Amanohara


 
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Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Seitengassen von Lenadur

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BeitragThema: Seitengassen von Lenadur   Di Nov 30, 2010 10:17 am

Wie in jeder Stadt gibt es nebst den Hauptstrassen, die meist sehr belebt sind, auch noch die Seitengassen, in denen weitaus weniger los ist.
Hier kommt man zwar schnell voran, die Gassen sind jedoch ein beliebter Aufenthaltsort für Gauner, Diebe und Mörder.
Durch die vielen Häuser an den Gassen herrscht hier meist Schatten, nur an wenigen Stellen und nur an sonnigen Strassen ist ein grossteil der Seitengassen erhellt. Folglich gibt es gute und beliebte Verstecke in der Dunkelheit, in denen man jemandem auflauern konnte.


pp: Hafen

Daewyn lief durch die Gasse. Ihre Aufmerksamkeit hatte nicht nachgelassen. Im Schlepptau folgten ihr Mei und Beoris mit seinem Pferd, das er am Zügel führte. Zuvor hatte sie Braham den Bärtigen erblickt, der es wohl auf die Schätze von Beoris abgesehen hatte - Diese sollten allerdings Daewyns Beute werden, sie würde sie doch nicht einfach einem solchen Schmierfink überlassen! Ihre Hand am Katana schlich sie durch die Gasse, ihrem Ziel, dem Dorfplatz immer näher kommend.

Plötzlich blieb sie stehen. Sie kannte die Stelle, vor der sie sich nun befanden - Hier hatte selbst Daewyn einige Diebstähle begangen. Von links kam eine sehr kleine, schmale Gasse, die selbst am hellichten Tag noch ziemlich dunkel war. Es war eine perfekte Stelle, um aus dem Dunklen zu schnellen und einem überraschten Passanten seinen Geldbeutel zu stibitzen. Dieses Mal würde es aber nicht bei einem Geldbeutel bleiben. Auch die Dächer der Häuser waren nicht besonders hoch - Es handelte sich um grösstenteils einstöckige Häuser. Einem geübten Kämpfer würde die Höhe nicht allzuviel ausmachen, wenn er sich vernünftig abrollte.
"Wenn sie uns auflauern, dann an der Kreuzung vor uns." sagte sie mit gesenktem Tonfall zu den beiden und hoffte, dass dies an Erklärung reichte und sie die Schlupfwinkel für mögliche Banditen schon selbst finden würden.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Di Nov 30, 2010 10:42 am

Beoris folgte Elia. Die Gasse war eng, die Häuser niedrig. Ein hässlicher Ort. Warum waren sie nicht in einer überschaubaren Gasse geblieben? Es gab zwei Kämpfertypen. Die einen waren, so we er, darauf erpicht an einem gut einsehbaren Ort zu kämpfen, wo man wusste, woran man war. Die anderen, und Beoris tippt, dass Elia und Mei solche Typen waren, verkrochen sich in Gassen und gerieten in noch größere Schwierigkeiten, weil sie urplötzlich angegriffen wurden. Immerhin waren sie bewaffnet und würden sich wohl wehren können. Er schüttelte traurig den Kopf. Er hasste diese Scharmützel. Im Grunde war es einfach nur Mord an den Räubern, die ihm selten gewachsen waren.
Ach was, vielleicht müssen wir ja gar nicht kämpfen.
Er wusste zwar in seinem Inneren, dass dies wohl falsch war, dennoch hoffte er darauf, dass die Räuber klüger waren, als ihre Freunde auf der weiten Welt.
Elia bleib stehen. Sofort stand auch Beoris und hatte eine Hand an der Waffe. Doch nichts geschah. An der Kreuzung. Schön, wenn man genau wusste, wann sie kommen würden. Dumm nur, wenn man trotzdem nichts daran ändern konnte. Er überlegte sich, seine Waffe zu ziehen. Allerdings wollte er nicht angespannt wirken. Sein Schwert würde schnell genug bei der Hand sein, das hatte er schließlich jahrelang geübt.
Sie waren nun beinahe an der Kreuzung. Auf einem der Dächer sah er eine Bewegung.
"Mei, ist jemand hinter uns?"
Er wusste gerne, ob er ganz eingekesselt war oder nicht vollständig. Das würde einiges ausmachen. Denn Mann auf dem Dach erwähnte er nicht. Mei war es sicher und Elia schien zumindest darin geübt zu sein, so etwas zu sehen. Sie hatten ihn vermutlich vor ihm bemerkt.
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Mei
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 01, 2010 5:11 am

Die Gasse war ziemlich schmal und die Häuser, da sie selbst gebaut waren, waren nicht gearde sondern hatten teilweise Überhang was die Gasse noch düsterer machte, doch durch die ständigen unfachmännischen Ausbesserungen war die Fassade auch nicht perfekt glatt und da die Häuser nicht besonders hoch waren könnte man dort gut hochklettern.
Elia blieb plötzlich stehen und warnte sie, dass an der nächsten Kreuzung der Hinterhalt vermutlich kommen würde. Normalerweise machte das Wissen von einem Hinterhalt, diesen zu einer Falle für diejenigen die auf der Lauer liegen, aber die Umgehungs- und Einkesselungsmöglichkeiten einer Dreiergruppe waren in dieser Hinsicht sehr begrenzt, er.
Als Beoris ihn fragte ob hinter ihnen auch schonw elche waren hatte er sich gerade umgedreht weil er meinte ein Geräusch gehört zu haben, tatsächlich sah man noch eine Mantelspitze in einem Hauseingang verschwinden und auf den zweiten Blick erkannte man an der gleichen Stelle eine Stiefelspitze, allerdings auch nur weil vorne Stahlkappen einen trüben Lichtsrahl reflektierten.
"Ja, er trägt wunderschöne glitzernde Stahlkappenstiefel, lasst euch nicht treten."
Er dachte gespannt nach was er tun könnte um ihnen einen Vorteil zu verschaffen, wie konnte er ihr Situation perfekt ausnutzen, es gab seiner Ansicht nach nur eine Möglichkeit.
Er schaute sich die Mauer vor sich an, es lugten viele Balken und Ziegel aus ihr heraus innerhalb weniger Sekunden wäre er oben, von dort könnte er den Zweien in der Gasse Deckung geben.
"Ich versuch euch von den Dächern aus zu decken, viel Glück euch beiden." mit diesen Worten kletterte er zielsicher an der Wand empor, am Dachsturz hielt er kurz inne; über das Dach schlich, ein wenig weiter an der Kreuzung, ein Mann mit einer geladenen Armbrust, auf der anderen Straßenseite war ebenfalls ein Schütze postiert, dieser schaute allerdings gerade in die Quergasse an der Kreuzung, vermutlich um sich mit seinem Anführer abzusprechen. Der Mann auf seiner Seite war nun auch am Rande des Daches angelangt und begann mit jemandem unten in der Gasse zu reden. Mei schwang sich (fast) geräuschlos vollständig auf das Dach und schlich bis zu einem Schornstein, der etwas näher an der Kreuzung stand, er konnte den Mann nun mit denen in der Straße reden hören, er unterschied mindestens 3 Stimmen, nochmal so viele auf der anderen Seite machte 6, plus denen die vor und hinter ihnen waren und denen die eventuell nichts sagten. Langsam wurde ihm doch ein bisschen mulmig zumute angesichts dieser vielfachen Übermacht und seiner spärlichen Bewaffnung, sein Katana hätte er jetzt brauchen können, sein Wakizashi erfüllte zwar seinen Zweck normalerweise ziemlich gut,a ber für soclhe Situationen brauchte man Reichweite.
Man hatte ihn noch nicht gesehen, er würde noch flüchten können, sie würden ihn nie erwischen bei der Verfolgung über die Dächer, andererseits hatte er den Beiden seine Unterstützung praktisch zugesagt.
Unten in der Gasse hörte er an der Hufe des Pferdes, welche hell auf die Pflastersteine schlug, dass sich Beoris und Elia wieder in Richtung Kreuzung in Bewegung gesetzt hatten, er würde sich schnell entscheiden müssen.

edit: ich hab euch jetzt einfach mal unterstellt, dass ihr nicht panisch im Kreis rennen und danach weglaufen wolltet, sollte das doch so sein bitte ich um entschuldigung^^
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 01, 2010 5:33 am

Er sah ein wenig verärgert Mei nach. Er wusste zwar, dass es wichtig war, dass die Dächer gedeckt wurden, dennoch konnte Mei genausogut abhauen. Obwohl, warum hätte er lügen sollen? Allerdings sorgte Meis Kletterpartie für den Umstand, dass sein Rücken nur von Elia gedeckt werden würde, was ihm einigermaßen missfiel. Nun beendete er sein kindisches Spielchen und zog doch sein Schwert. Es war sicher, dass er es benutzen musste.
"Elia. Macht es dir was aus meinen Rücken zu decken? Ich gehe in die Kreuzung, ich bin dafür besser gerüstet, denke ich. Du musst dann nur noch die uns verfolgenden und eventuell von den Dächern kommenden Banditen erledigen, wobei dir Mei vermutlich gut helfen kann."
Er ließ den höflichen Ton weg. Nun waren sie Waffengefährten. Und mit Leuten, mit denen man Blut vergoss musste man nicht höflich reden. Dennoch lächelte er ihr ermutigend zu. Er wusste nicht wie viele Angreifer es werden würden, doch war er kampferprobt und hatte keine echte Angst. Ein wenig mulmig war ihm, denn etwas konnte immer schief gehen, doch das war nichts gegen das Gefühl, das er bei seiner ersten Schlacht empfunden hatte. Damals wäre er schon fast vor der Schlacht vor Angst tot umgefallen.
Beoris sah zu seinem Pferd. Und ihm kam eine Idee. Er bezweifelte, dass irgendein Bandit einen Speer hatte. Das war eine sehr unhandliche Waffe und im Häuserkampf völlig nutzlos. Also würde er sein Pferd ohne Gefahr nutzen können. Solange Mei sich um die Typen auf den Dächern kümmerte, bestand eigentlich keine Gefahr. Ohne weiter nachzudenken schwang er sich in den Sattel. Gewittersturm wieherte leise.
"Kleine Planänderung. Du gehst in die Kreuzung, wenn sie kommen rennst du in die Gasse und kümmerst dich dann um unsere Verfolger. Ich presche in die Menge und metzel sie nieder. Einverstanden? Mei wird sich um die Fernkämpfer kümmern, also passiert dir wohl nicht viel."
Er grinste ihr schelmisch zu. Ein Plan war immerhin ein Plan. Sofort hatte er Bilder unzähliger Kämpfe vor Augen. Mal hoch zu Ross, mal zu Fuß, mal mit vielen Gefährten, mal mit wenigen. Doch im Grunde war es immer das Gleiche. Man musste den Feind überraschen. Und wer rechnete hier schon mit einem Kavallerieangriff? Dabei waren die Engen Gassen von vorteil, da er nicht umringt werden konnte. Zwar konnte er sein Pferd auch nur schwer wenden, dennoch würde die schockierende Wirkung ein Vorteil sein. Und da vermutlich nicht allzuviele Banditen ihr Unwesen trieben hatte er gute Chancen.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 01, 2010 8:27 am

'Mei, ist jemand hinter uns?' Beoris hatte Mei nach seinen Beobachtungen gefragt. Da Daewyn den Weg vor ihnen unter steter Beobachtung hielt, wartete sie einfach darauf, was Mei antwortete.
Mist, sie waren also tatsächlich bereits umstellt. Wenn Braham allerdings noch immer die gut 7 Brüder hatte, so würden sie nicht so grosse Probleme haben - Es waren eben doch nur Schläger. Doch da es schon eine Weile her war, seit sie das letzte Mal von ihm gehört hatte, könnte sich die Anzahl zu ihrem Pech schon ein wenig geändert haben.
Doch nebst den Männern hinter ihnen war ihr auch einer auf dem Dach aufgefallen - Und sie wettete, dass er nicht der Einzige dort oben war. Einige auch noch in den Gassen - Mist, es mussten einfach mehr als sieben sein.

Mei machte sich aus dem Staub. Nein falsch, er kletterte auf das Dach. Jetzt sah sie doch zurück, nämlich um Mei zu beobachten. Er schien äusserst geübt darin zu sein, auf Häuser zu klettern. Seine filligranen Bewegungen schienen eindeutig fein geübt worden zu sein. Sie erkannte einen Dolch in seiner Hand. Er war also doch bewaffnet, Daewyn hatte sich nicht in ihm geirrt.
Ein kurzes Lächeln kroch über ihre Lippen. Sie nickte ihm zu und sprach lautlos die Worte "Auf Wiedersehen", um deutlich zu machen, dass sie es nicht akzeptieren würde, falls er sich umbringen lassen würde oder sich gar aus dem Staub machte.

Der misteriöse Leibwächter war verschwunden und nur noch Beoris und Daewyn befanden sich in der Gasse, zusammen mit dem Pferd. Daewyn zog ihr Katana und nam eine Kampfposition ein. Auch Beoris hatte seines gezogen. Normalerweise hätte Daewyn einen beeindruckten Pfiff von sich gegeben. Es konnte sich durchaus sehen lassen, aber was war anderes zu erwarten von einem reichen Kerl wie ihm. Beoris fragte danach, ob sie seinen Rücken decken würde. "Natürlich" Automatisch erwartete sie aber, dass er dasselbe auch für sie tat. Diesen Kampf konnten sie alleine nicht gewinnen, soviel war klar. Sie hoffte nur, dass Mei seine Ankündigung wahr werden liess und sich auch noch um die Affen auf den Häusern kümmern würde.
Das ermutigende Lächeln von Beoris war absolut unnötig gewesen, aber durchaus anspornend. Sie erwiderte es mit einem selbstbewussten Grinsen. Sie würde kämpfen bis zum bitteren Ende. Sie war keine Frau, die wegrannte, und das sollte Beoris auch gefälligst wissen. Sie stellte sich der Gefahr, wenn sie vor ihr lag.

Nervenkitzel kam auf, Daewyn spürte, wie das altbekannte Adrenalin in ihr hochstieg, ihren Herzschlag beschleunigte und sie schneller atmete. Sie war ein einziges Bündel an Konzentration. Da schwang sich Beoris plötzlich auf den Rücken seines Pferdes. Verwundert blickte sie zu ihm rüber. "Was soll das?" Kriegt er kalte Füsse? Ich hätte nicht gedacht, dass er solch ein Feigling ist. Er erklärte ihr seinen neuen Plan, doch Daewyn war etwas skeptisch. "Ich bin zwar nicht unbedingt der Meinung, dass das helfen würde... aber es wäre ein Versuch Wert. Aber wie bin ich mir sicher, dass Ihr mir wirklich zur Hilfe kommt, wenn ich in die Gasse zurück komme?" Sie blickte hart in seine Augen. Misstrauen befand sich in ihren eigenen. Sie kannten sich erst seit wenigen Minuten. Wenn er nicht auftauchen würde, würde das womöglich ihren Tod bedeuten, denn alleine konnte sie sich nicht gegen die ganze Meute wehren.
Irgendwie tat es ihr leid, ihm so misstrauen zu müssen - Schliesslich war er es gewesen, der ihr so geschmeichelt hatte und sie war es, die sie überhaupt angesprochen hattte. "Es tut mir Leid, dass ich Euch diese Frage stellen muss - Aber ich muss sicher gehen, dass ich nicht in meinen eigenen Tod renne." Seine Antwort würde entscheiden, was sie als nächstes tun würde.
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Beoris
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 01, 2010 8:46 am

"Zweifel an meiner Ehre? Solche Worte habe ich seit langem nicht mehr gehört. Eine Absicherung? Schätzchen, wenn Pläne funktionieren soll braucht man vertrauen. Auch wenn ich mir deiner nicht sicher bin vertraue ich dir genug, um dir den Rücken zuzuwenden. Das solltest du auch tun. Aus der Not geboren. Ich könnte dich jämmerlich verrecken lassen. Was habe ich davon? Ein Schwert weniger an meiner Seite. Denkst du wirklich, das will ich? Verzeih mir, aber wenn ich dich tot sehen will bringe ich dich um. Ich brauche keine ungewaschenen Tagediebe dafür. Denkst du dieses Schwert ist nur um die Leute zu beeindrucken? Denkst du wirklich, wenn du mich anblickst, mir tief in die Augen siehst, dass ich dich im Stich lassen werde?"
Er beugte sich vom Pferd, sein Gesicht nahe vor ihrem, sein Blick bohrte sich in ihre Augen. Sein Gesicht war starr und keine Regung zeigte sich. Ein untergebener Soldat hatte ihm einmal gesagt, wenn er diesen Blick aufgesetzt hatte, könnte er jeden von allem überzeugen. Den Soldaten gäbe er Mut und Hoffnung und jeder, die ihm in die Augen sah wisse genau, dass er ihm vertrauen konnte. Angeblich. Allerdings war der Soldat zu diesem Zeitpunkt betrunken gewesen. Und hatte so ziemlich jedem seine unsterbliche Liebe erklärt,m doch Beoris hoffte auf wenigstens etwas Wahrheitsgehalt dieser Worte. Allerdings schien ihm diese Elia nicht dumm genug um tatsächlich seinen Plan abzulehnen. Selbst sie musste erkennen, dass ihnen dieser Plan gute Chancen einräumte. Nach einiger Zeit, die ihm wie Stunden vorkam, brach er das Schweigen.
"Also, was ist nun? Vertraust du mir genug, um unser beider Leben ein wenig zu verlängern? Mei interessiert das nicht. Er kämpft dort oben für sich. Und er stirbt auch nicht, so wie wir beide, wenn du ihm misstraust, denn er muss sich nicht auf dich verlassen. Aber ich sterbe. Und vor allem du. Denn wenn du mir nicht vertraust, wie kann ich dann dir vertrauen? Und kannst du mir sagen, wie du alleine gegen eine größere Zahl Gegner überleben willst? Mit verlaub, du siehst nicht wie die größte Kriegrin Amanoharas aus."
Natürlich übertrieb er. Er würde wahrscheinlich auch ohne sie überleben. Aber es gab einen Unterschied zwischen "wahrscheinlich" und "auf jeden Fall". Außerdem hasste er die ganzen Wunden, die er unweigerlich erleiden würde. Selbst wenn sie nicht ernst waren, so schränkten sie doch immer ein. Auch beim Liebesspiel. Und einige Wochen voll Keuschheit würde er nicht überleben.
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Mei
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 01, 2010 9:27 am

Mei rang noch mit sich selbst, der Attentäter in ihm wollte sich in Sicherheit bringen, der Krieger wollte kämpfen und Fakt war, dass er weder das eine noch das andere war, aber zur gleichen Zeit auch beides, dieses Dilemma hatte ihn bisher nie so stark getroffen wie jetzt, denn normalerweise war er nur für sich selbst verantwortlich.
Er rief sich seine Gespräche mit Beoris in Erinnerung, lies die letzte halbe Stunde Revue passieren, was er erlebt hatte, wie Elia ihnen über den Weg gelaufen ist, ihre Augen, ihre Eleganz, die Aura die sie umgab. Beoris mit seiner offenen, herzlichen Art, seiner Schwäche für Frauen und dem Potential das offensichtlich in ihm steckte,w elches er aber nur selten voll auslebte. All das rie er sich noch einmal ins Gedächtnis, dann die widerstreitenden Weltanschaungen seines Vaters und seines Meisters, der Ehrenkodex und der Überlebenswillen.

Hätte ihn jemand beobachtet, hätte er einen jungen Mann Anfang 20 gesehen, der hinter einem Schornstein auf einem maroden Dach kniete, in einem schwarzen Mantel, darunter schwarze Kleidung, die pechschwarzen Haare zu einem Zopf gebunden, in der Hand einen Dolch. Er hätte gesehen wie sich Entschlossenheit im Blick des Mannes zeigte, wie er den Mantel abstreifte, auf seinem Rücken würde man eine geschickt angebrachte Scheide mit einer katanaähnlichen Klinge sehen, man würde einen Gürtel voller kleiner Wurfmesser sehen, amn würde sehen, dass sich unter dem Mantel der Tod verbarg. Man würde sehen dass der Mann einen weiteren Mann auf dem Dach im Blick hatte und dass dieser Mann auch bewaffnet war, man hätte alle diese Dinge gesehen und man hätte gewusst was kommen würde. Aber niemand konnte es sehen, denn keiner der beiden Mänenr war da um gesehen zu werden und so konnte auch niemand ausser den beiden sehen was danach geschah und ausser ihnen sollte es niemand je erfahren.

out: wollte nurmal probieren wie sich das anhört, tut mir Leid um den vielen Pathos^^

in: Mei hatte seinen Entschluss gefasst, er wusste nicht was Beoris und Elia vorhatten, aber er war für die Dächer zuständig, er hatte es ihnen zugesagt, jetzt konnte er sie nicht im Stich lassen. Zwei Männer, geringe Distanzen, er würde das schaffen. Ohne ein geräusch streifte er den Mantel ab und verlies seine Deckung am Schornstein, der Mann weiter vorne hatte sich zur Seite gedreht und war nun mit Blick auf die Gasse in der Beoris und Elia liefen. Mei wichs einem Sichtfeld aus, in dem er einen kleinen Rechtsschwenker machte, danach war er genau hinter dem Mann, dieser vollauf beschäftigt mit der Beobachtung der Straße bemerkte ihn erst als eine schwarzbehandschute Hand seinen Mund zuhielt und ein Dolch in sein Herz eindrang, er zappelte noch ein wenig, doch dann war es vorbei. Mei legte den Leichnam fast behutsam auf die Dachschindeln, der Schütze gegenüber hatte noch nichts bemerkt, denn er redete immernoch mit den Leuten in der Gasse. An schweren Schritten und ein wneig Waffengeklirr hörte er wie die Räuber sich in der Gasse psoitionierten, bei einem Blick über den Dachsturz sah er wie Elia die Kreuzung fast erreicht hatte, Beoris war inzwischen aufgesessen und hielt sich im Hintergrund, der junge Adelige würde schon wissen was er tat, dachte er sich. Er nahm die geladene Armbrust des Toten in die Hand und nahm Ziel auf seinen Konterpart auf der anderen Straßenseite, dieser drehte sich gerade um, bald würde auch unten der Kampf beginnen.
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Daewyn
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 01, 2010 10:28 am

Daewyn war geradezu überrascht, wie heftig Beoris geantwortet hatte, sie war geradezu sprachlos. Noch nie hatte sie eine solche Reaktion erlebt. Und er nannte sie Schätzchen, was ihr seltsamerweise viel lieber war als der ganze Rest von dem Geschleime, das er bisher von sich gegeben hatte.
Sein Blick zeugte von der Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit eines Knaben und gleichzeitig der Ernstheit eines Kriegers im Angesicht des kommenden Kampfes, immer bewusst, dass er in jedem Kampf sein Leben lassen konnte. Beoris wurde in ein vollkommen neues Licht gestellt - Von einem Frauen umgarnenden Schleimer in das eines ernsthaften Mannes, dem Mann vertrauen konnte. Ihr war nicht klar, ob sich Beoris dieser Wirkung bewusst war.

Daewyn erwiderte seinen starken Blick, sagte erst nichts. Dann öffneten sich ihre Lippen und flüsterten: "Mein wahrer Name ist Daewyn Orlemitore'al... Ich vertraue dir."
Sie hatte tatsächlich ihren wahren Namen verraten - Das war ein grosser Vertrauensbeweis, zumindest in ihren Augen. Was er davon hielt, war ihr egal. Wenn er sie nach dem Grund fragen würde, weshalb sie einen falschen Namen benutzt hatte, so würde sie eben ein wenig von ihrem beschissenen Leben erzählen. San, ihrem Schwertkampflehrer und Vaterfigur würde es vielleicht sogar gefallen, dass sie neue Kontakte knüpfte. Sie liess sich selten auf andere Leute ein - Doch diese beiden, Mei und Beoris, waren von einem komplett anderem Schlag als der Rest, den sie bisher angetroffen hatte.
Sie zog an Beoris vorbei, wandte ihm den Rücken zu und ging mit festen Schritten zur Kreuzung. Als sie sie erreicht hatte, machte sie sich bereit. "Komm schon, Braham, sei kein Feigling und stell dich mir!" forderte sie den Bärtigen auf, der dem Aufruf allzu gerne folgte. Die Männer auf den Dächern entschieden sich, ebenfalls zu handeln, als gut 10 Männer auf Daewyn losgingen, von allen Seiten her kommend. Diese wich jedoch durch eine Lücke geschickt zurück in die Gasse, wo sich Beoris befand, stehts in drohender Kampfhaltung. Braham war ebenfalls einer unter den Männern, die Daewyn verfolgten und er hatte sich vollkommen auf Daewyn konzentriert.
Sie näherte sich immer mehr einer Hausfront zu ihrer Linken, so dass Beoris genügend Platz hatte, um mit seinem Pferd dazwischen zu preschen.
Der erste Schlag von einem gewöhnlichen Säbel, der die besten Jahre schon hinter sich hatte, wehrte Daewyn gekonnt ab und rammte dem Kämpfer den Griff ihres Katanas in die Magengrube, ehe sie sich um die Nächsten kümmerte. Der Typ würde zwar wieder aufstehen, doch vorerst war er mal aus dem Gefecht. Ihr schwarzes, langes Haar wirbelte um ihr Gesicht, auf dem sich der Ausdruck einer Wildkatze befand.
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Beoris
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 01, 2010 10:45 am

Beoris sah kurz überrauscht aus, dann lächelte er ihr zu. Daewyn also. Nun, er war zwar immer noch nicht sicher, ob sie die Wahrheit sagte, aber er vermutete es. Se musste schon sehr abgebrüht sein, um eine Lüge zuzugeben und einen falschen Namen durch eine andere falsche Identität zu ersetzten. Eine Abgebrühtheit, die er ihr nicht zutraute. Nicht jetzt, in dieser Lage. Nicht, nachdem sie ihn so merkwürdig angesehen hatte. Offenbar wirkte sein Blick. Schon im nächsten Moment sah er sie loslaufen. Er wartete lange. Sie stand wieder in der Gasse, wehrte schon den ersten Hieb ab, als er endlich lospreschte. Doch er konnte Schreie hören, als die Männer Brahams den Reiter wahrnamen. Angst drang aus jeder Silbe. Er grinste breit und schwang sein Schwert. Schreiend wie kleine Mädchen wichen einige der Männer zurück. Gewittersturm rannte einen vollkommen perplkex aussehenden Mann einfach um, er flog einen halben Meter, ehe eine Mauer seinen Flug bremste. Regungslos rutschte er zu Boden. Ob er tot war wusste Beoris nicht und es war ihm auch egal. Er drosch auf einen zur Seite weichenden Mann ein, dessen Körper noch einige Sekunden kopflos stehen blieb und dann umfiel. Einer er Räuber rannte schreiend weg und war schon über die Kreuzung als Beoris ihn einholte und ihm sein Schwert in den Rücken trieb, dann riss er sein Pferd herum und sah auf das Scharmützel vor ihm. Er hielt nur kurz inne, dann preschte er wieder los. Er schätzte die Schar der noch stehenden Männer auf insgesamt sechs, diejenigen, die ihnen gefolgtwaren nicht mitgerechnet. Das war in der Tat eine große Räuberbande, wenn man bedachte, dass sie in einer Stadt waren. Der nächste Mann starb unter einem Schwerthieb seinerseits, doch jetzt versuchten Brahams Männer ihn von der Seite anzugreifen. Das Pferd hatte seine Pflicht erfüllt. Beoris sprang ab und wartete vollkommen ruhig auf den ersten Angreifer. Jetzt, da er am Boden war, schienen seine Gegner offenbar Mut zu fassen. Breit grinsend schoben sie sich auf ihn zu, drei Männer, die immer weiter auseinander fächerten und ihn offenbar flankieren wollten.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 01, 2010 11:19 am

Beoris und Elia standen sich für einen unendlich langen Moment gegenüber in dem nichts geschah, danach, als wöllte die Welt die verlorene Zeit aufholen ging alles ganz schnell. Elia betrat die Kreuzung, die Räuber stürmten hervor, es waren mehr als Mei erwartet hatte, sie schlug sich kämpfend an den linken Straßenrand und dann preschte Beoris los, mehr konnte er nicht wahrnehmen, denn der Schütze auf der anderen Dachseite war nun an den Rand des Daches getrten, bereit zum Schuss. Doch Mei hatte die Situation bereits unter Kontrolle, die Armbrust, die Mei dem Toten abenommen hatte, hatte die ganze Zeit auf ihn gezielt, nun schoss er. Offensichtlich dachte der Bandit es wäre sein Freund, den er auf der anderen Seite wahrgenommen hatte, dementsprechend fassungslos starrte er auf den Bolzen in seiner Brust und danach auf Mei, dieser legte die Armbrust schnell beiseite und zog sein Wakizashi.

Der Mann mit den Stahlkappen kam aus der Straße, die sie gerade durchquert hatten angerannt, in der Hand ein Breitschwert, an seiner Seite einen Freund mit einem etwa unterarmlangen Kurzschwert. Mei spähte hinunter in die Gasse, etwas versetzt stand ein Räuber der von ihm noch nichts bemerkt hatte, er zielte mit seiner Waffe und sprang. Er landete zwar etwas unsanfter als geplant, dafür steckte sein Wakizashi senkrecht im Kopf des unvorsichtigen Räubers, der nun taumelte und schließlich fiel. Mit einer schwungvollen Körperdrehung zog und warf er eines seiner Wurfmesser in Richtung der beiden anstürmenden. Es traf den Stahlkappenträger direkt in den Hals. Dieser umklammerte daraufhin panisch seinen Hals und merkte wie das Blut durch seine Hände hindruchfloss, ins einen Augen war zu sehen, dass er wusste dass er eigentlich schon tot war. Der Zweite war nun schon fast heran, Mei zog schwungvoll sein Wakizashi aus dem Leichnam (das geht natürlich nicht so leicht, aber ich will das jetzt nicht ausführlich schildern und anatomsich ausführen), stellte sich in Kampfhaltung hin, in seine linke Hand hatte er seinen zweiten Dolch genommen, der normalerweise im Stiefel steckte.
"Komm her, ich zeige dir die andere Seite." rief er dem Angreifer provokativ entgegen und stürzte sich wütend auf ihn. Mit einem so grimmigen Gegner hatte sein Gegenüber offenbar nicht gerechnet, als er angriff war er unsicher und es war Mei ein leichtes ihn zu parieren. Er schlug das Kurzschwert des Räubers mühelos bei Seite und stach mit dem Dolch in den Magen und gab ihm anschließend einen Tritt, der ihn zurücktaumeln und stürzen lies.
Sein Gegner fiel auf die Knie und hielt sich weinend und um Gnade bettelnd den Bauch, aber Mei kannte keine Gnade, er war in einer Art Blutrausch, also ging er hinter sein Opfer, nahm den Kopf in die Hand und trennte diesen mit einem sauberen schnellen Schnitt vom Körper, danach warf er ihn in die Gruppe der Räuber, welche noch nicht besiegt war, bzw. sich gerade im kampf befand, viele waren es nicht mehr. Der Torso schlug dumpf auf den Pflastersteinen auf.
Die Straße war innerhalb von wenigen Sekunden rot vor Blut und im halbdunkeln der Gasse hallten die Schreie des Kampfes von den Fassaden wieder, ein gespenstischer Anblick wie er später feststellen würde.

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Daewyn
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 01, 2010 11:44 am

Daewyn duckte sich gerade aufgrund eines Hiebs einer stümperhaft geführten Keule, die über sie hinwegzischte, als Beoris mit seinem Pferd die Räuber auseinander trieb. Mit Unbehagen bemerkte sie in ihren Augenwinkeln, dass Beoris die Leben der Räuber nicht verschohnte und sie niedermetzelte. Hätte sie Mei auch noch gesehen, so wäre ihr das Blut in den Adern gefrohren. Natürlich hatte auch Daewyn es erlernt und tun können, doch sie würde nie jemanden töten, wenn es nicht wirklich sein müsste. Diese Räuber waren NICHTS ohne ihren Anführer.

Der Einzige, der hier sein Leben lassen sollte, war Braham selbst. Ausser aber ihr eigener Tod würde daraus folgen, wenn sie ihrem Gegner nicht zuerst das Leben nahm. Hier reichte es aus, sie kampfunfähig zu machen.
Dem Schwinger der Keule fügte sie eine ziemlich ungefährliche Wunde zu. Er war wesentlich jünger und wohl erst seit kurzem dabei. Sie bedauerte es, dass solch ein Junge in diese Bande geraten war, wo er doch zu besserem fähig wäre. Mit ihrem Katana fügte sie ihm einen langen, tiefen Schnitt im Oberschenkel zu, sodass er auf die Knie sackte und in Zukunft nur noch humpeln würde. Der Säbelfuchtler, der zuvor den Griff ihres Katanas gespürt hatte, war jedoch wieder hinter ihr und startete einen erneuten Angriff. Daewyn war schneller, vollführte eine halbe Drehung und zog ihm die Klinge von der rechten Schulter zur linken Hüfte. Er hatte seinen Säbel zu einem Hieb angehoben und war vollkommen schutzlos. Auch er brach weg. Nun fokussierte sie einen neuen, alten Gegner.

Braham hatte sich vor dem Pferd retten können und stand jetzt vor ihr, in seiner Hand ein Schwert, wie man es überall sah. Die beiden umkreisten sich, als wären sie zwei Wölfe, die um ihre Beute kämpften - Was ja eigentlich auch der Fall war. Es war wie ein 'sich an den Gegner herantasten'. Die beiden schätzten sich gegenseitig ein und Daewyn kam zur Folgerung, dass Braham ein wesentlich gefährlicherer Gegner war als sie gedacht hatte. Die noch übrigen Männer hielten sich aus dem Kampf der beiden raus. Es hatte ja noch Beoris und Mei, deren Leben man stehlen konnte.
Die erste Attacke kam von Braham und Daewyn wehrte sie mit ihrem Katana ab. Im gleichen Zug wagte sie einen Gegenangriff und versuchte, ihr Schwert in seine Magengrupe zu stossen, doch Braham wich gekonnt aus.
Daewyn führte ihr Katana links, wie sie es auch sonst meistens tat.
Die folgende Abfolge hinterliess Spuren an beiden Kämpfern. Daewyn war um ein Mal mehr froh, dass sie wenigstens noch lederne Handgelenksschützer zu ihrer alltäglichen Kleidung trug, mit der sie die flache Seite des Schwertes falls nötig abwehren konnte, ohne gross Schaden zu nehmen.

Beide waren in den Kampf konzentriert und beide hatten Hiebe ausgeteilt, aber auch einstecken müssen. Daewyn hatte mehrere Kratzer an ihrem rechten Arm. Sie konnte ihn schlechter kontrollieren als den anderen aufgrund des Knochenbruchs, den sie als Kind erlitten hatte und nicht gut verheilt war.
Braham jedoch hatte einen an der Wange und mehrere an den Beinen. Seine Beinarbeit war einfach miserabel. Der Kampf kam Daewyn viel länger vor, als er eigentlich gewesen war.
Der Schluss des Kampfes war eigentlich ganz simpel: Braham fiel zu Boden, sein Schwert fiel aus seiner Hand und Daewyn rammte ihm ihr Katana in den Brustkorb. Ein Röcheln kam aus Brahams Kehle, als er nach Luft schnappte und etwas sagen wollte. Seine Lunge füllte sich mit Blut. Daewyn drehte die Klinge, sodass Luft in seinen Körper eintrat und zog sie erst herraus, als sein Körper erschlaffte.
Mit dem Tod Brahams war auch die Räuberbande geschlagen... Und in Daewyn selbst kam Übelkeit hoch. Sie hatte einen Menschen getötet. Er war nicht der Erste. Und er hätte sie getötet, wäre sie nicht schneller gewesen. Fürs Erste drängte sie die Übelkeit weg - Sie würde früh genug wiederkommen. Mit etwas bleichem Gesicht wandte sie sich an Beoris und Mei. Bei Meis Anblick weiteten sich ihre Augen. Eindeutig KEIN normaler Leibwächter.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Do Dez 02, 2010 7:36 am

Die drei Männer waren nun in Reichweite. Beoris fokussierte sich ganz auf sie, was Daewyn tat wusste er nicht. Seine Gegner grinsten ihn dämlich an. Beoris grinste zurück und schlug blitzschnell einen Halbkreis mit seinem Schwert. Der Gegner auf seiner rechten Seite reagierte viel zu langsam, so dass seine Kehle einen tiefen Schnitt aufwies. Grugelnd ging er zu Boden, das Grinsen seiner Kumpane, die noch rechtzeitig zurück gesprungen waren, verblasste.
Doch schienen sie nicht aufgeben zu wollen. Sie waren wohl gieriger als sie klug waren. Doch dem Schwerthieb des ehemals Mittleren wich Beoris ohne Mühe aus und spaltete ihm seinerseits mit einem schnellen Hieb den Schädel. Der Dritte sah grauenerfüllt zu Beoris. Dann wanderte sein Blick zu dem sterbenden Braham. Nun kam anscheinend auch ihm, dass seine Überlebenschance sehr gering waren. Er drehte sich auf dem Absatz herum und rannte in eine der Gassen davon. Noch ehe der Klang des zu Boden fallenden Schwertes verklungen war, sah man den Besitzer schon nicht mehr. Beoris Blick wanderte über die Kreuzung. Daewyn sah aus, als wäre ihr speiübel. Offenbar war sie das Töten nicht gewohnt. Mei wirkte ein wenig wie in einem Blutrausch, beruhigte sich allerdings langsam wieder. Irgendwie passte Mei so gar nicht zu dem Bild des Attentäters in Beoris Kopf. Ihm schien immer mehr, dass der junge Mann nur ein halber Assasine war, den ein Teil von ihm schien ausgesprochen gerne und gut zu kämpfen.
Er wischte seine Waffe an einer der Leichen sauber. Diese sahen nicht aus, als trügen sie etwas wertvolles bei sich. Er machte sich nicht die Mühe, ihre Leichen zu durchsuchen. Er war reich, sollten doch die Bewohner dieser Häuser die Leichen plündern, sie hatten es wahrlich nötiger als er. Er ging auf Daewyn zu.
"Alles in Ordnung? Du... du tötest nicht oft."
Es war keine Frage. Man sah es ihrem Gesicht an, in dem Abscheu geschrieben stand.
"Ist es... War es das erste Mal? Wenn du reden willst..."
Er lächelte ihr freundlich zu und schwieg dann. er wusste selbst noch, wie hart es am Anfang war. Und manchen half es zu reden. Wenn sie ihn brauchte, wäre er da. Außerdem konnte man sich in solch sensiblen Gesprächen immer näher kommen. Auch wenn es nicht seine Hauptintention war, so hätte er gelogen, wenn er behauptet hätte, dass ihm dieser Gedanke nicht gekommen war. Mei stand noch bei den Leichen, aber er benötigte wahrlich keine Hilfe.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Do Dez 02, 2010 9:08 am

Er war nie wirklich weg gewesen, doch seine Sinne hatten sich lange nur auf den Kampf beschränkt, als er alle Gegner getötet hatte klärten sich seine Sinne langsam wieder. Beoris kümmerte sich ausgesprochen schnell um die Räuber, die dumm genug waren ihn anzugreifen, ausserdem war Elia viel interessanter. Offenbar konnte sie mit Schwertern umgehen, ihre Bewegungen waren flüssig und präzise und sie war ihrem Gegner haushoch überlegen, doch die Tatsache dass die zwei Gegner die sie vorhin bekämpft hatte noch lebten machten ihn stutzig. Sie konnte gut kämpfen, hatte Ausrüstung wie er, aber mochte nicht töten? Offenbar war sie keine Assassinin, eine porfessionelle Diebin, gab es sowas überhaupt? Anders konnte er es sich nicht erklären, doch dass sie ihre Gegner am Leben ließ war schlecht, solche Geschichten sprachen sich dadurch nur noch schneller herum, die Häuser hatten aus Angst vor Einbrüchen an der Straßenseite keine Fenster, die Anwohner konnten sie nicht beobachtet haben, es gab also nur noch drei Zeugen. Einer hatte eine nicht unerhebliche, wenn auch nicht unbedingt tödlichen Schnitt über den gesamten Oberkörper abbekommen, Mei sah ihn gerade noch panisch um die Ecke schlingern, auf seinem ganzen Weg verlor er viel Blut. Der Zweite konnte nur noch Hinken, er wollte seinem Kumpanen offenbar hinterher, unbehelligt von Elia und Beoris. Der Andere würde vermutlich sowieso sterben, aber der Hinkende war noch jung, so konnte man sich schnell Feinde fürs Leben machen, er würde sterben müssen. Der Letzte war noch frisch und unverletzt, ihn würde er nicht mehr einholen könne, ausserdem schien er mehr als genug gehabt zu haben, mit etwas Glück hatte er einen Nervenzusammenbruch und man würde ihn für verrückt erklären.

Er sah kurz Beoris an, er redete mit Elia, diese sah ziemlich bleich aus, bei Beoris konnte er es nicht erkennen, denn der hatte ziemlich viel Blut im Gesicht, allerdings glaubte er nicht, dass es ihm viel seelischen Schmerz beschert hatte.
Dann kletterte er, kurzentschlossen, die Fassade zu seiner linken hoch, über das Dach würde er den Hinkenden schnell eingeholt haben. Als er am Rande des Daches angekommen war, war der junge Mann noch nicht weit gekommen, im Schnecken tempo bewegte er sich vorwärts. Er hob die zweite, noch unbenutze, Armbrust auf, zielte und lies den Bolzen fliegen, die Entfernungen waren wieder nicht besonders groß. Als das Geschoss eintraf schien der Mann einfach stehen zu bleiben, er gab keinen Laut von sich, rührte sich nicht. Dann fiel er auf einmal dumpf auf den Gassenboden. Etwas entfernt sah er den Anderen, der inzwischen nur noch kriechen konnte, offensichtlich war der Schnitt tief genug gewesen, sodass er tötlich war. Eine Bauchverletzung war etwas unglaublich ekelhaftes, er war froh ihn nicht verfolgen zu müssen.

Manchmal fragte er sich selbst ob er gerne tötete, kam jedoch immer zu der Antwort, dass er es nur gewohnt war, es fiel ihm leichter, aber er machte es nicht aus reinem Vergnügen und ohne triftigen Grund, oder aus einer Laune heraus, wie das normalerweise mit Vergnügen so der Fall ist. Er drehte sich um, jetzt müsste er noch seinen Mantel hohlen, dann könnten sie weiter gehen. Er nahm Anlauf auf dem schrägen Dach, sprang kurz vor der Dachkante ab und segelte über die Gasse, direkt über Beoris Stute hinweg, die etwas beunruhigt schnaubte. Allerdings hatte er sich ein wneig verschätzt, so musste er sich an der Dachkante des anderen Hauses festklammern um nicht abzustürzen, er hatte die Entfernung ein bisschen zu gering eingeschätzt. Nun ja, er war ja noch jung, so schlimm sah er das nicht. Mit einem Klimmzug zog er sich aufs Dach, ging zu dem Schornstein, nahm seinen Mantel, ging zu dem Leichnam des ersten Schützen, nahms einen Dolch und landete dann geschmeidig neben Elia in der Gasse. Manchmal war er selbst von seiner Kaltschnäuzigkeit erstaunt.
"Für die Zukunft solltet ihr euch merken, dass man niemanden zwischen 18 und 30 entkommen lässt, diese Altersgruppe sinnt leider viel zu oft nach Rache vor allem wenn sie nur leicht verwundet wurden. Ist alles in Ordnung mit dir Elia?" Sie war im Vergleich zu vorhin in der Tat irgendwie noch bleicher geworden, soweit das noch möglich war. Vermutlich kam sie mit der Gewalt nicht zurecht, das Tat er am Anfang auch nicht, es dauerte manchmal sehr lange bis man sich daran gewöhnt hatte.
"Der Mensch ist des Menschen Wolf." bemerkte er, als er abschließend noch einmal auf das Schlachtfeld blickte.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Do Dez 02, 2010 10:15 am

Daewyn bemerkte noch einen Räuber, der vor Beoris floh. Sie stützte sich nun mit einer Hand an einer Hausfassade ab, falls ihr doch noch schwindlig werden würde und hatte das fliehende Beinpaar gerade noch wahrgenommen. Anschliessend kam Beoris zu ihr rüber und erkundigte sich über ihr Wohlergehen. Sie war froh, den Blick nicht auf die blutbesudelte Strasse lassen zu müssen und ihm in die Augen sehen zu können - Leider war sein Gesicht auch nicht gerade blutfrei, aber es war immerhin menschlich.

Seine Feststellung musste sie gar nicht erst bestätigen. Man sah es ihr wahrscheinlich allzu gut an. Die nächste Frage beantwortete sie mit einer leisen, gebrochenen Stimme. "Nein." Sie räusperte sich und versuchte, ihrer Stimme mehr Festigkeit zu geben, was ihr auch gelang. "Er... war nicht der Erste. Aber ich gehe dem Töten lieber aus dem Weg. Es ist gegen..." fast hätte sie 'unseren' gesagt, änderte diese Formulierung jedoch sehr schnell. "meinen Codex." Viele dieser Männer waren nur Mitläufer. Hätte Braham sie nicht zu solchen Taten verleitet, so hätten einige von ihnen vielleicht ein besseres Leben haben können. Vielleicht ist das auch nur ein Irrglaube - Aber ich halte daran fest. Sie wollte nicht darüber reden, deshalb schwieg sie, bis Mei heran kam.

Mei war grausam anzusehen. Bei seinem Anblick wäre Daewyn normalerweise erschrocken, doch da sie schon länger den Verdacht hatte, dass da irgendetwas im Busch war, verwunderte es sie nicht. Seine vielen Waffen, seine Kleidung, seine Gangart, seine Art Dächer zu erklettern und sein ganzes Selbst sprach dafür, dass er mit Töten kein Problem hatte - Vielleicht verdiente er sich sogar seinen Lebensunterhalt damit. Mei kletterte erneut die Fassade hoch und Daewyn beobachtete ihn. Er war nun auf dem Dach verschwunden. Ein Klicken und ein Surren eines Pfeils war zu hören. Als Daewyn ein dumpfes Flump hörte, konnte sie sich schon einen Reim auf das Ganze machen. Er hatte wohl einen ihrer Flüchtlinge umgebracht. Sie wollte erst gar nicht daran denken und verbannte den Gedanken aus ihrem Gedächtnis. Momentan gab es wichtigeres zu bedenken.

Mei kehrte zurück und machte erneut einige Turnübungen, um bald mit seinem Mantel zurückzukehren. Seine Aussage machte ihr nichts aus. "Es scheint, dass ich nach anderen Prinzipien lebe als Ihr beide. Ihr habt Recht, es mag vielleicht töricht sein - Aber ich töte nur, wenn es keinen anderen Ausweg gibt. Ausserdem... spielen sie momentan und auch in einigen Jahren noch auf einem ganz anderen Level als ich." Nach dem Tadel erkundigte sich jedoch auch Mei nach ihrem Zustand. Sie lächelte nur schwach. Erst knallhart ein solches Blutbad veranstallten und anschliessend feinfülige Bemerkungen? Diesen Männer schien das Töten wirklich nichts aus zu machen. "Ich... glaube ja." beantwortete sie die zweite Frage. Ihr blutverschmiertes Katana hielt sie noch immer in der Hand. Sie wischte es an Braham ab, ehe es wieder an seinen Platz an ihrer Hüfte zurückkehrte. Sie straffte die Schultern. "Na dann... ich glaube, ich muss euch noch zum Gildenverzeichnis führen... Es tut mir Leid, dass ihr hier reingezogen worden seid." Da fiel ihr ein, dass sie Mei noch gar nicht ihren wahren Namen mitgeteilt hatte. "Auch habe ich mich Euch anfangs mit einem falschen Namen vorgestellt. Dafür möchte ich mich ebenfalls entschuldigen. Ich heisse Daewyn Orlemitore'al."
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Fr Dez 03, 2010 4:50 am

Der Name den sie ihm genannt hatte war zu kompliziert um ihn sich ausdenken zu können, er hatte sowieso nur Daewyn behalten und irgendwas mit O, war bestimmt nicht so wichtig, offenbar hatte dieses Scharmützel allen beteiligten einen gehörigen Vertrauensschub verpasst.
Sie sah zwar immernoch so aus als würde sie sich demnächst übergeben, aber ihre Stimme war klar und klangs chonw esentlich besser, als gerade eben noch.
"Nun, wenn wir schon bei der Wahrheit sind, ich bin nicht sein Leibwächter, wie es scheint hat er auch keinen nötig." er lächelte sie an und schaute zu seinem neuen Begleiter "Beoris, du musst etwas tun, wenn du so auf die Straße gehst wirst du binnen Sekunden von der halben Stadtwache umzingelt sein, so wie du mit Blut besudelt bist."
Bis auf die eine Geschichte mit dem Kopf abtrennen war sein Kampfstil eigentlichso, dass er selbst ziemlich wenig Blut abbekam, er konnte an seiner Kleidung einige kleine Spritzer erkennen, die aber auf dem Schwarz nicht weiter auffielen, zudem hatte er seinen Mantel der seine Ausrüstung und zur Not auch sein Gesicht gut verdeckte. Beoris hingegen sah aus als hätte e rin Blut geduscht und als sich Mei seine Opfer ansah konnte er auch verstehen warum; ausnahmslos alle hatte Kopfverletzungen, die meisten hatten eine Schlagaderverletzung und da Beoris beim Schlag immer vor ihnen stand hatte er einiges abbekommen.
"Gibt es hier irgendeinen Abwasserkanal in dem Beoris sich zumindest notdürftig waschen kann?" die Frage ging an Daewyn
Beoris Pferd hatte es eigentlich auch nötig, auch wenn ihm die Idee sich in dem mit den Fäkalien verseuchten Abwasser zu waschen bestimmt nicht gefallen würde.
"Für dein Gesicht kann ich dir ein Tuch ausleihen, dass du dir davor binden kannst, dass du die Scheiße in dein Gesicht reibst wäre wohl zu viel verlangt." Bei dieser Aussage grinste er schelmisch in Richtung Beoris, das hatte man davon wenn man ihn als Leibwächter titulierte.


Zuletzt von Mei am So Dez 05, 2010 1:22 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Fr Dez 03, 2010 7:53 am

Beoris sah aus den Augenwinkeln wie Mei die Fassade hochkletterte. Er hörte noch das Klacken der Armbrust, sah kurz den Bolzen fliegen und schließlich drang ein dumpfes Geräusch durch die Gasse. Ein Zeuge weniger. Er war nicht von solch einer Maßnahme überzeugt. Kein Räuber gab freiwillig zu, dass er einen Überfall begehen wollte. Man würde ihn hinrichten und Beoris geschah vermutlich nichts weiter als dass er Beglückwünscht wurde. Da sah man den Unterschied im Leben. Mei konnte sich selten zeugen leisten. Beoris hingegen war es egal, er bewegte sich normalerweise auch nicht in illegalen Gefilden und musste nicht auf Zeugen achten. Doch beim Anblick Daewyns, der Meis Methoden auch nicht zu behagen schienen, beschloss er das Thema erst einmal nicht anzusprechen.
Nachden Mei zu ihnen gestossen war und Daewyn sich für die Unannehmlichkeiten enschuldigt hatte lachte er auf.
"Ich habe mich zu entschuldigen. Denn ich bin überzeugt, dass ich der hauptsäcliche Magnet dieses Angriffes war."
Er schwieg zu Daewyns Enthüllung, wie Mei wollte er das nicht kommentieren. Er verstand, dass man Fremden nicht einfach den Namen nannte. Auch wenn sie noch immer mit Misstrauen zu beäugen war. Denn in einer Notsituation zu helfen, was ihr selbst vermutlich das Leben geschenkt hatte, überzeugte ihn nicht von ihrer Redlichkeit. Dafür grinste er bei Meis Geständnis.
"Verzeih diese Unwahrheit. Doch fand ich, dass Mei sich in dieser Rolle ganz gut machen könnte. Und er hat die Richtigkeit meiner Vermutung bewiesen."
Dann sagte er zu dem jungen Assasinen gewandt:
"Ist das mit dem Blut so schlimm? Ach, wie schaffst du es nur so sauber zu sein?"
Er sah an sich herunter. Seine silbern glänzende Rüstung war nicht mehr silbern. Sie glänzte zwar noch immer, allerdings vor Blut. Er wischte mit dem Ärmel übers Gesicht, stellte jedoch fest, dass auch sein Wams einiges Blut abbekommen hatte. Er hatte wahrscheinlich alles noch schlimmer gemacht. Meis Schadenfreude war im folgenden Kommentar nicht zu überhören. Beoris musste zugeben, dass seine Art zu kämpfen nicht für Unauffälligkeit geschaffen war. Er war ein ehrlicher und aufrechter Mann und in Kämpfen bestand sein Ziel darin zu töten. So sicher es ging. Auf Kosmetik nahm er keine Rücksicht. Dabei wurde man nun eben mit Blut bespritzt, was in Schlachten aber viele Vorteile mit sich brachte. Zum einen sah man schnell aus, als hätte man schon hunderte Gegner niedergemacht. Dies und die Tatsache, dass er wie ein Berserker aussah, sorgten für viel Furcht, was es leichter machte. Außerdem taten dem Berserker-Image viele gespaltene oder abgeschlagene Köpfe durchaus gut. Mei hingegen fand sichtlich gefallen an dem Gedanken, dass Beoris sich mit Wasser, das kaum Sauberer war als ein Bottich mit Exkrementen, waschen musste. Womöglich trug hier der Gedanke an seine hohe Geburt zu noch mehr Amusement bei. Doch Beoris beschloss ein Spielverderber zu sein und griff auf die Wasservorräte in seinen Satteltaschen zurück. Auch Gewittersturm bekam etwas ab. Als Beoris wieder zu den beiden anderen zurückkehrte waren Ärmel, Hose und Haar klatschnass, dafür glänzten die Rüstungsteile wieder in strahlendstem Silber. Er schüttelte seinen Kopf, sodass Mei von einigen Tropfen getroffen wurde. Er blickte entschuldigend, grinste dabei aber und es war unschwer zu erkennen, dass er dies absichtlich getan hatte.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Fr Dez 03, 2010 11:28 pm

Nun hatte sich also ihr Verdacht bestätigt. Daewyn lächelte. "In solch eine Richtung hatte ich bereits gedacht. Mir war bereits aufgefallen, dass kein Leibwächter seid, Mei. Oder zumindest hat Euer Verhalten und euer Können nicht in mein gäniges Leibwächter-Bild gepasst. Ihr seid... zu gut." äusserte sie ihre Vermutung. Ausserdem war da irgend etwas zwischen euch das mich stutzig machte. Ein geheimer Witz... Das war er wohl.
Sie atmete ein paar Mal tief durch und schmeckte den Gallengeschmack, der sich zuvor in ihrem Mund breit gemacht hatte. Deshalb nahm sie ihren Wasserschlauch hervor und spülte ihn weg.
Anschliessend hielt sie Beoris den Schlauch hin. "Es ist nur wenig Wasser - Aber immerhin etwas. Das säuberste Wasser gäbe es nun mal am Strand. Hier in der Nähe hat es jedoch schon eine Art Abwasserkanal... Falls Ihr euch nicht durch die Gassen zum Strand schleichen wollt." Beoris winkte jedoch ab und kramte seine eigenen Wasservorräte hervor. Als Daewyn ihn das nächste Mal sah, war er klitschnass - Und geradezu blutfrei. Sie beäugte ihn kritisch. "Nun, ich denke, das sollte gehen - Auch wenn sich jeder fragen würde, warum zum Teufel ihr an einem solchen Tag so nass seid - Und falls ihr baden gegangen seid, so wäre es seltsam, dass Ihr das mit der Rüstung gemacht habt." bemerkte sie.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   So Dez 05, 2010 1:55 am

Als Beoris ihn fragte warum er noch so sauber war, lächelte er leicht amüsiert:
"Jahrelange Übung. Du kannst dir sicher vorstellen, dass es sich in meinem Metier nicht auszahlt wie der Tod höchstpersönlich durch die Gegend zu marschieren, das erregt Aufmerksamkeit von den falschen Leuten und es könnte in Verbindungen mit bestimmten Ereignissen gebracht werden. Verbindungen die besser nicht gemacht werden sollten, du verstehst?" er zwinkerte Beoris zu, da der, im Gegenstaz zu Daewyn sich eine sehr konkrete Vorstellung davon machen konnte, von welcher Art diese Ereignisse waren von denen er sprach.
In Richtung Daewyn gewand sagte er: "Das ehrt mich, ich denke ihr habt auch schon einschlägige Erfahrungen mit Leibwächtern gemacht? Sie sind in der Tat meisten einfach nur grobe Schläger ohne Hirn."

Beoris schien nicht sonderlich erpicht darauf zu sein, sich in einer Kloake zu waschen (durchaus verständlich), deshalb nahm er seine Trinkwasservorräte und säuberte sich damit so weit wie möglich, mit, zugegebenermaßen, ziemlich großem Erfolg. Dass sich jetzt natürlich jeder fragen würde warum er bei diesem herrlichen Wetter so nass sei ohne zu stinken (man glaubte garnicht wie viele Idioten es immer wieder schafften in irgendwelche Abwässer zu fallen, das wäre kaum aufgefallen, zudem hätte man seine Gegenwart eher gemieden).
Allerdings hatte das Ganze auch etwas Gutes, es war nicht sonderlich angenehm neben jemandem herzulaufen, der roch wie eine Bedürfinsanstalt.
Als der alte Kindskopf dann endlich fertig war ihn mit Wasser zu bespritzen, musterte er ihn und Daewyn noch einmal aufmerksam. Sie sahen, den Umständen entsprechend, doch noch ziemlich frisch aus und Daewyn würde vermutlich von Natur aus genau so wenig Aufmerksamkeit erregen wie er, es konnte also weitergehen.
"Willkommen zurück unter den Lebenden, jetzt siehst du wieder einigermaßen aus wie ein Mensch. Ein ziemlich nasser Mensch zwar, aber immerhin nicht mehr wie der Schlächter vom Lenadur. Ich denke wir können weiter gehen." Erwartungsvoll sah er zu Daewyn, er vertraute ihr zwar immer noch nicht so wirklich, aber immerhin wollte sie keinen umbringen, auch ihn und Beoris nicht. Der Rest war ihm ziemlich egal, mit Dieben würde er fertig werden. Er ging einfach mal davon aus, dass sie eien Diebin war, aus dem einfachen Grund weil sie offensichtlich keine Attentäterin war, ansonsten aber alle Anzeichen für ein ähnlichen Beruf aufwies. Wie dem auch sei, sie würde ihn und Beoris zum Gildenverzeichnis führen, was schon einen Wert an sich hatte.
Mei überschlug kurz wieviele Menschen Beoris und er schon in den wenigen Stunden ihrer Bekanntschaft getötet, beziehunsgweise verletzt hatten....es waren wohl ein bisschen zu viele wie er feststellte. Sie sollten sich besser zurückhalten oder innerhalb eines Monats wäre Lenadur entvölkert.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   So Dez 05, 2010 6:24 am

"Nun, da mich jeder ansieht ist es egal ob ich nun noch ein wenig auffälliger bin oder nicht. Außerdem fällt ein stinkender Adeliger mehr auf als wenn er nass ist. Denn normalerweise bringt man uns bei zu laufen."
Er lächelte und sah sich dann um. Im Grunde hatte er keine Ahnung in welche Richtung er laufen sollte. Wenn man sich hier nicht auskannte sollte man in der Tat auf den Hauptstraßen bleiben. Tinae empfand er als für Reisende deutlich angenehmer. Außerdem gefielen ihm die Holzhäuser dort besser als dieser ganze Stein. In Tinae besaßen meistens nur Reiche Steinhäuser. Er schüttelte leicht den Kopf und dachte nicht darüber nach, wie er seine Heimat vermisste. In den ersten Wochen war es deutlich schlimmer gewesen.
"Daewyn? Führst du uns nun zu den Gildenübersichten?"
Er wollte schnell hier weg. Auch wenn er ein Krieger war und der Anblick zur Gewohnheit geworden war, fand er es nicht gerade angenehm zwischen Leichen zu stehen. Außerdem war inzwischen die halbe Kreuzung eine einzige Blutlache. Und mit jeder Sekunde, die sie hier verweilten, stieg die Wahrscheinlichkeit, dass Passanten vorbeikamen. Auch wenn dies eine Nebenstraße war und nachts vermutlich nicht benutzt wurde, so war es doch zu erwarten, dass tagsüber der ein oder andere Mensch diese Wege entlangging. Sein Blick strich über die Haäuser um sie herum und striff dabei Mei. Er musste grinsen als ihm kam, dass sie jetzt innerhalb vom etwa anderthalb Stunden zwei Männer verprügelt und über fünf weitere getötet hatten. Wie viele gestorben waren wusste er nicht, er zählte in Kämpfen nicht mit und hatte keine Ahnung, wie erfolgreich Mei gewesen war. Von Daewyn wusste er, dass sie nur Braham getötet hatte. Sie schien erstaunlich freidlich wenn man ihre Kleidung ansah. Vermutlich bestand ihr Geschäft nicht daraus Menschen zu töten. War sie dann eine Diebin? Oder eine Spionin? Er beschloss den Gedanken erst einmal zurückzustellen. Schließlich wollte er ja weg und würde es entweder noch später herausfinden oder ihr für immer Lebewohl sagen, was zur Folge hätte, dass er sich keine Gedanken mehr machen musste.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mo Dez 06, 2010 8:41 am

Mei liess sie immernoch im Dunkeln was seine Berufung anging. Irgendwie... nervte sie das schon ein wenig, aber sie beliess es dann einfach dabei. Sie wusste, dass er sehr gefährlich war, und das war eine der wichtigsten Informationen, um die sie sich momentan hätte sorgen machen müssen.

Ursprünglich hatte sie die beiden angesprochen, weil sie sie hatte ausrauben wollen, doch jetzt war sie sich nicht mehr so sicher. Die beiden waren durchaus gefährlicher als ihre normale... Beute und sie ging ein extremes Risiko ein, falls sie ihr Vorhaben tatsächlich durchziehen würde. Sie beschloss deshalb, sich erst mal mit dem Gedanken anzufreunden, die beiden in Ruhe zu lassen - Ael hätte nicht gewollt, dass sie ebenfalls bei einem Diebstahl ums Leben kam. So leichtfertig ging Daewyn nicht mit ihrem Leben um. Sie seufzte schwer. Ob die beiden Begleiter ihr Seufzen auf ihre Erschöpfung oder auf eine andere Quelle beziehen würde, war ihr nicht klar und er war ihr im Moment auch vollkommen egal. Jetzt musste sie sie erst mal zu den Verzeichnissen führen.

Beoris erkundigte sich schon nach dem Verzeichnis. "Natürlich. Ich glaube, es sollte uns jetzt niemand mehr in den Weg kommen. Der Weg ist nicht mehr weit und ich bin der Meinung, dass uns auf dieser kurzen Strecke keine üblen Überraschungen mehr erwarten sollten. Falls doch, so seid ihr vom Pech verfolgt." Sie lächelte traurig. "Oder aber meine Wenigkeit... Das wäre mal wieder typisch." Sie hatte schon mehrere Male versucht, glückliche und unangenehme Erinnerungen zu vergleichen, beziehungsweise deren Anzahl. Leider hatte sie sehr viel mehr unglückliche Erinnerungen aufgefunden - Vielleicht auch, weil die unglücklichen sie mehr geprägt hatten als die angenehmen Momente, die sie bisher erlebt hatte. Trotzdem hatte sie ihren Optimismus erst 2 Mal verloren... und hätte beide Male mit dem Leben bezahlt.
Sie lief die Gasse weiter entlang, mit der sie in diese Kreuzung gekommen waren. Die Gassen gingen zunehmend mehr auseinander und wurden etwas heller. Den tiefsten Teil von Lenadur hatten sie hinter sich gebracht.
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Di Dez 07, 2010 2:45 am

Daewyns Seufzen konnte er nicht richtig einordnen, er hatte so etwas irgendwie nicht erwartet, vermutlich nahm sie das gerade Erlebte ein bisschen mit. Etwas dass er durchaus verstehen konnte, ihm war bei seinen ersten Morden auch nicht wohl in seiner Haut, einmal musste er sich keine fünf Meter vom Tatort übergeben, dass danach alle gedacht hatten ein Besoffener hätte sein Opfer im Rausch abgestochen war genauso ironisch wie es praktisch war. Allerdings war er damals zu viel mit sich selbst beschäftigt um den Verlauf der Ereignisse entsprechend würdigen zu können, so wie ihm damals ging es jetzt vermutlich Daewyn. Er blickte sie mit einer entsprechenden Mischung aus Mitleid und Verwunderung an, aber sie hatte sich schnell wieder gefangen und antwortete Beoris.

"Wenn die Menschen in dieser Stadt schlau sind werden sie es nicht versuchen uns nochmal zu belästigen, ihr scheint hier ernsthafte Probleme mit Gesindel zu haben, organisierte Räuberbanden findet man in anderen Gegenden nur selten innerhalb der Siedlungen und hier kreuzen sie schon nach wenigen Stunden deinen Weg."
Ihren Nachsatz konnte er nicht richtig einordnen. Sie hörte sich irgednwie deprimiert an, offensichtlich hatte sie schon einige schlechte Erfahrungen gesammelt, allerdings war sie nur unbedeutend Älter als er, er glaubte nicht dass sie schonmal ein Kind hatte das gestorben war, oder einen Mann. Wenn sie auch nur im Entfernesten so war wie er, dann wöllte sie sowieso keinen Mann. Ein Partner sorgte bei Attentätern meistens für einen schnellen Tod mit einer vorangehenden Entführung der/des Liebsten, da man so am verwundbarsten war. Meistens war der Entführer ein "Kollege" mit dem man fünf Monate zuvor noch ein Bier getrunken hatte, das liegt wohl am fehlenden Berufsethos.
Wie dem auch war, Daewyn hatte offensichtlich schon einige negative Erfahrungen, welcher Art auch immer, gemacht und irgendwie sah sie mit diesem traurigen Gesichtsausdruck nur noch attraktiver aus.

Er schob den Gedanken bei Seite, als sie nun nach einiger Zeit wieder in breitere und hellere Gassen traten. Bald würden sie am Gildenverzeichnis sein, er konnte schon wieder das geschäftige Treiben der Menschen durch die Gassen hören. Vermutlich wären sie über die Hauptstrasse genau so schnell gewesen.
"Beoris erzählt uns ein wenig von euren Heldentaten um ein wenig die Zeit zu vertreiben. Was habt ihr auf Lager?"
Tatsächlich hatte er dabei keinerlei Hintergedanken, wie es eigentlich so gar nicht seine Art war. Er wollte tatsächlich nur ein bisschen Abwechslung da sie seit dem Verlassen der blutigen Kreuzung nur schweigend nebeneinander hergelaufen waren und er im Moment so viel zum drüber nachdenken hatte, dass er es gerne aufschob und einer unterhaltsamen Geschichte lauschte. Vermutlich würde Beoris sowieso nur ein grobes Grundgerüst an Wahrheit verwenden, normalerweise wurden dann aus 3 schnell 10, aus 14, 20, ein Wolf wurde zum Bären oder gleich zum Drachen, er kannte diese Geschichten zu genüge, aber dennoch amüsierten sie ihn immer wieder.
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Beoris
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Di Dez 07, 2010 7:17 am

Daewyn seufzte tief. Er sah zu ihr. Sie wirkte gedankenverloren. Beoris richtete seinen Blick auf Mei. Auch dieser schien nachudenken, wenn auch gleichzeitig merkwürdig präsent. Er selbst hatte schon einige Male fast einen Herzinfarkt erlitten, als er in Gedanken gewesen war und seine Schwester ihn erschreckt hatte. Nein, wenn er nachdachte bekam er nichts mehr von der Walt mit. Worüber die anderen jetzt wohl nachdachten? Vermutlich über das Töten. Solche Gedanken fanden sich nach jeder Schlacht bei den meisten Leuten, vor allem, wenn sie jung waren. Er selbst hatte sich nicht so am töten gestört, das wusste er noch. Es war ihm leicht gefallen, sich einzureden, dass der Mann es verdient hatte. Dass es besser für die Menschehit war. Und dass er selbst gestorben wäre, wenn er nicht getötet hätte. Viel mehr hatte ihn das Blut beschäftigt. Auch wenn er damals noch anders kämpfte und nicht so kräftig war, besudelte man sich schnell mit Blut. Es drang durch alle Ritzen der Rüstung, durchs Visier und am Ende schmeckte man es sogar auf der Zunge. Doch er hatte sich daran gewöhnt. Wie er sich auch an das Töten gewöhnt hatte. Natürlich dachte er noch darüber nach, aber sehr kalt und distanziert, wie ihm gerade auffiel. Früher hätten ihn Leute wie er es nun war gestört. Welch eine Ironie, dass er nun selbst so geworden war. Dennoch machte ihm das Töten keine Freude er tat es einfach.
Mei brach das Schweigen und riss Beoris aus seinen Gedanken. Auf einmal fand er sich in einer deutlich angenehmeren Gegend, die Straßen waren heller. Wieder einmal hatte er seine Umgebung völlig vergessen. Er fragte sich, was er wohl für einen Gesichtsausdruck hatte, wenn er so weltfremd war und dachte. Doch er beschloss lieber zu reden als zu denken.
"Ja, da hast du recht. Die Wälder um meine Heimat herum sind voller Gesindel. Aber in der Stadt findest du keinen Mörder. Das liegt natürlich auch daran, dass sie in den Wald flüchten, bevor man sie bekommt."
Er lachte und grinste in die Runde. Seine beiden Begleiter schienen ihm viel zu ernst. Sie waren auch älter und schienen seinen jugendlichen Frohsinn nicht mehr zu haben. Er hoffte inständig, dass er später einmal nicht auch so werden würde. Im folgenden klang Daewyn noch trauriger. Auch ihr Lächeln schien ihm nicht so föhlich, wie es ein Lächeln sein sollte, dafür um so hübschwer weil ehrlich. Er riss seinen Blick wieder von ihr los. Es fiel ihm merkwürdig schwer. In diesem Augenblick erinnerte sie ihn an jemanden, auch wenn er diese Person nicht genau einordnen konnte.
Bei Meis neuerlichem Gesprächsbeginn lachte er laut auf.
"Wie kommst du darauf, dass ich welche zu erzählen habe?"
Er blickte ihn ein wenig unangenehm getroffen an. Genau das war ja seine Aufgabe. Heldentaten vollbringen. Und er hatte noch keine Idee und erst recht noch nichts geschafft.
"Alle Geschichten die ich erzählen könnte handeln vom Töten. Und das waren keine Heldentaten, auch wenn sie so mancher vielleicht als solche bezeichnen würde. Außerdem haben wir alle wohl gerade genug Tod gesehen."
Er ging schweigend weiter und dachte nach.
"Doch, eine Geschichte kenne ich. Ich war 16 und, wie wohl die meisten Burschen dieses Alters sehr von mir überzeugt. Also ließ ich mich auf eine Wette ein. Mit meiner Schwester. Ich hatte ihr das Bogenschießen beigebracht und sie hatte, was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, heimlich geübt. Also wette ich mit ihr, dass sie es nicht schaffen würde auf 100 Meter einen Volltreffer zu landen, da es mir selbst erst ein einziges Mal mehr durch Glück als durch sonst etwas gelungen war. Wir wetteten damals um fünf Goldstücke. Sie traf und gewann. Ich war jedoch zu eitel um zu Zahlen. Also erinnerte ich mich des genauen Wortlauts der Wette. "Wenn ich es schaffe, musst du 5 Goldstücke zahlen." hat sie gesagt. Ich legte es so aus, dass ich sie irgendjemandem Zahlen könnte. So trat ich auf die Straße vor unserem Haus und fand einen Bettler auf dem Boden. Ich ging zu ihm, gab ihm das Geld und lächelte er nur. Als er mir in die Augen sah, sah ich seinen Lebensmut, der zuvor eine müde Flamme gewesen war, wieder entfachen. Heute betreibt dieser Mann ein Gasthaus, übrigens vorzüglich, außerdem bekomme ich Rabatt. Und meiner Schwester musste ich das Geld letztendlich doch zahlen, auch wenn es ihr nichts bedeutet hat. Aber sie hat gedroht, allen zu erzählen, dass sie besser Bogenschießen kann als ich."
Er grinste und fügte nach einer kleinen Pause hinzu:
"Sie hat es natürlich trotzdem rumerzählt. Aber den Meisten ist das Lachen vergangen, als meine Schwester besser als sie alle zusmmen wurde."
Er lächelte leise und schwelgte in Kindheitserinnerungen. Mei hatte sicherlich eine andere Geschichte erwartet. Und er selbst wusste nicht, ob Mei seine Meinung über diese Heldentat teilte. Immerhin war sie aus Betrug erwachsen. Aber ihm war es egal.
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Daewyn
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 08, 2010 8:17 am

Organisierte Räuberbanden? Na wenn der wüsste... "Es lässt sich nun mal schnell Geld damit machen - Das kannst du wohl fast nicht abstreiten. Es gibt durchaus lukrativere Berufe, aber wenn man nichts anderes kann weil man als Strassenkind aufgewachsen ist, dann bleibt man eben in dem Metier, das man schon von klein auf im Strassenleben gelernt hat, wie z.B. in diesem" und auch meinem "Fall das Stehlen. Leider scheint es hier in den letzten Jahren sehr viele Strassenkinder gegeben zu haben, die überlebt haben..." Sie dachte an sich selbst. Sie war ursprünglich kein Strassenkind gewesen, erst als sie mit Ael vor ihren Eltern nach Lenadur flüchtete, war sie zu einem geworden. Sie hatten sich durchkämpfen müssen und sich zu hervorragenden Dieben entwickelt. Der Stärkste überlebt (eigentlich sollte es ja heissen: Der Anpassungsfähigste überlebt).

Ihr trauriger Gesichtsausdruck verflüchtigte sich nicht ganz. Man konnte noch immer erkennen, dass sie in Gedanken an einer kritischen Stelle stehen geblieben war.

Sie war froh, als Mei das Thema wechselte. Er würde sie ein wenig ablenken. Tatsächlich interessierte es sie, was dieser Mann denn bisher so getan hatte - Er kam mit Sicherheit in Amanohara herum und hatte einiges erlebt, im Gegensatz zu ihr. Sie hatte bis jetzt nur ihre Heimatstadt und Lenadur gesehen - Falsch, Lenadur ist jetzt ihre Heimatstadt. Vielleicht würde er von bereits geschlagenen Schlachten erzählen, von Abenteuern wie aus den Geschichten, die ihr Ael früher erzählt hatte... Gespannt spitze sie die Ohren und lauschte Beoris, während er erzählte.

Allerdings schien Mei da einen wunden Punkt bei ihm getroffen zu haben, da er durchaus etwas... seltsam drein blickte. Geschichten über das Morden wollte Daewyn eindeutig nicht hören. Dann würde sie sich nur noch allzu genau an die vorherige Szene erinnern und das Gefühl der Übelkeit würde wieder aufkommen. Das wollte sie eindeutig vermeiden.
Zum Glück schien Beoris doch noch etwas anderes gefunden zu haben, denn er erzählte eine durchaus amüsante Geschichte von ihm und seiner Schwester, die die dunklen Gedanken aus Daewyns Kopf vertrieb und sie schmunzeln liess.
"Eine amüsante Geschichte. Du scheinst eine schöne Kindheit gehabt zu haben, wenn du von deiner Schwester in solch einem Ton sprichst." Tatsächlich hatte sie in seiner Stimme eine Wärme fühlen können, die sie nur von Ael und San kannte und bei ihrer eigenen Familie nie vorgekommen war. Ein kleiner Funken Neid konnte man jedoch in Daewyns Stimme herauslesen.

Langsam wurde das Gemurmel der vielen Leute auf der Gasse lauter und Daewyn + Begleiter fügten sich in den allgemeinen Fluss der Masse auf dem Dorfplatz ein.

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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 08, 2010 9:21 am

Mei musste schmunzeln ob der Geschichte, denn damit hatte er als Letztes gerechnet.
"Dieser Mann war entweder ein äußerst geschickter Geschäftsmann oder er ist sprichwörtlich vom Glücksrad gefallen und obwohl der Erfolg dieses Mannes mehr eurer Eitelkeit als etwas anderes zu verdanken ist, so ist es doch näher an einer Heldentat als so manches das ich bisher schon gehört habe. Ihr habt ganz recht, das Töten hat nichts heldenhaftes, genausowenig wie das Sterben nur sehr selten etwas etwas ruhmvolles hat. Deswegen mag ich eure Geschichte Beoris, sie ist schlicht und kommt ohne Blut aus."
Daewyn hatte recht, er musste eine schöne Kindheit gehabt haben, doch wen wunderte das Beoris war schließlich adelig. Ausserdem sprach er auch nur gut von seinem Bruder, wenn er denn mal in die Verlegenheit kam mit jemandem über ihn sprechen zu können, sein Vater hatte ihm beigebracht, dass Familie übe ralles geht und Loyalität innerhalbd er Familie ist wichtiger als alles andere, deshalb würde man nie schlecht über Verwandte gegenüber Dritten sprechen, egal wie man wirklich zu ihnen steht.
Schmerzvoll drückten sich die Erinnerung an seinen Bruder in den Vordergrund, er hatte ihn seit 8 Jahren nicht mehr gesehen, die wichtigsten 8 Jahre seines Lebens vermutlich, was war aus ihm geworden, war er schon tot, hatte er eine Bleibe gefunden?
Mit diesen Gedanken und einem etwas traurigerem Gesichtsausdruck bog er neben seinen zwei neuen Gefährten in den Dorfplatz ein.

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Beoris
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BeitragThema: Re: Seitengassen von Lenadur   Mi Dez 08, 2010 9:48 am

Zur Antwort auf Dawyns Aussage zu seiner Kindheit lächelte er nur. Sie war in der Tat glücklich gewesen. Was vermutlich von allen Beteiligten auf seine Herkunft geschoben wurde. Doch sein Motto lautete schon seit eh und je: Das Glück ist nur so groß wie die Familie. Natürlich ein unsinniger Sattz, dennoch enthielt er einige Wahrheit. Leise vor sich hinlächelnd trottete er seinen beiden Begleitern nach. Merkwürdigerweise war er des Redens müde geworden. Die Menschen redeten immer so viel, er selbst auch. Dch manchmal, so wie jetzt, da war es angenehmer einfach einmal zu schweigen.

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Seitengassen von Lenadur
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