augen taten ihren Dienst und er entdeckte einige der, zugegeben recht mageren Tiere, die ihn ein wenig an die Bergziegen im Gebirge erinnerten. Ihre Hörner waren kürzer, das Geblöke jedoch, das sie anstimmten, als er mit lautem Rauschen aus dem wolkenlosen Himmel herabstieß war dasselbe. Panisch ergriffen die Tiere die Flucht und stoben auseinander, doch Vayshan hatte sich seine Beute - eines der größeren Tiere, das am Rande der Herde stand - bereits ausgesucht und einmal im Blick konnte es ihm nicht mehr entkommen. Schnell schloss er zu dem Tier auf und folgte ihm wenige Meter über dem Boden. Es dauerte nur wenige Augenblicke, da hatte er seine Kiefer um dessen Hals geschlossen und bremste seinen rasanten Niedrigflug ruckartig ab.
Seine Beute war schnell verzehrt, aber das relativ gut genährte Tier würde ihn für ein oder zwei Tage sättigen. Als er fertig war streckte Vayshan sich aus, genoss ein wenig die frische Brise und die warme Sonne auf seinem Rücken und schloss kurz die Augen...
Als Vayshan die Augen wieder öffnete stand die Sonne bereits ein gutes Stück tiefer und er fuhr erschrocken hoch. Oh verdammt! Hoffentlich warten die anderen nicht irgendwo auf mich...
Schnell erhob er sich wieder in die Luft und stieg sogar noch höher als bei seiner Jagd. Zum Glück war der Himmel absolut klar und er konnte dutzende Meilen über die Ebene blicken. Er flog wieder Richtung Süden und erhöhte sein Tempo so sehr er konnte. Zum Glück entdeckte er bereits eine Stunden später einen unverwechselbaren, leuchtend roten Fleck nahe bei einem See und er schnaubte erleichtert...
Wenige Minuten später hatte er das Lager der Gruppe erreicht und landete nach einem sanften Sinkflug etwas abseits der Gruppe um niemanden zu stören. Alle schienen sich ein wenig auszuruhen, bis auf Nakai, der sich am Seeufer herumtrieb und nach etwas zu suchen schien...
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Tenschino Yona
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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Mo Okt 21, 2013 9:42 am

Santhara unterhielt sich weiterhin ein wenig mit Jeremy und nahm im Augenwinkel war, dass Safnir sich hingelegt hatte. Dass Vayshan zu ihnen gefunden hatte, bemerkte sie nicht. Es war schon etwas dunkler geworden und da er etwas abseits und hinter ihrem Rücken gelandet war, befand er sich nich in ihrem Blickfeld.
Sie schaute zu, wie sich Nakai am Ufer des kleinen Sees herumtrieb. Sie freute sich schon auf einen kleinen Imbiss, denn die Reiterei hatte sie schon ein wenig hungrig gemacht. Jetzt, da ihr Gespräch beendet war, konnte man ausser dem durchs Wasser schreitendem Nakai und den Geräuschen der Natur nicht viel hören. San'thara nahm ihre Harfe hervor und stimmte eine kleine Melodie an. Sie schloss die Augen. Solch einem schönen Ort wollte sie auch schöne Klänge schenken.


Auf der gegenüberliegenden Seite berieten sich die Schleicher. Sie hatten einen Drachen bei der Gruppe entdeckt, was einen Angriff auf den S'sara verdammt gefährlich machen würde. Sollten sie dieses Risiko wirklich eingehen? Nun, während die Gruppe von einigen ihrer Kriegerinnen abgelenkt wurde, würden sich die restlichen um das eigentliche Ziel kümmen. Dann würden sie das Fleisch des S'sara schon noch kriegen!
Als der Schlachtplan stand, schwärmten sie auf leisen Pfoten aus und schlichen sich sanft über das ihnen gut bekannte Gelände zu der Gruppe herüber. Sie waren ihnen schon beträchtlich nahe gekommen, als sich etwas weiteres näherte. Noch ein Drache! Eine der Samtpfoten knurrte. Das Knurren erstarb jedoch schnell, denn es hätte sie verraten können. Was jetzt?


San'thara horchte auf. Etwas hatte ihre Konzentration durchbrochen. Hatte sie sich das nur eingebildet, oder hatte sie ein Knurren gehört? "Jeremy, Safnir, habt ihr das auch gehört?" fragte sie deshalb ein wenig verunsichert. Sie erhob sich und legte die Harfe beiseite. Ihre weissen Haare wehten im Wind und ihre spitzen Ohren kamen zum Vorschein.

Eine Samtpfote hinter einem Stein stupste ihre Gefährtin an und deutete auf San'thara. Sie tauschten einen kurzen Blick. Eine wirklich seltsame Truppe hatte sich vor ihren Augen versammelt. Und diese weisshaarige, spitzohrige Frau war wirklich interessant! Ihr Anführer hatte ihnen schon öfter von solchen Wesen erzählt. Wie könnten sie diese Person zu ihrem Lager locken?
Aber dummerweise war noch ein Drache dazugestossen! Damit hatten sie wirklich nicht gerechnet. Ein Angriff auf den S'sara war nun zu riskant und musste abgebrochen werden. Aber dafür hatten die beiden etwas anderes im Sinn.
Gleichzeitig sprangen sie hinter dem Stein hervor und preschten in Richtung von Jeremy und San'thara. Eine der Gestalten sprang über Jeremys Kopf und verschwand wieder. Die andere rannte an der überraschten San'thara vorbei und schnappte sich die am Boden liegende Harfe. Sie blieb kurz stehen, um sicher zu gehen, dass die Beiden mitbekamen, wer sie gerade um ein Musikinstrument erleichterte. Die Löwenfrau hatte extrem lange Beine und war mit einer ledernen Hose sowie einem Oberteil aus rotem Leder bekleidet. Beides war an mehreren Stellen stark abgenutzt und auch verschmutzt, die Hose hatte einige Löcher. Ihre Hände steckten in Metallenen Handschuhen. Ihre wilde Ausstrahlung wurde duch die ihre grosse Haarpracht unterstützt. Natürlich durfte man auch den Schwanz nicht vergessen. (Bild) Die Löwin blieb nur kurz dort stehen. Als sich San'thara auf sie zu bewegte und auch von den Drachen was zu hören war, verschwand sie so schnell, wie sie gekommen war. Sie rannte weg und San'thara rannte ihr hinterher. "Halt, ich brauche sie noch!" rief sie, während sie rannte. Doch schon nach kurzer Zeit hatte sich der Abstand zwischen ihnen vervierfacht. Zur Diebin hatten sich 8 Weitere Löwinnen gesellt und zusammen rannten sie mit einer immensen Geschwindigkeit in Richtung Norden. Nicht weit, und sie teilen sich auf. Bestimmt hatte die Löwin die Harfe an jemanden ihrer Genossinnen weitergegeben. San'thara hatte keine Chance, zu wissen, wer sie wohl mitgenommen hatte. Sie drehte sich zu den anderen um. "Nakai, wir müssen hinterher! Weck den S'sara und vergiss das Fischen!"

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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Mo Nov 04, 2013 11:07 am

Silberhaar begann auf ihrem singenden Kasten zu klimpern, was eigentlich gar nicht so übel klang, aber leider konnte Safnir mit dieser Art von Musik nichts anfangen. Er kannte nur die Drachenlieder, die verständlicherweise etwas rauer und lauter klangen.
Im Gebüsch raschelte es weiter und Safnir konnte etliche Tiere hören, die um das Wasserloch schlichen. Als Silberhaar inne hielt und ihnen eine Frage stellte, brummte Safnir erst nur und öffnete gar nicht die Augen. „Da ist wahrscheinlich eine Pfote auf der Jagd“, vermutete er, denn er hatte ein leises Knurren gehört und das Verstummen der anderen Tiere bemerkt, auch wenn er die leisen Schritte des Raubtieres nicht hören konnte. Aber wozu musste er das auch? Sie waren schliesslich keine Gefahr (wie eigentlich gar nichts ausser Wasser und der Kälte).
Plötzlich jedoch ertönte ein leises Trommeln von Pfoten, die zum Sprung ansetzten – und sie kamen auf ihren Platz zu! Alarmiert riss Safnir den Kopf hoch und die Augen auf. Zwei Wesen huschten über ihren Platz und im Nuh war Safnir auf den Beinen. Eines der beiden Wesen schnappte sich den singenden Kasten und verharrte kurz hoch aufgerichtet mitten zwischen ihnen – und das war es, was nun seinerseits Safnir stutzen liess. Dieses Verhalten war total unverständlich, selbst ein nur kurzes Zögern war ein Fehler, den sich weder Beute noch Aasklauer leisten konnten.
Silberhaar schien das nicht komisch zu finden, sie kümmerte sich nur um ihren singenden Kasten und rannte dem Dieb hinterher. Worum es sich bei den Wesen handelte, war für Safnir gar nicht so interessant, darum würde er sich kümmern, wenn er eines erwischt hatte. Durch die schnell fliehenden Gestalten war sein Jagdtrieb geweckt worden.
Blitzschnell war er auf den Beinen und sprang den fliehenden Gestalten nach. Leider konnte er die Bäume und das Gestrüpp in der Dunkelheit nicht mehr besonders gut sehen, so dass er laut knackend jede Menge Buschwerk zertrampelte, mit seinem Schwanz ein kleines Bäumchen fällte und mit den Flügeln im Geäst hängen blieb. Verärgert knurrend riss er sich los und nahm einen zweiten – höheren – Satz, bei dem er die kleinen Bäumchen übersprang. Damit hatte er das Hindernis überwunden und machte sich definitiv an die Verfolgung.
Im Gegensatz zu den kalten Bäumen strahlten die fliehenden, warmen Gestalten leuchtend hell für Safnirs Augen. Und so erkannte er deutlich die Schemen mehrerer Wesen, die in verschiedene Richtungen über die Ebene davon rasten – zu seinem Erstaunen auf ihren Hinterbeinen. Dabei war er sich sicher gewesen, Pfoten gehört zu haben. Sie waren schnell, möglicherweise schneller als die Zweibeiner, aber keineswegs zu schnell für einen Drachen. Im Tiefflug nahm Safnir die Jagd auf.
Die Situation erinnerte ihn an frühere Jagdzüge auf grössere Hornträger-Herden und unwillkürlich wendete er die entsprechende Jagdtechnik an. Mit einem Schwanzhieb schwenkte er zu den äussersten Flüchtlingen und näherte sich ihnen in einem Bogen. Nah hinter ihnen stiess er ein lautes Brüllen aus und zudem eine Stichflamme. Die Zweibeiner-Pfote wich den Flammen aus, wie es Safnir erwartet hatte, und so erwischte er sie auf der anderen Seite mit einem Klauenhieb. Die leichte Gestalt wurde durch die Luft geschleudert und landete hart einige (Drachen-) Schritte entfernt auf dem Boden, wo sich der Feuerdrache auf sie stürzte und sie sofort mit seiner linken Klaue festnagelte.

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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Mi Feb 19, 2014 2:39 am

out: anscheinend seid ihr etwas eingerostet. Daher benutze ich meine allmächtige Admin-Gewalt und hauche euren Charakteren wieder etwas Leben ein. Bitte weiterfahren!

in:
„MEINE HARFE!“ Diese zwei Worte beherrschten San‘tharas Kopf, mehr schon verzweifelter Aufschrei als realer Gedanke. Wie hatte sie das Instrument nur auf den Boden legen können! Das Geschenk der Götter, die Hoffnung dieser Welt, ein Schlüssel zur Magie – weg. Sie hatte versagt, und das noch bevor sie zu ihrer eigentlichen Schlüsselaufgabe gekommen war.
Safnir war sofort aufgesprungen und hatte mit einem grossen Satz die Verfolgung aufgenommen. Erst hatte sie noch lautes Knacken gehört – der Feuerdrache schien etwas Mühe mit dem Gestrüpp zu haben –, dann hastige Flügelschläge und nun nichts mehr. Auch von den Dieben war nichts mehr zu sehen, sie waren einfach viel zu flink und schnell, als dass San’thara ihnen hätte folgen können.
Auch Vayshan war aufgesprungen, hatte sich aber nicht wie Safnir an die Verfolgung gemacht, sondern lauerte er mitten auf dem Lagerplatz und lauschte nach allen Seiten. Obwohl nicht so gross und kräftig wie der Feuerdrache bot er einen gleichfalls beängstigenden Anblick, gleich einer Schlange kurz vor dem Biss. San’thara konnte sehen, wie er jeden einzelnen Muskel angespannt hatte, und hatte keine Zweifel daran, dass ein weiterer Angreifer im Handumdrehen überwältigt würde.
Und Jeremy? Der schien keineswegs verängstigt oder eingeschüchtert zu sein von dem Angriff, im Gegenteil: Sein Gesicht zeigte eine beinahe schon kindliche Faszination und eifrig untersuchte er den Boden wohl nach Fussabdrücken der Löwenfrau, wobei San’thara jedoch bezweifelte, dass er bei der Dunkelheit noch etwas erkennen konnte. Selbst sie mit ihren guten Elfenaugen erkannte nur schwach Bäume und Gestrüpp sowie die zwei Begleiter bei ihr. Suchend blickte sich San’thara nach Nakai um, hatte ihr Ruf ihn erreicht? Wo er wohl steckte? Hoffentlich war er nicht ebenfalls von Löwenmenschen angegriffen worden. Kurz schoss San’thara der Gedanke durch den Kopf, wie dieser kleine Überfall ohne die Drachen ausgegangen wäre, und sie schauderte. Obwohl sie dem Echsenmensch zutraute, sich verteidigen zu können, lauschte sie bedrückt nach Kampfgeräuschen.

Da ertönte ein lautes Brüllen, das zweifellos von Safnir stammen musste, und gleichzeitig erhellte ein Licht die Baum-Busch-Silhouette vor ihnen. Der Feuerdrache tobte sich anscheinend wieder einmal aus, die Geschichten untertrieben wirklich nicht, was den Kampfgeist dieser Rasse anging.
Endlose Sekunden lang herrschte Stille, während derer jeder angespannt nach Feinden lauerte. Dann ertönte ein lautes Knacken vor ihnen in der Dunkelheit und sie alle fuhren herum. Was kam dann nun wieder? Vayshan entspannte sich als erster wieder und zischte etwas unverständliches, worauf sich auch San’thara beruhigte. Anscheinend kehrte Safnir zurück, die Sinne der Drachen mussten noch besser sein als ihre.
Mit einem letzten lauten Knacken brach der Feuerdrache zu ihnen hindurch und schleppte sich zu ihnen. Erschrocken starrte San’thara auf den sonst so energiegebundenen Safnir, wie er sich nun mit sichtlicher Anstrengung auf den Lagerplatz schleppte. Was war nur los? Dann jedoch schleuderte der Feuerdrache eine Gestalt zwischen sie und San’thara vergass schlagartig den Zustand des Drachen.
Ausser sich stürzte sie sich auf die Löwenfrau und schüttelte sie heftig, während sie kreischte: „Was verdammt habt ihr mit meiner Harfe gemacht???“

Safnir dagegen trottete zu seinem Lagerplatz und liess sich dort auf seine Hinterpfoten nieder. Mit den Vorderpfoten krallte er etwas Holz in der Nähe zusammen und murmelte dabei: „Könnte mal jemand ein Feuer machen? Es ist so kaaalt.“

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BeitragThema: Re: Das Gebiet der Rahien Sorei   Mo Dez 28, 2015 2:30 am

„Was habt ihr mit meiner Harfe gemacht??“, schrie San’thara die Löwenfrau an und schüttelte sie heftig, so dass ihre helle Mähne flog.
Die Löwenfrau schien vom Flug noch etwas benommen zu sein und San’tharas Schütteln half ihrem Zustand auch nicht wirklich. Daher brauchte sie eine Weile, bis sie klar genug bei Sinnen war, um antworten zu können. Doch auch danach starrte sie nur trotzig zurück. Mit einer schnellen Drehung wand sie sich aus San’tharas Griff und erhob sich, aber selbst in der Dunkelheit war deutlich zu erkennen, dass ihr rechtes Bein stark zitterte. Safnir schien nicht ganz so sanft vorgegangen zu sein.
Undeutlich ging sie etwas in die Knie, aber bevor sie sich weiter bewegen konnte, ertönte hinter ihr ein warnendes Zischen: „Denk nicht mal dran!“ Überrascht zuckten die Ohren der Löwenfrau nach hinten. Nakai war lautlos herangekommen und stand nun direkt hinter ihr.
Die Katzenfrau warf erst ihm einen grimmigen Blick zu, dann wandte sie sich wieder zu San’thara um und entgegnete: „Dieser See gehört zu unserem Revier und auch alles, was darauf zu finden ist. Ihr habt hier gar nichts verloren!“
„Dieser See liegt auf dem Gebiet der Rahien Sorei“, entgegnete Nakai.
Die Löwenfrau fauchte verächtlich. „Diese Echsen können mich mal. Der See gehört uns!“
Der Krokodilmann zog leicht die Lefze hoch, so dass seine spitzen Zähne zum Vorschein kamen, - ob amüsiert oder verärgert war schwer zu sagen.
„Diese Ebene ist also von Stämmen der Tiermenschen umkämpft?“, schaltete sich nun Jeremy in die Unterhaltung mit ein, wobei er sich bereits eifrig Notizen in sein Büchlein machte. „Woher habt ihr übrigens euer Metall? Auf der Hisen-Ebene soll ja keines zu finden sein, aber die Metallhandschuhe scheinen massangefertigt zu sein.“
Die Katzenfrau schaute ihn verwirrt an und als sie realisierte, dass er gerade eine Skizze von ihr anfertigte, verzog sich ihr Gesicht zu einer wütenden Fratze. „Ich bin kein Forschungsobjekt!“ Doch Jeremy ignorierte ihren Ausbruch und setzte seine Notizen fort.
„WO – IST – MEINE – HARFE??“, schrie San’thara die Löwenfrau erneut an. Mühsam rang sie um ihre Fassung.
Davon wiederum liess sich die Löwenfrau nicht beeindrucken. Erst als auch Vayshan ein leises Knurren ausstiess, hob sie abwehrend die Hände. „Na schön, wenn ihr’s unbedingt wissen wollt: Meine Gefährtinnen bringen sie wahrscheinlich direkt in unser Lager. Dürfte für euch lahme Enten aber eine ganz schöne Strecke sein.“ Schadenfreudig entblösste sie ihre Lippen zu einem breiten Grinsen.
San’thara raufte sich die Haare. „Wir müssen sofort hin!“, beschied sie und schaute sich hektisch nach ihren Sachen um. Jeremy hielt sie am Arm fest. „In dieser Dunkelheit können wir gar nichts tun, wir sollten besser bis zum Morgen warten.“
Nakai nickte. „Und ausserdem ist die S’sara von der heutigen Reise müde.“ Er zog einen Strick aus seinem Gepäck und trat auf die Löwenfrau zu. Aufmerksam achtete er auf jede ihrer Regungen, während er ihr die Handgelenke auf dem Rücken gekonnt verschnürte, so dass sie sich nicht selbst befreien konnte.
„Ich konnte nur einen Fisch fangen, der muss wohl reichen. Vayshan?“, wandte er sich an den Drachen, „könntest du auf die Frau aufpassen. Bin gleich zurück.“
Der Winddrache, der eben Safnir einen Haufen Geäst rüberschob, hob kurz den Kopf und nickte. Darauf drehte sich Nakai um und verschwand wieder Richtung Ufer. Die Löwenfrau starrte ihm hinterher, warf einen berechnenden Blick auf ihre übrig gebliebenen Bewacher und liess sich schliesslich an Ort und Stelle nieder.


out: ihr dürft gerne weiterschreiben, aber wenn ihr es nicht tut, werde ich den Plot für diese Gruppe weiterspinnen. Ich brauche ihn nämlich dringend. (Und nebenbei möchte ich meine erste Figur nicht aufs Abstellgleis stellen).

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