Amanohara


 
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Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Hafen

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Beoris
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BeitragThema: Hafen   Sa Nov 27, 2010 2:33 am

Der Hafen von Lenadur ist der größte Hafen, den man in Amanohara finden kann. Wo immer man hinsieht sind Menschen und Schiffe, überall scheinen Waren auf- oder abgeladen zu werden. Lastenkräne, Kneipen und Lagerhäuser bestimmen das Bild an dem steinernen Kai, der sich über viele hundert Meter erstreckt. Auch findet man überall Händler und Stände, an denen Kapitäne Verpflegung besorgen, die Neugierigen wunderliche Dinge erstehen und am nächsten Tag abreisende Matrosen Erinnerungsstücke kaufen können.
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Beoris
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 4:22 am

Beoris staunte nicht schlecht. Er war zwar noch nie auf dem Meer gefahren, doch hatte er schon einige Häfen gesehen. Aber Lenadur hatte einen größeren und beeindruckenderen Hafen als jede andere Stadt, die er gesehen hatte. Riesige Schiffe waren überall zu sehen. Matrosen, Kapitäne, Händler. Er drehte sich zu Mei um, der neben Gewittersturm herlief. Beoris hatte den Hengst aus dem Stall des Wirtshauses gewohnt, da er sicher war, dass das Pferd sonst nicht sehr lange überlebt hätte. Der Wirt hatte sehr mordlustig ausgesehen, als sie die Kneipe verlassen hatten.
"Was machen wir jetzt? Ich hatte gedacht, dass ich hier eine Unterkunft für mein Pferd finde, aber die Gasthäuser hier sehen mehr aus, als wären sie für Seeleute gedacht. Wahrscheinlich haben die nicht einmal Ställe."
Er blickte sich aufmerksam um. Hier schienen in der Tat nur wenige Reisende zu sein, die nicht mit einem Schiff gekommen waren oder abfahren wollten. Aber bei so vielen Spelunken musste doch auch ein annehmbares Haus dabei sein. Womöglich fand man auch irgendwo anders Unterschlupf. Vielleicht sollte er doch einmal einer Gilde beitreten. Viele von ihnen hatten in Lenadur ihren Hauptsitz.
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 4:48 am

Als er den Hafen mit seinen Anlegestellen und die Straßenschilder, mit den Straßennamen, sah sowie das geschäftige Treiben der Händler fiel ihm plötzlich wieder ein weshalb er überaus in dieses Gasthaus gegangen war. Er wollte über die Durchführung des ihm gegebenen Auftrags nachdenken, das Ziel dieses Auftrags hatte sein Büro nahe den Docks im Hafen, jetzt wusste er imemrhin schon was zu tun war, Beoris konnte ihm vielleicht sogar helfen, denn er wollte schnell weiter und würde improvisieren müssen. Der Auftrag war merkwürdig, denn laut Auftraggeber hatte das Ziel, ein kleiner Händler, die Belohnung schon dabei, ein Säckchen voller Goldstücke, welches sein Auftraggeber beim Glücksspiel verloren hatte. Angeblich hatte sein Opfer beschummelt, aber ehrlich gesagt war ihm das ziemlich egal, er war ja weder Richter noch Henker, sodass er irgendeiner Moral Rechenschaft schuldig wäre.
Er rief sich die Beschreibung des Mannes und des Weges zu dessen Büro nochmal in Errinnerung und da sie schon fast in der richtigen Straße waren und er sowieso improvisieren musste konnten sie es auch gleich jetzt erledigen.
"Beoris?" dieser war immernoch gefesselt vom Ausblick auf das Meer und von den riesigen Handelsschiffen "BEORIS?", nun drehte der junge Mann sich um "Ich muss hier schnell etwas erledigen, es ist nicht weit und dauert vermutlich auch nicht lange, willst du mitkommen, du siehst etwas verloren aus (das tat er tatsächlich), ansonsten würde ich mich freuen wenn wir uns hinterher in einem der hiesigen Gasthäuser zu einem kleinen Bierchen wiedertreffen könnten."
Ehrlich gesagt hoffte er sogar schon fast, dass Beoris mitkommen würde, denn seine auffällige Erscheinung wog den positiven Effekt ihn im Kampf an der Seite zu haben nicht auf.
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 4:57 am

Sein Blick wurde wieder klar. In der Tat hatte er sich beim Anblick des weiten Meeres verloren.
"Was? Ähm... Ja. Ich komme mit. Vielleicht sehe ich ja irgendeine Bleibe für mein Pferd. Ist es weit?"
Noch immer leicht neben der Spur folgte er Mei, der sich geschickt durch die Menschenmenge bewegte. Er selbst kam schwerer voran, weshalb er sich schließlich dazu entschloss aufzusitzen. Einem Pfred hatte niemand etwas entgegenzusetzen und so folgte er, einen Keil in die Menge treibend, Mei. Von hier oben hatte er einen deutlich besseren Überblick. Es gab hier wirklich sehr viele Kneipen und einige davon sahen tatsächlich ziemlich groß und luxuriös aus. Vielleich würde er ja dort einen Stall finden. Ganz in Gedanken fand er sich plötzlich vor einem Gebäude wieder, vor dem Mei stehen geblieben war.
"Ist es hier?"
Er stieg ab und sah sich das Haus an. Unauffällig. Verblichene Schrift über dem Eingang. Offenbar ein Laden.
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 5:15 am

Als Beoris aufsaß machte er eindeutig jeden auf sich aufmerksam, andererseits bemerkte niemand Mei, der sich schnell durch die Menschen auf der Gasse hindurchschlängelte und nach seinem Ziel ausschau hielt.
Nachdem sie zweimal abgebogen waren hatte er das Gebäude gefunden, ein typisches Büro eines Zwischenhändlers: ein verblichenes Schild mit seinem Namen zierte den Türsturz und durch die Schaufenster konnte man nur mit allerhöchster Mühe etwas erkennen, denn niemand schien sich berufen zu fühlen diese zu putzen, die Ladentür war aus morschem Holz, doch drinnen gab es zwei Sessel vor einem schönen, großen Schreibtisch aus Eiche mit feinen Gravierungen, eine durchaus geschmackvolle Schreinerarbeit, hinter dem Schreibtisch war ein Lehnsessel mit bemalter Polsterung, schon fast eine Art Thron, auf dem Tisch lagen vereinzelte Blätter, Schreibfedern, Tintenfässer, Stempel und ein Brieföffner, der Boden war von einem exotischen Teppich überdeckt, an der Hinterseite des Raumes befand sich eine Tür, insgesamt war das Innere wesentlich schöner und eleganter als das Äußere. Da der Laden offen war, aber niemand zu sehen, musste sein Ziel wohl noch dort drin sein.
Nach seiner Inspektion durch die Scheibe schaute Mei zu Beoris: "Ja das ist es, ich will das schnell machen und dann auch schnell wieder verschwinden, das wird relativ unproblematisch wenn uns keiner sieht, also gehst du rein und postierst dich vor der Tür zum Hinterzimmer, wenn jemand reinkommt sag einfach der Chef ist gerade nicht zu sprechen oder etwas in der Richtung, hauptsache er geht schnell wieder, abgemacht? Das wäre wirklich sehr hilfreich von dir." Er wollte nicht rüberkommen als erteile er Beoris irgendwelche Befehle, deshalb der Nachsatz.
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 5:30 am

Beoris sah ihn mit offenem Mund an.
"Du willst... JETZT? Also... Ich dachte..."
Er schluckte.
"Also... Glaubst du wirklich, dass, sollte tatsächlich ein Kunde kommen, ich der geeignete Schauspieler für einen einfachen Ladengehilfen bin? Wie viele einfache Ladengehilfen laufen so rum? Ich warte draußen. Von mir aus kann ich mir was ausdenken, damit niemand reinkommt. Aber mehr ist leider nicht drin."
Er postierte sich demonstrativ mit dem Rücken zur Tür und verschränkte die Arme. Ein Mann steuerte den Laden an. Beoris blieb im Weg stehen.
"Entschuldigen Sie, mein Herr, aber dürfte ich wohl an Ihnen vorbei?"
Beoris sah ihn grimmg an.
"Nein. Sonst stünde ich ja wohl nicht im Weg. Mein Herr ist da drin. Und er wünscht nicht, dass gewöhnliche Kundschaft zeitgleich mit ihm einkauft. Also, wenn der Herr die Güte besäße zu einem deutlich späteren Zeitpunkt wieder zu kommen."
Der Mann ging kopfschüttelnd weg.
"Seihst du? Funktioniert auch so. Und jetzt mach endlich deine Arbeit. Sonst fällt noch irgendwem ein, dass jemand dafür gesorgt hat, dass der Laden nicht betreten wird, wenn morgen eine Leiche gefunden wird. Schon schlimm genug, dass ich dir dabei helfe. Und danach sagst du mir, was er ausgefressen hat!"
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 5:59 am

Mei war ziemlich amüsiert von Beoris auftritt, aber trotzdem überzeugt davon, dass er ungestört sein würde.
"Ja mach ich, bis gleich." dass Beoris solche Probleme damit hatte, dass er jetzt gleich jemanden töten würde hätte er eigentlich nach ihrem ersten Gespräch nicht gedahct, indem dieser sich doch sehr offen für solche Sachen gegeben hatte, aber immerhin schien er prinzipiell nichts dagegen zu haben.
Mei betrat den Laden, hier drinnen war es dunkler als draußen, wegen der blinden Fenster und ziemlich stickig, er zurrte die Riemen an seiner Ausrüstung fest und nahm sein Wakizashi in die linke Hand, in die Rechte nahm er ein Wurfmesser. Die Tür zum Hinterzimmer war nur angelehnt, bisher hatte er kein Geräusch gemacht, die Eingangstür hatte nicht gequietscht und eine Klingel gab es auch nicht, zudem musste er nichteinaml besonders vorsichtig gehen, denn der schwere Teppich verschluckte das Geräusch seiner Schritte vollkommen, er drückte die Tür auf, auch sie machte keinerlei Lärm. Als die Tür einen kleinen Spalt weit aufgeschwungen war vernahm er eine Stimme von innen. Als die Tür weit genug auf war und er durch den Spalt lugte sah er einen älteren Mann, sein Ziel, über einem Stapel Blätter, an einem Schreibtisch sitzen und laut vor sich hin rechnen. Mei zog seine Kapuze hoch, hängte ein eingearbeitetes Tuch in den dafür vorgesehenen Haken in der Kapuze, sodass sein Gesicht verdeckt wurde und quetschte sich durch den engen Türspalt in das Zimmer, der Mann war dermaßen in seine Rechnungen vertieft, dass er ihn immernoch nicht bemerkt hatte. Dann ging alles ganz schnell; Mei richtete sich auf und holte im Laufen zum Wurf aus, der Manns chaute hoch, er schrak und wollte weglaufen, doch da steckte schon ein Messer bis zum Schaft in seiner Brust, der Mann fiel samt Stuhl hinten über und lag nun röchelnd auf dem Boden. Mei nahm sein Wakizashi und beendete die Leiden des Mannes mit einem gezielten Stich ins Herz, danach wischte er das Blut an den Klingen an dem Blätterstapel auf dem Tisch ab und durchsuchte das Büro nach einen Münzbeutel. Da er sich beeilte und nur die offensichtlichsten Stellen absuchte, da er nicht viel Zeit hatte fand er besagte Münzbeutel bei der Leiche und noch einen weiteren in einer der Schubladen. Zufrieden mit der Ausbeute, entledigte er sich des doch recht auffälligen Tuches und der Kapuze und verließ den Laden, wo Beoris schon ungeduldig und ein wenig nervös wartete.
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 6:09 am

Mei kam wieder aus dem Laden.
"Du hast Blut auf den Stiefel."
Er drehte sich von dem zufrieden lächelnden Mei weg, der nun seinen Schuh begutachtete. Was sein Vater wohl sagen würde, wenn er je davon erführen. Beoris hatte seinem Namen gerade Schande gemacht. Nicht nur, dass er einen Mord nicht verhindert hatte, nein, er hatte geholfen. Auch wenn seine Rolle nur sehr gering gewesen war. Das wusch ihn nicht von seiner Schuld rein. Er musste sich einen Ausgleich überlegen. Sollte er ein paar Räuber töten? Damit rettete er viele Leben.
"Komm. Wir sollten gehen."
Ohne sich umzudrehen ging er los. Nun konnte er sich überlegen, was er machen wollte. Sollte er weiterziehen? Sollte er Mei zurücklassen und einfach gehen? Nein. Er hatte ihm bei einem Mord geholfen. Da konnte Beoris Mei nicht einfach ziehen lassen. Schließlich hatte er das getan, weil er an Meis Charakter interessiert war. Also würde er wie geplant die Nacht in Lenadur verbringen. Und am nächsten Morgen konnte er sich dann ja überlegen, ob er weiter reisen sollte.
"Bist du in einer Gilde? Bei deinem Beruf könnte das hilfreich sein."
Sie kamen wieder bei den direkten hafenanlagen heraus und gingen nun am Kai entlang. Nicht weit von ihnen konnte er das Symbol der Händlergilde sehen, das über einer prächtigen Tür hing.
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 6:29 am

Tatsächlich, er hatte Blut am Stiefel, mit einem unwilligen Murrn beugt er sich runter und rieb ein bisschen Staub von der Straße darüber, danach folgte er Beoris, der mit seinem Pferd schon die Straße hinunter gelaufen war und auf den Kai einbog.
"Nein, bin ich nicht. In welcher denn auch? Eine Meuchemördergilde kann es eigentlich aus offensichtlichen Gründen nicht geben, wir sind eher Einzelgänger und alle Organisationen von Mördern sind meines Wissens nach religiöse Sekten, jeder der etwas vom Geschäft hält distanziert sich von sowas. Ab und zu verdinge ich mich auch als Söldner, doch ehrlich gesagt hat mir das von gerade eben soviel gebracht wie ein dutzend Söldnerjobs und dabei war es viel einfacher und risikoärmer. Ich hab einfach noch nicht die richtige Gilde für mich gefunden sozusagen, genausowenig wie du nehme ich an."
Beoris war einfach nicht der Typ von Mensch der sich in Gilden verpflichten lies, ausserdem prangte überall nur das Wappen seines Hauses, nicht das irgendeiner Gilde.
Etwas vor ihnen prangte das Schild der Händlergilde vor einem großen Haus, mit geschmückter Fassade, an dem Dock vor dem Haus waren vier große Koggen vertäut, Mei fragte sich ob sein Opfer auch ein Mitglied dieser Gilde war, er würde es nie herausfinden.
"Angeblich hat er im Glücksspiel betrogen und jemandem viel Geld abgenommen, dieser jemand wollte seine Rache, das Geld war ihm offensichtlich egal, denn das hab ich jetzt, vielleicht war es aber auch etwas anderes, so genau weiß man das nie." durchbrach er das andächtige Schweigen, das die beiden beim Anblick des Reichtums der Händlergilde befallen hatte
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 6:39 am

"Ach weißt du, es soll auch eine Diebesgilde geben. Und jeder, bei dem eingebrochen wird, bekommt eine Münze, auf der das Symbol der Gilde ist. Irgendwie so war das. Und die Diebesgilde ist auch keine offizielle Gilde. Dennoch scheint es sie zu geben. Genau wie es eine Assasinengilde geben kann. Wer weiß. Ist ja nicht mein Beruf."
Er lächelte matt.
"Nein, ich bin auch keiner Gilde verpflichtet. Aber vermutlich sollte ich das mal ändern. Das erleichtert das Reisen. Zuhause brauch ich das nicht, aber es ist praktisch, wenn in jeder größeren Stadt Hilfe auf einen wartet. Aber was für eine Gilde passt zu mir? Eine Adeligengilde? Eine Kriegergilde? Ich kenne mich nicht so aus, aber es scheint für alles Gilden zu geben. Vermutlich gibt es auch eine Gilde für verrückte alte Männer die halb nackt durch Wälder tanzen. Ich dachte mir, ich seh mich mal um."
Auf Meis Äußerung zu dem Ermordeten schwieg er eine Weile. Dann sagte er:
"Nun, wir alle haben Dreck am Stecken. Die Einen mehr, die Anderen weniger. Aber für hat der Auftraggeber den Tod deutlich mehr verdient als das Opfer. Tja, warum haben wir Menschen eigentlich Moral? Sie hat in der Welt nichts verloren. Niemand hält sch daran. Im Grunde kämpfen wir alle nur ums Überleben, mit welchen Mitteln auch immer. Ich hasse das. Wenn man eine gewisse Macht hat, ist es sehr verstörend, wenn man begreift, dass jeder noch so gute Vorsatz, jede noch so gute Idee nutzlos ist, da es immer jemanden gibt, der sich nicht daran hält."


Zuletzt von Beoris am Sa Nov 27, 2010 11:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 7:25 am

"Es gibt eien Diebesgilde? Nun dann könnte es wohl auch eine Assassinengiled geben, doch was wäre ihr Ziel? Alle Menschen auf der Welt zu ermorden? Ich weiß nicht so recht, ein Mörder kann einem anderen Mörder auch kaum Schutz geben, nicht wahr?" Tatsächlich war es ihm neu dass es eine Diebesgilde gab, er wusste bisher nur von ein paar sehr berühmten Gilden, zudem sah er sich eher als selbständiger Unternehmer, aber wer weiß, er hätte aber auch nie gedacht jemals von einem jungen Adeligen dermaßen beeindruckt zu sein.
"Moral, Prinzipien, Ehre, all das sind große Worte und jeder beansprucht sie für sich, doch bisher hab ich niemanden gesehen der diese Worte ausfüllen konnte, die Taten sprechen für sich und ich warte immernoch auf einen Beweis, dass diese ganze stolzen Krieger tatsächlich so ehrenhaft sind. Ich habe auch den Tod verdient, so wie jeder der seine Hand jemals zum Angriff auf einen anderen erhoben hat, doch man kann Leute wie mich...und dich auch, nicht so einfach töten, wir werden überleben, wir sind wie Ungeziefer, brennt man ein Haus nieder sind alle tot, bis auf die Ratten und Kakerlaken, die Ratten fliehen vor der Gefahr und die Kakerlaken überleben jeden Versuch sie umzubringen. In unserem Fall bin ich wohl die Ratte, denn meinesgleichen macht sich aus dem Staub wenn es eng wird, während Krieger wie du einer bist unglaublich viel überleben, wie Kakerlaken eben. Aber wir, doer Leute wie wir werden immer da sein, genau wie Ratten und Kakerlaken immer da sein werden, wir müssen nur das beste daraus machen, Prinzipien helfen dabei, ich töte zum Beispiel keine Kinder und FRauen auch nur wenn es sich nicht vermeiden lässt. Das macht mich zwar nicht gleich zu einem besseren Menschen, aber es macht einen Unterschied."
Sein langer Monolog war der Tatsache geschuldet, dass er sich schon unzählige Male darüber Gedanken gemacht hatte, der Krieger und der Mörder in ihm rangen zu jeder Stunde, an jedem Tag miteinander und er wusste nicht so recht wo sein Platz in der Welt war, die, seiner Erziehung gemäß, im Optimum reine Harmonie war. Wie ein Mörder in die Harmonie passte, wusste er nicht.
Inzwischen hatten sie einen großen Platz erreicht an dem viele Depots und einige Schänken waren, dies war der Hauptumschlagplatz im Hafen Lenadurs, Matrosen schleppten Ladung umher, Händler überprüften die Ladung und ein paar Betrunkene lagen vor einer ruppigen Hafenkneipe weiter in Richtung Stadt. "Hast du eine Idee wo man einen Überblick über die existierenden Gilden findet? Vielleicht wäre ja was für Leute wie uns dabei." fragte er optimistisch
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BeitragThema: Re: Hafen   Sa Nov 27, 2010 11:15 pm

"Naja, wer weiß. Womöglich sorgt die Assasinengilde, wenn es sie denn gibt, für sicheren Unterschlupf. Vielleicht geben sie dir Waffen, Alibis, Verstecke. Ich weiß es nicht. Aber eigentlich ist das ja auch egal. Ich würde die Aufnahmeprüfung wohl nicht überstehen."
Er grinste ihn an und seine gute Laune kehrte langsam aber sicher wieder zurück. Immerhin war er nicht allein. Und wenn dieser Mei auch schon am Nachmittag wieder verschwunden sein konnte, so war er immerhin eine sehr interessante und deutlich freundlichere Bekanntschaft als zu erwarten war.
"Du vergleichst mich mit Kakerlaken? Ratten sind wenigstens klug, aber das beste was man von Kakerlaken sagen kann, ist dass sie ohne Kopf weiterleben können, bis sie verhungern. Also scheinen sie nicht sonderlich viel Hirn zum Überleben zu brauchen. Ansonsten sind sie hässlich, jeder hasst sie. Ich glaube du solltest für einen Adeligen ein schonenderes Beispiel erfinden. Ich bin schließlich im Glauben aufgewachsen, dass ich eine wichtige Stütze der Gesellschaft bin, alle mich lieben und ich jede Frau haben kann, die ich will. Letzteres habe ich im Übrigen noch nicht widerllegt gesehen."
Er zwinkerte Mei schelmisch zu, wurde dann jedoch wieder ernster.
"Nein, du hast recht. Ich habe genauso wie jeder andee Mensch den Tod verdient. Zumindest, wenn man die Maßstäbe ansetzt, die eigentlich gelten sollten. Aber dann müssten wir auch Kinder töten. Der Haken an der Moral ist wirklich, dass man sie ausschalten kann. Und damit funktioniert das System nicht. Die Götter wissen, warum wir so geschaffen wurden, wie wir sind. Aber eins kann ich sagen: Sehr schmeichelhaft sind wir für sie nicht. Allerhöchstens einige wenige Menschen. Aber darüber macht man sich zu selten Gedanken. Im Grunde sollten wir einfach vor uns hin leben und nur einmal, nämlich kurz vor dem Tod, überlegen, ob wir ein gutes Leben geführt haben. Und egal zu welchem Schluss wir dann kommen, es interessiert uns nicht mehr lange."
Er blickte sich suchend um.
"Es gibt sicherlich ein Gildenverzeichnis. Vor allem in einer Stadt wie Lenadur. Aber die Frage ist doch nicht ob, sondern wo."
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BeitragThema: Re: Hafen   So Nov 28, 2010 4:52 am

Er lachte kurz auf:
"In der Tat ist die Bezeichnung Kakerlake für einen Adeligen mit Ambitionen wie ihr es seid nicht sehr schmeichelhaft, ich muss mich entschuldigen und dass ihr ein Talent dazu habt Frauen zu verführen ist offensichtlich und unbestreitbar, aber ich denke wir haben in diesem Bereich beide schon unsere Erfahrungen gemacht und müssen uns nichtmehr wie kleinen Jungen jedes Detail unter die Nase reiben, nicht wahr?" Er machte eine kurze Pause, irgendwie hatte sie es schon wieder geschafft zwei ziemlich unterschiedliche Themen gleichzeitig zur Sprache zu bringen.
"Ich denke gewisse Einschränkung machen doch einen Unterschied, sie unterscheiden dich und mich von barbarischen Schlächtern, die vor nichts halt machen, sie unterscheiden Könige von Tyrannen. Diese Grenzen die wir uns selbst setzen, dass wir unsere Macht nicht zügellos und willkürlich einsetzen, das macht uns zu einem Bestandteil dieser Gesellschaft, denn solange es die zügellose und willkürliche Zerstörung gibt, sei es von Seiten irgendwelcher Fürsten oder anderer mächtiger Personen, solange muss es die gezügelte Macht geben, wie sie in dir und mir existiert um diesem Treiben zur Not einhalt gebieten zu können, doch in der besten der Welten hätten wir nichts verloren."
Gerade kam ihnen ein etwas wohlhabenderer Mann entgegen, er war bei ihrem Anblick ein bisschen nervös geworden, was durchaus verständlich war, Mei beschloss ihn nach dem Gildenverzeichnis zu fragen.
"Entschuldigen sie werter Herr, sie sehen aus wie ein gebildeter Mann von Welt. Könnten sie uns sagen, ob es hier in Lenadur ein Verzeichnis aller Gilden gibt und wenn ja, wo wir es finden können? Das wäre wirklich sehr nett von ihnen." Er setzte sein gewinnendstes Lächeln auf, aber vermutlich lies seine dunkle Erscheinung das ganze dadurch nur noch bizarrer wirken.
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BeitragThema: Re: Hafen   So Nov 28, 2010 9:12 am

Daewyn lehnte lässig gegen eine Hausmauer. Sie gähnte herzhaft und rieb sich den Schlaf aus den Augen, denn sie war erste gerade aufgestanden. Das Kartenspiel vom letzten Abend hatte bis in die frühen Morgenstunden gedauert, dummerweise war ihr Geldbeutel deshalb ziemlich geschrumpft. Es war nicht so gut für sie gelaufen - Aber hoffentlich würde sie an diesem Abend wieder etwas abstauben, ansonsten würde sie sich nur noch von Brot und der abendlichen Mahlzeit der Gildenküche ernähren müssen. Falls sie jedoch in nächster Zeit mal einen interessanten Gegenstand ergattern würde - So wären ihre Geldsorgen mal für eine Weile unwichtig.

Sie wartete auf eine gute Gelegenheit, um etwas mit sich gehen zu lassen, konnte jedoch keine entdecken. Keine unbeachteten Taschen, keine Händler, die in ein ungewöhnliches Gespräch verwickelt wurden (am liebsten mochte sie die Gespräche, bei denen der Händler seiner vorwiegend weiblichen Kunden klar machen musste, dass der Fisch wirklich frisch und deshalb so teuer ist... Daraus entwickelten sich meist sehr schnell wunderbare Streitgespräche, bei denen ein kleiner Griff ihren Magen füllen konnte.)

Da ritt jedoch etwas wesentlich interessanteres vorbei. Daewyn blickte zu dem Mann auf, der hoch zu Ross durch die Menge ritt. Er trug eine durchaus ansehnliche Rüstung. Daewyn würde sie zwar nicht selbst tragen können, aber sie war mit Sicherheit einiges Wert. Womöglich trug der Mann noch weitere Gegenstände mit sich, die fürs Füllen von Daewyns Geldbeutel hilfreich wären.
Sie stiess sich von der Wand ab und folgte dem Mann. Erst ein kleines Weilchen später viel ihr auf, dass er ja gar nicht alleine war - Neben ihm lief ein schwarzhaariger Mann, der so gar nicht zum Reiter passte. Daewyn stellte überrascht fest, dass er ganz ähnlich gekleidet war wie sie selbst. Nun, was solls. Die beiden sahen ziemlich verschieden aus. Wer waren sie? Nun, das war eigentlich nicht von Belang. Das einzige, was zählt, sind die möglichen Schätze, die der Reiter bei sich trug.
Sie folgte den Männer ein kleines Stück, als sie plötzlich anhielten und einen Passanten ansprachen. Daewyn war leider nicht nah genug, als dass sie gross etwas verstanden hätte, aber ein paar Wörter hatte sie vernehmen können. Irgendwas mit Gilden... und einem Verzeichnis. Ein Gildenverzeichnis?
Sie beobachtete den angesprochenen Passanten, der sich wahrlich unwohl in der Haut fühlte, das konnte man ihm ansehen. Er schien gar nicht so recht antworten zu wollen, weswegen sich Daewyn kurzerhand entschied, selbst einzugreifen. Eigentlich wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, ihnen einfach zum Ort zu folgen, wo sie bleiben würden und dann einzubrechen, aber irgendwie war Daewyn danach. Ausserdem schien der Mann nicht fähig, zu antworten. "Ihr sucht nach einem Gildenverzeichnis?" sprach sie den Langhaarigen an und strich sich beiläufig eine Strähne ihres langen Haares hinter ihr rechtes Ohr.
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BeitragThema: Re: Hafen   So Nov 28, 2010 10:01 am

Beoris drehte sich um. Hinter ihnen stand eine Frau. Und zwar eine recht gut aussehende. Abgesehen von einer Narbe am Hals. Doch es fiel ihm sehr leicht das nicht zu beachten. Er lächelte ihr freundlich zu.
"Hallo werte Dame. Gehe ich recht in der Annahme, dass Ihr gewillt und in der Lage seid zu helfen?"
Schwungvoll glitt er vom Pferd und landete leichtfüßig vor ihr. Mit einer galanten Verbeugung ergriff er ihre Hand und küsste sie. Ihm war bewusst, dass er übertrieb. Aber sie entsprach nun mal so ziemlich genau seinem Frauenideal. Da konnte man sich schon mal ins Zeug legen. Außerdem schien sie keine Angst zu haben, was auch nicht so selbstverständlich war. Viele trauten sich kaum mit ihm zu reden, sie jedoch hatte das Gespräch von selbst gesucht. Das sprach für einen sehr interessanten Charakter.
Er richtete sich wieder auf und studierte die blauen Augen. Man konnte aus Gesichtern einiges lesen. Doch heute geschah es schon zum zweiten Mal, dass ihm dies nicht möglich war. Nach dem ersten Mal war er in einen Kneipenschlägerei und einen Mord geraten. Blieb abzuwarten was diese Frau brachte. Doch Beoris hatte dazugelernt und trug gleich neben seinem Geldbeutel einen Dolch, den er sich aus den Satteltaschen geholt hatte, als sie auf dem Weg zum Hafen gewesen waren. Auch wenn die Frau nicht so schien als ob sie gefährlich wäre beruhigte ihn das ungemein. Sie schien selbstsicher. Das war oft nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen, allerdings konnten sich solche Leute meistens wehren. Und da diese Frau nicht sehr wehrhaft aussah, fragte er sich worin ihr Ass im Ärmel wohl bestand. Vermutlich in idiotischen Männern, denen sie den Kopf verdrehte. Ein Grund mehr, sich nicht einlullen zu lassen. Der Gedanke sich vorzzustellen schoss durch seinen Kopf, aber er fand, dass er nicht überall rumerzählen musste, wer er war. Am Hafen gab es sicher viele Diebe und je mehr Leute wusten, dass er adelig war desto schlechter. Denn Adelstitel sprachen oft für Geld. Auch wenn es viele ärme Adelige gab, hatten sie meist immer noch mehr als diejenigen, die sie beklauten. Und in seinem Fall war es bedeutend mehr.
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BeitragThema: Re: Hafen   So Nov 28, 2010 10:29 am

Beoris übertreib mal wieder maßlos, er tat alles um die junge Frau, die dem, zugegebenermaßen ziemlich ratlosen, Passanten beigesprungen war für sich einzunehmen, Mei hingegen war da eher skeptisch. Sie hatte eine auffallend hübsche Erscheinung, blasse Haut, schwarze Haare, normalerweise hätte er irgendwie versucht ein Bett mit ihr zu teilen, aber mit Beoris in der Gegend war es sowieso unmöglich irgendeine Frau auf sich aufmerksam zu machen. Ihre Augen waren besonders, er hatte soetwas noch nie gesehen, sie hatte eine geschmeidige, aber kräftige Figur und enganliegende schwarze Kleidung, die ihn unagenehm an seine eigene erinnerte, wenn man sich bei ihm den Mantel wegdachte. Beoris war ein Narr, die Dame hatte ein Katana am Gürtel, das hieß nichts gutes, nur wenige Leute laufen ständig mit Bewaffnung herum und bei den meisten deutete das auf eine zweifelhafte Lebensführung hin (z.B. bei ihm). Der junge Adelige hatte Glück, wäre sie eine bezahlte Killerin, wäre Beoris jetzt schon tot, dennoch traute er der Lage nicht ganz.
Er beschloss sich im Hintergrund zu halten und spannte seine Muskeln an, er würde bereit sein, sollte sie einen Angriff starten. Dass Beoris noch lebte konnte heißen, dass sie tatsächlich friedlich war, oder aber, dass sie es auf ihn abgesehen hatte, oder auch nur auf ihr Geld. Eines war zumindest sicher, sie war keine ganz normale Passantin, sie hatte ebenso eine dunkle Aura wie Mei, etwas geheimnisvolles, eventuell gefährliches, er wusste es nicht genau einzuschätzen.
Er trat leicht versetzt neben Beoris um sie besser mustern zu können, nicht viele trugen ein Katana und noch weniger davon hatten eine schwarze, eng anliegende Ausrüstung. War sie gekommen um ihn zu töten? Zumindest hatte er in seinem Leben sehr selten eine so schöne Attentäterin gesehen, aber Schönheit ist ein Schleier hinter dem sich oft genug der Tod verbirgt, das wusste er selbst am Besten.
"Ihr wisst wo ein Verzeichnis der Gildne zu finden ist?" fragte er mit misstrauischem Unterton, während er sie weiter beobachtete.
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BeitragThema: Re: Hafen   So Nov 28, 2010 11:10 am

Schleimer war das erste Wort, das Daewyn in den Sinn kam, als Beoris abstieg und ihr die Hand küsste. Zugegeben, sie wurde selten so begrüsst und es schmeichelte sie doch ein wenig, aber trotzdem - Schleimer. Jetzt von nahem konnte sie seine Panzerung weitaus besser betrachten. Sie entdeckte eine Art Wappen. Mist. Mit einem Wappen lässt sich sowas schlecht verkaufen - zu grosser Wiedererkennungswert. Wobei, bei gewissen Dingen ist es genau das Wappen, das den Preis ausmacht... Ist es ein Gildenzeichen? Oder ein Familienwappen? Aber wenn es ein Gildenzeichen wäre, dann würden sie nicht nach einem Gildenverzeichnis befragen... Doch sie war sich sicher, dass er wohl doch noch ein wenig mehr bei sich tragen würde. Deshalb wird sie ihn vorraussichtlich nicht so schnell gehen lassen - Nicht, bevor sie wusste, wo der Typ übernachtete und seine Habseligkeiten hinlegte. Sie zog ihre elegant Hand zurück.

Sein Kumpan (oder in was auch immer für eine Art Beziehung die beiden standen) war wohl aufmerksam geworden auf ihr Katana. Sie erkannte es in seinem Gesicht, das sich merklich etwas angespannt hatte - Nun ja, er hatte mit seinem Misstrauen ja auch nicht ganz unrecht. Sie wollte dem Mann tatsächlich schaden - Aber erst, wenn sie einen Gegenstand von ihrem Intresse entdeckt hatte. Die Rüstung lies sie lieber sein, etwas Kleineres reichte vollkommen.
Der Kumpan war, so folgerte sie, weitaus misstrauischer. Ausserdem... war an ihm irgendetwas seltsam. Warum sie so fühlte? Weibliche Intuition.
Mit ihrer Antwort wandte sie sich an beide. "Wenn ich eure Frage nicht beantworten könnte, wäre ich nicht hier. Ich lebe schon seit einigen Jahren in Lenadur und behaupte von mir selbst, dass ich mich ziemlich gut auskenne." Sie lächelte freundlich, auch wenn ihr das Lächeln schwer fiel. Es war etwas, das sie nur sehr selten tat. "Es gibt eine Art Anschlagsbrett mit diversten Ankündigungen. Meist finden sich dort auch Nachrichten von Gilden, die Mitglieder anwerben wollen. Es ist mitlerweile schon fast zu einer Art Gildenverzeichnis geworden. Vielleicht findet Ihr dort, was Ihr sucht?" Der zuvor angesprochene Mann hatte bereits die Flucht ergriffen.
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BeitragThema: Re: Hafen   So Nov 28, 2010 11:27 am

Beoris bemerkte, wie sie seine Rüstung musterte und ihr Blick an seinem Wappen hängen blieb. Ein wenig Verärgerung schien in ihr Gesicht zu treten. Das verwunderte ihn. Ihr Blick glitt sofort weiter und zwar auch über sein Pferd. DAS beruhigte ihn nicht. Im Gegenzug musterte er sie nun auch etwas genauer und entdeckte ein Katana. Nun war er etwas vor den Kopf gestoßen. Also war sie wohl doch wehrhaft. Daher also die Selbstsicherheit in ihrem Auftreten. Er trat einen halben Schritt zurück. Diese Dame war wohl mit Vorsicht zu genießen. Doch er liebte solche riskanten Spielchen. Und er dachte an seine Schwester, die sich immer wieder laut gefragt hatte, wie er es nur geschafft hatte, so lange zu überleben. Vielleicht hatte Mei doch recht gehabt, als er ihn mit einer Kakerlake beschrieben hatte. Und viele Ehemänner und Väter würden diesem Vergleich auch in anderer Hinsicht zustimmen.
Nun glitten ihre Blicke über Mei. Und der schien ihr ebensowenig zu gefallen, wie seine Rüstung. Doch als sie antwortete lächelte sie. Es sah merkwürdig aus, so als wüsste sie nicht genau wie so etwas geht und glich beinahe mehr einem Zähneblecken als einem Lächeln. Dennoch sah es umwerfend aus.
"Ich danke Euch, meine Dame. Wir werden sofort nachsehen und ich bin sicher, dass wir fündig werden."
Er lächelte freundlich. In ihm käpften zwei Gedanken gegeneinander. Einerseits der Wunsch sie so schnell wie möglich wieder zu verlassen, da diese Frau Ärger zu bedeuten schien, andererseits der Wunsch so lange wie möglich bei dieser Frau zu bleiben. Letzterer Gedannke gewann, sehr zum Ärger des logisch denkenden Teils.
"Allerdings kenne ich mich hier nicht so gut aus. Könntet Ihr uns also vielleicht den Weg weisen?"
Innerlich verpasste er sich gerade eine Reihe von Ohrfeigen. Er würde irgendwann mit einem Dolch im Rücken und ohne Hose enden. Oder mit einem Katana im Körper. Und möglicherweise kam irgendwann schon früher als gedacht. Aber der denkende Teil seines Kopfes war vorrübergehend beurlaubt, weshalb dieser Gedanke sein Bewusstsein nicht erreichte.
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BeitragThema: Re: Hafen   So Nov 28, 2010 11:50 am

Langsam aber sicher war sich Daewyn nicht mehr so schlüssig, ob sie den Mann nun ausrauben sollte oder nicht. Nach ihrer Begutachtung hatte sie durchaus bemerkt, dass er gross und kräftig gebaut war - Ausserdem könnte er ziemlich gefährlich werden. Nicht jeder trug ein einen Anderthalbhänder mit sich (out: Du trägst ihn doch?).
Auch der Schwarzhaarige schien nicht gerade wehrlos zu sein. War es das Risiko wirklich wert? Vielleicht war er ja wirklich ein etwas grösserer Fisch - Ein grosser Fisch mit Leibwächter? Ja, das könnte durchaus die Rolle sein, die dieser Typ innehatte... Wobei er ihr doch ein wenig zu düster aussah. Nun ja, sie war ja auch nicht viel besser - Schwarze Kleidung, schwarze Haare... Wie auch immer.

Der Mann war ein bisschen zurückgetreten. Eine Vorsichtsmassnahme? Nun, Daewyn hatte nichts dagegen, sie begrüsste es sogar. Ausser bei Ael, San und einigen Gildenmitgliedern war es ihr unangenehm, wenn man ihr näher kam. Sie liess ihr Lächeln wieder verschwinden - Es war besser, sie lächtelte gar nicht, als wenn es nur so halb war. Meine Dame? Manche Leute achteten wirklich auf Höflichkeitsregeln. Sie dachte schon, dass die Unterhaltung beendet war, als sich Beoris bedankte und dachte gerade darüber nach, wie sie den Moment des Abschieds hinauszögern könnte, als Beoris das Problem schon löste. Liebend gerne hätte sie jetzt schelmisch gegrinst. Diese Art von Lachen war ihr durchaus bekannt. Aber dann wäre ihre Art von 'Tarnung' verflogen.

"Nun, es gibt zwei Anschlagsbretter in Lenadur, aber nur eines davon hat auch eine eigenen Bereich für die Gilden. Es ist nicht weit von hier, theoretisch müssten wir nur die Hauptstrasse hinauf. Um die Mittagszeit ist es dort jedoch ziemlich voll. Wir könnten die Haupstrasse umgehen, ich kenne da ein paar Wege. Wir wären so schnell im Stadtzentrum." Sie deutete mit einem Kopfnicken zur Kreuzung, die in die Hauptstrasse führte. Schon dort konnte man erkennen, dass ein stetes Kommen und Gehen der Menschenmassen herrschte. "Oder aber Ihr wollt durch die Hauptstrasse gehen - Es hat einige interessante Stände und Geschäfte."
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BeitragThema: Re: Hafen   Mo Nov 29, 2010 2:18 am

Die Entscheidung welchen Weg sie nehmen sollten war nicht leicht zu beantworten, zumindest nicht für Mei, dass Beoris aus dem Bauch, oder aus eier Gegend etwas darunter entscheiden würde erwartete er fast. Doch tatsächlich war das ganze ein Dilemma: auf der Hauptstrasse gab es sicherlich viele Diebe und er hatt seit einigen Minuten doch eine ansehnliche Summe bei sich, Beoris vermutlich sowieso, zudem würden sie durch die Menschenmassen ziemlich lange brauchen. Andererseits konnte sie die Beiden auf der Hauptstrasse immerhin nicht in einen Hinterhalt ihrer Freunde locken, das war durchaus möglich, wenn sie sie in schmalen Gassen in die Irre geführt hätte. Er zumindest hielt es für keinen schlechten Weg jemanden bei hellichtem Tag ins Jenseits zu schicken und immerhin war er soetwas wie ein Experte.
Dabei fiel ihm ein, dass Beoris bei seiner Aktion vorhin, ziemlich offensichtlich vor dem Laden herumstand, in welchem demnächst eine Leiche gefunden werden würde, oder vielleicht schon gefunden worden war, der Wiedererkennungswert des jungen Adeligen war ziemlich hoch nebenbei bemerkt. Hätte er auf ihn gehört und drinnen gewartet...naja, vorbei ist vorbei.
Das und die Tatsache, dass er nicht von so einem einfachen Beutelschneider bestohlen werden wollte, bzw. er solche Angelegenheiten selten auf sich beruhen lies, was logischerweise zu noch mehr Blutvergießen geführt hätte, verleiteten ihn dazu das Wort zu ergreifen, zumal er Beoris Entscheidungsfindungsqualitäten noch nicht richtig einzuschätzen wusste.
"So gesehen bleibt eigentlich nur zu sagen, dass wenn man schon jemanden findet der sich auskennt, man das stets nutzen sollte. Führt uns durch die Gassen, das wird Zeit sparen."
Er beobachtete die Fremde weiterhin, sie hatte an Beoris lange die Rüstung und danach einige kleinere Accesoires begutachtet, er wurde das Gefühl nicht los, dass sie etwas im Schilde führte, wobei das auch eine einfache Paranoia sein konnte, die er wohl seinem Beruf verdankte. Er würde versuchen sie ein bisschen auszuhorchen.
"Vielen Dank es ist sehr nett, dass ihr uns helft, aber wie kommen wir zu der Ehre?"
Das war zwar ziemlich offensiv, aber nach ihrer Antwort würde er sie vermutlich besser einschätzen können, zumindest hoffte er das, denn sie war nach wie vor ziemlich geheimnisvoll und innerhalb eines Mittags schon die zweite durchaus interessante (nicht zuletzt weil sehr hübsche) Person die er traf. Man konnte wirklich gespannt sein, was heute noch so passieren würde.
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BeitragThema: Re: Hafen   Mo Nov 29, 2010 2:45 am

Mei beäugte die Frau misstrauisch. Jetzt war nur die Frage wie sehr man seinem Urteil vertrauen konnte. Schließlich war seine Erfahrung mit Mei sehr begrenzt. Und außer der Tatsache, dass er ganz nett zu sein schien, wusste Beoris nicht viel. Mei passte allerdings gut zu ihr. Das allein sollte ihm zu denken geben. Was plante sie also, wenn sie zwei Wege anbot? In der Hauptstraße gab es ihm aber zu viele Menschen. Die Gefahr bestohlen zu werden war ihm zu hoch. Er bot ein gutes Ziel, schließlich war er auffällig. Und was sollte schon in den menschenleeren Gassen geschehen? Ein Taschendieb hätte hier keinen leichten Job. Und anders konnte man ihn nur schwer bestehlen. Schließlich war er einer der besten Schwertkämpfer seiner Heimat. Außerdem würden wohl kaum irgendwelche Räuberbanden in der Stadt leben. Das war also der bessere Weg. Zu diesem Schluss war Mei offensichtilich auch gekommen, denn bevor Beoris antworten konnte hatte er die gleiche Antwort, die Beoris gegeben hätte, ausgesprochen, wenn auch ein wenig ruppiger als er es getan hatte. Er traute ihr wohl nicht und wollte sie so schnell wie möglich loswerden. Doch das konnte genauso gut an seinem Beruf liegen. Mei war zwar der erste Attentäter, dem er begegnet war, dennoch war Beoris sicher, dass sie normalerweise nicht so schnell Bekanntschaften schlossen. Vermutlich war das dem Geschäft nicht einträglich.
Doch die Frage die auf Meis Antwort folgte war wirklich ein wenig zu viel. Das zeigte eindeutig, dass Mei ohne sie weiter wollte, was Beoris ziemlich unhöflich fand, schließlich half ihnen die Frau. Und wer wusste schon wie lange noch, wenn Mei so unhöflich war. Er versetzte diesem einen mahnenden Blick und lächelte der Frau entschuldigend zu. Zu gerne hätte er ihren Namen erfahren, doch dann hätte er sich ebenfalls vorstellen, vermutlich sogar damit beginnen müssen. Und von Sekunde zu Sekunde wusste er weniger, was er von der Frau halten sollte.
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BeitragThema: Re: Hafen   Mo Nov 29, 2010 8:19 am

Nachdem Daewyn ihnen das Angebot gemacht hatte, sie entweder durch die Hauptsstrasse oder die Seitengassen zu führen, wartete sie gedulgig darauf, bis sie Pro und Kontra abgewägt hatten. Sie hatte das Angebot nur gemacht, weil sie keinen Sinn darin sah, sich durch die Hauptgasse zu zwängen, wo sie doch nichts stehlen konnte, ohne dass die beiden es bemerkten... zumindest nicht von den Ständen. Sie wollte sich nicht in solch einen Trubel begeben - Jedenfalls nicht unnötig. Dafür war auch später noch Zeit. Ausserdem dürften sich einige Diebe bei den Ständen rumtreiben - Wenn sie Beoris entdeckten, dann fänden sie vielleicht gefallen an ihm und seinem Geldbeutel - Diese sollten jedoch Daewyns Beute, wenn überhaupt.

Mei antwortete ihr vor dem blonden Beoris und hatte sich für die Gassen entschieden. Daewyn nickte zur Bestätigung, dass sie verstanden hatte. "Wie Ihr wünscht. Die Gassen sind manchmal jedoch etwas... nun, sagen wir mal so, sie sind nicht unbedingt gute Aufenthaltsorte für wehrlose Menschen, aber solange wir uns in den grössten Gassen bewegen, sollte es kein Problem sein. Ausserdem seht Ihr mir nicht so aus, als wüsstet Ihr euch nicht zu wehren." Ihr Blick huschte erneut auf den Anderthalbhänder.

Die Frage von Mei liess ein Grinsen über ihr Gesicht huschen. Der Mann war wirklich gut. Sein Misstrauen hatte er zwar nicht direkt ausgesprochen, aber Daewyn verstand die Frage - Sie wurde ihr schon allzu oft gestellt. "Ich sehe, Ihr seid ein vorsichtiger Mann. Ihr wisst wohl sehr gut, wie man überlebt. Das gefällt mir. Nun, ich hatte gerade nichts zu tun und Ihr beide zieht reichlich Aufmerksamkeit auf Euch. Ich glaube, das könnt ihr nicht bestreiten. Ihr habt meine Neugierde erweckt und deshalb wollte ich mich zur Verfügung stellen - Ich wundere mich, was Euch hier in Lenadur noch ereilen wird." Sagte sie wahrheitsgemäss.
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BeitragThema: Re: Hafen   Mo Nov 29, 2010 9:00 am

out: woher weiß Daewyn meinen Namen??^^

in: Sie war nicht dumm und hatte offensichtlich schon einschlägige Erfahrungen gemacht, denn wie es schien würde sie frewillig nicht viel von sich preisgeben, irgendwie gefiel ihm das, zusammen mit ihrer ehrlichen und ziemlich direkten Art, welche er auch schon an Beoris irgendwie geschätzt hatte.
Nachdem sie ihnen die Gefahren der Seitenstrassen erklärt hatte war dann auch Mei etwas beruhigter. Er nahm an, dass sie ihn und Beoris vermutlich doch nicht gleich umbringen wollte, sondern vielleicht nur ausrauben, oder sie lies ihren großen haarigen Bruder einmal über Beoris drüberrutschen nachdem man sie überwältigt hatte, oder es ging darum ihnen einfach nur eine Lektion zu verpassen (oder auch nur Beoris, oder nur ihm) aber immerhin bestand seiner Meinung nach keine akute Todesgefahr. Vielleicht sprach sie aber auch einfach die Wahrheit, in ihren Augen konnte er keine größere List erkennen, als bei dem Fischhändler am Kai, der gerade seine Kunden auf Unverschämteste über den Tisch zog, sie wollte also wenn überhaupt nur an ihr Geld, nicht an ihre Leben. Dass sie ersteres nicht bekommen würde, dafür würde er sorgen was umso leichter war, da sie letzteres offenbar nicht wollte. Sie würde demnach eine direkte Auseinandersetzung scheuen. Ausserdem war sie verdammt hübsch, ein wenig vorsichtige Freundlichkeit und währende Achtsamkeit konnten seinen Zielen (was auch immer diese waren) nicht schaden.
"Ich ziehe Aufmerksamkeit auf mich?" er war sichtlich amüsiert "Mein Fräulein, ihr seid wirklich der erste Mensch der mir das gesagt hat. Ich wundere mich, ob es nicht vielleicht nur eure zweifellos scharfen Augen waren, welche mich in der Menge identifiziert haben" dabei schaute er ihr in die Augen, mit einem Blick, der manchen, Menschen vermittelte, er könne direkt in ihre Seelen schauen. Das war zwar absoluter Unsinn, aber aufgrund der psychologischen Wirkung durchaus anwendbar, diesmal allerdings wollte er einfach nur sehen wie sie reagiert.
"Worauf warten wir noch? Zeigt uns den Weg, wie war noch gleich euer Name?"
Den letzten Nachsatz konnte er sich nicht verkneifen, Namen konnten etwas enorm mächtiges sein, nicht zuletzt weil sie eine persönlichere Verbindung aufbauten und machmal hatte man mit dem Namen gleich ein Druckmittel, oder eine weitere Möglichkeit in der Hand.
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BeitragThema: Re: Hafen   Mo Nov 29, 2010 10:12 am

"Nein verehrte Dame, auch wenn ich zustimmen muss, dass ich in der Tat so auffällig wie wehrhaft bin, trifft ersterer Punkt auf ihn nicht zu. Da hat er recht. Aber wo ich Ihnen nun auch einmal recht geben muss ist, dass ich vermutlich gnug für drei auffalle. Doch wie schon erwähnt, Ihr lagt auch in jenem Punkt richtig: Wir fürchten eine Begegnung mit ein paar Schlägern nicht. Damit steht es zwei zu eins für Euch."
Er zwinkerte ihr zu, doch nach Meis nächster Bemerkung konnte er sich das Grinsen nicht mehr verkneifen. Nun begann Mei zu beweisen, dass auch er es verstand, gewählte Worte zu nutzen. Dummerweise schienen sie nun beide nicht mehr so wachsam, wie sie sein sollten. Er musste sich darauf verlassen, dass er Gefahr rechtzeitig bemerken würde. Doch da machte er sich keine großen Sorgen. Schließlich war er schon durch dichte, dunkle Wälder voller Banditen geritten, die ihn auch nicht gewarnt hatten, bevor sie angriffen. Und das hatte er schließlich auch überlebt. Und Räuber griffen gerne auch mit Pfeilen an. Das hatte ihm schon einige Wunden eingebracht, aber geschafft hatte er es noch immer. Also, warum nicht auch heute?
"Ich kann meinem Freund nur zustimmen. Wir sollten uns in Bewegung setzen, wenn Ihr erlaubt, gnädige Dame."
Auch um sie davon abzuhalten ihren Namen zu sagen machte er ein paar demonstrative Schritte. Mei warf er einen warnenden Blick zu. Er war sicher, dass Mei darum wusste, dass Namen nicht leichtfertig verraten werden sollten. Und er wollte das hübsche Mädchen nicht anlügen. Wer wusste schon, was noch alles passieren würde. Da würde es sich nur unangenehm machen, wenn er beichten musste, dass sein Name gelogen war. Und wenn sie ihnen wirklich etwas Übles wollte, würde ich wohl kaum ihren echten Namen benutzen. Sie konnten also leichter verlieren als gewinnen. Und wenn es nur ihre Identität war.
Sein Pferd führte er am Zügel. Zu reiten wäre unhöfich gewesen, die Frau reiten zu lassen verfrüht und ein wenig töricht. Man konnte sich leicht losmachen und mit seinem Hab und Gut davonreiten.
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BeitragThema: Re: Hafen   Mo Nov 29, 2010 10:51 am

out: Sie hat ihn nie ausgesprochen^^ Der Einfachheit halber schreib ich ab jetzt die Namen, schliesslich ist es doof, wenn ich immer 'Der Langhaarige' oder 'der Reiter' schreiben muss... Finde ich zumindest nervig^^

in: Puh, die erste Bewährungsprobe habe ich wohl bestanden dachte sich Daewyn, als sich langsam eine kleine Art von beiläufiger Unterhaltung entwickelte. Als Mei meinte, dass er nicht so auffällig sei, so wollte sie sowohl widersprechen als auch bestätigen: "Ihr seid mir durchaus erst nach Eurem Freund aufgefallen, aber ich denke, dass Menschen, die ähnlich aussehen wie ich, mir deutlich schneller auffallen. Ist das ein gutes Argument?" Sie lächelte ein wenig. "Schliesslich laufen an der Küste nicht viele mit schwarzen Kleidern herum - Wir haben hier doch relativ oft sonniges Wetter und somit auch hohe Temperaturen, Schwarz ist die falsche Farbe. Ich jedoch bevorzuge sie, da ich der Meinung bin, dass sie durchaus zu mir passt." Jetzt war sie tatsächlich schon in einen Plauderton verfallen. Nun ja, war ja irgendwie auch nicht fehl am Platz. Sie blickte Mei in die Augen, die ihre Eigenen zu durchforsten schienen... Und Daewyn hob herausfordernd die Augenbrauen, so als wollte sie sagen: 'Und jetzt? Zufrieden mit dem, was du siehst?'

Nach ihrem nächsten Wimpernschlag hatte sie sich auch schon an Beoris gewendet. "Dann muss ich mir ja keine Sorgen machen." Falsch. Ich sollte mir Sorgen um mich machen.
Da sprach Mei sie wieder an und sie wandte sich an ihn. Wahrer Name? Falscher Name? Falscher Name war besser. "Man nennt mich Elia." Was nicht einmal so falsch war - Als sie beim Diebstahl einer Kristallrose, der die Aufnahmeprüfung für die Diebesgilde gewesen war, die Rose näher betrachtete, war ihr eine Art Gravur mit diesem Namen aufgefallen - Da es ihr erstes Diebesgut war (und das von Ael, aber da Ael ja ein Mann und dies ein weiblicher Name war), hatte man Daewyn eine Weile lang nur noch Elia genannt. "Und wie lauten Eure Namen? Ich möchte schon gerne wissen, wen ich hier durch die Gassen führe." sie setzte sich in Bewegung und steuerte eine Gasse an, nicht weit von der Hauptstrasse entfernt.
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