Amanohara

die Welt liegt in Trümmern, wer wird sich um sie kümmern? Wer wird sie beherrschen? - deutschsprachiges Fantasy-RPG
 
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Zeit
Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Trampelpfad Tinae

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Akiko Yoe
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BeitragThema: Trampelpfad Tinae   So Apr 29, 2012 8:41 pm

Dieser schmale, teilweise dicht und kompakt bewachsene Trampelpfad verläuft quer durch den Yosei-Wald ohne Wegweiser. Erst kurz vor Tinae endet dieser Trampelpfad auf dem offiziellen Weg, der normalerweise von Händlern und Wanderern benutzt wird.




Eine lange und ereignisreiche Nacht hatte ihr Ende gefunden, als die ersten warmen Sonnenstrahlen Akikos Gesicht streiften. Diese war, nachdem sie die letzte Nacht noch so weit lief, wie es ihr ihre müden Füße erlaubten, letztlich sitzend an einem Baum gelehnt eingeschlafen. Eigentlich hatte sie nicht ruhen wollen, da sie nicht sicher war, ob sie ihre Verfolger abgehängt hatte. Doch am Ende siegte der kraftlose Körper über ihren Verstand und zwang sie sich im Schlaf zu erholen.
Akiko spürte das warme Sonnenlicht auf ihrer Wange und blinzelte.
Der Tag ist angebrochen... Noch war sie ein wenig verschlafen, doch sie zwang sich nach einem kurzen Strecken von Armen und Beinen aufzustehen.
Leider hatte sie ihre Orientierung verloren. Nur in einem war sie sich sicher:
Dieses Waldstück war ihr völlig unbekannt. So zog Akiko den Schluss, dass sie sich weit vom Lager der Banditen entfernt haben musste.
Betroffen blickte sie zu Boden, als sie an die Räuber und die letzte Nacht dachte.
"Sie hätten mich getötet...nach all den Jahren...einfach so", murmelte sie kaum hörbar vor sich hin. Natürlich war zwischen ihr und den Männern nie ein rosiges Verhältnis entstanden, aber....damit hatte sie einfach nicht gerechnet.
Akiko ballte eine Faust. Das war gewiss nicht der rechte Moment um Trübsal zu blasen.
Sie war mit dem Leben davon gekommen, also durfte sie ihre Zeit nicht so vertrödeln.
Sie biss sich auf die Lippe und unterdrückte ihren seelischen Schmerz so gut sie konnte.
Einen kurzen Moment hielt sie noch inne, bevor sie energisch vorwärts lief. Wohin?
Das war ihr nicht wichtig. Sie war frei und alle Wege, ganz gleich welchen sie wählen würde, würden eine Bereicherung sein und vielleicht sogar ein kleines Abenteuer für sie bereit halten.
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Kha Temeh
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   So Mai 06, 2012 5:39 pm

Das Fieber und die Schwäche hatten sich die ganze Nacht so fest an Kha gekrallt, dass er sich nicht mehr erinnern konnte ob er hin und wieder wach geworden war, oder ob es nur ein Traum gewesen war, der ihn all diese Dinge hatte sehen und hören lassen. Gab es solche Wesen wirklich? Oder waren sie seiner Fantasie im Fieberwahn entsprungen? Wirklich bewusst erwachte er erst, als die Sonne schon einen guten Satz über den Horizont gemacht hatte. Ihm war warm, mehr noch ihm war heiß. Die Felljacke, die er sich wie eine Decke übergelegt hatte, lag nun mehr als eine Armeslänge entfernt von ihm. Schweiß stand auf seiner Stirn. Die Augenbrauen eng zusammen gezogen, blinzelte er gegen das Licht an und konnte erst etwas erkennen als er schützend den Handrücken über die Augen hielt. Sein Kopf tat ihm weh, dabei konnte er sich nicht erinnern sich gestoßen zu haben. Etwas schwerfällig fühlte sich der Jäger. Körperlich wie geistig.
Seine Lippen waren aufgesprungen und klebten aufeinander. Mühsam schluckte er und begab sich dann umständlich in eine aufrechte Position. Als ihm wieder bewusst war wo er sich befand und wie spät es in etwa sein musste, holte er noch einmal tief Luft und machte den ersten Schritt auf die kleine Lichtung hinaus. Hier war er der Sonne schutzlos ausgeliefert. Doch nach knapp 20 Schritten betrat er wieder das dunkle, kühle Dickicht des Waldes. Wie in einer Trance trugen ihn seine Füße durch das unbekannte Gelände. Seine Augen suchten nach Pflanzen die man ihm gezeigt und beschrieben hatte und seine Ohren lauschten nach fließendem Wasser. Er musste dringend etwas trinken. Aber auch der Hunger nagte in seinem Inneren.
Erst nach mehreren Dutzend Schritten bemerkte er, das er sich auf einem kleinen, sehr schmalen Trampelpfad befand. Dann schien er ja auf dem richtigen Weg zu sein!
Von dem kleinen Erfolg so beflügelt, schulterte er seine Jacke und ließ den Blick etwas weiter schweifen. Langsam fand er Gefallen an diesem dichten, immergrünen Wald. Er wirkte so...behütend und gemütlich. Vermutlich lag das nur an der guten Witterung.
Das Fieber war bis zum Morgengrauen deutlich gesunken, nur noch die Nachwehen quälten den Jungen Mann, gepaart mit der für ihn so fremden Erkältung mit laufender Nase und leichtem Kratzen im Hals. Er sehnte sich nach einem Schluck kühlen Wassers. Aber es blieb ihm vorerst nichts anderes übrig als weiter zu laufen, in der Hoffnung auf einen Fluss, Bach oder See zu stoßen. Das er bald sogar auf eine weibliche Gestalt treffen würde, davon ahnte der Jäger noch nichts....

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Akiko Yoe
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Mo Mai 07, 2012 9:23 am

Inzwischen war die Sonne weitergewandert und stand fast senkrecht über dem Himmel.
Die Temperatur war gestiegen, doch im Dickicht der Bäume war es ertragbar. Obwohl Akiko noch schon eine ganze Weile dem Trampelpfad gefolgt war, fühlte es sich fast an, als würde sie im Kreis laufen. Baum um Baum, Ast um Ast. Es sah alles so ähnlich aus.
Welch merkwürdiges Gefühl…in „meinem“ Wald kannte ich mich aus. Dort war alles so vertraut. Genau genommen wusste ich immer, wo ich mich befand. Aber hier…
Ein wenig suchend blickte Akiko von links nach rechts und dann noch einmal zurück.
„Hm…“ Sie seufzte ein wenig. Eine grobe Orientierung wäre wirklich hilfreich gewesen. Doch weder eine Karte noch ein Wegweiser standen ihr zur Verfügung. Also folgte sie einfach dem Trampelpfad. Irgendwohin würde er sie schon bringen. Und da sie ohnehin kein festes Ziel hatte, war es eigentlich auch egal.
Nach einigen Minuten führte sie der Weg ziemlich steil bergauf. Das Gestrüpp wurde dichter und die stacheligen Schlingpflanzen hackten sich hin und wieder in Akikos Kleidung. Zu guter letzt kletterte sie über zwei umgefallene Baumstämme, die mit ihrem mächtigen Geäst den Weg nahezu komplett versperrten. Aber wozu war sie im Wald aufgewachsen?
Das Klettern stellte für Akiko keine Herausforderung da.
Als Akiko, zugegeben leicht außer Puste, die Spitze des Berges erreichte, erstreckte sich vor ihr ein malerisches Bild: Blauer Himmel mit einzelnen weißen Schäfchenwolken, die Sonnenstrahlen und eine prächtige Stadt.
„Wahnsinn…“, entwich Akiko erstaunt. Nie zuvor hatte Sie eine Stadt gesehen. Und obwohl diese noch weit weg zu sein schien, verursachte sie schon jetzt in Akiko ein Herzklopfen.
Jetzt hatte ein Ziel!
Aufgeregt setzte sie ihren Weg fort. Der Weg führte sie wieder etwas bergab und da Akiko es nicht erwarten konnte, diese fremde Stadt zu erreichen, beschloss sie zu rennen.
Es fühlte sich an, als würden ihre Beine über dem Boden schweben. Der Wind streifte ihr Gesicht und spielte wild mit ihren Haaren. Ein herrliches Gefühl.
Übereifrig stürmte sie nun den Weg entlang. So viele Gedanken schossen durch ihren Kopf.
Was für Menschen würden wohl dort leben? Wie sah die Stadt von Nahem aus?
Ihre Gedanken wurden schlagartig unterbrochen, als Akiko vor sich eine Gestalt erspähte.
Mit einem Satz war sie hinter den nächst besten Baum gesprungen und lugte vorsichtig über dessen Rinde hinaus nach vorne.
Ist das ein Wanderer? Er … läuft ein wenig komisch., dachte sie verwundert.
Natürlich konnte sie allein vom Rücken der Gestalt nicht viel erkennen, aber in einem war sie sich gleich sicher. Es war ein Mann! Diese Erkenntnis entfachte in Akiko natürlich keine Begeisterung.
Sie beschloss zunächst hinter ihm zu bleiben und ihn zu beobachten. Das Anschleichen hatte sie ja jahrlang gelernt, also sollte es nicht all zu schwierig werden dem Fremden unentdeckt zu folgen.



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Kha Temeh
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Fr Mai 11, 2012 10:26 pm

Seit seiner frühesten Kindheit hatte Kha gelernt zu jagen. In den verschneiten Bergen war es unmöglich gewesen Lebensmittel wie Kartoffeln oder Obst an zu bauen. Sie hätten die tiefen Temperaturen nicht überstanden. Ganz abgesehen davon das die harte, kahle Erde grade genug Nährstoffe für Bäume und einige drahtige Büsche besaß und nicht bestellt werden konnte. Nur durch Händler die die engen Bergpässe überquerten waren sie an solche Kostbarkeiten wie Gewürze, Kräuter und Gemüse gekommen. Die meiste Zeit standen Wild und Fisch aus den spärlichen Gebirgsseen auf dem Speiseplan. Besonders begabte Jäger schafften es auch einige der Vögel mit Pfeil und Bogen zu erlegen. Doch dies auch nur in den 'Sommermonaten'.
Somit war er Dunkelhaarige mit den zwei Silbersträhnen keinesfalls ein unaufmerksamer Wandersmann. Er hörte für gewöhnlich fast jedes Geräusch und konnte sich selbst auch beinahe lautlos und bedacht bewegen. Für gewöhnlich wohl gemerkt... Nun jedoch war Kha müde, schwach, hungrig und vor allem krank. Seine Nase konnte ihm kaum helfen und auch seine Augen waren nicht mehr so zuverlässig. Die Strapazen der letzten Wochen hatten sich deutlich bemerkbar gemacht. Was nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde, waren seine Ohren. So hörte er das etwas hinter ihm war. Es kam zwar aus der Ferne, doch er hörte deutlich Schritte und das Knacken von Ästen. Rannte da jemand? Der Jäger blieb abrupt stehen und lauschte um wirklich sicher zu sein. Kaum das er eindeutig lokalisiert hatte woher die Laute kamen, waren sie auch schon verschwunden. Langsam drehte er sich um und sah den Weg zurück. Niemand war zu sehen. Das hatte er sich doch nicht eingebildet? Hatte ihm das Fieber wieder einen Streich gespielt? Er glaubte nicht daran, doch da er weder ein weiteres Rascheln hörte, noch jemand zu sehen war, setzte er schließlich seinen Weg fort. Aufmerksamer als zuvor, aber ohne sich noch einmal um zu drehen.
Man hatte ihn schon mehrere Male vor Räubern gewarnt, doch bisher war er, Gott lob, noch keinem begegnet.

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Sa Mai 12, 2012 9:52 am

Als der Fremde seinen Weg fortsetzte rechnete Akiko nicht damit, dass er bereits bemerkt hatte nicht mehr alleine zu sein. So leise und unauffällig wie es ihr möglich war, schlich sie von einem Baum zum nächsten. In diesem Waldstück gab es viele alte, kräftige Bäume mit mächtigen Stämmen, hinter denen Akiko sich mühelos verstecken konnte. Ab und zu raschelten die Blätter oder ein kleiner Ast, auf den Akiko trat, knackste. In einem Wald waren das aber keine ungewöhnlich auffälligen Geräusche. Sie war sich sicher, dass der Fremde keinen Verdacht schöpfen würde.
Während sie so hinter ihm her schlich, überlegte sie stumm, was sie mit dem Reisenden anstellen sollte. Er schien ebenfalls zu der prächtigen und schönen Stadt zu reisen, die Akiko von der Bergspitze aus erblicken konnte. Das bedeutete aber folglich, dass er genauso wie Akiko diesem Weg weiter folgen würde. Ein leises Knurren entwich ihrem Bauch, sodass sie erschrocken die Hände darauf legte, als wollte sie das Geräusch verstummen lassen.
Zugegeben…ein wenig hungrig bin ich schon.
Wieder blickte sie dem Fremden hinterher.
Ein Reisender trägt immer Geld bei sich um Nahrung und Wasser zu kaufen, denn kein Proviant hält ewig. In der Stadt wird es viel schwieriger etwas mitgehen zu lassen als hier im Wald, wo es keine Zeugen gibt… Sie lächelte verschmilzt. Was kümmerte sie dieser Wanderer? Gar nichts! Er war ihr egal. Außerdem war er ein Mann – von denen hatte Akiko genug kennen gelernt, um zu wissen, dass sie keine Rücksichtnahme und Schonung verdienten. Ganz im Gegenteil. Die Wut und der Groll gegen die Räuber aus Ryo’s Bande stiegen erneut in ihr auf.
Sie …sind alle gleich!, dachte sie zornig.
Ihr Entschluss stand fest! Zügig, aber dennoch leise verringerte sie die Entfernung zu dem Unbekannten. Als nur noch einige Meter zwischen den beiden lagen, trat sie absichtlich auf einen Ast, der ein lautes Knacksen verursachte und ließ sich zugleich auf dem Trampelpfad zu Boden fallen. Wenn er sich nun wegen des lauten Geräuschs umdrehen würde, würde er Akiko am Boden liegen sehen. Dieser Trick war nicht ganz ungefährlich, da man nie so recht vorhersagen konnte, wie die Reaktion des Gegenübers ausfallen würde. Doch bisher hatte diese „Lockvogelaktion“ immer das gewünschte Ergebnis erbracht. Welcher Mann würde schon ein junges, hübsches Mädchen einfach so am Boden liegen lassen, ohne wenigstens kurz nach ihr zu sehen?
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Sa Mai 12, 2012 3:22 pm

Auch wenn sein Körper ihm deutlich machte das er nicht so gut in Form war wie sonst, so waren seine Sinne dennoch geschärft und aufmerksam. Etwas war hinter ihm. Vielleicht ein Tier oder aber ein Mensch. Wenn es ein Mensch war dann wollte er sich nicht zeigen, was ihn wiederum verdächtig machte. Seine Felljacke langsam in die andere Hand genommen lauschte er angestrengt. Allein das Gefühl beobachtet zu werden war stärker geworden. all das konnte natürlich immer noch Einbildung sein, aber nach dem Ereignis mit den fremden Kriegern war Kha sehr vorsichtig geworden. Angespannt setzte er seinen Weg fort als er erneut hinter sich etwas hörte. Und dieses Mal war es keine Einbildung! Es war zu prägnant, zu laut und zu nah.
Mit einer fließenden Bewegung griff er nach dem Bô-Stab auf seinem Rücken und drehte sich um. Sofort hatte er seine Waffe griffbereit und richtete sie auf den Fremdling. Die Beine für einen festen Stand in Schrittstellung, beide Hände fest um den Stab gelegt, zeigte das Ende auf das Gesicht der Person die vor ihm auf dem Weg lag. Nur etwa eine Handfläche trennten den Stab von seinem Ziel. So verharrte der Jäger einige Sekunden und wartete auf die Dinge die da kamen. Doch die fremde Gestalt lag einfach nur da.
Langsam senkte er den Stab der weder eine Spitze noch eine Klinge besaß und betrachtete deutlich irritiert das Mädchen das wie tot auf dem Pfad vor ihm zum Liegen gekommen war. War dies ein....Trick?

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Sa Mai 12, 2012 9:58 pm

Akikos Kopf lag kraftlos auf ihren Armen, das Gesicht nach unten gewandt. Sie sah nicht, wie der Fremde seinen Bô-Stab zückte und nur wenige Zentimeter vor ihrem Gesicht stoppte. Einen Moment lang hörte man nur durch den Wind durch den Wald pfeifen. Akiko wartete noch einen Augenblick ab, doch da der Wanderer keine Anstalten machte ihr zu helfen, machte sie den ersten Zug. Langsam hob sie den Kopf, erblickte den Bô-Stab, schluckte und blickte vorsichtig in das Gesicht das Fremden.
Die Gestalt, die ihr gegenüberstand, war unerwartet. Er sah wirklich fremd aus. Seine Kleidung, die Haare – seine Gesichtszüge. Alles an ihm versprühte eine fremde Aura. Woher dieser Mann wohl kam?
„Bitte…bitte legt eure Waffe nieder.“ Sie bemühte sich ihre Stimme müde klingen zu lassen.
„Ich bin euch nicht feindlich gesinnt. Ich bin nur eine Reisende…genau wie ihr. Meine Beine…“, begann sie zögerlich und richtete behutsam ihren Oberkörper auf „…haben mir wohl einen Streich gespielt.“ Akiko lächelte etwas beschämt.
Noch war es ihr nicht möglich seine Reaktionen abzuschätzen. Unauffällig versuchte sie ihn zu mustern.
Wo könnte er sein Geld bei sich tragen? Für gewöhnlich um der Gürtelschnalle oder in den Taschen der Kleidung. Hm..
Sie ließ ihre Augen über seinen Körper schweifen, doch wurde nicht fündig. Sie musste näher an ihn heran kommen.
„Wärt ihr so nett und…würdet mir aufhelfen?“, sprach sie mit sanfter Stimme und reichte ihm ein wenig schüchtern ihre Hand entgegen. Im Innersten war ihr dieses Verhalten schlichtweg zu wider. Aber die Mittel heiligten den Zweck. Sobald sie haben würde, was sie wollte, würde sie ihm den Rücken kehren.
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Sa Mai 12, 2012 11:55 pm

Vor den grausamen Geschehnissen in seinem Heimatdorf wäre Kha sicher sofort auf die Knie gefallen um dem Mädchen zu helfen, das dort scheinbar hilflos vor ihm lag, doch er hatte sich verändert. Das Misstrauen hatte sich tief in sein Innerstes gebrannt, auch wenn er sich selbst dafür verachtete. Er wollte keine Vermutungen aufstellen, keine Drohungen aussprechen oder gar jemanden angreifen und verletzen.
Was trieb ihn dazu? War es der Selbsterhaltungstrieb? Oder nur purer Hass?
Noch immer hielt er seine Waffe fest in den Händen, senkte den Stab aber so weit bis er den Boden berührte. Das Mädchen mit dem silbrigen Haar hatte den Kopf gehoben und sah ihn an. Sie war eine junge Frau, sollte von ihr wirklich eine Gefahr ausgehen? Innerlich fluchte Kha und ließ die angespannten Schultern sinken.
Als die Fremde zu ihm sprach, vertiefte er seinen noch eiskalten Blick, als wolle er in ihrem Gesicht die Antwort auf seine stummen Fragen finden. "Ja... sie scheinen euch wirklich Streiche zu spielen, es ist schon seltsam dass sie so plötzlich ihren Dienst verweigern wo ihr euch doch zuvor noch so vortrefflich angeschlichen hattet." ,konterte er mit rauer, harter Stimme und noch immer sichtbarem Misstrauen in den Augen.
Da er das Mädchen nicht aus den Augen ließ, entgingen ihm auch nicht ihre wandernden Blicke. Dennoch zögerte er nicht, als sie ihm ihre Hand reichte.
Wortlos zog er sie auf die Beine. Durch all die Aufregung war sein geschwächter Zustand völlig in den Hintergrund getreten. Ein geübtes Auge würde aber die Anzeichen erkennen. Der leicht gräuliche Hautton, die feuchte Kühle seiner Hände und nicht zu vergessen die Schwäche die auch seine Augen immer noch ausstrahlten.
Nun war es an Kha die junge Frau zu mustern. Den Stab noch immer in der linken Hand sah er an ihr hinab. Sie sah in der Tat etwas mitgenommen aus. Ihre Kleidung war an manchen Stellen eingerissen und ihr Haar wirkte...wilder als es wohl normal der Fall gewesen wäre. Es schien zu stimmen das sie reiste. Auch wenn sie nichts weiter am Leibe trug, was man bei einer Reisenden erwartete. Doch das traf wohl auch auf ihn zu.

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   So Mai 13, 2012 5:31 pm

Mit einem kräftigen Ruck half er Akiko auf die Beine. Diese jedoch war ein wenig aus ihrer Rolle geworfen, denn ihm war nicht entgangen, dass sie ihm hinterher geschlichen war. Diese Tatsache erschwerte natürlich ihre Geschichte glaubhaft zu erzählen. Und tief im Innersten hatte sie das Gefühl, dass es nichts bringen würde ihm weitere Lügen aufzutischen. Er war ohnehin schon sehr misstrauisch. Dieser eiskalte, finstere Blick. Er ließ Akiko beinahe das Blut in den andern gefrieren…denn es war derselbe gleichgültige und wertlose Blick, den Ryo hatte, bevor er seinen Männern den Auftrag erteilte Akiko aus dem Weg zu räumen. Plötzlich fühlten sich ihre Beine schwer wie Beton an und ihr Herz begann lautstark gegen ihren Brustkorb zu hämmern. Nach einigen Sekunden, in denen Sie den Mann entgeistert angeschaut hatte, entzog sie sich seinem Blick. Irritiert blickte sie seitlich zu Boden. War das zu fassen? Seine Augen hatten ihr tatsächlich…Angst gemacht!
War das ein Zeichen? Warum war gerade der Erste, der ihr auf ihrer Reise begegnete, ein Mann, der sie an diesen verhassten Ryo erinnerte? Nach ihrer Flucht war zwar ihr Körper frei, aber ihr Geist schien noch im Schatten der Vergangenheit gefangen zu sein.
Die Situation war ihr aus den Händen geglitten. Nach seinen entlarvenden Worten hätte sie vielleicht noch eine Geschichte zusammenbasteln können, doch dieser Blick und diese Augen hatten sie komplett die Kontrolle verlieren lassen.
Die quälenden Erinnerungen hämmerten auf ihren Kopf ein, doch sie zwang sich zur Besinnung.
„Ihr habt recht, ich habe mich angeschlichen. Doch lediglich aus Vorsicht – immerhin kann man nicht jedem trauen, der einem den Weg kreuzt.“, sprach Akiko verbittert.
Das ihr Gegenüber sichtlich geschwächt war bemerkte sie in diesem Moment noch nicht. Mit viel Mühe richtete sie ihren Blick schließlich wieder auf und man hätte meinen können einen Funken Hass in ihren Augen spiegeln zu sehen.

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Do Mai 17, 2012 1:00 am

Ihr Verhalten verdeutlichte ihm erneut das er nicht aus seiner Haut konnte. So gern er sich auch ändern wollte, die Geschehnisse saßen zu tief und verhinderten einen Wandel. Doch was konnte das Mädchen dafür? Sie wusste weder was passiert war noch wer er überhaupt war. War er....überhaupt jemand? Sein Heimatdorf existierte nicht mehr, niemand hätte seine Herkunft bestätigen können. Er war....wie Vogelfrei. Heimatlos und verbittert. Aber auch in den Augen der jungen Frau las er nun etwas, das mehr erahnen ließ. Sie war nicht nur eine einfache Reisende.
Sein Auftreten hatte sie scheinbar irritiert, machte ihr....Angst? Sie wich seinem Blick aus, schien nachdenklich und vertieft. Trug auch sie Erinnerungen in sich die ihr zusetzen? Ihre Worte kamen fast wie eine Drohung. Konnte man ihr glauben? Warum sollte sie sich an ihn heran schleichen? Weil sie ihm nicht traute? Das ergab keinen Sinn. Wenn sie ihn schon gefürchtet hatte oder befürchtete von ihm ginge eine Gefahr aus, dann hätte sie ihm nicht folgen müssen. Dieser Weg war sicher nicht der einzige. Sie hätte ihm mühelos aus dem Weg gehen können.
Ihr Blick glitt wieder zu ihm und er erwiderte ihn mit deutlich weniger Härte. Was war diesem Mädchen passiert? Warum hatten sie sein Auftreten und seine Worte so aus ihrem Spiel geworfen? Kha war sich inzwischen sicher das sie ihm nur etwas vorgespielt hatte.
Trotz der schlimmen Ereignisse war Kha in vielen Dingen immer noch etwas naiv und unwissend. Nie waren Diebe oder Räuber bis zu ihrem Dorf vorgedrungen. Es hatte keine ernsthaften Streitigkeiten gegeben....und solch grausame Dinge wie Folter oder Vergewaltigung waren ihm überhaupt nicht bekannt. Den scheinbar grundlosen Mord, den hatte er kennengelernt. Doch damit gab er sich nicht zufrieden.
Kha wollte das Warum herausfinden und Rache üben an jenen die das Dorf überfallen hatten.
Der Jäger besann sich wieder und schob den Bô-Stab in den Gurt auf seinem Rücken zurück. "Verzeiht meine raue Umgangsform. Auch ich wusste nicht ob ich euch trauen könne.
Mein Name ist Kha Temeh. Ich...stamme aus einem Dorf hoch oben im Yama-Gebirge." ,sagte er mit bemüht ruhiger und neutraler Stimme. "Ich habe nicht vor euren Weg vorsätzlich zu kreuzen. Ich möchte nur in die nächste Stadt."

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   So Mai 20, 2012 9:56 pm

Die Situation entspannte sich langsam, als der junge Mann seine Waffe zurück auf seinen Rücken schob.
„Kha Temeh…“, wiederholte Akiko. „Das ist ein wahrhaft seltsamer Name“, fügte sie leise hinzu. Akiko war sich nicht sicher, ob sie ihm etwas über ihre Herkunft erzählen konnte und wollte… doch schnell stand ihr Entschluss fest.
Sie hatte in all den vergangenen Jahren gelernt, was man Männern anvertrauen konnte. Und im Grunde war das nichts. Sie waren gefühlskalt und emotionslos. Und selbst dieser Fremde, den sie erst wenige Minuten kannte, hatte sie sogleich davon überzeugt, dass auch er in dieses Schema passte.
„Mein Name ist Akiko.“, sprach sie kurz und knapp und verschränkte sogleich ihre Arme vor ihrer Brust. Es war ein unbewusstes Zeichen ihrer Abneigung gegen die männliche Spezies, und somit auch gegen Kha.
„Auch ich möchte in die nächste Stadt. Von einer Bergkuppe aus konnte ich sie bereits in einiger Entfernung erkennen. Ich vermute jedoch, dass man sie aber erst am morgigen Tage erreichen wird.“
Und wenn die Nacht einbricht und ihr euch schlafen gelegt habt, werde ich überprüfen, ob ihr nicht doch Nahrung, Geld oder etwas anderes Nützliches bei euch tragt!
Doch sie hatte begriffen, dass sie vorsichtig sein musste. Ihre Kampfkünste waren eher bescheiden, sodass sie im Falle einer Auseinandersetzung wahrscheinlich den kürzeren ziehen würde. Auch das musste sich bald ändern, denn es war an der Zeit, dass sie lernte auf eigenen Füßen zu stehen. Und dazu zählte eben auch sich verteidigen zu können.
Akiko wollte gerade dem Weg folgen, als sie bemerkte, dass dieser Kha ziemlich müde und geschwächt aussah. Es war als wäre die kalte Maskerade abrupt von ihm gefallen und sein erschöpfter Körper kam zum Vorschein. Das war ihr vorhin nicht aufgefallen.
„Verzeiht, aber…ihr seht sehr müde aus. Fühlt ihr euch nicht gut?“
Es war nicht so, dass sie sich um ihn sorgte! Doch so recht normal sah er wirklich nicht aus.
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   So Mai 20, 2012 11:28 pm

Für sie wirkte der Name sicherlich befremdlich. Aber auch Akiko hatte er bisher noch nie gehört. Mit einem Nicken wollte er zeigen, das er ihren Worten folgte, aber dazu im Moment nicht viel sagen konnte. Morgen also würde er sein erste Ziel erreichen? Die Stadt Tinae...
In Gedanken versunken ging Kha's Blick ins Leere. Nach der langen Reise war es ein seltsames Gefühl nun dem Ziel so nahe zu sein. Wieder aus der Abwesenheit zurück blickte er zu Akiko, die mit verschränkten Armen vor ihm stand. Gerade erinnerte ihn diese junge Frau an seine kleine Schwester. Rhiuh hatte auch sehr oft die Arme so verschränkt und dabei ein trotziges Gesicht gemacht. Entweder hatte sie dann etwas verweigert oder ihr hatte etwas nicht gepasst. Die Kleine hatte einen starken Willen...Mehr noch als ihre ältere Schwester oder ihr großer Bruder. Doch grade das war es, was Kha so an ihr gefallen hatte. Sie wollte mehr als man ihr zugedacht. Sie wollte über Grenzen hinaus. Die Welt sehen. Er hatte ihr versprochen sie mit zu nehmen. Wollte sie beschützen....und nun war sie tot.
Seine dunklen Augen schienen völlig schwarz zu werden als er sich erinnerte. Doch bevor wieder diese grausigen Bilder vor seinen Augen erschienen, kniff er diese zu und schüttelte den Kopf, als wolle er sich von einem Fluch befreien. Tief durch den Mund eingeatmet strich er sich ein paar Haare aus der Stirn und schob auch die grauen Strähnen an den Schläfen wieder mehr hinter die Ohren. "Das ist schön zu hören." Nicht mehr lange und er würde endlich wieder etwas trinken können. Sein Hunger war wie vergessen. Sein Körper schien sich damit abgefunden zu haben. Müde ging sein Blick den schmalen Pfad hinab. "Ist es euch recht wenn ich euch begleite?" ,fragte er das fremde Mädchen. Er wollte sich ihr nicht aufzwingen. Sie konnten auch gut getrennte Wege gehen. Aber innerlich hatte er doch das Bedürfnis sie zu...beschützen.
Er kannte Akiko zwar nicht, doch vielleicht konnte er es ein wenig wieder gut machen, das er seine Schwestern nicht hatte schützen können, wenn er ihr dafür etwas zur Seite stand?
Als sie ihn auf seinen Zustand ansprach, versuchte er etwas die Schultern zu straffen. "Es ist nichts. Ich bin dieses Klima nur nicht gewöhnt....Nie zuvor habe ich die Berggipfel verlassen. Die Wärme macht mir etwas zu schaffen." ,antwortete er ehrlich. Das Fieber war zum Glück soweit gesunken das er aus dem Gröbsten heraus war. Dennoch war sein Körper geschwächt. Ebenso durch den Hunger und das fehlende Wasser.

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Mo Mai 21, 2012 3:22 pm

„Nun…da wir den gleichen Weg haben…es wäre mir recht euch als meinen Begleiter zu wissen.“, sprach sie ruhig, aber ein Lächeln konnte sie sich nicht auf die Lippen zwingen.
Ihr Blick wanderte nach vorne und sie schaute den Trampelpfad entlang, bevor sie langsam anfing zu laufen. Aufmerksam hörte sie Kha zu. Er hatte nie zuvor seine Heimat verlassen und nun musste er sich mit einer neuen Welt auseinandersetzen und lernen, in ihr zurecht zu kommen.
Welche Ironie…im Grunde ist es wie bei mir. Auch ich habe nie zuvor den Yosei-Wald verlassen.
Und nun bin ich auf der Suche nach…

Doch was war das, was sie eigentlich suchte? Es waren so viele Dinge, nach denen sie sich sehnte. So lange schon. Und es waren zu viele, um sie in wenige Worte zu fassen.
„Yama-Gebirge hattet ihr gesagt. Was…ist das für ein Ort?“, fragte sie dann doch mit leichter Neugier in ihrer Stimme. Wie wohl das Leben in einem Gebirge war?
Akiko konnte es sich nicht vorstellen. Noch nicht einmal das Leben auf dem Lande oder in der Stadt waren bekannte Dinge für sie. Auch, wenn sie hin und wieder in Büchern darüber gelesen hatte, so fehlte ihr doch die Vorstellungskraft für ein realistisches Bild.
Mit ihren 26 Jahren fühlte sie sich manchmal so unwissend wie ein Neugeborenes.
Wie viele Dinge hatte sie wohl verpasst? Und würde sich für all das eine zweite Chance bieten?
„Wie verläuft das Leben im Gebirge? Und welches Ziel trägt eure Reise?“
Diese Neugier war ungewollt, doch sie konnte es fast nicht erwarten, von einem Leben außerhalb des Waldes zu erfahren.
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Kha Temeh
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Fr Mai 25, 2012 10:38 pm

Sie setzten ihren Weg fort und Kha blieb schräg hinter seiner neuen Begleiterin etwas zurück. Die Felljacke wieder neu über seinen linken Unterarm drapiert, blickte er geradeaus. Die vielen Fragen die plötzlich seitens Akiko auf ihn einprasselten verwunderten den Jäger. Wo Anfangs so viel Kühle und Distanz zwischen ihnen geherrscht hatte sprudelte das Mädchen nun regelrecht vor Neugierde. Temeh ließ etwas Zeit verstreichen ehe er antwortete. Zum einen um überhaupt ein Wort heraus zu bekommen und zum anderen um sich diese genau zu überlegen. Bisher hatte er niemandem von seiner Heimat erzählen müssen. Dort wo er lang gekommen war kannte man die kleinen, weit verteilten Dörfer im Gebirge.
Er war trotz allem müde und sehr erschöpft. Seine Stimme war leise und klang weich und beruhigend. "Das Yama-Gebirge liegt sehr weit nördlich von hier. Vor nun mehr 2 Jahren bin ich von dort aufgebrochen. Mein....Dorf befand sich nahe der Gipfelkappen. Dort herrschte den Großteil des Jahres über der Winter. Eis und Schnee waren unsere Verbündeten. Sie verweigerten uns zwar den Anbau von Früchten oder Getreide, doch wir lebten von der Jagt. Regelmäßig kamen reisende Händler vorbei, die dem engen Bergpass über die Gebirgskette folgten. Nur durch sie erhielten wir Kontakt zur Welt am Fuße der Berge. Ging man die schmalen Pfade hinab, so erreichte man vereinzelte Wälder. Ihr Holz nutzen wir um zu heizen, Waffen zu schnitzen und Häuser zu bauen." Ja so konnte er das vergangene Leben im ewigen Eis wohl am Besten beschreiben. Es war hart gewesen, voller Entbehrung aber dennoch nicht ohne schöne Erinnerungen. Das wichtigste war der Zusammenhalt gewesen. Jeder hatte seinen Teil geleistet und sein Können weitergegeben.
Auf die Frage nach seinem Ziel jedoch, schwieg der Jäger geflissentlich. Er konnte und wollte nicht in Worte fassen was er plante. Statt dessen sah er zu Akiko, deren Hinterkopf und Nacken grade in seinem Blickfeld waren. Ob sie schon immer diese seltene Haarfarbe besessen hatte? Wenn dem nicht so war, musste sie wirklich schreckliches Erlebt haben. Ihm waren seine grauen Strähnen ja erst sehr spät aufgefallen.
"Darf ich erfahren woher ihr stammt? Ich vermute auch ihr habt Tinae bisher nicht besucht?" Irgend etwas in ihm sagte ihm, das sie beide mehr gemeinsam hatten als das gleiche Ziel.

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Di Mai 29, 2012 10:25 am

Akiko blickte Kha nicht an, doch umso aufmerksamer lauschte sie seinen Worten. Es faszinierte sie endlich ein Stückchen mehr von dem Land zu erfahren in dem sie lebte. Der Yosei-Wald war immerhin nur ein kleiner Teil. Wie das wohl war, wenn das ganze Leben von Eis und Schnee bestimmt wurde? Natürlich gab es auch hier den Winter, aber verhältnismäßig kurz. Die meiste Zeit im Jahr wuchsen und gedeihten die Gräser, Büsche und Bäume. So lieferte der Wald selbst ohne das Fleisch der erlegten Tiere reichlich Nahrung. Akiko kannte sich sehr gut mit den Waldpflanzen aus und hatte durchaus gelernt, welche man verzehren konnte und um welche Beeren man lieber einen Bogen machen sollte, auch wenn sie noch so lecker und appetitlich aussahen.
Aber dort zu leben, wo das Gras und die Bäume nie den Winter besiegten…das konnte sie sich wirklich nur sehr schlecht vorstellen.
„Das muss…schrecklich kalt sein!“, grübelte sie laut. Sie selbst liebte es die warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut zu spüren.
„Ist das Yama-Gebirge wirklich so weit entfernt, dass ihr 2 Jahre brauchtet, um den Wald hier zu erreichen?“, fragte sie ungläubig und schaute nun doch kurz über ihre Schulter nach hinten.
Das klang für sie beinahe wie ein Scherz. Oder fehlte ihr einfach nur die Vorstellungskraft dafür, dass ein Ort soweit entfernt sein konnte, dass man mehrere Jahre reiste?
Als er nach ihrer Herkunft fragte, antwortete sie diesmal ohne zu zögern.
„Ich stamme aus einem kleinen Dorf am Rande des Yosei-Waldes. Wir führten dort ein einfaches Leben und ernährten uns von dem, was uns die Natur schenkte. Jeder half dem anderen. Der eine betrieb Ackerbau, der andere Viehzucht… ein Geben und ein Nehmen. Es war ein sehr idyllisches Leben“, erzählte sie glaubhaft. Nachdem sie ihm nach seinem Leben fragte, war es vorhersehbar, dass er die gleiche Frage an sie richten würde. Und so hatte sie sich bereits eine Geschichte parat gelegt die, wie sie meinte, keine großen Fragen mehr offen ließ.
„Ich lebte dort mit meiner Mutter. Und auch…wenn sie mir sehr am Herzen liegt, so musste ich doch für mich entscheiden, wie mein künftiges Leben aussehen sollte.“ Diese Worte waren die einzigen, die nicht gelogen waren.
Hatte sie eine Wahl? Sollte sie dem Jäger erzählen, dass sie als Diebin in einer Räuberbande aufwuchs, letztendlich fliehen musste und nun als tot geglaubt wurde.
Nein! Das konnte sie ihm nun wirklich nicht erzählen. Im Innersten schämte sie sich für ihre Vergangenheit. Die Sonne war inzwischen ein weites Stück gewandert und langsam wurde es erfrischend kühl. Wie weit Akiko und Kha voran gekommen waren, konnte man schwer beurteilen. Ein Ende des Waldes war jedenfalls noch lange nicht in Sicht.
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   So Jun 03, 2012 10:25 pm

2 Jahre....für viele war es sicher eine Ewigkeit. Kha hatte diese Zeit gebraucht um sich von allem zu lösen und diesen Schritt zu wagen. "Nein." ,sagte er auf ihre Äußerung hin mit väterlicher Gutmütigkeit. "Natürlich ist das Gebirge nicht so weit entfernt. Aber ich habe viel Zeit in den anderen Dörfern verbracht um mich....vor zu bereiten." Er stoppte in seiner Erzählung und hätte man ihm in die Augen gesehen, hätte man ahnen können, das er sich für das Kommende zu schämen schien. Er war schließlich ein erwachsener Mann! Ein Jäger und...auch ein ausgebildeter Krieger, auch wenn er dies nie einsetzen musste.
"In meiner Heimat zahlte man nicht mit Münzen. Ich musste erst lernen damit um zu gehen und mir welches zu verdienen. Man zeigte mir wie ich mich verhalten müsse und lehrte mich die Gefahren dieses Landes. Ich kenne zum Beispiel Bären und Wölfe aber keine giftigen Pflanzen oder Räuber." Hätte er nur geahnt das eine solche nun direkt vor ihm lief!
"All das musste ich erst kennenlernen. So verging die Zeit sehr schnell. Es ist bemerkenswert was euch der fruchtbare Boden alles gibt." Besonders die Pferde hatten es ihm angetan. Schon als kleiner Junge hatte er sich immer auf die Pferde der reisenden Händler gefreut. Im kargen Gebirge war es ihnen nicht möglich gewesen solche oder andere Nutztiere zu halten. Insgeheim erhoffte sich Kha eines Tages ein eigenes Pferd zu besitzen. Auch die treuen Hunde der Leute im Dorf hatten ihn fasziniert.
"Mir macht die Kälte nichts aus. Viel mehr leide ich unter der Wärme. Aber es würde euch sicher nicht anderes ergehen, währt ihr damals in unser Dorf gekommen." ,philosophierte er vor sich hin ohne direkt mit Akiko zu sprechen.
Als sie dann auf seine Gegenfrage antwortete, sah er sie interessiert an. Das kam aber schnell über ihre Lippen. Als wäre es etwas völlig normales. Der Mann aus dem ewigen Eis jedoch versuchte sich die Bilder die sie umschrieb vor Augen zu führen. Ackerbau... Er hatte ein paar wenige, bestellte Felder gesehen auf seinem bisherigen Weg. Kha stellte es sich schon spannend vor etwas aus zu säen. Kleine Samen die später solch wunderbare Früchte trugen wie Äpfel, Kartoffeln oder Tomaten. Warum aber nur verblassten die Bilder so schnell vor seinem Inneren Auge? Warum fühlten sich Akikos Worte so...leer an?
"Habt ihr dort....in einem eigenen Haus gelebt? Woraus habt ihr sie gefertigt? Wie sahen sie aus?" ,fragte er. Dabei wollte er sie eigentlich nicht aushorchen. Er wollte es sich nur besser vorstellen können. Idyllisch war auch sein Leben gewesen, auf seine Art...das allein reichte ihm nicht aus um Gefühle zu übermitteln.

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Mi Jun 06, 2012 10:30 pm

„Ja natürlich nicht…“, antwortete Akiko leise auf seine Aussage betreffend des Yama- Gebirges. Die Annahme, dieses mysteriöse Gebirge könnte vielleicht wirklich soweit entfern sein, beschämte sie nun innerlich.
Es ist unfassbar wie unwissend und dumm die Isolation machen kann…, dachte sie im Stummen und schnaubte kurz verächtlich. Ihre Hände verschränkte sie wieder etwas trotzig vor ihrer Brust, wobei sie immer noch vor Kha lief.
„Es muss ein wirklich schönes Leben gewesen sein, wenn es nicht von den Münzen beherrscht wurde. Die Gier des Geldes verschlingt die Herzen der Menschen und raubt manchen sogar den Verstand…“
An diesen Worten war eine Menge Wahrheit dran.
So viele Überfälle hatten die Räuber verübt – und natürlich auch Akiko. Oftmals gab es keinen Grund - wenn man das so nennen durfte - die Reisenden zu überfallen und sie ihres Hab und Gutes zu berauben. Jeden Tag gab es im Lager reichlich Wein um den Durst zu stillen und jede Menge Fleisch und andere Köstlichkeiten zum Speisen. Dennoch war das nie ein Grund weniger Wanderer zu bestehlen. Im Gegenteil. Die Habgier wurde immer größer. Ganz besonders nach dem Gold, den Juwelen und Edelsteinen.
Und Akiko musste sich eingestehen, dass auch sie Gefallen an hübschen Schmuck gefunden hatte.
Ich glaube auch in meinem Herzen liegt die Saat der Habgier…
~“ Ich kenne zum Beispiel Bären und Wölfe aber keine giftigen Pflanzen oder Räuber."~
Abrupt blieb Akiko stehen, als hätte man ihr ein Messer in den Rücken gerammt.
Langsam drehte sie sich um zu ihrem Begleiter. Eine gewisse Unsicherheit lag in ihrem Blick.
„…ja…also…die Giftpflanzen…da muss man wirklich sehr aufpassen. Ich habe schon…die eine oder andere unangenehme Erfahrung gemacht. Wenn ihr die Pflanzen nicht kennt…solltet ihr…sie nicht essen!“
Mit ihrem Gesicht zu Kha gewandt, lief sie langsam wieder los, stolperte aber sogleich über eine kleine Flachwurzel.
„Hoppla!“ Schnell hatte sich Akiko aber wieder gefangen. Fortan konzentrierte sie sich wieder auf dem vor ihr liegenden Weg.
Die Flächen hier sahen grüner und saftiger aus als die bereits passierten, sodass die Vermutung nahe lag, dass sich ein Bach oder ein kleinerer Fluss in der Nähe befand, dessen Wasser den Pflanzen kräftig beim Wachsen half.
Akiko lief einige Meter durch den Wald, bevor sie Kha’s Fragen beantwortete.
„Meine Mutter und ich…ja wir lebten in einem kleinen Haus. Gefertigt wurden die Häuser aus dem Material, an das wir am leichtesten kamen.“, sprach sie ruhig.
„Holz natürlich. Wenn man direkt neben dem Wald lebt ist das naheliegend. Unsere Dächer wurden mit dem Stroh der Felder gedeckt.“
Die vielen Geschichten, die Akiko in all den Jahren gelesen hatte, erwiesen sich in diesem Moment als sehr hilfreich. Oft wurden darin solche oder ähnliche Dörfer beschrieben.
Und dieser Kha kam ohnehin aus einer ganz anderen Region des Landes, sodass er es wahrscheinlich nicht besser wissen konnte als Akiko.
Ein kleines Haus idyllisch am Waldesrand gelegen…Mutter und ich…ganz alleine…und der Rest der Welt könnte uns den Rücken kehren!….Verdammt. Ich mache es schon wieder. Ich ziehe mich in meine kleine perfekte Traumwelt zurück. Aber eine solche Welt gibt es nicht in der Realität.
Musste dieser Typ so viele Fragen stellen?!…. Genau genommen waren es nicht viele Fragen, aber Akiko quälten die Gedanken, die sich jetzt unaufhaltsam ihren Weg durch ihren Kopf kämpften.
Die Erinnerungen der letzten Nacht katapultierten sie geistig zurück.
Was wohl mit ihrer Mutter passiert war? Inständig hoffe Akiko, dass Ryo ihr nichts getan
hatte. Warum in Gottes Namen liebte ihre Mutter gerade so einen Menschen?! Gerade den! Bevor Akiko in der vergangenen Nacht zu Ryo gerufen wurde, bat sie ihre Mutter mit ihr Fortzugehen. All das Elend hinter sich zu lassen und irgendwo ein neues Leben zu beginnen. Wo war bedeutungslos. Wichtig war ihr nur, dass sie zu zweit waren.
Und nun? Nun hatte dieses verdammte Schicksal zwei Menschen getrennt, die sich von Herzen gern hatten. Akiko wusste, dass Kuraiko nicht ihre leibliche Mutter war. Aber dennoch waren die zwei….seelenverwandt?! Und das bedeutete Akiko viel mehr als Blutsverwandtschaft. Schmerzhaft erschien vor ihr das Bild ihrer Mutter. Und ihre Augen.
Akiko wurde zu Ryo gerufen, bevor ihre Mutter ihr eine Antwort geben konnte. Aber ihre Augen…hatten Akiko verraten, was Kuraiko sagen wollte. Akiko spürte ihr Herz pulsieren.
Auch wenn ich es nicht wahrhaben will…sie konnte es nicht in Worte fassen. Aber sie wollte mir sagen… „Ich bleibe hier“….ja….das war es. Ihre traurigen Augen, die mir beteuerten, dass sie mich nicht begleiten würde…
Es fühlte sich an als würde in Akiko ein Spiegel zerbrechen, dessen Scherben sich Stück für Stück und immer tiefer in ihr Herz bohrten.
Erschrocken weiteten sich ihre Augen, als Akiko spürte, wie eine Träne über ihre Narbe hinweg entlang der Wange rollte. Und eine zweite folgte sogleich.
Entsetzt wischte sie die Tränen bei Seite. Aber Kuraikos Augen…hatten sich fest in ihrem Kopf verankert. Die junge Frau wollte keine weitere Träne zulassen. Sie war doch stark. Nie hatte sie vor dem Anführer oder den anderen Männern geweint. Denn Tränen zeigten Schwäche! Aber sie war stark! Sehr stark…oder?
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   So Jun 10, 2012 10:14 pm

Kah stoppte ebenfalls um nicht in Akiko hinein zu laufen, als diese so plötzlich inne hielt. Hatte er was falsches gesagt? Fragend sah er sie an, als sie sich zu ihm umdrehte. Die Giftpflanzen...ja über die musste er wohl noch eine Menge lernen. Da war ihm das Mädchen sicher um einiges voraus wenn sie direkt am Waldrand gelebt hatte. Rückwärts weiter gelaufen kam sie kurz darauf ins Stolpern. Noch immer wunderte es ihn das sie so abrupt gestoppt hatte nur um ihm das zu sagen. "Verstehe. Ihr kennt euch da sicher viel besser aus als ich. Aber das werde ich schon noch lernen." Der Jäger war schon immer sehr wissbegierig gewesen. Man lernte nie aus war seine Einstellung.
Das die Habgier viele Menschen befallen hatte, hatten ihnen schon die Händler erzählt. Der Tauschhandel war aus den meisten Gegenden verschwunden. Münzen waren mehr wert als Fleisch oder Holz. Aber für seine Reise war es wirklich einfacher Geld bei sich zu haben, wofür man alles bekam.
Seinen Blick wieder zu Akiko gehoben, die nun wieder nach vorne sah, fragte er sich ob sie auch so viel nachdachte wie er. Sie war so still geworden und auch ihre Schritte hatten sich ein klein wenig verlangsamt. So schloss er schließlich vollends zu ihr auf und lief neben ihr. Von der Seite sah er sie weiterhin an. Überrascht stellte er fest, das sich in ihren so nachdenklich aussehenden Augen Tränen sammelten. Sie selbst schien wohl am meisten davon überrascht zu sein. So schnell wie sie diese weg wischte, war es ihr wohl unangenehm? Khan sah wieder nach vorn. Die Sonne senkte sich immer mehr. Und somit ging auch die Wärme. Für ihn war gerade dies angenehm doch wie war es für Akiko? Einen Moment zögerte er noch, dann sah er wieder zu ihr, nahm seine dicke Felljacke und legte sie ihr wortlos um die Schultern. Ob sie Heimweh hatte? Weil sie ihre Mutter zurück lassen musste? War sie denn nicht aus freien Stücken gegangen? Er wusste so wenig über sie. Doch vermutlich würde sie ihm auch nicht viel mehr sagen als nötig war.

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Mo Jun 11, 2012 6:09 pm

Auf Akiko`s Haut bildete sich eine Gänsehaut. Aber nicht die sinkende Sonne war Grund für
ihr Kältegefühl. Dann fühlte sie plötzlich etwas wohlig weiches auf ihrer Haut. Ein kurzer Blick auf ihre Schulter verriet ihr, dass Kha ihr seine Jacke übergelegt hatte. Sie blieb stehen und schaute ihm fragend in sein Gesicht.
„Ihr könnt wirklich nicht von hier stammen..“, sprach sie leise, als sie die Jacke etwas fester an sich zog. „Danke“, sprach sie noch etwas leiser und begann wieder zu laufen.
Es war ihr ein Rätsel, warum er sich so verhielt. Sie hatte sich nicht über die Kälte beklagt und doch hatte er ihr seine Jacke gegeben. Merkwürdig…sie kannten sich noch nicht einmal einen Tag lang und dennoch verhielt er sich derart…nett.
Eigentlich weckte es Akikos Misstrauen, doch im Moment fühlte sie sich zu schwach um diese negativen Gedanken und Gefühle zuzulassen. So akzeptierte sie einfach das soeben Geschehene ohne nach einem weiteren Warum zu fragen.
„Wir sollten demnächst nach einem Nachtlager Ausschau halten. Es ist nicht klug im Dunkeln durch den Wald zu reisen. Auch essbare Pflanzen und Beeren finden sich im Hellen bedeutend leichter und schneller.“ Ein wenig hungrig war sie schon. Kein Wunder nach der Aufregung der letzten Nacht. Als die Sonne danach den Mond besiegt hatte, war Akikos erste Sorge eventuell noch verfolgt zu werden und versuchte somit schnellstmöglich den Wald hinter sich zu lassen. An etwas zu Essen hatte sie seitdem noch nicht wieder gedacht. Aber ihr Magen sagte ihr, dass es an der Zeit war.
Die langsam untergehende Sonne tauchte den Wald in ein angenehmes, warmes Licht obwohl die Temperatur schon deutlich nachgelassen hatte.
Ob es eine kluge Idee war sich ein Lager mit dem Fremden zu teilen wusste Akiko allerdings noch nicht.
Ich muss vorsichtig bleiben. Er ist immer noch ein Fremder. Man kann ihm nicht trauen. Wenn er heute Nacht schläft… hole ich mir sein Geld und verschwinde…hoffentlich schläft er ein, bevor mich die Müdigkeit zur Ruhe zwingt!
„Ihr könnt einen Platz wählen, wo wir unser Lager aufschlagen. Mir ist es gleich.“
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Mo Jun 11, 2012 11:35 pm

Ihre Äußerung auf seine Geste hin verblüffte ihn etwas. Taten das die Menschen im flachen Land nicht? Gab es Gesten die....unhöflich waren? Hatte er sie damit gekränkt?
Doch sie gab ihm die Jacke nicht zurück und als sie leise 'danke' sagte, schöpfte er etwas Hoffnung doch keinen Fehler gemacht zu haben. Mit noch etwas verwirrtem Blick nickte er schweigend. Zumindest hatte sie seine Tat aus den vermutlich traurigen Gedanken gerissen. Er sah sich wieder um und hielt es ebenfalls für plausibel bald ein Nachtlager auf zu schlagen.
Akiko war ihm sicher eine große Hilfe bei der Suche nach etwas essbarem. Seit nun mehr als 12 Tagen hatte er nichts richtiges mehr gegessen. Viel mehr jedoch quälte ihn der Durst. Fieber und Hitze hatten ihm eine Menge Flüssigkeit entzogen. Doch seine Gebete wurden erhört. Kaum das sie beide stehen blieben, glaubte er etwas zu hören. Er schloss zu Akiko auf, die bereits wieder los gelaufen war und brachte sie mit der erhobenen Hand dazu noch einmal stehen zu bleiben. Um sein Vorhaben zu verdeutlichen legte er den Zeigefinger an seine Lippen und lauschte. Er hatte sich nicht getäuscht, das klang ganz wie ein kleiner Bach! Vom Weg abweichend lief er dem Laut nach und fand den schmalen Quell gut 20 Schritte abseits des Pfades.
Erleichtert ließ er sich auf die Knie herab und schöpfte die Lebensflüssigkeit mit beiden Händen. Er trank aber nur langsam. Mit Durst war es wie mit dem Hunger. Wer lange nichts bekommen hatte und dann zu gierig war, den bestraften üble Magenkrämpfe. Sich das Gesicht nass gemacht, genoss er den kühlenden Luftzug. Noch schnell einen Bocksbeutel gezückt füllte Kha diesen mit dem frischen Wasser auf.

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Di Jun 12, 2012 7:17 pm

Zugegeben, das Gehör des Jägers war wirklich nicht schlecht. Wortlos folgte Akiko ihm durch das Gestrüpp. Auch sie schöpfte das Wasser mit ihren Händen und trank. Es war ein wahrer Genuss. Das Wasser war so klar und so frisch, sodass jeder Tropfen eine kleine Gaumenfreude war.
Einen Vorratsbeutel trug Akiko allerdings nicht bei sich. Ihr Aufbruch war ja auch nicht geplant, sodass sie eigentlich nichts weiter am Leibe trug was ihr auf der Reise hätte hilfreich sein können.
Aber da ließ sich Abhilfe schaffen. Entweder in der Stadt Tinae oder …eben heute Nacht.
„Wollt ihr das Lager hier in der Nähe aufschlagen?“ Akiko strich mit ihren Händen über den Boden und zerkrümmelte die Erde. „Der Boden hier scheint recht fruchtbar. Nahrung zu finden sollte hier kein Problem sein.“, meinte sie etwas monoton und stand auf. Ihr Durst war gestillt. Mit ihrer Hand fuhr sie sich durch ihr leicht zerzaustes Haar und hob den Blick. Konzentriert suchte sie die Baumwipfel ab. Es konnte durchaus seien, dass sich in den Wäldern noch andere Räuberbanden aufhielten. Und sie wollte ungern vom „Jäger zum Gejagten“ werden.
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Do Jun 14, 2012 11:10 pm

Einige Minuten schien er gar nicht auf Akikos Worte zu reagieren. Zu sehr war er damit beschäftigt seine Reserven auf zu füllen, zumal ihm sein Kreislauf nun erneut verdeutlichte das er Krank gewesen war und zum anderen seit langem nichts gegessen hatte. Sich sammelnd saß er am Ufer des Bächleins und schloss die Augen. "Ich denke es wäre ratsam unweit dieses Quells die Nacht zu verbringen." ,sagte er so langsam und schwerfällig, als wäre er in Trance. Er nahm ein paar tiefe Atemzüge und öffnete wieder die Augen. Einen Moment suchte er mit Blicken nach seiner Begleitung und erhob sich dann mit sichtlich Mühe. Mit einem vorsichtigen Schritt auf einen flachen Findling befand sich Kha mitten im schmalen Bach. Einen weiteren Schritt ans andere Ufer gemacht, lief er ein Stück tiefer in das Waldgebiet abseits ihres Pfades. Das unwegsame Gelände lud nicht dazu ein diesen Teil des Waldes aufsuchen zu wollen und genau das war das Ziel das Kha verfolgte. Unzählige Wurzeln und Laubhaufen erschwerten das Gehen, doch dann sah er vor sich eine kleine, rundliche Fläche. Kaum größer als der Grundriss einer einfachen Hütte doch von dicken, alten Bäumen eingerahmt. Einer der Bäume musste vor Jahren von einem Blitz gespaltet worden sein und eine seiner Wurzeln war an die Oberfläche getreten und vollführte nun einen perfekten Bogen. Ideal um sich auf die mit Moos bedeckte Wurzel zu setzen oder sich dagegen zu lehnen. Das dichte Blätterdach des Baumes würde sogar genug Schutz vor Regen bieten. Zufrieden drehte der Jäger um, ging ein paar Schritte zurück und rief nach Akiko. Hier würde sie so schnell niemand finden. Ihm fielen nun auch die Sträucher auf, die sich auf dem Weg zum neu gefundenen Lager befanden. Er hatte sie öfter gesehen und auch hin und wieder an ihnen gehalten und einige der roten Beeren gegessen. Die Ribes Sträucher waren einige der wenigen die sich Kha zutraute zu erkennen. Die hübschen, kleinen, roten Beeren die im Verband zusammen hingen hatten seinen Hunger zwar nicht wirklich stillen können, doch sie verhinderten das er völlig die Kraft verlor. Einige der traubig angeordneten Beerenverbände gepflückt sah er das Mädchen mit den silbernen Haaren. Er wartete bis sie herangekommen war und deutete ins Dickicht. "Ich habe ein passendes Lager gefunden."

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Fr Jun 15, 2012 4:49 pm

Akiko hatte zunächst inne gehalten, als der Jäger mit einer schläfrig, verwirrten Stimme zu ihr sprach. Als er sie dann aber rief, folgte sie ihm. Leichtfüßig sprang sie über den kleinen Bach und passierte die dicht gewachsenen Sträucher bis hin zu dem nächtlichen Lager. Der Platz war gut versteckt.
„Einverstanden. Dann mache ich mich auf die Suche nach etwas Essbarem.“ Sie hielt noch kurz inne und überlegte, ob sie Kha die geliehene Jacke zurück geben sollte oder nicht…aber sie behielt sie an und wandte sich von dem jungen Mann ab. Einige Meter vom Lager entfernt, war es schon versteckt im Dickicht, sodass man keinen Sichtkontakt mehr hatte. Schnell fuhr sie mit ihren Händen in die Außen- und Innentaschen der fülligen Felljacke. Aber ihre Suche blieb vergebens.
„Tz…das wäre auch zu einfach gewesen.“, murmelte sie vor sich hin. Sie fragte sich, ob er überhaupt Wertgegenstände oder Münzgeld bei sich trug oder ob dieses ganze Schauspiel nur Zeitverschwendung war. Sie war nicht gerne in männlicher Gesellschaft. Und auch wenn er vielleicht nicht so manierlos und ungehobelt wie die Räuber waren, so trug bestimmt auch er ein dunkles Geheimnis in sich, denn …für diesen kurzen Moment waren seine Augen so kalt wie Eis gewesen.
Ein wenig vertieft in ihren Gedanken und begleitet vom Frust auf sie selbst und ihre Situation begann sie einige Beeren und Kräuter zu sammeln. Der Wald war reich an Früchten, und schon bald hatte Akiko so viel gesammelt, dass sie meinte es sollte für zwei genügen. Vorsichtig verstaute sie den Proviant. Doch sie kehrte nicht sofort zum Lager zurück. Viel zu sehr genoss sie die Ruhe in diesem Moment. Verträumt lief sie durch den Wald und ließ ihre Hand über die Rinden der Bäume streifen, so als wollte sie hören welche Geschichten sich die Wächter des Waldes erzählten.
Wo würde sie ihr Weg wohl hinführen? Ob sie morgen schon die mysteriöse Stadt Tinae erreichen würde? Und wenn es so sein sollte … was dann? Wohin sollte sie gehen?
Bedrückt lehnte sie sich an einen kräftige Baum und legte ihren Kopf in den Nacken.
Unsicherheit machte sich in ihr breit. Die Angst, vor dem was sie nicht kannte…

Es war fast dunkel geworden, bevor sie sich wieder dem Lager näherte. Lange hatte sie gegrübelt, aber nicht eine einzige Antwort auf ihre Fragen erhalten.
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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Sa Jun 16, 2012 7:16 pm

Kha wollte keine Zeit mit Grübeln verschwenden. Was vergangen war würde nie wieder sein. Sein Blick musste nach vorne gehen. Musste...was für ein hartes Wort. Dennoch nutzte er die Zeit in der Akiko unterwegs war und suchte Feuerholz. Das fiel ihm nicht schwer. Hier gab es Unmengen an Holz. Und es war gut trocken und ließ sich einfach brechen. Einige größere, kurze Holzstämme unten geschichtet, legte er dünne Äste drum herum und entzündete ein Feuer. Um die Feuerstelle schob er trockenes Laub und Moos fort und tränkte den Boden leicht mit Wasser um keinen Brand zu verursachen. Das Laub an den gespaltenen Baumstamm geschoben war es dort am geschütztesten. Die Dunkelheit kroch immer näher und Kha sehnte sich schon nach der kommenden Nacht. Er hoffte endlich Kraft sammeln zu können um am Folgetag wieder auf die Jagt zu gehen. Beeren und Sträucher war sein Magen immer noch nicht gewöhnt. Doch schon das Wasser aus dem Bach schien ihm neue Kraft gegeben zu haben.
Er fand ein schalenförmiges Stück Rinde, in das er Wasser füllte und einige Steine im Feuer erhitze. Diese legte er ins Wasser bis dieses kochte. Im kleinen Beutel an seinem Gürtel hatte er noch die Kräuter die man ihm mitgegeben hatte. Sie zwischen den Münzen hervor geholt, legte er sie ins heiße Wasser und kochte sich so einen Tee. Er solle stärkend sein hatte man ihm gesagt. Und gut für die Gesundheit. Nun das konnte er gebrauchen.
Sich ins trockene Laub gesetzt sah er ins Feuer und wartete bis der Tee soweit abgekühlt war, das er ihn trinken konnte.
Akiko war immer noch nicht zurück....hoffentlich hatte sie sich nicht verlaufen. Der Jäger konnte ja nicht wissen wie gut sie sich im Wald auskannte oder zurecht fand. Er selbst hatte sich immer wieder verlaufen in den kahlen Wäldern des Gebirges. Dabei war es meistens seine eigene Unachtsamkeit gewesen. Jene wollte er ablegen. Übermut, Fröhlichkeit, Unachtsamkeit, vorschnelles Vertrauen, all das schien für ihn nur noch störend zu sein. Gefährdend für ihn und sein Vorhaben.
Etwas vom Tee in der provisorischen Schüssel gelassen lauschte er ob Akiko zurück fand.

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BeitragThema: Re: Trampelpfad Tinae   Mo Jun 18, 2012 1:57 pm

Akiko lief leise durch das Gebüsch und betrat das Lager.
„Hmm. Das duftet vorzüglich!“ Und das meinte sie ernst. Sogleich ließ sie sich neben Kha in dem weichen Laub nieder und sog erneut den intensiven Teegeruch ein.
„Das ist ein herrlicher Geruch! Habt ihr die Kräuter gesammelt? Ich dachte, ihr kennt euch mit den Pflanzen nicht so aus..? Ah ja! Ich war natürlich auch nicht untätig“, sprach sie und griff behutsam in die flauschigen Taschen der Felljacke. Sorgfältig legte sie die Beeren ausgebreitet auf den Boden.
„Ist zwar kein Festmahl, aber für den Anfang wird es reichen. Esst, was ihr möchtet. Nur diese hier…“
Sie zeigte mit ihrem Zeigefinger auf ein kleines Häufchen runder schwarzer Beeren „…solltet ihr nur in Maßen verzehren, nicht in Massen! Sie schmecken vorzüglich, aber sie haben eine recht intensive Wirkung und können bei zu großer Menge Magenbeschwerden hervorrufen.“
Sie grinste, zupfte sich eine dieser schwarzen Beere ab und warf sie vergnügt in ihren Mund. „Aber sie sind viel zu lecker, um sie am Wegesrand stehen zu lassen! Also genießt es!…Die anderen sind unbedenklich. Greift zu.“
Um ihrer Aussage Nachdruck zu verleihen, griff auch sie erneut zu. „Nett, dass ihr euch um das Feuer gekümmert habt“, sprach sie während sie die nächste Beere zu ihrem Mund führte und nach oben blickte. Hin und wieder waren zwischen den Baumkronen kleine Lücken, durch die man hinauf in den Himmel blicken konnten. Die ersten Sterne begannen bereits zu funkeln und zu glänzen.
„Schön…“, murmelte sie.
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Trampelpfad Tinae
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