Amanohara


 
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Zeit
Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Der Grünling

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NSC
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Mo Dez 31, 2012 7:09 am

[Daewyn]:
Mei und Boeris griffen beide kraftvoll an, schlugen beachtliche Wunden und landeten beide am Boden. Mei hatte es dabei noch etwas besser, denn er lag zumindest neben dem Monster, während Boeris direkt vor dessen Rachen aufschlug und dabei auch noch das Schwert verlor. Daewyn hatte zeitgleich mit Boeris nach dem Monster geschlagen und ihr scharfes Schwert war auch mühelos durch das Fleisch geglitten. Doch wider Erwarten trat kein Blut aus und es schien dem Biest auch nicht sonderlich Schmerzen zu bereiten. Tatsächlich reagierte es nicht einmal auf Daewyn, sondern konzentrierte sich auf Boeris direkt vor seinem Kopf. Und momentan war sie die einzige, die noch auf den Beinen und kampffähig war!
Ohne gross nachzudenken holte Daewyn Anlauf und sprang mit einem grossen Satz auf den Rücken des Monsters. Flink kletterte sie höher und stach dem Monster ihr Schwert zwischen die Rippen. Nun reagierte es dann doch und versuchte sie wütend abzuschütteln, doch in dem zotteligen Pelz konnte sie sich wunderbar festhalten. Dabei fiel ihr auch zum ersten Mal den bestialischen Gestank auf. Was für ein Lebewesen konnte so bestialisch stinken? Zwar konnte sie kein zweites Mal zustechen, da sie sich mit beiden Händen in den Pelz klammern musste, um nicht abgeworfen zu werden, aber zumindest hatte sie die Bestie abgelenkt und ihren Mitstreitern so etwas Zeit verschafft, um sich zu sammeln.

-----------------------------
[Quan]:
Die Jünglinge legten sich kräftig ins Zeug. Beeindruckt musste Quan eingestehen, dass diese beiden jungen Männer keine schlechten Kämpfer waren. Wenn sie an sich arbeiteten, konnten sie bereits in wenigen Jahren zu aussergewöhnlichen Kriegern werden.
Keuchend wollte sich Quan aufrichten, um den Kampf vorzusetzen, aber sein Bein zitterte zu stark, als dass er mehr tun konnte als aufrecht zu stehen. Dass dies hier nicht genügen würde, war ja wohl klar. Doch auch wenn er sich nicht weiter in den Nahkampf stürzen konnte, war er nicht unnütz! Kurz entschlossen steckte Quan sein Schwert vor sich in den Boden und griff nach dem Bogen auf seinem Rücken. Seine Augen liess er dabei nicht von den Kämpfenden. Als die beiden jungen Krieger am Boden lagen und das Monster sich auf den wehrlosen Boeris stürzen wollte, stiess Quan einen kräftigen Fluch aus und versuchte sich doch noch zu erheben, die Hand bereits wieder am Schwertgriff. Doch seine Muskeln spielten nicht mit und so sank er wieder aufs Knie. Der junge Adelige war verloren!
Aus den Augenwinkeln bemerkte er eine schwarze Gestalt, die sich auf die Bestie stürzte. Verblüfft hielt er kurz inne, bevor er wieder nach dem Bogen griff. Mut hatte die Dame! So etwas Tollkühnes hätte Quan ihr nicht zugetraut, aber sie schien ihr Ziel erreicht zu haben: die Bestie war von Boeris abgelenkt. Leider schüttelte sich das Biest nun wie wild und die schmale Gestalt auf ihrem Rücken wurde wild hin und her geworfen. Wie lange sie sich halten konnte?
Endlich bekam Quan den Bogen zu fassen und riss ihn hervor. Glücklicherweise hatte er ihn vor ihrem Aufbruch bereits gespannt, so verlor er nicht noch mehr Zeit. Sogleich legte er einen Pfeil an, zielte einen halben Augenblick lang und liess die Sehne schnellen. Sein Pfeil streifte den Kopf der Bestie, richtete aber keinen erkennbaren Schaden an. Bereits hatte Quan einen weiteren Pfeil in der Hand. Seine Schulter schmerzte, doch er biss die Zähne zusammen und spannte den Bogen erneut, wobei er wieder auf den sich heftig bewegenden Kopf zielte.

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BeitragThema: Re: Der Grünling   Di Jan 01, 2013 5:57 am

Beoris versetzte dem Wesen einen schmerzhaft aussehenden Treffer am Bein, doch das Vieh war erstaunlich zäh. Es schnappte nach Beoris und wie durch ein Wunder wurde er nicht zerfleischt. Er zog gerade sein Schwert und rappelte sich auf, als das Monster sich wild aufbäumte. Er erkannte nur Daewyns schwarze Haare wild hin und her wehen, als die Diebin sich verzweifelt auf dem Rücken des Monsters festklammerte. Das Tier taumelte leicht hin und her, die Verletzungen zeigten endlich Wirkung, doch seine Rage schien den Schmerz weitgehend auszugleichen, er musste es irgendwie entscheidend Schwächen.
In diesem Moment hörte er das zischen eines Pfeils, er wusste nicht woher er gekommen war, aber das Monster wurde dadurch nur noch wilder und begann sich um die eigene Achse zu drehen, Mei wurde von der Hüfte getroffen und ging erneut zu Boden, doch nun fand er sich genau unter dem Bauch des Monsters wieder. Beherzt ergriff er sein Katana und stach es in die weiche Unterseite der Bestie. Durch die eigene Bewegung schlitzte sich diese nun selbst den Bauch auf und eine widerliche Mischung aus Blut und Innereien fiel heraus. Das Monster drehte sich weiter, wild fauchend und brüllend und vor lauter Blut konnte Mei sein Schwert nicht mehr festhalten. Es wurde ihm entrissen, doch die Bewegungen des Monsters wurden schon allmählich langsamer, vermutlich spürte es die fatale Wirkung seines Treffers.
Das war wohl doch die ultimative Schwäche dieses Biestes gewesen, dass es Bajur übersehen hatte und nun ihn nicht genügend beachtet.
Mit einer Rolle begab er sich aus dem unmittelbaren Gefahrenkreis und beobachtete wie die Bewegungen des Monsters immer langsamer wurden. Unter wütendem heulen knickte es auf der von Beoris verwundeten Vorderpfote ein, doch es war immernoch gefährlich.
Zweifellos würde es an seinen Verletzungen sterben, aber es wäre wohl das sicherste es hier und jetzt zu töten und es würde ihm einen schmerzhaften Todeskampf ersparen. Fragend sah er zu Beoris, würde er die Sache schnell beenden? Sein Katana steckte noch im Leib des Monsters.
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Beoris
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Fr Jan 04, 2013 5:42 am

Er rollte sich auf die Seite und griff nach seinem Schwert. Schnell kam er wieder hoch, wenngleich er noch immer die Folgen seines Sturzes spürte. Doch das Monster griff nicht an, um es zu Ende zu bringen, sondern bäumte sich wütend auf. Auf seinem Rücken klammerte sich eine wild durch die Luft schwingende Daewyn fest. Mei war erneut auf die Beine gekommen und hatte dem Vieh nun sein Katana in den Bauch gerammt. Zwar war seine Waffe fürs erste außer Reichweite, doch es zeigte Wirkung! Das Wesen war nun so schwer verletzt, dass es auf einer Pfote einknickte. Es war die, die er schwer verwundet hatte. Zwar war das Vieh noch immer sehr gefährlich, allerdings konnte es sich nun nicht mehr groß rühren. Es würde mit Sicherheit an seinen Wunden sterben. Er umging es in einem weiten Bogen, der Kopf des Biestes folgte ihm, bis er sich nicht mehr weiter drehen konnte, gleichzeitig versuchte das Monster weiterhin Daewyn runterzuwerfen, so dass die Dieben weiterhin nicht zur Ruhe kam. Er selbst bewegte sich nun leise auf seinen Gegner zu, ohne Gefahr laufen zu müssen, dass der Kopf herumschnellte und nach ihm schnappte. Ein Ast knackte unter seinem Fuß. Das Biest versuchte noch einmal herumzuschnellen, doch es brach bei dem Versuch endgültig zusammen. Er hob sein Schwert an den Nacken des Monsters, das so viele Dörfler getötet und Quan einige hässliche Wunden zugefügt hatte, und schlug mit all seiner Krat zu. Erst nach drei weiteren kräftigen Hieben schaffte er es den Kopf von seinem Leib zu trennen. Mit einem dumpfen Laut fiel er zu Boden und das Biest lag endlich still. Schwer atmend stützte er sich auf sein Schwert. Alleine hätte keiner von ihnen eine Chance gehabt, selbst wenn Quan nicht dabei gewesen wäre, hätte das ganze übel ausgehen können.
Er grinste in die Runde und sagte:
"Gut gemacht. Viel Spaß bei der Suche nach deiner Waffe, Mei."
Dann wandte er sich an den Alten, der nicht weit von der monströsen Leiche im Gras hockte.
"Geht es dir gut? Wie tief sind die Wunden?"
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Sa Jan 12, 2013 3:09 am

[Daewyn:] Obwohl die Bestie schwächer wurde, musste sich Daewyn immer noch mit beiden Händen festkrallen, um nicht in hohem Bogen abgeschüttelt zu werden. Dann ging ein letzter grosser Ruck durch den massiven Körper, die Kreatur sackte zusammen und lag still. Nach einem atemlosen Moment setzte sich Daewyn auf. Müde zog sie ihr Schwert aus dem Körper der toten Kreatur und liess sich von seinem Rücken gleiten. Mit leicht zitternden Beinen trat die Diebin einige Schritte von der Kreatur weg. Von der ganzen Schüttelei war ihr leicht schwindlig, ihre Hände waren verkrampft und im Moment war ihr sogar egal, dass sie wieder durchdringend stank.

[Quan :] Aufatmend senkte Quan den Bogen und verringerte langsam den Zug der Sehne. Mit seiner verletzten Schulter und weil sich das Viech so heftig geschüttelt hatte, hatte er es nicht gewagt, noch einen Pfeil abzufeuern. Zu gross war die Gefahr, Daewyn auf dem Rücken zu treffen. Aber die jungen Krieger hatten das Monster auch so besiegt. Wobei es bei ihrer Tollkühnheit an ein Wunder grenzte, dass beide ohne Verletzungen davongekommen waren; die hatten mehr Glück als Verstand. Deshalb lobte Quan sie nicht auch noch zusätzlich. Je schneller sie dies übertriebene Risikobereitschaft ablegten, desto besser. Oder es würde nicht gut mit ihnen enden, falls ihr Glück sie einmal verliess.
Nun da die Gefahr vorbei war, konnte er sich endlich seinen Wunden zuwenden. Sie schmerzten zwar und die Haut war bereits leicht angeschwollen, sahen aber nicht besonders gravierend aus. Die Verletzung an seiner Schulter war lediglich ein Kratzer, diejenigen in seinem Oberschenkel reichten tiefer bis in den Muskel und das Blut lief auch bereits am Bein hinunter, aber wenn er es jetzt abband, würde er nicht übermässig viel Blut verlieren. In seiner langen Laufbahn als Krieger gehörten sie somit immer noch zu den leichten Verletzungen.
Als Beoris ihn ansprach, hob er den Kopf und lächelte den jungen Adeligen beruhigend an. „Ich hatte schon schlimmere. Wen sie gleich ausgewaschen, mit Wundsalbe behandelt und gut verbunden werden, sollte sich die Entzündung in Grenzen halten.“ Quan hinkte zu seinem Gepäck und förderte nach kurzem Wühlen ein leerer Wasserschlauch zu Tage. „Wärst du bitte so freundlich, mir etwas Wasser zu holen?“ Entschuldigend deutete er auf sein Bein. „Im Moment komme ich leider nicht so weit.“ Nebst Beoris hätte er natürlich auch jemand der anderen fragen können, aber Mei musste ja noch sein Schwert bergen und Daewyn machte gerade einen etwas geschwächten Eindruck.


[Daewyn:] Das Zittern in ihren Beinen legte sich glücklicherweise bald, so dass Daewyn wieder sicher stehen konnte. Ihr Katana hatte sie in die Erde gesteckt, bevor sie es wieder zurück in die Scheide schob, musste es dringend gereinigt werden. Mit kreisenden Bewegungen versuchte sie ihre verkrampften Hände zu lockern und betrachtete dabei die besiegte Kreatur. War das ein Ungestüm! Woher es wohl gekommen war? Daewyn schauderte bei dem Gedanken, dass es noch mehr von diesen Monstern geben könnte. Dieses Wesen war einfach unnatürlich, und dann erst die Schnelligkeit!
Plötzlich stutzte sie, nahe des Halsstumpfes glitzerte etwas im Schein der tiefstehenden Abendsonne. Unwillkürlich machte Daewyn wieder einige Schritte auf die Kreatur zu, um es sich genauer zu betrachten.
„Na so was!“, rief sie erstaunt aus und drehte sich zu ihren Mitstreitern. Mei stand gerade in ihrer Nähe. „Da ist etwas Metallisches am Hals der Bestie“, teilte sie ihm mit und machte ihn auf das Glänzen aufmerksam. „Möglicherweise eine Kette?“ Hoffentlich würde er es sich genauer ansehen, schliesslich steckte sein Schwert noch irgendwo unter dem Viech. Sprich, er musste sowieso noch in dem Fleischhaufen herumwühlen, dessen Innereien stanken, als würden sie schon 10 heisse Sommertage an der Sonne herumliegen.

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BeitragThema: Re: Der Grünling   So Jan 13, 2013 12:21 am

Beoris hatte vier Hiebe gebraucht um den massiven Hals der Bestie zu durchtrennen und war danach gleich zu Quan geeilt. Zeit für ihn sein Schwert zurückzuholen, doch noch bevor er losgehen konnte, um den Kadaver zu umrunden sprach Daewyn ihn an. "Eine Kette? Stimmt etwas ist dort, ich seh es mir gleich an." Er wollte gerade losmarschieren, da drehte er sich noch einmal um: "Daewyn, das war sehr mutig von dir, wir beide verdanken dir unser Leben."

Er trat an die Leiche heran und versuchte sein Schwert auszumachen, wobei ihm der Gestank schon fast die Tränen in die Augen trieb, lebendig war es ja schon keine Wohltat für die Nase gewesen, aber in diesem Zustand stank es wirklich erbärmlich. Endlich erkannte er das Griffstück zwischen den Innereien herausstechen, er versuchte so gut wie möglich einen Halt zu bekommen und zog und rüttelte an seiner Klinge, bis er sie frei hatte. Dabei wäre er fast ausgerutscht, konnte sich aber im letzten Moment fangen. An sich herunter schauend kam er zu dem Schluss, dass er um ein Bad heute nicht herumkommen würde. Aber zuerst dieses metallische Ding am Hals der Bestie. Tatsächlich war dort, unter dem dichten Fell am Hals des Tieres eine Kette, wie eine Art Halsband. Er zog sie über den Halsstumpf und hielt sie vor sein Gesicht. Sie war aus massiven Kettengliedern geschmiedet und wog ein ganzes Stück, in einem der Glieder war ein Wappen eingefasst, ein Wolf aus seitlicher Perspektive. Er trat mit der Kette zu Daewyn: Erkennst du dieses Wappen? Es scheint fast, als gehörte dieses Tier jemandem.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Di Jan 15, 2013 7:45 am

Er stand auf und ging zu ihren Sachen zurück. Er war froh wieder durch die Nase atmen zu können, ohne dass es sich anfühlte, als würden seine Nasenhaare wegeätzt. Der Wind wehte so, dass es den Gestank der toten Bestie nicht zu ihrem Lagerplatz trieb und er hob einen leeren Wasserschlauch auf und trat zum Bach. Als er sich runterbeugte um die Flasche zu füllen, bemerkte er einige kleine Dellen auf seinem Brustpanzer. Offenbar hatten einige Zähne doch getroffen, als er durch die Luft geflogen war. Wieder einmal dankte er den Göttern dafür, dass er sich gute Ausrüstung leisten konnte. Er konnte darauf verzichten, dass er wie Quan aussah. Er trank selbst ein paar Schlucke aus dem Bach und wusch sich das Gesicht, dann kehrte er mit gefülltem Wasserschlauch zu dem Ort des Kampfes zurück. Er reichte Quan den Schlauch. Dann sah er zu Mei und Daewyn. Mei war nun mit dem Blut und stinkenden Innereien bedeckt, hatte allerdings seine Waffe wieder. Und er schien etwas glänzendes, metallisches in der Hand zu halten, das er der Diebin zeigte. Was das wohl war? Und woher hatte er es? Es war ebenfalls voller Blut, also war anzunehmen, dass es von dem Monster stammte. Oder aus ihm? Schließlich sah Mei so aus, als hätte er sich durch den halben Verdauungstrakt des Wesens gearbeitet.
Erst jetzt kam ihm, dass es hier womöglich auch andere dieser seltsamen Tiere geben konnte. Erst die riesigen Vögel, jetzt das hier. War es vielleicht nicht das einzige seiner Art? Er schien ein Einzelgänger zu sein, aber das war nicht gleich bedeutend mit dem einzigen. Es konnte noch mehr dieser Dinger geben, die vielleicht gerade auf der Jagd nach weiteren Menschen waren. Oder ähnlich gefährliche Tiere. Zum ersten Mal in seinem Leben fing er an zu überlegen, ob das hier die Folgen von Magie war. Sie war zwar aus der Welt verschwunden, die Götter hatten sie entfernt. Doch wie konnte man das hier sonst erklären. Nachdenklich sah er wieder auf seine beiden Gefährten und den Kadaver, dann widmete er sich, noch immer in Gedanken, der Reinigung seiner Klinge. Wer überleben wollte, musste seine Waffe so gut behandeln wie seine Frau. In manchen Fällen sogar deutlich besser.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Do Jan 17, 2013 7:42 am

[Daewyn:] Auf Meis Lob antwortete Daewym mit einem feinen Lächeln. Im Nachhinein schien ihr ihre Tat schon etwas riskant, aber in jenem Augenblick hatte sie gar keine Zeit gehabt um nachzudenken. Trotzdem freute sie sich irgendwie über seine Worte. Diese Situation erinnerte sie an ihre Jugendjahre, als sie und Ael sich ständig aus irgendwelchen Schwierigkeiten retten mussten. Da hätte sie auch nie gezögert, irgendwelche Risiken einzugehen.
Während sie ihre Schulter massierte, in der es nach ihrem wilden Ritt wieder zog, beobachtete sie Mei beim Durchwühlen des Kadavers. Nach einigem Suchen fand er endlich seine Waffe und zerrte die Kette vom Hals des Tieres. Mit dem Stück in der Hand kehrte zu ihr zurück und zeigte es ihr.
„Jemandem gehören?“, wiederholte sie ungläubig. „Wer ist so wahnsinnig, solch eine Bestie zu züchten?“ Und sie fürchtete sich bereits vor grimmigen Wachhunden, im Vergleich zu dem Monster wirkten diese wie harmlose Wuschelknäuel. Mit der Hand vor der Nase trat sie näher heran und beugte sich neugierig über die verdreckte Kette, ohne sie jedoch zu berühren. „Silber, ziemlich rein würde ich sagen“, dachte sie laut nach, während ihr geschultes Diebesauge das Stück inspizierte. „Und alt, von der Verfärbung und Abnutzung her würde ich auf mindestens 150 Jahre schätzen, wahrscheinlich mehr.“ Interessiert beugte sie sich noch näher über das Glied mit dem Wappen. Die Blaublütigen liebten es, all ihre Dinge mit ihrem Wappen zu schmücken und in ihrer Laufbahn hatte sie schon viele wertvolle Gegenstände und Häuser gesehen. Doch an dieses Zeichen erinnerte sie sich nicht. Bedauernd schüttelte sie den Kopf und richtete sich wieder auf. „Dieses Wappen kenne ich leider nicht, aber die Farben sind auch ziemlich abgenutzt. Vielleicht sollten wir es erst einmal waschen“, schlug sie vor. Sie blickte zu ihren anderen Begleitern hinüber, Quan verarztete seine Wunden und Boeris reinigte sein Schwert, was sie an ihre eigene verdreckte Klinge erinnerte.
„Können wir ins Lager zurückkehren?“, erkundigte sie sich plötzlich, als ihr auffiel, dass die Sonne nur noch knapp über dem Horizont stand. „Ich möchte ungern hier neben diesem Viech übernachten.“ Bald würde es dunkel sein und nach dem Kampf war sie zusätzlich müde, so dass es ihr heute wohl absolut keine Probleme bereiten würde, unter freiem Himmel einschlafen.

[Quan:] Der alte Krieger hatte von Boeris die Wasserflasche entgegengenommen und nach einem kurzen gemurmelten „Dankeschön“ sich gleich seinen Wunden gewidmet. Während er mit geübten Fingern die Wundränder reinigte und grosszügig seine Spezialsalbe auftrug, achtete er kaum auf seine jungen Begleiter. Auf Daewyns Frage hob er kurz den Kopf. „Das Tierchen riecht ganz schön, nicht?“, lachte er und widmete sich wieder den Bandagen. „Ein Vorteil meines Alters ist, dass meine Nase stark nachgelassen hat. Euren zarten Näschen zuliebe können wir schon den Platz wechseln. Mit stabilem Verband und einem Stock sollte ich es bis zum Lager schaffen.“


OUT: Mir ist gerade aufgefallen, dass ihr hier am Grünling immer noch Abend habt, die anderen Gruppen sind euch einen halben Tag voraus! Also schleunigst aufholen!

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BeitragThema: Re: Der Grünling   Do Jan 17, 2013 9:34 am

Mei sah Daewyn fragend an. Ihr vorläufiges Lager war nur wenige dutzend Meter vom Grünling am Bach, es würde also räumlich kaum einen Unterschied machen, aber da es schon dunkel wurde und sie es wohl kaum bis zum Dorf zurückschaffen würden, dazu noch mit einem verwundeten Quan, blieb ihnen wohl ohnehin kaum etwas anderes übrig, als im Wald zu übernachten.
"Wir sollten das Lager nicht zu nahe am Bach aufschlagen, ich schlage vor wir suchen uns ein paar eng stehende Bäume, oder einen Felsen als Windschutz weiter im Wald."
Er war oft genug nachts im Wald gewesen, um zu wissen worauf man achten musste. Bäche beeinträchtigten das Gehör der Wache, da sie ein ständiges Rauschen und Plätschern über alle Geräusche legten, sodass einem das Knacken eines Zweiges leicht entgehen konnte. Außerdem waren Bäche Tränken für Tiere, alle Arten von Tieren und er war sich sicher mit keiner davon zu tun haben zu wollen, zumindest nicht in diesem verwunschenen Teil des Waldes. Er trat an Quan heran, um Beoris zu helfen den Alten zu versorgen, dabei zeigte er beiden das Wappen: "Sagt euch dieses Wappen etwas? Daewyn meint es sei sehr alt, sie kennt es aber auch nicht, ich habe es ebenfalls noch nie zuvor gesehen."
Diese Kette beunruhigte ihn noch mehr als die Existenz dieses Monsters. Ein wildes Tier war eine lokale Gefahr, der man aus dem Weg gehen konnte, eine gezähmte Bestie war eine Waffe, eine äußerst bedrohliche. Er würde es nicht zugeben, aber der Gedanke, dass hier des Nachts noch ein weiteres dieser Wesen herumschlich löste in ihm pure Angst aus. Gerade eben hatten sie den Überraschungseffekt und jede Menge Glück gehabt, alles andere als ein verdienter Sieg, der allein auf ihre Überlegenheit zurückzuführen war. Besorgt steckte er die Kette ein und machte sich bereit für den Aufbruch.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Di Jan 22, 2013 4:05 am

Es wurde langsam dunkel. Und langsam bedeutete in einem Wald, dass man sich besser schleunigst eine Unterkunft suchte, denn sobald die Sonne hinter den Baumwipfeln verschwand, würde es hier stockdunkel sein. Kein angenehmer Gedanke, wenn hier womöglich noch weitere dieser Kreaturen umherschlichen. Daher stimmte er Mei zu, sie sollten sich schnell einen neuen Lagerplatz suchen. Er selbst war oft in Wäldern unterwegs gewesen, auch mit Soldaten, insofern wusste er, worauf er zu achten hatte. Er beschloss, dass seine Waffe sauber genug war und ging zu ihren Sachen zurück, packte alles wieder zusammen und sie machten sich auf den Weg. Sie mussten nicht weit in Richtung des Dorfes ihrer Auftraggeber gehen, um einen geeigneten Lagerplatz zu finden. Währenddessen dachte er über das Wappen nach, das Mei der Leiche abgenommen hatte. Ein sehr altes Silberwappen um den Hals, als wäre es ein Haustier. Alles was er wusste war, dass dieser Wald nach der größten Stadt der Dunkelelfen im ganzen Land benannt war, die hier einst gestanden hatte. Also lag bei einem alten Silberwappen die Vermutung nahe, dass es sich um das Wappen einer ehemaligen Dunkelelfenfamilie handelte. Doch wie war es an den Hals gelangt? War dieses Biest schon so alt? In diesem Teil des Waldes waren selten bis nie irgendwelche Menschen. Einerseits hatten die Meisten zu viel Angst vor der Magie dieses Ortes. Paradoxerweise war die Angst vor Magie mit dem Verschwinden derselben aus der Welt enorm gestiegen. Andererseits gab es keinen guten Grund so weit in einen dichten Wald zu gehen. Nur einige Abenteurer hatten versucht die überreste alter Städte zu finden und ihre Schätze zu plündern. Doch schon lange lebte niemand mehr, der gewusst hätte, wo man suchen sollte. Und die Schätze waren vermutlich auch schon alle weggeschafft worden. Also konnte hier wohl durchaus ein solches Wesen leben, ohne dass es je einem Menschen begegnete. Doch warum sollte es dann auf einmal so nah an den Waldrand und die Menschensiedlungen kommen? Und gab es vielleicht noch mehr solcher Tiere, die überlebt hatten? Auch wenn sie ihm unnatürlich schienen, musste ihnen ja keine Magie zu Grunde liegen. Also waren sie womöglich nicht aus der Welt verbannt worden. Vermutlich erschienen einem die meisten Lebewesen seltsam, die man nicht kannte. Er teilte seine Überlegungen seinen Mitreisenden mit, während sie Holz für ein Lagerfeuer aufschichteten.


Out: Ich hab das jetzt mal ein wenig vorangetrieben mit der Suche nach dem Lagerplatz Wink
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Sa Feb 02, 2013 6:41 am

[Daewyn:] Mit Bedauern hörte Daewyn, dass ihre Begleiter das Lager nicht am Bach aufschlagen wollten. Ihr Bad konnte sie damit wohl vergessen. Doch angesichts der Gefahren in diesem Wald war es wohl klüger, auf den Verstand statt auf die Nase zu hören, und so sammelte sie schweigend ihr Schwert ein und folgte Boeris.
Zum Glück mussten sie nicht lange gehen, um einen Platz zu finden, der Boeris für ihr Nachtlager geeigneter schien. Mechanisch erledigte sie ihren Teil der Arbeit, bevor sie sich müde auf den Boden setzte. Das Biest und die Kette spukten ihr im Kopf herum, vor allem die Kette. Anscheinend ging es nicht nur ihr so, denn auch Boeris sprach dieselben Fragen laut aus. Daewyn zuckte nur mit den Achseln. Eine Antwort darauf mochte wohl keiner von ihnen haben und würden sie heute Abend auch nicht mehr erhalten.

[Quan:] Nur kurz warf Quan einen Blick auf die Silberkette, dann wandte er sich schon wieder dem Verband zu. „Vielleicht solltet ihr in einer Bibliothek nach Antworten suchen“, schlug er vor. „Saneyd ist nicht weit und unter Branwens Tempel soll es eine ziemlich grosse und ziemlich alte Bibliothek geben.“ Er selbst hatte sich nie für Bücher interessiert und während seinen kurzen Aufenthalten in Städten auch selten einen Tempel besucht, denn wie könnte er einem Gott huldigen, der das Elend auf dieser Welt duldete?
Während die Jungen ihre Sachen zusammenpackten, stutzte sich Quan einen der „Speere“ zu einem Wanderstock zurecht. Damit konnte er mit ihnen mithalten auf der Suche nach einem neuen Lagerplatz. Das Licht wurde schwächer und die Wunde schmerzte, aber Quan war sich das Wandern gewohnt. Ausserdem erreichten sie bereits nach kurzem eine Stelle im Wald, die als Lagerplatz geeignet erschien, und schlugen dort ihr Nachtlager auf. Während seine Begleiter noch über die Bestie nachgrübelten, breitete der alte Krieger über eine Schicht Tannenkreisig seine Decke aus, legte seine Waffen griffbereit daneben und legte sich hin. Gelassen schloss er die Augen. Er hatte bereits so oft dem Tod ins Auge geblickt, dass er bereits wieder zu seiner gewohnten Ruhe zurückgefunden hatte.

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BeitragThema: Re: Der Grünling   Sa Feb 02, 2013 8:18 am

Der Lagerplatz war schnell gefunden und da Beoris offenbar schon öfter draußen übernachtet hatte bekam dieser auch ziemlich schnell ein Feuer zu Stande. Er bereitete sich sein Nachtlager mit ein wenig Reisig und Moos vor, entschied sich aber dann dass er ohnehin nicht schlafen konnte, die Bestie beschäftigte ihn zu sehr.
"Ich weiß nicht was das für ein Wesen ist, ob es mit Magie zu tun hat oder nicht, aber in diesem Teil des Waldes sind Dinge am Werk, die ich mir nicht erklären kann und ob wir in Büchern etwas dazu finden wage ich zu bezweifeln. Wissenschaftler und Gelehrte geben sich nicht mit wilden Bestien im Wald ab, sie bevorzugen für gewöhnlich die Wärme ihrer Skriptorien."
Was hatte es mit diesem Grünling auf sich, an dem Quan so interessiert war, was mit den merkwürdigen Vögeln, der Bestie und diesem Amulett? Er hatte schon genug Menschen und Tiere getötet um davon nicht sonderlich betroffen zu sein, aber das hier war anders. Er entschied sich die erste Wache zu übernehmen und tat dies seinen Gefährten Kund, Quan würden sie durchschlafen lassen, Daewyn vermutlich auch, sie sah noch nicht wieder topfit aus.
Er nahm sein Schwert und setzte sich auf einen Baumstumpf, den er ans Feuer gerollt hatte. Erfreulicher Weise lag hier genug Holz auf dem Boden, sodass sie sich die Suche sparen konnten, was bei der Dunkelheit, die inzwischen hereingebrochen war auch schwierig geworden wäre. Nachdenklich nahm er die silberne Kette aus der Tasche und betrachtete sie im Feuerschein. Das Silber reflektierte die lodernden Flammen und es sah aus, als würde der Wolf auf dem Wappen zum Leben erwachen und sich bewegen.
Er fing an leise eine Melodie zu Summen, die er mal von einem Barden gehört hatte, währenddessen betrachtete er weiter nachdenklich die Kette und die Flammen und wartete auf den Morgen.
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Beoris
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BeitragThema: Re: Der Grünling   So Feb 03, 2013 4:27 am

Während die anderen ihre Schlafplätze bereiteten, entfachte er ein prasselndes Feuer. Dann legte er sich in dessen Nähe. Kurz ärgerte er sich, dass seine Decke bei seinem Pferd im Dorf geblieben war. Er hatte gehofft nicht in dem Wald übernachten zu müssen. Jetzt konnte man das nicht mehr ändern, also musste er das beste daraus machen. Er schlief schnell ein und hatte einen ruhigen Schlaf. Er hatte schon oft draußen geschlafen und daher nicht die Probleme, die viele Menschen in der ersten Nacht im Freien hatten. Wie Daewyn, die nur Städte und Häuser zu kennen schien, schlafen mochte, konnte er nur vermuten. Allerdings bezweifelte er, dass sie ruhig durchschlafen konnte.
Wie er es mit Mei besprochen hatte, weckte ihn dieser nach einer Weile. Er setzte sich hin und sorgte dafür, dass die Glut nicht ausging. Dabei lauschte er den Geräuschen des Waldes und dem leisen Atmen seiner Mitreisenden. Eine seltsame Gruppe, in der er sich nun befand. So saß er da, lauschte dem Wald und dachte nach, bis die ersten Strahlen der Sonne durch die Wipfel brachen. Mit einem Gähnen erhob er sich von seinem Platz und trank ein wenig, während um ihn herum nach und nach Mei, Daewyn und Quan wach wurden. Ihm fiel auf, dass er eine Weile nichts gegessen hatte. Er verspeiste seine restliche Wegzehrung, die er in den Wald mitgenommen hatte, war allerdings noch immer hungrig. Wenn es nach ihm ging konnten sie gar nicht schnell genug aufbrechen und das Dorf erreichen. Er war gespannt, wie die Dorfbewohner reagieren würden. Insbesondere ob sie ihre Sachen angerührt hatten. Sie rechneten zweifellos nicht mit ihrer Rückkehr, also war die Frage, ob sie eine angemessene Zeit warten würden, ehe sie ihre Besitztümer verscherbelten, oder ob sie es schon getan hatten.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Sa Feb 09, 2013 9:31 am

[Quan:] Der alte Krieger erwachte bei Anbruch der Dämmerung, steif drehte er sich auf die andere Seite und setzte sich auf. Zufrieden registrierte er, dass sein Bein weniger schmerzte als noch am Abend zuvor, sein Heilstein tat immer noch seinen Dienst. Etwas steif erhob er sich und blickte sich um. Der junge Adelige sass neben dem mittlerweile niedergebrannten Feuer und hielt Wache, die junge Dame wälzte sich in einem unruhigen Schlaf auf ihrem Lager, während der junge Mei völlig reglos dalag und keinen Laut von sich gab. Quan brummte einen Morgengruss in Boeris Richtung und hinkte dann zu einem Dickicht einige Schritte vom Lager entfernt, um sich dort zu erleichtern.

[Daewyn:] Die Diebin schlief tatsächlich sehr schlecht, brauchte Ewigkeiten zum Einschlafen, wachte andauernd auf und lag äusserst unbequem auf einer Wurzel. Egal wie sie sich drehte und wendete, immer stach sie das doofe Stück irgendwo in den Rücken. So wachte sie zwar erst spät auf, aber hatte trotzdem das Gefühl, kaum Schlaf bekommen zu haben. Dunkle Ringe unter ihren Augen bekräftigten diesen Eindruck. Wie sie sich jetzt gerade den Bach herbeiwünschte! Die erfrischende Wirkung von kaltem Wasser hätte sie jetzt gut gebrauchen können.
Müde erhob sie sich und versuchte ihre steifen Glieder zu lockern sowie alle Stellen zu massieren, die vom Schlafen auf dem unebenen Boden schmerzten. Anschliessend kniete sie sich neben ihren Rucksack und begann den restlichen Proviant herauszuholen und neben sich auf der Decke auszulegen. Bis zum Dorf war es noch ein ganzes Stück und so war es nur sinnvoll, vorher ein Frühstück zu verspeisen. „Ein ziemlich karges Frühstück“, korrigierte sie in Gedanken beim Anblick des kleinen Haufens auf ihrer Decke. Übrig geblieben war: eines der Brötchen von Vortag, ein Stück Käse und noch etwas von ihrem Notvorrat an trockenem Fladenbrot.

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BeitragThema: Re: Der Grünling   Sa Feb 09, 2013 11:48 pm

Das zwitschern der Vögel und das Rascheln seiner Gefährten, die ebenfalls lagsam aufwachten weckte ihn. Er sah wie einzelne Sonnenstrahlen durch die hohen Wipfel der Bäume fielen, es versprach ein schöner Tag zu werden. Er rappelte sich auf und schaute sich um, Beoris hatte das Feuer bis jetzt am Leben gehalten, doch er benötigte es nicht mehr, es war schon so spät am Tag, dass die Luft erwärmt war, weshalb er beschloss das Bad, welches ihm gestern verwehrt wurde nachzuholen. Der Bach war nur wenige hundert Meter entfernt, wenn man genau hinhörte konnte man sogar noch sein Plätschern hören, zumindest wenn eine größere Welle auf einen Stein im Bachbett traf. Er packte seinen durchgebluteten und stinkenden Mantel, nahms ein Katana auf und verabschiedete sich in Richtung Bach; "Ich wasch mir mal die Innereien der Bestie ab, kommt jemand mit?", zu zweit war es schließlich sicherer, zu viert auch, wenn er sich so umsah konnten sie alle ein Bad vertragen und um diese Uhrzeit war im Wald eigentlich nie viel los, es war keine Zeit zum Jagen.

Danach wollte er so schnell wie möglich zurück zum Dorf, zum Einen weil er sein Geld wollte, zum Anderen, weil er den Dorfbewohnern nicht traute, wenn sie seine Sachen auch nur angrührt hätten würden sie dafür bezahlen. Er merkte dass er trotz des schönen Tages nicht gut gelaunt war, vermutlich lag das an den Ereignissen des letzten tages und an der Tatsache, dass seine Sachen erbärmlich stanken, so dass ihm schon leicht übel wurde.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   So Feb 10, 2013 3:39 am

Während die anderen aufstanden und alle noch nicht sehr wach wirkten, stand er auf und streckte sich. Warme Sonnenstrahlen fanden ihren Weg durch das Blätterdach und strichen ihm über sein Gesicht. Die Bäume standen hier nicht so dicht wie an anderen Stellen des Waldes, auf ihrem Rückweg würde es wieder recht dunkel werden, daher genoss er jedes bisschen Sonne, bevor sie sich wieder auf den Weg machten. Mei stand auf um sich waschen zu gehen, was vermutlich eine gute Idee war. Es war ein Wunder, dass sie alle bei dem Gestank den er verströmte hatten schlafen können. Er selbst wollte sich sein Gesicht waschen, also stand er auf und folgte dem jungen Attentäter, auch wenn sich alles in ihm sträubte der Quelle dieses fürchterlichen Gestanks zu folgen. Immerhin war es besser als am gestrigen Abend.
"Wie beweisen wir eigentlich, dass wir erfolgreich waren? Ich denke nicht, dass der Dorfälteste uns glauben wird, wenn wir sagen, dass wir das Biest umgebracht haben. Da könnte ja jeder kommen. Die sind viel zu sehr davon überzeugt, dass kein Mensch einen Kampf mit dem Vieh überleben kann, um uns einfach so zu glauben. Ihr habt ihn ja gehört. Er wird denken wir haben kalte Füße bekommen und wollen ihn einfach über den Tisch ziehen. Ich schlage es wirklich nicht gerne vor, aber vielleicht sollten wir den Kopf mitschleppen..."
Er sah zu Quan. Womöglich genügte auch das Wort des Alten, doch er war nicht sicher, wie gut er mit seinem Bein zurecht kommen würde. Allerdings war er ihre einzige Chance aus dem Wald zu kommen ohne wochenlang herumzu irren. Wie auch immer, er wartete gespannt auf Daewnys und Meis Antworten.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   So Feb 10, 2013 9:28 pm

[Daewyn:] „Ein Bad!“, rief die Diebin erfreut aus und sprang sofort auf. Es verwirrte sie etwas, dass der Bach anscheinend immer noch so nah war. Waren sie in der Nacht zuvor nur so langsam vorwärts gekommen? Oder war es etwa ein anderer Bach, sie hatte nicht gewusst, dass es davon in diesem Wald so viele gab. Wie auch immer, auf eine Gelegenheit, sich den Gestank der Bestie abzuwaschen, freute sie ungemein.
Boeris kam ebenfalls mit, nur Quan zeigte keine Reaktion und blieb einfach sitzen, wobei er sich wieder einmal seinem Verband zuwandte. Hoffentlich würde der Alte auch nach ihrem Bad noch hier sitzen. Auf dem Weg stellte der junge Adelige die Frage, wie sie ihren Erfolg beweisen könnten.
„Du hast recht, so wie der Dorfälteste uns behandelt hat, brauchen wir einen sicheren Beweis, um ihn zu überzeugen“, stimmte sie ihm nachdenklich zu. „Vielleicht wäre es wirklich das beste, wenn wir einen Teil des Biestes mitschleppen“, gab sie schaudernd zu und verzog das Gesicht. „Aber so wie die Bestie gestern roch, würde es mich nicht verwundern, wenn von ihre heute nur noch Staub und Knochen vorhanden wären.“

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BeitragThema: Re: Der Grünling   Mo Feb 11, 2013 11:31 pm

Daewyn und Beoris schlossen sich ihm an, Quan bevorzuge es beim Lage zu bleiben, mit seiner Verletzung wäre es vermutlich auch nicht klug gewesen sich ausgiebig zu waschen. Dabei fiel ihm auf, dass die Wunde wesentlich kleiner war als er das gestern noch angenommen hatte, die blutverschmierte und zerfetzte Kleidung hatte wohl ihren Teil dazu beigetragen.
Beoris und Daewyn hatten Recht, sie brauchten einen Beweis für ihren Jagderfolg, aber den Gestank des Kopfes die ganze Zeit ertragen zu müssen lies ihn erschaudern, er war gottfroh, wenn er das ganze Blut und das andere Zeg von seinen Kleidern herunter hatte. Sie würden vermutlich trotzdem eine Weile nicht nach Veilchen duften, aber in dieser Intensität war der Geruch einfach unerträglich auf längere Sicht.
"Ohren." sagte er, als ihn Daewyn und Beoris daraufhin etwas verdutzt ansahen fügte er hinzu: "Wir können dem Kopf die Ohren abschneiden, wesentlich leichter zu tragen und stinken tun sie auch nicht so."

In diesem Moment erreichten sie den Bach, der an dieser Stelle eine große Kurve machte, ein flaches Kiesbett an der äußeren Seite und ein tieferes Bachbett an der Innenseite machten diese Stelle zum Waschen fast ideal. Voller Vorfreude endlich den Gestank loszuwerden warf er den Mantel ins Wasser und entledigte sich seiner Stiefel, seines Hemdes und seiner Hose. Da fiel ihm plötzlich auf, dass Daewyn ja auch noch dabei war und es eventuell als anstößig empfinden könnte, wenn er sich dem Rest seiner Kleider nun auch noch entledigte. Er war im Wald aufgewachsen, in seinem Dorf hatten die Jungen und Mädchen immer zusammen in den Bächen und kleinen Seen gebadet aber er wusste, dass es in den Städten anders war, außerdem änderte sich diese Einstellung mit höherem Alter meistens. Fragend sah er zu Beoris und nickte dann mit dem Kopf Richtung der Diebin, der junge Adelige wusste in dieser Situation bestimmt eine bessere Lösung als er, schließlich badete er äußerst selten mit Frauen und dann auch nicht um sauber zu werden. Dem interessierten Reisenden waren hier die Thermen in Saneyd seh zu empfehlen, ein Überbleibsel aus dem alten Reich mit Kesseln zum Erwärmen des Wassers, Rohrleitungen und gutem Personal. Aber er schweifte ab.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Fr Feb 15, 2013 6:06 am

Beoris nickte zustimmend. Ohren waren eine gute Idee, daran hatte er nicht gedacht. Ob Mei diese Art des Beweises auch schon bei menschlicher Beute erbracht hatte? Wahrscheinlich nicht, schließlich war ein Menschenohr ein Menschenohr, man konnte daran nicht erkennen, ob der ehemalige Besitzer das Ziel des Auftrags oder einfach nur ein verlauster Bettler aus irgendeiner Taverne war. Als sie den Bach erreichten entkleidete Mei sich in kurzer Zeit, hielt dann aber inne und sah ihn an, während er mit dem Kopf unauffällig in Deawyns Richtung ruckte. Leicht grinsend bedeutete Beoris ihm mit einer Handbewegung ruhig fortzufahren. Daewyn würde sich vermutlich so oder so eine Stelle suchen, die sie vor ihren Blicken schützte, um sich zu waschen. Und ein entblösster Hintern würde sie nicht umbringen, wahrscheinlich hatte sie davon auch schon einige gesehen.
Er selbst ging zu der Stelle, wo sie am Tag zuvor das seltsame Wesen erschlagen hatten. Einer Eingebung folgend zog er sein Schwert und näherte sich vorsichtig dem Kadaver. Von hinten sah er so aus, als ob er schliefe. Langsam umrundete er ihn, fast sicher, dass er keinen abgetrennten Kopf, sondern ein reißendes Ungetüm bei bester Gesundheit vorfinden würde. Doch alles war so, wie sie es am Vortag gelassen hatten. Es waren nicht einmal Bissspuren zu sehen. Offenbar trauten sich die Tiere des Waldes nicht heran. Ob auch sie die unheimliche Ausstrahlung spürten? Das Gefühl, dass dieses Wesen jederzeit wieder aufstehen konnte? Mit einem Kopfschütteln steckte er seine Waffe wieder ein. Das waren unsinnige Gedanken. Tot war tot. Und womöglich lebten hier einfach keine Tiere, die den Kadaver hätten anfressen können, schließlich hatte das Biest ja wohl nicht von den paar Menschen leben können, die es getötet hatte. Oder das Fleisch war ungenießbar. Er zog ein Messer und Schnitt die beiden großen Ohren ab. Dann ging er zurück zu Mei, wo er die Klinge des Messers reinigte, angewidert die Ohren beiseite legte und sich dann ebenfalls seiner Kleidung und Rüstung entledigte um sich den Gestank abzuwaschen.


Zuletzt von Beoris am Mi Feb 20, 2013 9:19 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Mi Feb 20, 2013 8:44 am

Ohren! Auf so einen Gedanken konnte aber auch nur ein Assassine kommen! Daewyn dagegen fand die Vorstellung einfach nur eklig. Doch da Boeris bereits zustimmend nickte, sprach sie sich nicht dagegen aus. Falls sie dachten, die Ohren des Biestes würden ausreichen, und einer von ihnen diese „Beweise“ auch besorgte, konnte es ihr eigentlich egal sein.
Endlich erreichten sie den Bach an einer Stelle mit flachem Ufer, das zum Baden ideal schien, doch leider war es hier sehr offen. Nicht dass es sie gross gestört hätte, von den Männern beim Baden gesehen zu werden, aber sie wollte ihnen wenn möglich nicht ihre Narben zeigen. Das würde nur unangenehme Fragen aufwerfen, die sie nicht zu beantworteten beabsichtigte.
Auch Mei schien sich nicht zu genieren. In kürzester Zeit hatte er sämtliche Kleider von sich geworfen und stockte plötzlich. Unsicher warf er ihr einen Blick zu und wandte sich hilfesuchend an Boeris. Daewyns Mundwinkel zuckten, sah sie etwa wie ein kleines unschuldiges Mädchen aus? Als ob so ein Jüngling eine erfahrene Frau wie sie in Verlegenheit bringen konnte.
Immer noch mit einem feinen Lächeln drehte sie sich um und trat ebenfalls ans Ufer. Mit dem Rücken zu ihren Begleitern zog sie gemächlich ein Kleidungsstück nach dem anderen aus, legte Jacke und Hose ins Wasser und den sauberen Rest auf einen trockenen Stein. Ruhig watete sie bis zu den Knien ins Wasser, wo sie tief Luft holte und sich dann kopfvoran in den tieferen Teil des Baches stürzte. Eine eiskalte Welle schlug über ihr zusammen. Pustend tauchte sie etwas weiter bachabwärts wieder auf und schüttelte sich die langen schwarzen Haare aus dem Gesicht. Ihre Haut Die Strömung war nicht zu verachten, aber Daewyn hatte die meiste Zeit ihres Lebens an der Küste verbracht und war daher eine sehr gute Schwimmerin. Ausserdem würde ihr das Schwimmen dabei helfen, hier im Wasser nicht zu erfrieren.
Obwohl sie sich auf das Baden gefreut hatte, blieb sie nicht allzu lange im Wasser. Nach einigen kurzen Schwimmrunden rieb sie sich rasch den Schmutz der letzten Tage ab und massierte kurz ihre Kopfhaut. Als Boeris wieder zu ihnen stiess und sich zu Mei gesellte, stieg sie bereits wieder aus dem Wasser. Ihre Haut war mittlerweile krebsrot und mit Hühnerhaut bedeckt. Rasch zog sich Daewyn ihre Unterwäsche und das rote Oberteil wieder an und machte einige Auflockerungsübungen, um wieder warm zu bekommen.
Dann begann sie, ihre Lederhose und die Jacke zu schruppen. So ganz ohne Seife würde es nicht ganz einfach werden den Gestank loszuwerden, aber einen Versuch war es zumindest wert.

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BeitragThema: Re: Der Grünling   Do Feb 21, 2013 5:39 am

Daewyn machte ihm die Entscheidung leicht, sie zog sich ebenfalls aus, woraufhin er sich letztens nun auch seiner Unterwäsche entledigte. Obwohl es ihm unangenehm, vielleicht sogar peinlich war, schließlich waren sie nur eine Zweckgemeinschaft, so konnte er doch nicht umhin Daewyn beim Baden zuzusehen, während er etwas geistesabwesend den Schmutz von seiner Haut schrubbte. Ihre Haut schien weiß wie Schwanenfedern und die schwarzen Haare reichten bis zu ihren schönen, weiblichen Hüften, denen sich ein wohlgeformter Hintern anschloss. Ihr Rücken war wie bei allen Frauen viel schmaler als bei Männern und betonte so ihre Hüften nur noch mehr, ihre Schultern wurden von den Haaren umspielt und von seiner Position konnte man das Aussehen der Brüste zwar nur grob schätzen, aber das reichte schon. Sie war schlank, aber nicht dürr, sie konnte keine schlechte Diebin sein, das Fett saß an den richtigen Stellen. Ihre Beine waren kräftig, doch nicht stämmig und ihre Füße schienen mehr zu einer Tänzerin zu passen, sie sahen gepflegt aus, sehr ungewöhnlich für die Bevölkerung hier.
Das Wasser war kalt und sie bewegte sich am Anfang sehr zögernd, was dem ganzen noch mehr Anmut verlieh, ihr Körper kam ihm ähnlich dem Vorbild nach dem Künstler zeichneten und Bildauer meißelten vor. Sie sah aus wie ein Wassergeist, eine Nixe, als sie schließlich aus dem Wasser wieder auftauchte, was Mei aus seinen Gedanken riss. Er fasste sich und beschloss, dass er nun sauber genug war und er sich nun seinen Klamotten zuwenden sollte. Da fiel ihm ein letztes kleines Detail an Daewyn auf, als sie sich bückte um ihre Kleidung aufzuheben. Sie hatte dünne Narben am Unterarm, die etwas dunkler waren als die blasse Haut darum herum, quer zum Arm. Das waren keine Kampfverletzungen, auch nicht von den Splittern eines Fensterglases und schon zweimal nicht von einem wilden Tier, er kannte diese Verletzungen. Er beschloss sie später in einem ruhigen Moment darauf anzusprechen. Es ging ihn zwar persönlich nichts an, aber es war eine Gefahr für die Gruppe, wenn sie geistig krank war. Vielleicht erklärte das ihren waghalsigen Einsatz, war es Tapferkeit gewesen, oder der Drang anch Selbstzerstörung? Er musste es wissen.
Beoris kam zurück, zeigte ihm die Ohren und begann dann sich selbst zu waschen. Warum würd eine so schöne Frau wie Daewyn sich umbringen wollen? Es war ihm ein Rätsel.
Sollte er es Beoris sagen? Er war davon auch betroffen, doch er ließ es vorerst sein, nicht bevor er nicht persönlich mit ihr geredet hatte.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Fr Feb 22, 2013 5:50 am

Als er zurückkehrte war Daewyn scon fast wieder angezogen und auch Mei stieg gerade aus dem Wasser. Er war ein wenig enttäuscht, denn er schien einiges verpasst zu haben, wenn er Meis Miene richtig deutete. Allerdings schien er für einen Augenblick innezuhalten und die Stirn zu runzeln, dann fuhr er jedoch damit fort, sich anzuziehen. Während er selbst in das Wasser stieg dachte er kurz darüber nach, kam jedoch zu dem Schluss, sich geirrt zu haben. Er kannte den Mann ja kaum, bestimmt hatte er sich das nur eingebildet. Das Wasser war eisig kalt, so wie er es mochte. Es fühlte sich an, als reinigte es nicht nur seinen Körper, sondern auch seine Seele, so wunderbar rein und klar war es. Er tauchte unter und versuchte möglichst lange seine Luft anzuhalten, während er einige kleine Fische beobachtete, die um ihn herumschwammen. Kurze Zeit späte rmusste er wieder auftauchen, je kälter das Wasser war, desto schwerer wurde es, die Luft anzuhalten. Dann stieg er aus dem Wasser, trocknete sich ausgiebig ab und kleidete sich wieder an, jedoch nicht, ohne seine Kleidung vorher noch so gut wie eben möglich von Flecken zu reinigen. Mit etwas schlechtem Gewissen sah er zu seinen beiden Begleitern, die auf ihn warten mussten. Sein Bedürfnis nach Ordnung kostete oft unnötig Zeit und mochte auf andere Menschen seltsam wirken, das war ihm klar, doch er fühlte sich wohl, wenn alles seine Ordnung hatte. Und wenn man sich gut um seinen Besitz kümmerte hatte das noch nie geschadet. Sie machten sich auf den Weg zurück zu dem alten Mann, der, wie sie hofften, noch immer bei ihrem Nachtlager wartete. Ohne ihn würde es schwer diesen Wald zu verlassen. Er selbst nahm die nun in ein Tuch eingewickelten Ohren, die noch immer einen unangenehmen Geruch verströmten.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   So März 03, 2013 11:43 pm

Als erstes wusch Daewyn rasch ihre Handgelenkschoner und zog sie sich gleich wieder an. Ihren anderen Kleidungsstücken widmete sie mehr Zeit, wenn auch nicht viel mehr. Der Schmutz liess sich besser entfernen als erwartet und auch wenn sie nicht gerade dufteten, so war der Geruch ihrer Ledersachen wieder akzeptabel. Statt sie gleich wieder überzustreifen, legte Daewyn sie aufs trockene Ufer, um ihnen etwas Zeit zum Trocknen zu geben.
Als sie Schritte hinter sich hörte, drehte sie sich endlich wieder ihren Begleitern zu. Boeris war inzwischen zurück gekommen und ins Wasser eingetaucht, während sich Mei gerade ankleidete. Seine Miene sprach Bände. Sie hatte zwar schon während des Badens bemerkt, dass er sie beobachtet hatte – und das nicht einmal wirklich versteckt – aber es amüsierte sie immer noch, wie leicht er sich hatte provozieren lassen. Die Verlegenheit und leichte Bewunderung auf seinem Gesicht polierte ihr Selbstvertrauen wieder einmal auf, auch wenn er zusätzlich eine Regung zeigte, die sie nicht wirklich einordnen konnte. War es Verwirrung?
Daewyn verschob dies beiseite und begann mit den Fingern ihre langen Haare von Knoten zu entwirren, während sie Mei mit einem verschmitzten Lächeln entgegenblickte. Er selbst sah auch nicht schlecht aus, etwas bleich vielleicht aber gut durchtrainiert, doch Daewyn hatte gerade mehr Spass daran, ihn etwas aufzuziehen als ihn zu betrachten. Boeris schien das Waschen sehr gründlich zu nehmen, weshalb sie wohl noch eine ganze Weile hier am Ufer stehen und warten müssten. Und da ihre Laune gerade nicht besser sein könnte, war ihr überhaupt nicht danach, diese Zeit schweigend zu verbringen. Also erkundigte sie sich scheinheilig: „Ich hoffe, meine Anwesenheit hat dich beim Waschen nicht behindert?“, wobei sie dem Assassinen ein wissendes Lächeln schenkte.

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BeitragThema: Re: Der Grünling   Mo März 04, 2013 9:25 am

Als Beoris anfing sich zu waschen legte er seinen Mantel und die anderen Kleidungsstücke mit Ausnahme seiner Hose, die er bereits wieder anhatte auf einen sonnenbeschienenen Stein und setzte sich daneben. Es dauerte nicht lange bis sein Blick wieder vom uninteressanten Beoris, der sich pedantisch wusch, über die relativ uninteressante, wenn auch malerische, Umgebung, auf Daewyn fiel, die gerade ihre Haare in Ordnung brachte und dabei natürlich zauberhaft aussah. Sie sahen sich an, Daewyn lächelte und konfrontierte ihn wenig später recht unverhohlen mit der Tatsache, dass er seinerseits unverhohlen gestarrt hatte. Dieser Umstand ließ ihn leicht rot werden, zumindest wurde ihm ein wenig wärmer um die Wangen. Es war schon eine Weile her, seit er das letzte Mal längere Zeit weibliche Gesellschaft gehabt hatte, geschweige denn intensive, genau genommen war es schon länger her, dass er überhaupt länger Gesellschaft gehabt hatte, seine sozialen Kompetenzen waren vermutlich auf ein Minimum eingerostet. Das Lächeln Daewyns verursachte sogar eine unwillkürliche leichte Gänsehaut bei ihm. Gerade bevor es peinlich geworden wäre fing er sich, straffte leicht die Schultern und antwortete grinsend: "Im Gegenteil, das Baden war selten ein so großes Vergnügen wie gerade, eine so schöne Aussicht hat man selten."
Leugnen hätte keinen Sinn gehabt, also warum nicht die Flucht nach vorne? Daewyn schien ihren Spaß daran zu haben, er beschloss auf das Spielchen einzugehen, bis Beoris fertig wäre würde sowieso noch einige Zeit vergehen.
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BeitragThema: Re: Der Grünling   Fr März 08, 2013 12:20 am

Huch, wie sich seine bleichen Wangen ob ihrer Worte rosa färbten! So unerfahren hatte sie ihn gar nicht eingeschätzt. Wie lange mochte es wohl schon her sein, dass er das letzte Mal Umgang mit einer Frau gehabt hatte? Sicherlich ziemlich lange, denn er benötigte eine halbe Ewigkeit um sich zu fangen.
„Äusserst selten in der Tat, dass du dich so leicht aus der Fassung bringen lässt“, lachte sie auf. Aber er hatte sich gut gerettet, wenn auch in letzter Sekunde. Seine Aussage schmeichelte ihr zwar, doch sie gehörte nicht zu der Sorte Frau, die sich von schönen Worten einlullen liess. Sie warf ihre Haare über die andere Schulter und entwirrte nun diese Seite von Knöpfen.
Ich würde ja testen, wie Boeris auf diese „Aussicht“ reagiert“, schlug sie nachdenklich vor und blickte über Meis Schulter auf ihren zweiten Begleiter, der gerade peinlichst genau seine Rüstung blank polierte. „Doch ich vermute, dieser Putzfimmel würde meine Anwesenheit gar nicht bemerken.“ Und so ganz ernst war ihr mit der Idee sowieso nicht, Adelige waren gewöhnlich viel selbstsicherer und in dieser Hinsicht erfahrener, da machte das Provozieren wenig Spass. In erster Linie ging es ihr also darum, den Assassinen zu reizen.
Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder auf Mei und verzog ihren Mund zu einem bedauerlichen Lächeln. „Als muss ich dir leider mitteilen, dass die Aussicht im wahrsten Sinne des Wortes einmalig gewesen ist.“

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BeitragThema: Re: Der Grünling   Fr März 08, 2013 3:22 am

Er blickte zu Beoris, dieser verausgabte sich gerade an ein paar Blutflecken auf seinem Brustpanzer, das Zeug ging wirklich schlecht raus, außerdem griff es manchmal das Material an, der Adelige war auch sehr energisch dabei zu Gange, wenn er sonst so aufmerksam war, beim Putzen schien er die Welt um sich herum zu vernachlässigen.
Sie hatte ihn überrumpelt, das musste er zugeben, aber er hatte sich wieder im Griff. Etwas verwundert stellte er fest, dass ihr das Ausziehen vor Männern offenbar Spaß zu machen schien, so hatte er sie nicht eingeschätzt, aber man lernt ja nie aus.
"Wahrlich eine Schande, dass er so mit dem Polieren beschäftigt ist, dass er die ganzen anderen Schönheiten um sich herum nicht bemerkt, die schon strahlen, noch bevor man angefangen hat sie zu polieren.", er wusste nicht was sie mit diesen Provokationen bezwecken wollte, aber da er sowieso nichts besseres zu tun hatte ging er weiter darauf ein.
"Vielleicht ist die Einzigartigkeit dieses Anblicks ja besser? Die Dinge verlieren mitunter schnell ihren Reiz, wenn sich das Auge an sie gewöhnt, man entdeckt die Makel, ein krummer Zeh, oder eine Narbe...". Er beobachtete gespannt ihre Reaktion, nun würde sie wissen, dass er die Narbe gesehen hatte. Eventuell würde das die Stimmung zwar trüben, aber er hielt es für eine gute Rache dafür, dass sie versucht hatte mit ihm zu spielen, außerdem schob er die Sache somit nicht auf die lange Bank.
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