Amanohara


 
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Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Gasthaus Feentau

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NSC
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BeitragThema: Gasthaus Feentau   Di Feb 07, 2012 1:27 am

In einer Seitengasse zur Hauptstrasse Kirena befindet sich ein kleines, einladendes Gasthaus. Es befindet sich zurzeit im Besitz einer 4-köpfigen Familie: Ein junger, gutaussehender Gastwirt von gut 25 Jahren, eine Frau mit langem, braunen Haar und verzauberndem Lächeln, sowie zwei Söhne mit allerlei Flausen im Kopf.

Das Gasthaus besass nur wenige Zimmer, die waren meist jedoch belegt. Das gute Essen und die Freundlichkeit der Besitzter haben sich herum gesprochen, sowie auch der Preis, der mehr als nur stimmte. Das Haus hat seinen eigenen Charme. Da man sich erzählte, dass vor gut 200 Jahren Feen im Yosei-Wald gelebt hatten, ist das Haus ganz diesem Mythos verschrieben worden. Nicht nur der Name erinnert an das magische Volk, sondern auch die Decke ist mit Bildern von tanzenden, beflügelten Wesen bedeckt. Da jedoch niemand mehr weiss, wie sie wirklich aussahen, hatte der Künstler die Feen ohne Gesichter gezeichnet. Man erzählt sich, dass niemand es schaffen würde, das Lächeln einer Fee auf Papier festzuhalten, weshalb der Künstler sie einfach leer lies. In der Dunkelheit konnte das Betrachten der Bilder durchaus ein ungutes Gefühl erwecken, weshalb der Raum meist auch nachts noch beleuchtet war. Schliesslich wollen die Wirte nicht, dass sich ihre Gäste in ihrem Haus unwohl fühlten...
Zum Gasthaus gehörte auch eine Art Hinterhof, in dem man sich ein wenig entspannen konnte. Hier pflanzten die Wirte unter anderem Gemüse an.


Kaum traten sie ein, kam auch schon der Gastwirt auf sie zugewuselt. Er war noch relativ jung, gut 25 Jahre und hatte die Wirtschaft von seinem Vater geerbt, der bei einem Reitunfall ums Leben kam. Zusammen mit seiner Frau und den zwei Söhnen betrieb er nun das Gasthaus. Besorgt blickte er die beiden Mädchen an. "Aniki, was ist los?" fragte er, als er bemerkte, dass die wie gewohnt fröhliche Begrüssung der beiden ausfiel. "Ich hab mir wahrscheinlich den Knöchel verstaucht." antwortete diese. Esmeralda liess Aniki von ihrem Rücken auf einen Stuhl plumsen.
"Leda hat uns geholfen."
sagte Esmeralda und blickte Leda dankbar an. Der Wirt lächelte Leda zu. "Ich hol meine Frau, die kennt sich mit Verletzungen besser aus." und schon war der Wirt in die Küche verschwunden.

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Leda
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BeitragThema: Re: Gasthaus Feentau   Fr Feb 10, 2012 10:56 am

pp Hauptstraße Kirena

Es hatte nicht lange gedauert bis Leda sich schließlich in einem kleinen gemütlichen Gasthaus wiederfand. Die farbenfroh bemalte Decke zog ihren Blick selbstverständlich als erstes an und nach kurzer Betrachtung kam sie zu dem Schluss das der Künstler zwar sehr fürsorglich gezeichnet hatte, allerdings ein klein wenig zu kitschig. Zu dem hinterließ das Fehlen der Gesichter einen unwirklichen Eindruck. Alles in allem aber, fühlte sich Leda in dem Gasthaus auf Anhieb wohl. Sie hatte gerade ihre Hand zum Gruß an ihre Mütze gehoben kam aber nicht dazu den Wirt etwas zu erwidern, da dieser bereits aus dem Raum stürmte. „Bezaubernd.“ meinte Leda mit einem kurzen Kopfnicken zur Decke hin und war so frei sich einfach einen Stuhl zu suchen, anstatt im Weg herumzustehen. Während sie darauf wartete, das Aniki versorgt wurde lies sich die Künstlerin noch einmal die Fakten über den Möglichen Auftritt durch den Kopf gehen. Eine Mittelgroße Gruppe von Leuten Bürgerlichen Standes, Fünf Auftritte … vielleicht würde sie was auch immer Esmeralda und Aniki geplant hatten in eine kleine Geschichte einbinden, oder die einzelnen Kunststücke mit Motiven versehen, das kam normalerweise immer gut an, wenn das Publikum denn intelligent genug war um sie zu verstehen.
Leda sah auf als der Wirt zusammen mit seiner Frau wieder hereinkam. „Leda Blake, zu Diensten.“ stellte sie sich freundlich vor und hob kurz ihre Mütze zum Gruß an. Sie hatte momentan nicht sonderlich viel Beizutragen sondern bemühte sich lediglich nicht im Weg zu sein. „Ist doch keine Sache. Man hat es als Künstler schließlich schon schwer genug, da sollten wir wenigstens untereinander zusammenhalten.“ meinte sie zu Esmeralda und erwiderte das Lächeln.
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BeitragThema: Re: Gasthaus Feentau   Mo Feb 13, 2012 1:32 pm

Als das Wirtspaar zurück in den Gastraum kam und Leda sich noch vorstellte, nickten die beiden ihr freundlich zu. "Mein Name ist Worrod und dies ist mein Frau Mywa." Diese lächelte Leda liebevoll an. "Es freut mich zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die anderen helfen und nicht nur zusehen, wenn sie verletzt am Boden liegen. Solche Menschen werden leider immer seltener." sagte sie. "Aber darüber können wir ein ander Mal sprechen, Jetzt ist was anderes wichtiger." Sie kniete sich vor Aniki auf den Boden und nahm sogleich das nasse Tuch, das Leda den beiden gebracht hatte, vom Knöchel. Dieser war schon ein wenig geschwollen, doch die Kälte hatte die Schwellung ein wenig verlangsamt. Rot war er jedoch trotzdem. Vorsichtig tastete sie den Fuss ab und achtete genau auf Anikis Bewegungen. Manchmal zuckte diese vor Schmerz und zog zischend die Luft ein, als sie an einer Stelle drückte.

Während Mywa den Knöchel inspizierte, war Esmeralda verstummt und hatte nur Augen für ihre Schwester. Sobald diese zusammenzuckte, zuckte auch Esmeralda zusammen.
Worrod hatte sich inzwischen neben Leda auf einen weiteren Stuhl gesetzt. Auf seinem Gesicht zeichnete sich ein leichtes, besorgtes Lächeln ab. "Die beiden sind wie ein Herz und eine Seele. Zwillinge musst du wissen. Sie können sich gegenseitig jeden Wunsch aus den Augen lesen oder die Sätze der anderen beenden. Manchmal ist das ganz schön verwirrend." Er machte eine kurze Pause und blickte dann zu Leda. "So jung und schon allein..." Dabei bezog er sich zwar auf die beiden Mädchen, aber irgendwie schien es auch auf Leda zu passen. "Wir versuchen, auf sie aufzupassen, doch mit unseren beiden Söhnen haben wir meist schon genug zu tun. Vielen Dank, dass du die beiden heil hierhergebracht hast. Hast du Hunger oder möchtest du etwas trinken? Geht aufs Haus." Mywa war gerade aufgestanden und in einem Nebenzimmer verschwunden. Esmeralda war näher zu Aniki gerutscht und die beiden starrten auf den Fuss. Keine Minute war vergangen, als Mywa mit einer Dose und demselben, aber mit frischem Wasser getauchten Tuch in der Hand zurückkehrte und sich wieder hinkniete. Die Salbe hilfe bei Schwellungen, sagte sie. Während sie die Salbe vorsichtig einstrich und die beiden Schwestern zuckten, erklärte sie Aniki und auch an die anderen Anwesenden im Raum, dass nichts gebrochen sei, sondern dass es sich um eine simple Verstauchung handle. Aniki dürfe vorübergehend nicht mehr laufen und solle von nun an ruhig sizten. Schon beim Gedanken daran, ruhig zu sitzen, wurde Aniki zappelig und so sah Mywa das Mädchen tadelnd an. "Das halt ich doch nie durch! Und was ist mit heute Abend? Leda hat gesagt, dass sie uns beim Auftritt hilft, aber ich kann doch nicht einfach hier bleiben und nichts tun! Ich will auch dort hin!" Dass sie noch nie ohne ihre Schwester an einem Ort gewesen war, erwähnte sie gar nicht. Schon alleine die Vorstellung grauste ihr.

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BeitragThema: Re: Gasthaus Feentau   Fr Feb 17, 2012 6:09 am

Leda erwiderte das Lächeln der Wirtin ein wenig zögerlicher als zu erwarten wäre. Sie hielt es für besser nicht hinzuzufügen, das es ihr bei einem Händler, Bettler, Bürger oder Wirt relativ egal Gewesen wäre ob er sich den Fuß gebrochen hätte oder nicht, aber glücklicherweise wurde das Thema für unwichtig befunden und die Behandlung von Aniki hatte Geschwätz gegenüber erst mal vor rang. Es war fast schon amüsant mitanzusehen wie die beiden Schwestern die Bewegungen der anderen mitmachten, zusammenzuckten oder Aufatmeten, allerdings besaß Leda genug Selbstbeherrschung um sich das nicht anmerken zu lassen.
„Ein Glas Wasser wäre nett, danke.“ meinte sie als sich der Wirt neben ihr niederließ. „Und ja es ist kaum zu übersehen das die beiden sich Nahestehen. Solange sie zusammen sind bezweifle ich das sie mit etwas nicht klarkommen.“ erwiderte sie, wobei Leda an den Auftritt der Zwillinge auf der Hauptstraße zurückdachte. Sie setzte ein freundliches Gesicht auf und musterte erneut mit vorgetäuschten Interesse die Zeichnungen an der Decke, den Leda fühlte sich irgendwie unwohl dabei die Zwillinge anzustarren. Nach einer Weile war Anikis Knöchel endlich mit Salbe und Tüchern versorgt, und diese äußerte sich sofort lautstark was sie davon hielt still herum zu sitzen während ihre Schwester einen Auftritt haben würde. Dieses Mal konnte sich Leda ein kleines Lächeln nicht verkneifen, sie kannte dieses Gefühl der Frustration nur zu gut, wenn man bei einer Vorstellung nicht mitmachen konnte oder was in ihrem Fall häufiger vorgekommen war durfte. „Ganz ruhig, es hat auch niemand behauptet das wir dich hierlassen oder?“ fragte Leda und zog eine Augenbraue hoch, während sie in ihrem Kopf die Rollen durchging die Aniki trotz ihrer Unbeweglichkeit übernehmen könnte. Es stand für sie außer Frage die beiden zu trennen, da es zum einem Esmeralda unglaublich nervös machen würde und ihr Fehler viel wahrscheinlicher unterlaufen würden zum anderen würden sie Aniki wohl festbinden müssen um sie überhaupt fernhalten zu können. „Wie wäre es denn wenn wir uns alle erstmal beruhigen und dann Durchsprechen was eigentlich geplant war? Ich bin sicher wir können eine Lösung finden Aniki.“ verkündete Leda die sich demonstrativ aufsetzte und etwas näher an einen der Tische rückte.
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BeitragThema: Re: Gasthaus Feentau   So Feb 19, 2012 2:16 am

Der Wirt nahm Ledas Antwort mit einem Lächeln entgegnen. "Ja, die zwei scheinen zusammen sogar dazu fähig zu sein, mit ihrem sturem Kopf durch eine Wand zu rennen." Er lachte herzhaft, stand auf und begab sich in die Küche, um ihre eigene Kreation anzurichten. Leda bestand zwar nur auf Wasser, aber das nahm der Wirt nicht an. Es dauerte nicht lange, da kam er mit drei Gläsern in den Händen zurück. Zwei davon reichte er den beiden Mädchen und eines Leda. Die beiden schlürften schon begeistert an der seltsamen, durchsichigen Flüssigkeit, die einen leicht rosa Schimmer hatte. "Dies ist ein Rezept meines Vaters, er nannte es Feentau, was bei unserem Namen nicht sehr verwunderlich ist. Es ist frisch und belebt den Geist. Manchen ist es ein wenig zu süss, aber das ist dann wohl Geschmackssache. Falls es dir nicht schmeckt, bringe ich dir gern dein Glas Wasser." Er setzte sich nun neben seine Frau, die sich auf einer Bank niedergelassen hatte. Esmeralda hielt im trinken inne und sah nun zu Leda rüber.
"Ich würde vorschlagen, wir gehen nach draussen in den Hinterhof, dort haben wir genügend Platz. Kannst du bitte die Tasche wieder mitnehmen, Leda? Ich helfe Aniki nach draussen."
Als Esmeralda aufstand, erhob sich auch Mywa und nahm den beiden Mädchen die Gläser aus der Hand, um sie nach draussen zu bringen. Nachdem Aniki ihren Arm um Esmeraldas Schulter gelegt hatte, ging der etwas beschwerliche Weg nach draussen los. Draussen angekommen suchten sie sich erst ein mal eine der beiden Bänke die herumstanden und Aniki setzte sich hin. Mywa hatte währenddessen einen kleinen Tisch neben an aufgestellt und die Gläser darauf platziert. "Ruft mich, wenn ihr etwas braucht." sagte Mywa und liess die drei alleine.

"Also, du möchtest ja wissen, was wir geplant haben, oder?" fragte Aniki und blickte dabei Leda an. "Am besten erklärt Esmeralda dir unsere Nummern, sie hat den Ablauf immer besser im Kopf als ich." Esmeralda nickte und schoss gleich drauf los. "Also, wir dachten daran, bei jeder Pause mit etwas anderem zu jonglieren. Wir beginnen mit etwas einfacherem und zum Schluss wollten wir die Messer einsetzen. Dabei planten wir, auch mal auf die Tische zu springen, das Publikum einzubinden in dem mal jemand zwischen uns steht. auch wollten wir kleine Sketche oder Akrobatische Kunststücke einbauen. Vor allem bei der längeren Vorstellung kommen diese zum Zug, auch wenn sie nicht gerade unsere Stärken sind. Aber wir können ja nicht nur einen ganzen Abend lang jonglieren, das würde mit der Zeit langweilig werden." Sie öffnete die Tasche und holte einen handballgrossen Ball heraus. "Wir jonglieren nicht nur mit kleinen Bällen, Keulen oder Tellern und so weiter, wir jonglieren manchmal auch nur mit einem Ball, dann aber mit allen Körperteilen. Aniki ist besonders gut darin, den Ball mit dem Kopf in der Luft zu behalten und gleichzeitig mit anderen Bällen in den Händen zu jonglieren. Ich bin nicht so gut darin, doch ohne nebenbei noch zu jonglieren geht es ganz gut." Sie warf den Ball in die Höhe und begann damit, den Ball in der Luft zu halten in dem sie ihn mit der Stirn, mit den Schultern, Armen, Knien oder Füssen in der Luft hielt. Erst spielte sie ihn vor oder über sich herum, doch irgendwann begann sie damit, den Ball auch in ihren Rücken zu werfen und diesen wieder nach vorne zu holen oder sich zwischendurch zu drehen, ohne dass er runter fiel. Sie beendete die kleine Vorstellung mit einem hohen Schuss, einer doppelten Drehung und einem Spagat, als sie ihn fing. Aniki klatschte Beifall. "Du wirst immer Besser, dieses Mal ist er kein einziges Mal heruntergefallen!" kommentierte sie begeistert. Esmeralda grinste Aniki dankend an. "Ich könnte dir auch genau sagen, was wir wann geplant haben, aber ich denke nicht, dass wir unser Programm, so wie wir es geplant haben, belassen können. Jetzt sind wir zu dritt und das ist etwas vollkommen anderes, vor allem, weil wir nicht wissen, was du noch alles kannst." sagte sie zu Leda, was gleichzeitig eine unausgesprochene Bitte dafür war, doch mal ei wenig vorzuzeigen, was sie konnte.

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BeitragThema: Re: Gasthaus Feentau   Sa Feb 25, 2012 11:57 am

Dankend nahm Leda das Glas entgegen, beäugte es für einen Augenblick und nippte probeweise daran. Das Getränk war zu süß für ihren Geschmack, aber der Höflichkeit wegen trank sie das Glas trotzdem aus. Sie nickte dem Wirt und seiner Frau noch einmal dankend zu, stellte ihr Glas auf dem Tisch ab und warf sich die Tasche über die Schulter, ehe sie ohne ein weiteres Wort den Zwillingen nach draußen folgte.
Dort lies sich Leda mit verschränkten Beinen neben Aniki nieder und lies sich die Planung der Zwillinge erst einmal durch den Kopf gehen, ihre Vorschläge würde sie später noch einbringen können. „Ich fürchte ihr habt ein oder zwei Dinge übersehen.“ meinte Leda nur, unterbrach Esmeralda in ihrem kurzen Vortrag allerdings nicht weiter. Sie musste dem Mädchen ein Gewisses Geschick eingestehen, denn die Nummer die sie mit einem Einzelnen Ball vorführte gehörte nicht in ihr eigenes Repertoire. Es war recht amüsant mitanzusehen wie sie den Ball ohne Hände in der Luft hielt und klatschte am Ende, wenn auch nicht ganz so begeistert wie Aniki. Leda selbst blieb einige Momente still sitzen, während die beiden Mädchen sie erwartungsvoll anstarrten. „Es gibt ein zwei Dinge die ihr an eurem Plan bedenken müsst. Wenn wir zwischen den Gängen auftreten dann ist es wahrscheinlich das die Tische während unserer Auftritte gedeckt werden – das heißt es wäre alles andere als praktisch sie als Aufführungsfläche in Betracht zu ziehen, wenn nicht so gar unerwünscht.“ erklärte sie den beiden Mädchen in ruhiger Stimme, während sie sich von ihrem Platz erhob, spielerisch die Fingerknöchel knacken lies und den Ball selbst zur Hand nahm. „Was meine Eigenen Tricks angeht nun ….“ Leda brach ab und schenkte den Zwillingen ein Lächeln, ehe sie sich einen kurzen Moment Zeit nahm und deren Tasche nach zwei weiteren Bällen, sowie einiger anderen Utensilien durchsuchte und diese irgendwo in den Falten ihres Kostüms verschwinden lies. „Jonglieren kann ich zwar nur mit den Händen.“ erklärte sie, wobei sie kurz die klassische Variante mit drei Bällen vorführte. „Dafür bin ich ein klein bisschen Beweglicher.“ bei diesen Worten schleuderte Leda die drei Bälle hoch in die Luft, nahm mit einem Bein Schwung und sprang in einen kurzen Handstand, gefolgt von einem Überschlag, ehe sie wieder rechtzeitig auf beiden Füßen landete um sich die Mütze vom Kopf zu ziehen und die Drei Bälle damit aufzufangen. Mit einem Grinsen im Gesicht setzte sich Leda diese auch wieder auf den Kopf, nur um sie sich erneut abzuziehen und den beiden Mädchen zu präsentieren – die Bälle darin waren verschwunden. „Dazu kommen die ein oder anderen Taschenspielertricks.“ Mit einer schnellen Handbewegung hatte Leda eine Kette bestehend aus bunten Tüchern aus ihrer Tasche gezogen und lies sie kurz von ihren Zuschauern betrachten ehe sie sie zusammenknüllte, dabei theatralisch ein paar unsinnige Worte murmelte und als sie die Tücher wieder auseinanderzog hatten sie plötzlich ihre Farben verändert. Erneut knüllte sie sie zusammen und beim zweiten auseinanderziehen hielt Leda nur noch einen dünnen Faden zwischen den Händen gespannt. Sie ließ diesen Ebenfalls wieder in ihren Taschen verschwinden und zog im Gegenzug einen Ball und eines der Messer heraus. Ohne große Worte warf sie den Ball in die Luft und einen Augenblick später das Messer hinterher. Leda lies ihre ach so typische Verbeugung folgen, wobei sie einen Arm ausstreckte und ohne hinzusehen den Ball samt darin steckendem Messer wieder auffing. „Keine Angst, ich ersetze den natürlich.“ meinte sie mit einem Grinsen zu den beiden Mädchen und setzte sich wieder.
Leda brauchte einen Moment um sich zu sammeln und durchzuatmen ehe sie wieder zur Planung zurückkehrte. „Meine Idee für die Vorstellung wäre folgende – wir bauen die Auftritte in eine kleine Geschichte, ähnlich einem Theaterstück ein. Aniki könnte als Erzählerin auftreten, dabei würde ihr Knöchel sie ja nicht stören während Esmeralda und ich die Kunststücke aufführen.“ erklärte Leda den beiden und wartete auf deren Antwort.
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BeitragThema: Re: Gasthaus Feentau   So März 04, 2012 5:43 am

Die beiden staunten nicht schlecht, als Leda ihre Kunststücke vorzeigte. Gebannt blickten sie den Bällen oder der turnenden Leda hinterher, die Bälle verschwinden und Dinge erscheinen liess. Dabei ruinierte sie einen Ball, aber das war den Mädchen relativ egal. Es war einfach nur faszinierend gewesen! Der Applaus nach der letzten Bewegung liess nicht auf sich warten, und nachdem sie ihre Bewunderung ausgesprochen hatten, ging es erst mal wieder ums Geschäft. "Stimmt, über das Decken haben wir uns keine Gedanken gemacht. Nun ja, wir dachten, dass das wohl nach den Auftritten passiert, damit sie sich auf uns konzentrieren... Wir haben keine wirklichen Erfahrungen mit Banketten, weshalb wir dies annahmen. Danke für den Hinweis." sagte Aniki ien einem Anflug aus Ernsthaftigkeit.
"Eine Geschichte mit Aniki als Erzählerin wäre eine sehr gute Idee, schon weil sie ein genug grosses Mundwerk dafür besitzt." die beiden kicherten, ehe sie fortfuhren. "Schwebt dir schon eine Idee vor? Eine tragische oder eine Heldengeschichte, eine herzerwärmende Geschichte mit Happy End oder aber eine von Streit und Hass? Oder alles zusammen?" Esmeralda dachte nach. "Wie wärs mit nem Zaubermeister und einem Lehrling?" schlug Aniki vor. "Ne, die Story des tolpatschigen Lehrlings wird schon zu viel ausgenutzt, das wär langweilig."

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