Amanohara


 
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Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Der südliche Kraterrand

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Vayshan
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   So März 18, 2012 12:18 am

Vayshan erstarrte, als wie aus dem Nichts eine tiefe Stimme aus dem Nebel zu ihnen sprach. Instinktiv wandte er den Kopf zu dem Schatten hinter dem Nebel und ging sprungbereit ein wenig in die Knie. Doch offensichtlich ging von dem Schatten keine direkte Gefahr aus. Stattdessen sprach er sie an, seine Worte jedoch schienen Vayshan nicht mehr als sinnloses Gebrabbel zu sein... Trotzdem lauschte er sehr aufmerksam und probierte dabei den gereizten Safnir zu ignorieren, der ob des herablassenden Tonfalls ihres unbekannten Gegenübers immer wütender wurde. Als die Stimme ihren Monolog beendete und sich der Schatten mit einem irren Lachen wieder in den Nebel zurückzog, entlud Safnir seinen Zorn wie erwartet mit einem ohrenbetäubenden Brüllen in den Nebel.

Vayshan jedoch dachte über das nach, was sie gerade erlebt hatten: Nach der Größe des Schattens und der Tiefe der Stimme konnte es sich eigentlich nur um einen anderen Drachen gehandelt haben, jedoch weitaus älter als er oder Safnir. Seine Stimme hatte etwas Böses an sich gehabt. Wer auch immer der Drache gewesen sein mochte, er konnte keinesfalls gute Absichten haben!
Doch was hatte es mit den Steinen auf sich, von denen er gesprochen hatte? Handelte es sich dabei um irgendwelche Artefakte, die man benötigte um sich gefahrlos durch den Nebel zu bewegen? Und von was für einer Erweckung hatte er geredet? Meinte er etwa das Herz, von dem die spitzohrige Zweibeinerin gesprochen hatte?

Fragen über Fragen türmten sich in Vayshans Kopf, als Safnir in die Stille hinein plötzlich den Kopf wandte und von Sant'hara wütend eine Erklärung forderte, welche sie, zumindest teilweise auch gab. Aufmerksam lauschte Vayshan ihren Worten und ein wenig Unruhe breitete sich in ihm aus: Nichtmal sie, die doch so ziemlich alles zu wissen schien, hatte eine Ahnung was es mit dem Schattena auf sich gehabt haben könnte!
Nachdem sie geendet hatte wandte er sich an Safnir. "Safnir, könnte es sich dabei vielleicht um einen deiner Verwandten gehandelt haben? Du hast mir doch erzählt, dass schon viele von deiner Sippe losgezogen und nicht zurückgekehrt sind..."
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Mo März 19, 2012 10:46 am

„Einen Preis? Dieses irre Wesen kann sich glücklich schätzen, wenn ich es bei der nächsten Begegnung nicht sofort in Asche und Staub verwandle“, knurrte Safnir und warf einen grimmigen Blick in den Abgrund.
Dann wandte er sich wieder der Elfe zu, die noch ziemlich schwach aussah. Jedenfalls sass sie auf allen Vieren auf dem Boden und ihre Haut war merklich heller als vorher. Was das wohl bedeutete? Hatte sie etwa kalt? Das war jedenfalls die einzige Möglichkeit, wie sich seine eigenen Schuppen verfärbten. Auch machte sie keine Anstalten, den weissen singenden Kasten wieder aufzuheben.
Der kleine Wichtigtuer trat ebenfalls näher und musste auch noch seine Frage nach den „Relikten“ oder „Steinen“ stellen. Hoffentlich begannen sie jetzt nicht schon wieder zu diskutierten! Auch wenn er sich fragte, was am Reden so interessant sein konnte, war es ihre Lieblingsbeschäftigung.
Safnir trat einen halben Schritt zurück, wobei er Acht gab, nicht auf den singenden Kasten zu treten - irgendwie machte der nicht den Eindruck, als ob er Safnirs Gewicht gewachsen wäre – und bereitete sich auf eine mittellange Diskussion vor. Dass es keine lange wurde, dafür würde er schon sorgen.
Es überraschte ihn dann doch etwas, als Vayshan als erstes das Wort an ihn richtete. Eigentlich hatte er erwartet, dass sich sein Vetter sogleich auf die Zweibeiner stürzte und sie mit Fragen bewerfen würde. Schliesslich kannte er Safnirs Abneigung gegenüber jeglichem Geplänkel.
„Das, ein Feuerkrieger? Bei dem Verhalten?“, entgegnete Safnir entrüstet. „Niemals!“
Er dachte kurz nach und fügte dann in ruhigerem Tonfall erklärend hinzu: „Selbst wenn jemand von ihnen so weit entfernt unserer Heimat und durch so viele Kältezeiten hindurch überlebt hätte, selbst wenn sie es bis zum Krater schafften und irgendwie diesen Nebel überwanden, selbst wenn der Nebel irgendwie ihren Geist verwirrt hat …“ Safnir hielt kurz inne und schnaubte dann verächtlich. „Es ist undenkbar. Feuerdrachen haben einen starken Geist, wir sind nur allfällig gegenüber Kälte. Die uns verlassen haben waren nicht anders.“ Safnir hielt erneut kurz inne und kramte nach der Erinnerung an den Abflug von Talin aus den schwarzen Höhlen, der letzte der ausziehenden Drachen. Doch das Geschehen war zu lange her und die Erinnerung verschwommen. Aber was sollte es, wahrscheinlich hatten die ausgezogenen Feuerdrachen gar nicht so lange überlebt. Besser, er machte sich nicht zu viele Gedanken über deren Schicksal, ansonsten würde er schon wieder dieses eigenartige drückende Gefühl verspüren. Safnir schob die Erinnerung zur Seite und wandte sich wieder Vayshan zu.
„Ausserdem trage ich das Feuerdiadem“, erklärte er stolz und berührte mit der Zunge das goldene Gebilde mit dem blutroten Stein auf seiner Stirn. „Es weist mich als Mitglied der Feuerdrachendynastie aus und zeigt, dass ich im Auftrag der beiden Räte unterwegs bin. Jeder Feuerkrieger würde das erkennen und mir gebührend gegenübertreten.“
Er liess sein Blick kurz auf dem Abgrund und dem Nebel verweilen, bevor er ihn zu Silberhaar hinunter schwenkte. Sie bekam langsam wieder etwas Farbe auf ihre schuppenlose Hau, aber sah immer noch nicht wirklich handlungsfähig aus. Der kleine andere Zweibeiner sah zwar besser aus, aber Safnir traute ihm nicht wirklich etwas zu. Bis jetzt zumindest hatte er rein gar nichts getan, ausser reden – und Beleidigungen ausspucken. Besser er und Vayshan kümmerten sich um die Angelegenheit, dann würde sie wenigstens richtig erledigt.
„Und wo befinden sich nun diese Relikte? Dann könnten wir Drachen losfliegen und uns schnell die Dinger besorgen“, schlug er vor und schüttelte seine Flügel aus.
„Wer auch immer dieses Wesen ist, wir müssen es aufhalten, bevor es mit dem „Herz“, sollte es wirklich so mächtig sein, in seinem Wahnsinn etwas Irres anstellt. Der bringt die Welt glatt ein zweites Mal um.“
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Mi März 28, 2012 4:43 am

Die Reaktionen auf den Schatten waren durchaus verschieden. Santhara brach halbwegs zusammen, Safnir sprach seine Wut aus, aber Vayshan und Jeremy schienen noch zu klaren Gedanken fähig zu sein. Wie dem auch sei, der Fremdling hatte eine neue Disskussion angefacht.

Santhara blickte zu Jeremy. "Wisst ihr, was er mit den Relikten und Steinen gemeint hat?" fragte dieser, doch Santhara wusste erst keine Antwort. Erst, als sie an das Herz dachte, erhielt sie eine Idee, was der Schatten gemenit hatte. Hatten die Götter ihr nicht eine skizzenhafte Darstellung des Herzens gezeigt, damit sie es erkennen konnte, falls sie es fand? Aber wenn dieses dunkle Wesen das Herz gefunden hatte, und davon ging sie bereits aus, warum hatte es denn nicht funktioniert?
Sie schlug sich gegen die Stirn, als die Erkenntnis kam. "Aber natürlich! Es hat nicht funktioniert, weil es nicht mehr ganz ist! Mit den Relikten und Steinen musste er Bestandteile des Herzens gemeint haben, denn es besteht aus verschiedenen Teilen!" Jetzt, da sie endlich verstand, was der Schatten gemeint hatte, stellte sich nur noch die Frage, warum das Herz nicht mehr ganz war und vor allem, wo sich diese Bestandteile befinden.
Die Begeisterung verflog so schnell, wie sie gekommen war und Santhara versank wieder in ihren Gedanken. Die Unterhaltung zwischen Safnir und Vayshan bekam sie gar nicht mit. Erst, als Safnir das Herz wieder erwähnte, wurde sie hellhörig.

Sie blickte die drei vor sich an. Wenn diese Drei die Relikte in den Händen und die Gelegenheit, in den Krater zu gehen, hätten, was würden sie dann mit dem Herz anstellen? Der Aussage von Safnir wollte er nicht, dass amanohra erneut ein schreckliches Schicksal erleiden würde, aber konnte schon die Gefühle eines solch hitzigen Drachens vorhersagen?
"Der Aufenhaltsort der Relikte ist mir leider nicht bekannt. Bisher war mir gar nicht klar, dass das Herz nicht mehr ganz ist." Selbst die Götter hatten nichts dergleichen ihr gegenüber erwähnt. Hatten sie dies wirklich nicht gewusst? "Es muss zu einem Zeitpunkt zersprungen sein, als die Götter sich auf etwas anderes konzentrierten... Vielleicht damals, als sie die Magie verbannten und Kyuden vom Himmel stürzte... Sie könnten folglich im ganzen Land verteilt sein!" stellte sie erschrocken fest. "Aber vielleicht gibt es einen Weg, um herauszufinden, wo sie sind..." Sie dachte daran, was ihr mit ihrer Magie alles möglich war. Bisher hatte sie ihr nur die Richtung zum Krater gewiesen, aber könnte diese Kraft auch der Wegweiser zu den Relikten sein? Das Problem war jedoch, dass sie momentan viel zu schwach war, um solch einen Zauber wiederholen zu können.

"Im Moment bin ich zu schwach aufgrund des Kampfes gegen den Nebel, aber sobald ich mich erholt habe, werde ich versuchen, eines der Relikte aufzuspüren. Ich weiss zwar nicht, ob es klappen wird, aber ich hoffe es sehr. Bis ich mich erholt habe, sitze ich wohl hier fest. Wenn ihr selbst suchen wollt, so könnt ihr sogleich losziehen oder darauf warten, dass ich meine Kräfte wieder einsetzten kann..." Sie zog die Harfe wieder zu sich und befestigte an ihren festen Platz an ihrer Hüfte. Sie sass noch immer auf dem Boden und hatte sich nun gegen einen grossen Felsen gelehnt.

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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Fr März 30, 2012 1:29 pm

Vayshan musste innerlich den Kopf über Safnir schütteln. Sein Selbstbewusstsein und sein Mut waren durchaus bewundernswert; ein derartiges Maß an Selbstüberschätzung war jedoch einfach dumm... Welcher Zauber diesem Nebel auch immer anhaften mochte, er war mächtig und böse! Und Vayshan war überzeugt, dass weder er noch Safnir, noch sonst jemand von der Wirkung verschont bleiben würde. Ohne irgendwelche Schutzmaßnahmen durften sie den Nebel auf keinen Fall betreten.
Vayshan hörte der Elfe - Er hatte beschlossen es nun einfach bei dieser Bezeichnung zu belassen - aufmerksam zu.
Die Einzelteile des Herzens sammeln. Wenn wir wenigstens wüssten, wieviele Splitter es sind... dachte er und schlug mit seiner rechten Pfote frustriert auf einen kleinen Felsen. Es gab ein kurzes Kreischen, als die Klauen über den Stein schabten, dann barst der Stein und die Splitter stoben auseinander.
"Ich denke es würde wenig Sinn machen, die Suche ohne dich zu beginnen, vollkommen egal, wie lange du brauchst um dich zu erholen... Ich habe keine Ahnung, wo wir diese Relikte finden könnten und du bist wohl die einzige, die etwas über sie weiß und sie zudem noch finden kann!" erwiderte er nach kurzem Überlegen und blickte auf die Elfe, die noch immer sehr blass war und erschöpft wirkte. "Um die Stimme aus dem Nebel kümmern wir uns, sobald wir die Relikte haben. Ich stimme Safnir zu, dass wir ihr das Herz auf keinen Fall überlassen sollten, aber wenn ich es richtig verstanden habe, kann er damit im Moment ohnehin nichts anfangen - Dazu bräuchte vermutlich auch er die restlichen Bestandteile des Herzens." fügte er hinzu.

Vayshan blickte zum Himmel. Die Sonne stand im Zenit und die Stärke der Winde in größeren Höhen würde bald zunehmen. Für einen schnellen Flug wären das hervorragende Voraussetzungen.
Er konnte Safnir's Eifer nachvollziehen... Auch er wollte endlich aufbrechen!


Zuletzt von Vayshan am Mi Apr 04, 2012 10:17 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Sa März 31, 2012 7:35 am

Safnir zuckte zusammen und ruckte seinen Kopf herum, als Vayshan mit seinen Krallen heftig auf einen Stein einschlug und ihn zerbröckelte. Wachsam kauerte sich Safnir etwas hin und sicherte die Umgebung, konnte jedoch nichts erkennen. Was war los? Dann warf er einen Blick auf den Himmelsdrachen, … und sein Maul öffnete sich zu einem lauten, kurzen Drachenlachen. „Sieh an, sieh an“, gluckste er. „Da fliesst ja doch etwas Feuer durch deine Adern, föðursystur.“ Das Temperament machte ihm den Himmelsdrachen gleich noch etwas sympathischer.
Trotzdem erstickte er die sich abzeichnende Diskussion bereits im Kern, denn langsam aber sicher waren sie für seinen Geschmack zu lange untätig am Boden herumgestanden. Und das, wo sie doch noch so viel zu tun hatten!
Also schaltete er sich in die Unterhaltung ein, wobei seine Worte an alle – ausser vielleich den überheblichen Zweibeiner – gerichtet waren: „Bevor ihr hier weiterdiskutiert, möchte ich etwas klar gestellt haben: Dieses „Herz“ ist in der Lage, das Lebensfeuer wieder zu entzünden, richtig? Es ist jedoch bei dem grossen Schlamassel vor knapp zwei Gestirnswechseln zerbrochen und wir müssen nun die Stücke – die Ihr Relikte nennt – finden und wieder zusammensetzen.“ Er blickte kurz die Elfe an, dann Vayshan und liess seinen Blick dann wieder zur Elfe zurückschweifen. „Dann los…“, begann Safnir bereits und hatte auch bereits seine Flügel zu entfalten begonnen, als ihm die letzten Worte der Elfe wieder einfielen. „Ihr wolltet Euch ja erst ausruhen“, brummte er, als sei das eine Katastrophe, und faltete resigniert die Flügel wieder zusammen.
Die Elfe hatte inzwischen zwar ihren singenden Kasten zu sich herangezogen, so dass Safnir nicht mehr auf das zerbrechliche Ding achten musste, aber sie war schon wieder gegen einen Felsen gesunken. Sie erholte sich ja noch langsamer als er, ihr war wohl immer noch kalt. Safnir leget den Kopf schief und betrachtete sie, während er überlegte, ob er sie nicht etwas aufwärmen sollte. Dann wäre ihr Ruck-Zuck wieder richtig heiss. Doch wahrscheinlich war seine Art von Hilfe hier wieder einmal nicht erwünscht. Egal wie klein seine Flamme auch wäre, Vayshan würde wahrscheinlich trotzdem glauben, dass er die Elfe mit seinem Feueratem in Brand stecken wolle. Ihm fehlte wirklich noch das Vertrauen in die legendären Feuerkünste der Feuerdrachen.
Also beschloss er eben auf die einzige andere Art zu helfen, die ein erschöpfter Drache gebrauchen konnte und die möglicherweise auch einem Zweibeiner helfen konnte: Etwas zum Fressen zu besorgen. Zwar hätte er sich lieber gleich auf die Suche nach den „Herzsplittern“ gemacht, aber jagen war besser, als überhaupt nichts zu tun. Sollten doch die anderen am Rande dieses Kraters sitzen bleiben und alleine weiterquasseln, bis ihnen die Zungen herausfielen.
„Dann werde ich etwas zur Stärkung besorgen“, gab Safnir bekannt, entfaltete seine Flügel wieder und entfernte sich einige (Drachen-)Schritte vom Kraterrand, um die schwächelnden Zweibeiner bei seinem Abflug nicht umzuhauen. Vayshan glaubte, dass sie diese noch brauchen würden, und irgendwie, erkannte Safnir leicht erstaunt, würde es ihm selbst sogar etwas ausmachen, falls er die Elfe versehentlich in den Krater schubsen würde.
Er blieb er noch einmal stehen und drehte den Kopf zu Vayshan zurück. „Kommst du mit auf die Jagd? Oder willst du lieber hier bleiben und die Zweibeiner beschützen?“ Safnir hob den Kopf und untersuchte die Umgebung kurz mit all seinen Sinnen: Er drehte seinen Kopf in jede Himmelsrichtung, suchte dabei alles mit seinem scharfen Blick ab, schmeckte mit der Zunge die Luft und konzentrierte sich auf die Erschütterungen des Bodens. Die Untersuchung war negativ und Safnir wandte sich wieder an Vayshan. „Es sind zwar gerade keine gefährlichen Wesen in der Nähe, aber es könnte vieles geschehen, während wir weg sind.“
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Vayshan
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Mi Apr 04, 2012 10:24 am

Vayshan schnaubte leise, ob der Stichelei Safnirs, erwiderte aber nichts darauf.
Auf dessen letzte Frage hin sah er kurz zwischen dem Feuerdrachen und den beiden Zweibeinern hin und her und schüttelte dann leicht den Kopf. "Auf den felsigen Ebenen hier gibt es zwar viel Beute, aber wir sollten kein Risiko eingehen... Ich werde jagen gehen sobald wir weiterfliegen. Sie kann sich offenbar noch nicht bewegen und wer weiß was sonst noch in diesem verfluchten Nebel lauert... Egal wie tapfer er auch sein mag, kein Mensch kann es Auge in Auge mit einem Drachen aufnehmen. Falls irgendetwas passieren sollte muss ich die beiden in Sicherheit bringen." erwiderte er entschlossen und ließ sich zwischen der Elfe und dem Nebel auf dem Boden nieder.
Ein kalter Schauer durchfuhr Vayshan, als sich ein wabernder, grauer Schleier aus der Nebelwand löste und seine Flanke streifte. Er verengte die Augen und spähte hinter sich in die Düsternis, die in krassem Gegensatz zu der aufbrechenden Wolkendecke am Himmel stand. "Lass dir nur nicht zuviel Zeit. Ich will hier nicht länger als nötig bleiben!" fügte er an Safnir gewandt hinzu.
Dann legte er den Kopf auf den Boden und spitzte die Ohren. So nahe am Nebel vertraute er seinem Gehör und seinem Spürsinn mehr als seiner Sehkraft...
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Jeremy Mondragon
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Do Apr 05, 2012 4:40 am

Jeremy schien in Gedanken zu sein und achtete nicht auf die Plapperei der beiden Drachen mit Ausnahme des Momentes als Vayshan den Stein zertrat was ihn hochschrecken liess. Diese Geschöpfe schienen ruhelos zu sein, eine eigenartige Tatsache in anbetracht dessen dass sie Jahrhunderte zu leben hatten. Der Vorschlag Safnirs jedoch etwas zu Essen zu jagen jedoch klang nicht schlecht, waren seine eigenen Vorräte doch auch aufgezehrt. Als Vayshan geendet hat wendet sich Jeremy an ihn " Ich bin dankbar dafür dass sie sich dazu entschieden haben hier zu bleiben um mich und die Dame zu beschützen doch fürchte ich fast dass die Dinge die uns hier angreifen selbst für euch zu mächtig sein könnten. Versteht mich nicht falsch ich zweifle nicht daran dass ihr kräftig seid und die meisten normalen Gefahren abwehren können doch die Dinge die uns hier gefährlich werden sind wohl meist unnatürlicher Natur. Ich hoffe nur dass dieses Wesen das einzige war."

Jeremy ging einige Schritt weit und setzte sich auf den Boden der Elfe schräg gegenüber. "Werte Dame, wenn ihr nicht zu erschöpft zum Reden seid hätte ich eine Frage: Es interessiert mich brennend zu wissen woher ihr die Magie nehmt. Erschöpft sie euch nur, wurde sie euch von den Göttern geschenkt oder zahlt ihr vielleicht einen... Preis? Die andere Frage die sich mir aufdrängt ist ob es noch andere Personen wie euch gibt mit vielleicht ähnlich wichtigen Aufgaben?"

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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Fr Apr 06, 2012 11:31 pm

„Es ist deine Entscheidung, Vetter“, antwortete Safnir mit einem Nicken. Obwohl er eine leichte Enttäuschung verspürte, weil der Himmelsdrache ihn nicht auf die Jagd begleitete, wollte er ihn nicht dazu überreden. Ausserdem schien es irgendwie auch vernünftig zu sein, diese Zweibeiner zu beschützen.
Doch der vorlaute kleine schien nicht derselben Meinung zu sein. „Ein Drache ist so ziemlich allem gewachsen, Zweibeiner“, entgegnete Safnir hochmütig. „Und angeblich soll doch nichts den Krater betreten oder gar verlassen können, diese Bedenken sind also überflüssig.“
Doch Safnir hatte auch so eine Ahnung, dass Vayshan in seinem Leben, das wahrscheinlich noch um einiges kürzer war als seines, noch nicht so viele Kämpfe ausgefochten hatte wie er. Er blickte zu dem Himmelsdrachen hinüber. Sie galten bei den Feuerdrachen als zwar listig, klug und geschickte Redner, aber auch als friedliebend. Sie waren in erste Linie Diplomaten, keine Kämpfer. Aber welcher Zweibeiner wusste das schon? Und spielte das wirklich eine Rolle? Im Notfall würde sich sicher auch Vayshan gut zu verteidigen wissen.
Er wandte sich wieder an Vayshan und da er nicht wollte, dass die Zweibeiner seine Worte verstanden, wechselte er in die Drachensprache. „Falls irgendetwas geschieht und ihr fliehen müsst, bring die Zweibeiner vom Krater weg Richtung Sonnenaufgang. Da werde ich euch zuerst suchen“, erklärte er und fügte, bevor Vayshan Einspruch erheben konnte, schnell hinzu: „Ich zweifle nicht an deinen Fähigkeiten oder deinem Mut, Vetter. Aber wenn man zwei wehrlose Geschöpfe beschützen sollte, kann man keinen richtigen Kampf austragen.“ Er blickte nur kurz aus den Augenwinkel zu den Zweibeinern hinunter, bevor er wieder Vayshan in die Augen sah. „Ich werde so bald zurück sein wie möglich. Dreki úr gulli vaka bin leið - möge der goldene Drache deinen Weg begleiten.“
Safnir drehte sich ab, holte mit zwei Schritten Anlauf und stiess sich ab. Inzwischen kannte er die Winde und konnte sie nun für sich nutzen. Die Luft rauschte an ihm vorbei, als er sich mit kräftigen Flügelschlägen höher schraubte. Noch einmal warf er einen Blick nach unten auf die versammelte Truppe und prägte sich die grossen Felsen als Anhaltspunkte ein, dann drehte er ab. Die Winde waren fantastisch, ideal für eine Reise. Safnir zog seine Beine eng an den Bauch, legte die Stacheln flach und machte sich lang. Mit raumgreifenden Flügelschlägen entfernte er sich vom Krater, um in der fruchtbareren Grasebene unweit des Geröllfeldes nach Beute zu suchen.

OUT: Verzeiht, dass ich die Drachensprache nicht ausschreibe, es ist mir einfach etwas viel Arbeit und mir fehlt die Zeit dazu. Ich bin sicher, ihr versteht das…
PS: wusste gar nicht, dass Himmelsdrachen Ohren haben Wink.
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Do Apr 19, 2012 8:58 am

Die ungestüme Art Safnirs brachte San'thara tatsächlich zum schmunzeln. Erst fasste er die Punkte, die nun auf die Truppe zukam, treffend mit einfachen Worten zusammen und wollte diese sogleich anpacken. Dieser Drache schien ein Wesen der Tat zu sein, nicht eines der Worte... Womit er momentan relativ alleine war, denn sowohl der Mensch, als auch der grüne Drache schienen an ihren eigenen Worten interessiert zu sein. Dieser sprach auch gerade wieder und teilte ihnen seinen Entscheid, bei den beiden Menschen zu bleiben mit.

"Ich bin nicht völlig bewegungsunfähig. Ich verbrauche nie meine vollen Kräfte, denn man kann nie wissen, wann man sie erneut wieder benötigt. Trotzdem würden diese nur für Verteidungsmasnahmen reichen und so bin ich sehr dankbar für die Hilfe und den Schutz zweier Söhne des Himmels." Sie schenkte sowohl Safnir, als auch Vayshan ein Lächeln und fügte hinzu. "Ich hege keinen Zweifel, dass wir mit vereinten Kräften gegen das, was auf uns lauern könnte, ankommen würden. Nur weil wir nicht wissen, was es ist, heisst es noch lange nicht, dass es unnatürlich ist." Dabei blickte sie zu Jeremy. "Selbst wenn wir nicht gegen dieses Wesen ankommen würden, so hat es wohl keine Chance gegen einen Winddrachen, der sein Element beherrscht und so wäre eine erfolgreiche Flucht ebenfalls wahrscheinlich, wenn nicht sogar sicher. Ich habe folglich grosses Vertrauen in unserer Sicherheit." Die Tatsache, dass sie den Verhältnissen entsprechend entspannt war, unterstützte diese Aussage. Sie liess einen tiefen Seufzer hören.

Safnir sprach kurz zu Vayshan, oder zumindest sah es so aus, da die Laute, die Safnirs Kehle entwichen, nicht denjenigen entsprachen, die San'thara bisher kannte. Sie wollte jedoch nicht nachfragen und so blieb sie stumm, bis Safnir sich entfernt hatte. Nun konnten sie weiter ihre Worte wechseln. Sie hatte bereits bemerkt, dass Safnir das Reden nicht gerade das Liebste war und so hatte sie die Antwort auf Jeremys Frage noch nicht gegeben. Nun wandte sie sich an den Jüngsten der Runde.
"Das, was ihr mich fragt, ist nur schwierig zu erklären... schon weil ich selbst die genaue Antwort darauf nicht weiss oder mir zumindest unklar ist, wie ich es in Worte fassen könnte. Es gibt gewisse Regeln in der Magie, doch ich habe diese nicht erlernt... Ich kann sie nur erahnen. Dass mich ein Zauber erschöpft, ist mir jedoch bewusst und so versuche ich mich noch nicht an allzu starken Zaubern... Wobei das Besingen des Nebels durchaus in diese Kategorie gehören würde. Es hat mich auch stärker erschöpft, als ich erwartet hatte...
Wie dem auch sei, es ist mir leider nicht erlaubt, über die Quelle meiner Magie oder über mich selbst gewisse Dinge Preis zu geben und so kann ich dir wesentlich versichern, dass es ausser mir niemanden mehr in Amanohara gibt, der die gleichen Kräfte besitzt." Sie senkte den Kopf. Warum auch diese Geheimhaltung? Schämten sie sich, dass sie die Welt retten wollten, die sie ins Unglück gestürtzt hatten?

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Jeremy Mondragon
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Di Apr 24, 2012 2:26 am

Jeremy schien nicht gerade glücklich mit dieser Antwort. "Geheimnisse und immer mehr Geheimnisse. Ich verstehe ja, warum es sie gibt doch frustrieren sie mich in der letzten Zeit doch ein wenig. Ich hoffe nur, dass diese Sache ein gutes Ende nimmt. Ich mag es nicht gewissermassen für Leute zu arbeiten von denen ich nur so wenig weis, erst recht dann nicht wenn ich mir nichtmal sicher sein kann ob wirklich etwas gutes dabei rauskommt. Wie dem auch sei, Ich mache euch keine Vorwürfe. Immerhin seit ihr das einzige Wesen dass noch magische Kräfte besitzt. Ich hätte jedoch noch einige Fragen die vielleicht weniger Problematisch sind. Die erste wäre ob ihr dieses Musikinstrument als... Ich weiss nicht genau ich denke man könnte sagen Fokus benutzt für eure Magie oder ob ihr sie dadurch erst wirkt? Entschuldigt meine Neugier aber ich denke wir drei waren die ersten Wesen seit etwa 200 Jahren die etwas sehen dass wahrscheinlich Magie sein muss - wenn man die billigen Strassenspielereien nicht mitzählt. Sagt mir einfach wenn ihr mir nicht antworten wollt, oder eher könnt. Ich respektiere eure Wünsche und Ansichten."

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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Di Apr 24, 2012 10:44 am

San'thara lächelte auf Jeremys Erwiderung. "Die Welt ist voller Geheimnisse. Es wäre doch langweilig, bereits alles zu wissen und nichts mehr entdecken zu können? Natürlich würde es die Aufgabe, die vor uns liegt, um vieles vereinfachen, aber falls wir es wirklich schaffen sollten, das Herz wieder zu vervollständigen, so hätte unser Erfolg nicht dieselbe Bedeutung, wenn wir bereits wüssten, wo sich die verlorenen Relikte befinden. Eines verstehe ich jedoch nicht... Was meint ihr damit, für andere Leute zu arbeiten? Die Entscheidung, diesen Relikten nachzugehen, liegt alleine bei euch. Niemand von euch muss sich auf diese Reise begeben, es ist eure freie Wahl. Folglich arbeitet ihr für niemanden, sondern folgt nur euch selbst und euren Zielen. Ich jedoch... das Finden des Herzens ist meine Aufgabe, es ist einer der wichtigsten Gründe, weshalb ich auf dieser Welt wandle. Woher soll ich wissen, ob etwas Gutes bei dieser Suche daraus kommt? Ob ich verhinden kann, dass der Schatten im Nebel seine wahrscheinlich dunklen Absichten in die Tat umsetzt? Das Wichtigste für mich, ist, dass die Welt nicht so bleiben kann, wie sie jetzt ist und dass ich vorhabe, dies zu ändern." Sie seufzte. Es machte den Anschein, als ob mindestens Safnir mit Sicherheit diese Einstellung teilte. Hatte er nicht davon gesprochen, dass er das Feuer der Drachen zurückholen wollte? Und er war so voller Tatendrang... Sie war sich sicher, dass der Feuerdrache ebenfalls etwas an der momentanen Situation ändern wollte und sich somit auf die Suche begeben würde. Vielleicht fühlte auch Vayshan so, denn er war ein ursprünglich magisches Wesen, dem nun ein Teil fehlte... ein Teil, der ihm und seinen Artgenossen von den Göttern weggenommen wurde und den sie versuchten, zurückzugeben. Nur sind ihnen selbst die Hände gebunden.

Sie war gerade in Gedanken versunken gewesen, jetzt blickte sie wieder zu Jeremy, der so viele Fragen gestellt hatte, von denen erst die Hälfte beantwortet war. "Vielen Dank, dass ihr meine Gründe, gewisse Dinge nicht zu erklären, respektiert. Ich schätze dies sehr. Ich will euch jedoch eure Frage bezüglich meines Instrumentes so gut wie möglich beantworten" Sie zog die erwähnte Harfe hervor und hielt diese Jeremy, als auch Vayshan zur Begutachtung hin. Zeichen waren in das weisse Holz geschnitzt worden. "Bei diesem Instrument handelt es sich um ein Relikt aus vergangener Zeit. Ich weiss leider nicht, was diese Zeichen bedeuten, sondern kan nur beschreiben, welche Wirkung sie hat. Die Harfe ist nicht der Fokus oder das Mittel meiner Magie. Sie stellt mehr die... Brücke zur Magie dar. Durch sie kann die Magie ihren Weg zu mir finden und ihre Wirkung entfalten. Ich denke, es würde jedoch auch ohne die Harfe funktionieren, es wäre dann nur ein wenig komplizierter..." Sie lächelte. "Eure Neugierde stört mich keineswegs. Wie ihr bereits erwähnt habt, hat dieses Land 200 Jahre keine Magie mehr gesehen. Es würde mich nicht wundern, dass das Wissen über die Magie in dieser Zeit verloren gegangen ist. In meiner kurzen Lebensspanne hatte ich wie ihr viele Fragen und nur wenige, respektive die wichtigsten, konnten mir beantwortet werden. Selbst ich tappe im Bereich der Magie noch im Dunkeln, auch wenn es bei mir bereits etwas heller ist, als es wohl bei euch der Fall ist."
Sie wusste nicht, wieviel sie noch sagen durfte, und so stoppte sie an diesem Punkt. Sie fühlte sich bereits ein wenig stärker. Ihre Gedanken waren klarer und sie fühlte sich wacher.

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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Di Apr 24, 2012 3:05 pm

Jeremy lächelte breit, eine eher ungewöhnliche Gefühlsregung wie es schien, nicht überheblich oder versonnen wie man es vielleicht schon von ihm erwartet hätte, sondern warm und erfreut "Ich denke ihr missversteht mich an einigen Stellen. Wenn es keine Geheimnisse gäbe wäre ich sowohl Vayshan hier" einen Moment lang, schien er vor zu haben, das erstbeste Stück Vayshans zu tätscheln, unterliess es dann jedoch "sowie Euch nicht begegnet. Nein, was mich eher frustriert sind Geheimnisse die sich nicht offenbaren wollen. Wenn ich euch um etwas bitten dürfte? Es wäre nett, wenn ihr mir sollte es nicht mehr nötig sein dieses Geheimniss unter Verschluss zu halten, meine Fragen beantworten könntet, Ich bin nicht Jemand der Lücken in seinen Informationen haben will. Was das Andre angeht, Ich meinte damit nicht dass wir für ihn arbeiten im eigentlichen Sinne, ich mag es nur eher meinen eigenen Anhaltspunkten oder denen vertrauenswürdiger Personen zu folgen. Und ihr müsst wirklich nicht daran zweifeln dass ich euch bei dieser Aufgabe unterstütze, wer würde den auf solch eine umwerfende Reisebegleitung verzichten?" sprach er, sah in Richtung von Vayshan und fügte hinzu " In mehr als einer Hinsicht. Ich möchte euch zudem bitten, diese Zeichen auf eurer Harfe, übrigens eine sehr schöne Arbeit, in mein Notizbuch abzuzeichnen. Wobei mir gerade auffällt, ihr spracht von einer kurzen Lebensspanne, wie lange lebt ihr denn schon? Ich meine, aus der Sicht der Menschen, ist meine Lebensspanne noch nicht besonders lang. Allerdings bevor ihr, mir Plappermaul wieder meine ganzen Fragen beantwortet," Jeremy zog seinen Rucksack über, stand in einer flüssigen Bewegung auf und sagte während er rüber zu San'thara ging, "Wie wäre es wenn wir diese ganze Höflichkeit lassen wenn wir eh miteinander reisen? San'thara war der Name, richtig?" Jeremy reicht ihr die Hand zum aufstehen und meint "Seid ihr wieder halbwegs in Ordnung? Es kann eigentlich nicht mehr lange dauern bis Safnir wieder auftaucht und wir wollen doch nicht dass er noch mehr Gründe hat uns für schwächliche Zweibeiner zu halten?" meinte Jeremy und grinste Sie an.

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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Mi Apr 25, 2012 5:15 am

Vayshan hörte dem ganzen Gespräch schweigend zu und achtete währenddessen sorgsam auf die nähere und weitere Umgebung. Bis auf einige Kleintiere, die sich in der Nähe herumtrieben - Und Vayshan ein leichtes Knurren durch den Magen jagten - rührte sich nichts. Trotzdem blieb er ruhig liegen und lauschte San'tharas Erklärungen.
Tatsächlich interessierte auch ihn das hölzerne Gerät, dass solch feine Laute hervorbringen konnte. Eine Harfe hatte Jeremy es genannt... Als San'thara es ihnen hinhielt streckte Vayshan den Kopf aus und schnupperte mit gebührendem Abstand an dem Instrument. Es roch tatsächlich nicht nach normalem Holz, sondern irgendwie ... anders.
"Ein interessantes Gerät... Euer Geschick mit den Händen ist wohl eine der wenigen Dinge, um die ich euch Zweibeiner beneide. " Kommentierte er mit einem respektvollen, leichten Schnauben. Wenn sie es tatsächlich schaffen würden, das Herz zu reparieren und so die Magie in die Welt zurückzubringen, würde er vielleicht auch einmal in der Lage sein seine Tatzen auf diese Art zu verwenden.
Dies war das einzige was er einwarf, ansonsten verhielt er sich weiterhin still. Immerhin hatten sich die Manieren des Menschenjungen ihm gegenüber deutlich verbessert.
Den letzten Ausspruch Jeremys jedoch konnte er nicht unerwidert lassen. "Ihr dürft Safnir nicht falsch verstehen. Es ist nunmal eine sehr lange Zeit vergangen, seit Menschen und Drachen das letzte Mal in engerem Kontakt standen und so sind wir den Umgang mit euch nicht mehr gewohnt. Es ist nunmal etwas vollkommen anderes, sich mit einem anderen Drachen oder einem Menschen zu unterhalten und Safnir's hitziger Charakter trägt hierzu noch sein übriges bei..." erklärte er entschuldigend.

Erneut blickte Vayshan zum Himmel und hielt nach dem rötlichen Schimmer Safnir's Ausschau. Es war bereits einige Zeit vergangen und sonderlich lange konnte er nicht mehr brauchen.
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Di Mai 01, 2012 9:31 am

Es hatte nicht allzu lange gedauert, bis Safnir eine kleine Herde Horntiere gefunden und eines davon erlegt hatte. Die älteren Drachen hätten das Horntier nun gefressen und später im Vulkan für die Nestlinge die Fleischbrocken wieder hochgewürgt. Doch er hatte das noch nie ausprobiert und war sich auch nicht sicher, ob die Zweibeiner oder Vayshan diese Sitte richtig verstehen würden. Also umschloss er das ganze Tier mit seinen Klauen und erhob sich damit in die Luft, oder besser: Er versuchte es. Nach einigen mühseligen Flügelschlägen knapp liess er die Beute fallen und landete daneben.
Während er nachdachte, studierte Safnir das Tier genauer. Es sah schon etwas anders aus als jene Horntiere in seiner Heimat, seine Hörner waren seltsam platt und umschlossen die Oberseite seines Kopfes, bis sie an der Seite knapp hinter den Augen einen Bogen machten und mit scharfer Spitze abstanden. Sein Fell zeigte einen gräulichen Farbton und es war gross, etwas mehr als die Hälfte seiner eigenen Körperhöhe. Möglicherweise war es tatsächlich zu schwer zum Tragen.
Bisher hatte Safnir immer gleich an Ort und Stelle gefressen. Zuhause trugen zwar die Jäger Beute für die Ältesten in die Höhlen, aber er war ja immer noch ein Jungdrache. Dies war das erste Mal, dass er die Aufgabe der Jäger übernahm. Nachdenklich betrachtete er das Horntier. Hier einen Teil fressen oder sofort zu Vayshan zurückkehren? Eine Weile verharrte er reglos, lediglich seine Schwanzspitze zuckte. Dann kauerte er sich neben die Beute und begann mit seinen scharfen Zähnen Stücke aus der Flanke des Tieres zu reissen. Der Himmelsdrache würde schon noch einige Zeit länger ohne ihn auskommen. Sicher vergnügte er sich bei mit seinen geliebten langweiligen Gesprächen. Er verpasste wohl kaum etwas, hoffte er zumindest.
Nach kurzer Zeit hatte das Horntier so verkleinert, dass er es wohl ohne weitere Probleme tragen könnte. Den hinteren Teil hatte er aufgefressen, ebenso wie die meisten Organe im Inneren des Tieres. Die würde er beim Fliegen ohnehin verlieren. Vorsichtig klaubte er mit einer Kralle diese langen, schwabbeligen Dinger, die jeweils mit einem übelriechenden, grün-braunen Brei gefüllt waren, aus dem offenen Bauch des Tieres. Nun sollte es eigentlich gehen.
Er trat zwei Schritte rückwärts und entfaltete seine Flügel. Die zwei Schritte als Anlauf benutzend holte er Schwung, umschloss die nun wesentlich kleinere und leichtere Beute mit seinen Klauen und stiess sich kräftig ab. Mit kraftvollen Flügelschlägen trug er sich in einem unüblich flachen Steigflug höher. In ebenfalls unüblich tiefer aber annehmbarer Höhe ging er in einen Horizontalflug über. Die Beute behinderte ihn nicht nur durch das Gewicht beim Fliegen, er spürte auch deutlich den Widerstand der Luft. Als ob er mit Gegenwind fliegen würde. Doch Safnir drosselte sein Tempo nicht, sondern bemühte sich darum, trotzdem mit normaler Geschwindigkeit zu fliegen. Er hatte Vayshan mit den Zweibeinern schon genug lange alleine gelassen, und das direkt neben dem seltsamen Abgrund.

Als endlich der markante grosse Felsen in Sicht kam und Safnir unweit davon die grünen Schuppen Vayshans erblickte, seufzte er erleichtert auf. Es war also nichts Unerwartetes geschehen. Bald schon erkannte er auch die beiden Zweibeiner, die neben dem entspannt daliegenden Himmelsdrachen sassen und miteinander redeten – wieder einmal. Zumindest sah es danach aus. Einer der beiden bewegte sich zwar gerade, doch das bedeutete gar nichts. Die kleine Schande liebte es, herumzustolzieren und dabei grosse Reden zu schwingen. Das war aber auch wirklich das einzige, was bisher gross an ihm gewesen war.
Der grüne Drache bewegte sich ebenfalls, er drehte den Hals erst zu den Zweibeinern, doch dann blickte er gegen den Himmel. War die Unterhaltung so langweilig, oder hatte Vayshan ihn wirklich vermisst? Safnir stellte kurz die Flügel schräg, so dass sie in der Sonne aufblitzten, rief Vayshan einen Gruss zu und setzte zum Landeflug an. Vorsichtig bremste er ab und setzte so sanft wie möglich mit den Hinterbeinen auf. Einen Augenblick balancierte er mit Hilfe von Flügeln und Schwanz auf den Hinterbeinen, dann löste er eine Vorderklaue von der Beute und liess sich darauf sinken. Da die Silberhaarige immer noch sass und nur der freche Zweibeiner stand, war Safnir erst versucht, den Boden doch noch zum Beben zu bringen. Doch dank des Jagdausfluges war seine Laune so blendend, dass sogar die Anwesenheit des Dreisteinehochs zu ertragen war.
„Verpflegung gefällig?“, fragte Safnir und blickte freudig in die Runde. Er legte die halbe Beute auf den Steinboden und trat einen halben Schritt zurück. „Ich weiss zwar nicht genau, was es ist, aber es schmeckt gut“, verkündete er und leckte sich mit der Zunge noch einmal über die Lefzen, die mittlerweile gar nicht mehr schmutzig sein konnten.
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Mi Mai 02, 2012 1:34 am

Santhara nahm die Bemerkung von Vayshan mit einem Kopfnicken entgegen. "Ich kann versuchen, die Zeichen in euer Notizbuch zu schreiben, aber ich bin mir Schreiben nicht gewohnt. Ich lebe durch ausgesprochene Worte, nicht durch geschriebene. Aber ich werde es versuchen.Was eure Frage angeht, so kann ich nur eines sagen..." Wie sollte sie dies nun beschreiben? "Man sollte nie nach dem Alter einer Frau fragen." sie lächelte, als sie sich an die seltsamen Gebräuche erinnerte, die unter dem Menschenvolk herrschten. Warum waren die Menschen so kompliziert? Gewisse Dinge durfte man nicht aussprechen, vielleicht nicht einmal denken und andere Dinge sollte man eine gewisse Gruppe von Menschen nicht fragen. Warum alles so kompliziert?

Der Vorschlag, die Höflichkeit beiseite zu lassen, stiess bei Santhara nicht gerade auf Begeisterung. Höflichkeit war in ihren Kreisen eine der wohl wichtigsten Aspekte des Lebens. Dass sie nun von einem jungen Menschen dazu aufgefordert wurde, die Höflichkeit beiseite zu lassen, empfand sie als sehr unpassend. Wie dem auch sei, sie wollte den jungen Mann nicht verärgern, weshalb sie "Wie ihr meint, Jeremy", entgegnete. Ausserdem... war Höflichkeit in einer gewissen Weise nicht auch kompliziert?

Santhara liess sich von Jeremy hochhelfen und klopfte sich anschliessend den Staub von ihren Kleidern. Das Gespräch drehte sich nun um den rotschuppigen Drachen, der für sie jagen gegangen war. Sie lachte bei Jeremys Bemerkung. "Ja, zeigen wir ihm, dass wir nicht nur rumsitzen und uns beklagen können." Ihr Lachen verschwand, als sie eine kurze Weile über den Roten nachdachte. "Safnir scheint ein stolzer Drache mit einem grossen Selbstbewusstsein zu sein, wie es auch seinen Artgenossen nachgesagt wird. Trotz seines Charakters, oder vielleicht gerade deswegen, scheint er dazu bereit zu sein, sich selbst in die Höhle eines Riesen zu begeben und sich die Klauen mit Blut zu benetzen, um seine Ziele zu erreichen. Ich finde das sehr bewundernswert. Vielleicht schaffe ich es, die Zeichen der Harfe in euer Buch einzutragen, bevor er zurückkommt, Jeremy, sodass er seinem Tatendrang bald folgen kann." Jeremy reichte ihr sein Notizbuch und Santhara setzte sich wieder hin. Mit einer Feder, die ihr Jeremy reichte, versuchte sie, die Zeichen in das Buch einzutragen. Irgendwann hatte sie es geschafft und die Zeichen waren auch zu erkennen, die Striche waren jedoch nicht sonderlich gerade. Sie legte die Feder beiseite. "Das Spielen der Harfe liegt mir eindeutig besser." sagte sie, als sie Safnis Brüllen hörte.

Santharas Blick haftete an dem roten Drachen, bis dieser gelandet war. Das Tier, das seinen Tod gefunden hatte, lag bereits halb zerfetzt in seinen Klauen. Das Fleisch roh zu essen, widerstrebte Santhara zwar, aber sie wollte Safnirs Geduld erstens nicht durch das gemächliche Kochen einer Mahlzeit auf die Probe stellen oder aber ihn bitten, ein Stück der Beute für sie in seinem Feuerstrahl zu braten. Es schien ihr unhöflich... Wie war das nochmals mit der Höflichkeit?

"Vielen Dank für euere Mühe, Safnir. Es scheint, als habt ihr einen Steinbison gefunden. Seltsam, ich dachte, dass man sie nur in den Bergen antreffen würde. Das steinige Gelände um den Krater scheint ihnen zu gefallen."

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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Sa Mai 12, 2012 6:25 am

Vayshan stieß ein freudiges Fauchen aus, als er den Geruch des toten Tieres wahrnahm, das der heranfliegende Safnir in seinen Klauen hielt. Zwar widerstrebte es ihm eigentlich sich etwas von der Beute eines anderen zu nehmen - selbst wenn es ihm wie hier ausdrücklich angeboten wurde - jedoch war sein Hunger bereits auf ein ungewöhnlich hohes Maß angestiegen und wenn er jetzt nichts aß müsste er spätestens in ein paar Stunden jagen gehen, was die Gruppe nur aufhalten würde.
"Danke..." antwortete er knapp auf Safnir's Angebot. Dann trennte er mit seiner Klaue den restlichen Bison möglichst sauber in zwei Teile und zog die eine Hälfte zu sich. Nach dem ersten herzhaften Biss in das, tatsächlich sehr schmackhafte Fleisch, bemerkte er Santharas unsicheren Blick auf das tote Tier und ahnte, was ihr Problem war. Er hatte vor einigen Tagen in Tinae einigen Menschen dabei zugeschaut, wie sie ein Schwein gegessen hatten:
Offenbar konnten oder wollten sie das Fleisch des halben Schweins nicht roh essen, sondern hatten es auf einem länglichen Metalstück über ein Feuer gehalten. Vayshan war von dem intensiven und köstlichen Geruch des - er meinte sich zu erinnern dass der richtige Begriff dafür "gebraten" hieß - Schweins fasziniert, hatte aber damals nicht unhöflich sein wollen und somit nicht gefragt ob er ein kleines Stück probieren könnte.

Vayshan blickte von seiner Mahlzeit auf und wandte sich an Safnir. "Ich glaube Jeremy und Santhara müssen ihr Stück erst braten. Ich meine mich zu erinnern, dass die meisten Zweibeiner Fleisch nicht roh essen, oder irre ich mich?" meinte er und wandte beim zweiten Satz seinen Blick fragend an die beiden.
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Di Mai 22, 2012 10:25 pm

out: Entschuldigt, wenn ich etwas vorwärts mache, aber ich will endlich vom Fleck kommen^^

in: Vayshan schien San'tharas Gedanken gelesen zu haben, denn sie blickte ertappt zur Seite. "Nein, da irrt ihr euch nicht. Es ist tatsächlich so, dass wir es uns nicht gewohnt sind, das Fleisch roh zu essen." Sie blickte auf das Fleisch, dann zu Safnir. Der Zeitpunkt, zu fragen, war wohl gekommen - Sie konnet kaum mehr anders. "Entschuldigt Safnir, aber würdet ihr so freundlich sein, und uns ein Stück Fleisch mit eurem Feuer braten?" Wobei, würde das Fleisch nicht sogleich verkohlen und innen roh sein aufgrund der Hitze? San'thara blickte sich um und ihr kam eine andere Idee. "Nein, das würde nicht gut klappen. Könntet ihr den Stein hier", sie deutete auf einen mittelgrossen, relativ flachen Stein in der Nähe "erhitzen, sodass wir das Fleisch auf dem Stein braten können?"

Wie gesagt, so getan und alle genossen nun ihr Mahl. Der Steinbison hatte einen etwas staubigen Geschmack - Vielleicht hatte dies ja mit seinem Namen zu tun?
Als das Mahl beendet war, blieb fast nichts mehr von dem Bison übrig. San'thara zog ihre Harfe hervor und erhob sich. "Ich werde versuchen, die Relikte oder Steine aufzuspüren. Ich kann jedoch für nichts garantieren. Vielleicht finde ich nur eine leichte Spur, vielleicht auch gar nichts..." Sie begann damit, ihre Harfe zu spielen und in einer seltsamen Sprache klar dazu zu singen. Dabei hatte sie ihre Augen geschlossen. Vor ihrem Inneren Auge wurde ein Bild projeziert: Ein genaues Abbild von Amanohara, noch detaillreicher als jede Karte, die bisher gezeichnet wurde. Nun veränderte sich das Bild. Sie flog nun am Boden entlang, auf der Suche nach dem, was sie verlangte. Sie startete an dem Ort, wo sie sich gerade befanden und wurde unerklärlicherweise in Richtung Nordwesten gezogen. Der Krater flog unter ihr hindurch und eine leise Stimme beantwortete ihr die Frage, die sie in ihrem Lied gestellt hatte: "Eine Spur zieht sich in den Nordwesten, wo sich der Eingang zur Heimat Volvagias befindet. Dort soll der erste Schritt zur Erweckung des Herzens gefunden werden..." Vor ihr erblickte sie das Bild des gewaltigen Hisens und seinen Ebenen aus Lavagestein, die vor langer Zeit entstanden waren.

San'tharas Lied und auch die Harfe verstummten, als die Verbindung immer schwächer wurde. Sie richtete sich nun an die Begleiter. "Die Spur eines Reliktes konnte gefunden werden. Ich kann leider nicht erkennen, wo es sich exakt aufhält, doch ich weiss, dass es nordwestlich von hier in der Nähe des Vulkans Hisen ist."

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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Mi Mai 23, 2012 5:18 am

„Steinbison?“ Safnir betrachtete sein Opfer, oder zumindest das, was von ihm übrig geblieben war. „Seltsamer Name. Ich würde es einfach “Platt-Horn-Kopf“ nennen.“
Vayshan griff sich als erster, wie es sich auch gehörte, einen allerdings bescheiden kleinen Teil der Beute und Safnir fragte sich, ob er damit überhaupt satt werden konnte. Die Zweibeiner hielten sich respektvoll zurück, was zwar nicht ganz zu ihrem vorherigen Verhalten passte, aber Safnir durchaus zufrieden stellte. Zumindest bis Vayshan aufblickte, kurz die beiden musterte und ihm dann die Erklärung für die Zurückhaltung der Zweibeiner lieferte. Natürlich gab es eine andere Erklärung dafür! Wie hatte er auch nur annehmen können, diese Zweibeiner würden sich an Feuerdrachensitten halten? Wahrscheinlich erwartete er, dass Safnir nun diese Aufgabe übernehmen sollte.
Auch Silberhaar schien dieser Gedanke gekommen zu sein, aber sogar Safnir mit seinen sehr beschränkten Zweibeinerkenntnissen konnte erkennen, dass sie sich dabei nicht richtig wohl fühlte, ihn um diesen Gefallen zu bitten. Aber gerade deshalb, und weil sie so freundlich fragte, beschloss Safnir nach kurzem Bedenken, ihr den Gefallen zu erfüllen.
Von ihrem zweiten Vorschlag hielt er nicht viel. Einen Stein zu erhitzen, um dann Beute darauf zu braten, was für eine dumme Idee! Er hatte durchaus schon Beute auf heissem Stein gelegt und zugesehen, wie er langsam zu rauchen begann. Aber hatte sie überhaupt eine Ahnung, wie sehr dies sein inneres Feuer schwächen würde?
„Und ob das klappt“, erwiderte er, indem er ihre Worte nachahmte, und trat wieder zur Beute, dem Steinbison. Mit seinen Krallen schlitzte er die Muskeln auf, zog längs und quer tiefe Furchen. Im Anschluss bliess er seinen heissen Atem darüber, mit so wenig Flammen wie möglich, bis sich das Fressen dunkel verfärbte. Prüfend liess er seine Zunge einmal herausschnellen und schmeckte die Luft. Seiner Meinung nach war das Zeugs wahrscheinlich kaum mehr zu geniessen, jeglicher Blutgeruch war ja verschwunden, aber wenn sie es so haben wollten… Dass sie ihr Essen nicht gleich wie er – sprich: brennend und blutend – fressen würde, hatte er von selbst angenommen. Nach kürzester Zeit, jedenfalls sicher schneller als ihre Zubereitungsart gedauert hätte, trat er von der nun dampfenden aber noch keineswegs schwarzen Beute zurück.
Während sich nun auch die Zweibeiner bedienen konnten, legte er sich etwas zur Seite und leckte seine Krallen erst sauber, bevor er sie mehrmals über den Stein zog und dadurch schärfte.

Als sich Silberhaar erhob und ihren singenden Kasten wieder zur Hand nahm, blickte er auf. Schweigend sah er zu, wie sie die Augen schloss und eine Melodie zu produzieren begann. Um sie nicht zu stören, hielt er in seinem Krallenschärfen inne und bemühte sich, keine unnötigen Geräusche zu machen. Je länger sie jedoch spielte, desto ungeduldiger wurde er, seine Schwanzspitze begann zu zucken, bis er den Bewegungsdrang nicht mehr aushielt und sich erhob. Nach zwei kleinen Runden zog er die übrig gebliebenen Beute zu sicher heran und bohrte mit seinen geschärften Krallenspitzen Löcher in die Knochen.
Endlich erwachte Silberhaar wieder aus ihrer Trance und verkündete ihnen, dass „die Spur eines Reliktes gefunden worden war“, was wohl bedeutete, dass sie ungefähr wusste, wo sich dieses …Ding aufhielt. Bloss konnte er mit ihrer Angabe nicht viel anfangen.
„Danke für die Hilfe“, erwiderte er trocken. „Wenn Ihr nun noch etwas genauer erklären könnt, wo dieses Nordwesten liegt, könnten wir uns ja auf die Suche nach dem Vulkan machen.“ Er drehte den Kopf zu Vayshan. „Oder weisst du, wo dieser Ort ist?“
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Fr Jun 01, 2012 3:08 am

Vayshan beobachtete aufmerksam, wie die Elfe das Fleisch auf dem heißen Stein zubereitete. Es roch ungewöhnlich aber nicht unangenehm - ein wenig trocken vielleicht aber sehr viel aromatischer! Er wartete, bis alle fertig gegessen hatten und prägte sich den angenehmen Fleischduft genau ein. Als die Elfe sich plötzlich erhob und mit ihrer Harfe ein neues Lied anstimmte hörte er gespannt zu und wartete ab, bis sie zurückkam und ihnen erklärte, wo das erste Teil des Herzens zu finden sei.
Vayshan erhob sich nachdenklich und lies seinen Blick kurz in die angegebene Richtung schweifen. "Ich bin einmal mit meinen Eltern in der Nähe des Vulkans über den Wald geflogen... Früher war das Gebirge um den Berg herum die Heimat der kleinen Berg-Zweibeiner, wenn ich mich recht erinnere. Wenn ich ein wenig höher fliegen und mich kurz orientieren könnte, dürfte es kein Problem sein, den richtigen Kurs zu finden!" erwiderte er dann zuversichtlich auf Safnir's Frage.
Dann wandte er sich mit fragender Miene zu den beiden Zweibeinern um. "Allerdings nehme ich kaum an, dass ihr zu Fuß mit uns schritthalten könnt... Seit ihr jemals auf einem Drachen geflogen? Einen von euch könnte ich problemlos tragen, bei beiden müssten wir vermutlich einen Zwischenstopp machen." Vorsichtig wandte er sich an Safnir. Er war sich keinesfalls sicher, ob Safnir bereit wäre, einen Menschen auf seinem Rücken fliegen zu lassen. Doch wenn sie möglichst ohne Zeit zu verschwenden zum Vulkan kommen wollten, wäre es unabdinglich, dass sein Vetter seinen Stolz hinunterschluckte...



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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Fr Jun 01, 2012 4:46 am

„Prächtig“, freute sich Safnir, als Vayshan ihm versicherte, dass er den Weg finden würde. Er warf sich den letzten Knochen ins Maul, erhob sich mit einem Ruck und streckte sich genüsslich, während er den Knochen zwischen seinen Zähnen zermalmte.
Er schüttelte seine Flügel und machte sich zum Abflug bereit, als er sich zu Vayshan umdrehte und bemerkte, dass dieser zögerte. Safnir hätte natürlich sofort die Führung übernommen, aber leider kannte er ja die Richtung nicht. Also musste er dieses Mal wohl dem Himmelsdrachen den Vortritt lassen. Unruhig verlagerte Safnir sein Gewicht von einem Fuss auf den anderen und wartete darauf, dass Vayshan endlich los flog. Der Himmelsdrache jedoch betrachtete mit nachdenklicher Miene die beiden Zweibeiner, bevor er sich wieder an Safnir wandte.
„Du willst die Zweibeiner mitnehmen?“, erkundigte sich der Feuerdrache und drehte fragend verwirrt den Kopf zu Vayshan. „Sie sind viel zu langsam und beide sind selbst für dich zu schwer.“ Er hatte angenommen, dass sie beide schnell losflogen, sich diesen Herzsplitter holten und anschliessend hierher zurückkehrten. Die Zweibeiner hätte er währenddessen hier gelassen, möglicherweise noch etwas vom Krater wegbegleitet, wo sie sicherer waren. War ja klar, dass der Himmelsdrache wieder einmal andere Vorstellungen hatte. Dann verengten sich seine Augen, während er seinen Vetter betrachtete, bevor er sie wieder aufriss und sein Kopf zurückzuckte, als er begriff. „Moment, du erwartest doch nicht etwa tatsächlich, dass ich auch so ein Anhängsel mit mir herumschleppe?“, fragte er fassungslos. Entrüstet trat er zwei Schritte zurück und empörte sich schliesslich lautstark: „Kein Feuerdrache wird jemals einem Zweibeiner als Reittier dienen! Wir sind unabhängige, wilde und starke Krieger, keine zahnlosen Zweibeinerfortbewegungstiere!“

OUT: Eigentlich hat Safnir das Fleisch auf seine zugegeben nicht sehr appetitliche, aber sehr effiziente Art gegrillt. Und nicht die Elfe.
OUT2: Jetzt möchte ich doch gerne mal sehen, ob ihr Safnir umstimmen könnt. Aber seid gewarnt: es wird nicht einfach. Die Chancen stehen bei der Elfe übrigens wesentlich besser als bei Jeremy, aber das wusstet ihr ja sicherlich bereits.
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Fr Jun 08, 2012 4:00 am

Als Safnir mit der Zubereitung des Bisons begann pfiff Jeremy leise durch die Zähne und beobachtete interessiert den Flammenstrahl der aus Safnirs Mund schoss. Er öffnete schon seinen Mund um den Drachen zu fragen ob er eine Ahnung habe wie das Feuer entstand, schloss ihn aber wieder. Der Drache mochte keine Fragen. Stattdessen erklang nur ein ehrlich klingendes "Beeindruckend." als der rote Drache seine Arbeit beendet hatte. Jeremy zog aus seinem Rucksack ein scharfes gezacktes Essmesser und schnitt sich sowie San'thara ein gutes Stück vom Fleisch ab. Er wischte das Messer ohne viel Federlesen an seiner Hose ab und verstaute es wieder in seinem Rucksack, setzte sich hin, nickte Safnir zu und fing an zu Essen.

Jeremy schien vollends zufrieden zu sein im Moment und lauschte der Musik San'tharas als diese sich daran machte wieder einen ihrer Zauber zu wirken. Der Klang der Musik war relativ neu für ihn. Wenn nicht gerade eine Gauklertruppe im Dorf halt machte war es ziemlich unwahrscheinlich dass er zwischen den staubigen Bücherregalen Musik vernahm. Er hatte ein zwei Bücher über Klangtechniken gelesen. Er schien ein wenig enttäuscht zu sein als die "Elfe" die Musik verstummen liess, jedoch schien er durch ihre folgenden Worte aus der düsteren Laune gerissen.

Den Streit der zwischen den beiden Drachen zu entbrennen begann hatte er vorausgesehen. dass der - vielleicht zu Stolze - Feuerdrache keinen von ihnen freiwillig auf seinem Rücken reiten lassen würde war klar gewesen. Also wendete er sich an Safnir. "Roter, du magst mich wahrscheinlich auch nicht besonders aber du brauchst unsere Hilfe wie wir deine. Der Hissen ist ein mehr oder weniger erloschener Vulkan und somit von einem Höhlensystem durchzogen. Verbunden durch Gänge die zum Teil weniger als einen Schritte breit sind. Ich weiß dass du Intelligent bist und dir somit denken kannst dass sich wahrscheinlich das Artefakt in einem weniger gut zugänglichen Bereich befindet - sonst hätte man es schon lange gefunden. Entweder du trägst einen von uns oder ich versuche mir ein Tragsystem für Vayshan auszudenken um ihn zu entlasten. Die zweite Möglichkeit kostet uns vergleichsweise massiv Zeit. Wie du siehst liegt es mehr oder weniger an dir. Du sagst du bist ein starker Krieger? Gut, dann solltest du das Gewicht von San'thara gar nicht spüren." Jeremy steht auf und zieht sich seinen Rucksack über. "Nun?"

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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Di Jun 12, 2012 4:25 am

Als der kleine Zweibeiner ihn Roter nannte, verengten sich Safnirs Augen augenblicklich, sein Kopf ruckte herum und ein leises Fauchen entwich seiner Kehle. „Ich bin Safnir aus den Vulkanfeuern, Kleiner, knurrte er den Zweibeiner an und fixierte ihn mit blitzenden Augen. Dass sich der einmischen musste, war ja klar gewesen, aber etwas mehr Respekt hätte er dabei schon zeigen können. „Es wäre deiner Gesundheit förderlicher, wenn du dich im Umgang mit Drachen zukünftig etwas respektvoller verhältst.“ Verächtlich erzog er die Lefzen, als er hinzufügte: „Und erzähl mir nichts über Vulkane, ich habe neun Jahrzehnte in einem verbracht. Meine Erfahrung übersteigen deine bei weitem.“
Safnir wandte sich wieder an Vayshan, er ihm noch nicht geantwortet hatte. „Glaubst du, wir brauchen ihn wirklich?“, fragte er nach. „Silberhaar mitzunehmen – das leuchtet mir noch ein. Aber der andere Zweibeiner – können wir den nicht einfach hier lassen? Wir kommen ja bald wieder zurück – und es wäre die mit Abstand schnellste Lösung“, wandte er ein. Vielleicht würde er den Himmelsdrachen ja überzeugen können? Eher unwahrscheinlich, aber die Aussicht, den nervigen Zweibeiner loszuwerden, war ein Versuch allemal wert. Er drehte leicht den Kopf und schielte aus einem Auge zu den beiden Zweibeinern. Im Vergleich zu dem Platthornkopftier war ihr Gewicht wahrscheinlich wirklich vernachlässigbar und auch wenn Vayshan möglicherweise besser flog, Safnir war definitiv grösser und kräftiger. Dass er sie tragen könnte, wenn er denn wollte, war also keine Frage. Nur, er wollte eben nicht. Und ‘mal ehrlich: einen Zweibeiner auf seinem Rücken durch die Gegend fliegen – hatte jemand einen noch absurderen Vorschlag?

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Vayshan
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Mo Jun 18, 2012 7:30 am

Vayshan widerstrebte es zwar ebenfalls, Jeremy mitzunehmen, aber ihm schien es, als sei dieser Zweibeiner sehr erfinderisch und man konnte nie wissen, wobei er ihnen noch helfen könnte. Er war klein genug, um auch in kleinere Zwischenräume zu gelangen, für die er und Safnir zu groß waren.
"Vermutlich wäre es die schnellste Lösung, aber vielleicht kann er uns noch helfen. Zudem dürfte er nur unwesentlich mehr wiegen, als sie und es dürfte kein Problem sein, ihn zu tragen. Wenn du bereit wärest San'thara mit dir fliegen zu lassen, würde ich ihn übernehmen..." erwiderte er nachdenklich, senkte seinen Kopf auf Jeremy's Höhe und verzog leicht die Lefzen.
"Außerdem hätte ich so Gelegenheit ihn etwas... angemessenere Verhaltensweisen beizubringen." fügte er mit einer Mischung aus Freundlichkeit und Strenge hinzu und hoffte, dass der Zweibeiner dies nicht als Beleidigung auffasste. Es war jedoch unabdinglich, dass Jeremy sein Verhalten änderte, damit er Safnir nicht vollends gegen sich aufbrachte und er hatte auf keinen Fall vor, eine ähnliche Szene wie mit Leda nocheinmal zu wiederholen...
Schließlich hob Vayshan den Kopf wieder und klappte mit einer gewissen Entgültigkeit das Maul auf und zu. "Nun gut, wir sollten nicht zu viel Zeit verlieren. Die Sonne hat den Zenit schon seit einiger Zeit überschritten... Entscheidet euch, ob ihr mitkommen wollt und dann lasst uns aufbrechen." sagte er ernst und blickte zwischen Safnir, San'thara und Jeremy umher.
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Mi Jun 20, 2012 7:16 am

San'thara sah ein wenig besorgt zwischen den beiden Drachen und Jeremy hin und her. Ihr machte es den anschein, als würde nicht mehr viel fehlen, bis Jeremy durch Safnir um einen Kopf kürzer gemacht werden würde.. und die Ankündigung von Vayshan klang auch nicht gerade vielversprechender...

Auf eine gewisse Art und Weise konnte sie Safnis Ärger aber verstehen - er wollte mit mehr Respekt behandelt werden und das war auch sonnenklar. Aber gleichzeitig behandelte Safnir Jeremy nicht unbedingt respektvoll...
Ach, es lag wohl an der Kombination beider Verhaltensweisen, dass die Beziehung der zwei/ drei nicht gerade gut lief. Und ganz ehrlich - sie hatte keine Ahnung, was sie tun könnte, um das gespannte Verhältnis ein wenig zu entspannen. Deswegen stand sie, bis Vayshan Anstalten dazu machte, aufbrechen zu wollen, einfach nur da und verfolgte die Unterhaltung stumm.

"Also ich... ich würde gerne mit euch kommen, um mir das Relikt selbst ansehen zu können." Sie lächelte die beiden an, um die Stimmung ein wenig zu lockern... selbst wenn es nicht unbedingt funktionierte. "Ausserdem glaube ich, dass ich euch helfen kann, das Relikt aufzuspüren, wenn wir schliesslich dort sind. Wenn ich mich näher beim Relikt befinde, so sollte auch der Zauber genauer werden..." Oder das hoffe ich zumindest. Fügte sie in Gedanken dazu.

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Zuletzt von NSC am Fr Jun 22, 2012 11:08 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der südliche Kraterrand   Do Jun 21, 2012 8:39 am

War er eigentlich der einzige, der begriff, dass es sich für einen Drachen nicht gehörte, einen Zweibeiner mit sich herumzuschleppen? Wahrlich, die Sitten hatten sich stark verändert und Safnir konnte nicht behaupten, dass ihm diese neue Welt besser gefiel als jene aus den Erzählungen der Ältesten.
Vayshan schien sich jedenfalls nichts dabei zu denken, nur dass er dabei dem vorwitzigen Zweibeiner eine Lektion erteilen wollte. Die beste Lektion wäre, ihn am Boden zurückzulassen, anstatt ihm die Ehre zu gewähren, mit einem Drachen zu fliegen.
Und mittlerweile schien sogar Silberhaar ungeduldig zu werden. Sie hatte sich aus der Diskussion herausgehalten, denn schliesslich betraf es sie auch nicht direkt, denn der Himmelsdrache hatte ja bereits festgelegt, dass sie die Drachen begleiten würde. Und er war auch nicht von seiner Absicht abzubringen, dass der zweite ebenfalls mit musste. War der vielleicht stur! Und Safnir hatte immer gedacht, dieser Wesenszug sei allein den Erddrachen vorbehalten.
Resigniert drehte er den Kopf, betrachtete immer noch leicht verärgert die Zweibeiner und versuchte eine Möglichkeit zu finden, Vayshans Anliegen mit seinem Ehrgefühl zu kombinieren. Während er nachdachte, meldete sich Silberhaar mit leiser, vorsichtiger Stimme. Unsicher lächelte sie. „Eigentlich wirkt sie doch noch ganz freundlich“, dachte Safnir und liess eine kleine Rauchwolke aus seiner Nüster aufsteigen. „Gegen Eure Begleitung habe ich keinesfalls etwas einzuwenden, San’thara Silberhaar“, entgegnete er mit derselben Höflichkeit. Er legte den Kopf schief und kniff die Augen zusammen, verharrte weitere Momente unbeweglich bis auf seine Schwanzspitze, die regelmässig von einer Seite zur anderen zuckte. Schliesslich atmete er geräuschvoll aus und liess eine kleine Flamme zwischen seinen Zähnen hervor züngeln. Er hatte für sich eine Lösung gefunden, wie er diese Ausnahme rechtfertigen konnte.
„Nun denn“, zischte er leise und trat auf Silberhaar zu. Sie reichte ihm gerade bis zur Brust und Safnir senkte den Kopf, um sie aus der Nähe zu mustern. „Ich habe einen Auftrag zu erfüllen und ich glaube, dass Ihr wesentlich zum Gelingen beitragen könnt, weshalb ich Euch hinfliegen werde“, erklärte er und hielt noch fest: „Ich bin jedoch nicht Euer Reittier und ich werde Euch auch nicht länger als nötig mit mir herumtragen.“ Dabei streckte er eine Vorderklaue aus und schloss sie vorsichtig um die Mitte der dünnen Zweibeinerin. Ebenso vorsichtig hob er sie leicht vom Boden auf – sie wog tatsächlich kaum etwas – und richtete sich auf. Ruhig öffnete er seine Flügel und machte sich zum Abflug bereit. Wie er bei Vayshan beobachtet hatte, mochten Zweibeiner wohl keine schnellen Starts.
Also stiess er sich zwar kräftig ab, stieg aber nicht wie gewöhnlich pfeilartig gegen den Himmel, sonder schraubte sich ein langsamen Kreisen höher. Dabei zog er die Zweibeinerin an seinen Körper und bildete mit beiden Vorderklauen eine schützende Hülle, um sie vor dem Flugwind zu schützen. Auch die Hinterbeine legte er ausgestreckt an seinen Körper und war somit beinahe so stromlinienförmig wie ohne irgendwelche Last. Er zog noch einmal einen Kreis hoch über ihrem Rastplatz und wartete darauf, dass Vayshan zu ihm stiess und die Richtung weisen würde.

PS: Hey, so oft hat Safnir Jeremy gar nicht als "Kleiner" bezeichnet. In Gedanken wird er zwar andauernd mit solchen und ähnlichen Bezeichnungen betitelt, aber der Feuerdrache spricht es nie aus. Eigentlich war es das erste Mal, ansonsten nenn er ihn einfach "Zweibeiner". Ist zwar auch nicht gerade extrem höflich, aber aus seinem Standpunkt her eine normale Bezeichnung für ein Wesen mit zwei Beinen.
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