Amanohara


 
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Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
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Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Der Untergang des alten Königreichs

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Tenschino Yona
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BeitragThema: Der Untergang des alten Königreichs   So Nov 07, 2010 1:43 am



.:
Der Untergang des alten Königreichs :.

Langsam kroch die Sonne, wie ein goldenes Lutschbonbon, dass bereits zu klebrig war um runterzufallen, über den azurblauen Himmel. Es hatte bereits seit einigen Tagen nicht mehr geregnet, deshalb war nicht viel los in dem kleinen Hinterwäldlerdorf in der Nähe von Tinae. Obwohl die Menschen hier relativ nahe am Krater lebten, der vor vielen Jahren entstanden war, war ihr Leben ungetrübt und stets erfreulich. Überhaupt waren die einzigen Sorgen, die diese Menschen zu befürchten hatten, das harte und viel zu heiße Wetter, das ab und an den sowieso schon trockenen Boden zu einer knochenharten Kruste verhärten ließ. Genau solch ein Tag war heute, doch die Einzigen, die das nicht bemerkten, waren eine Bande von Kindern, die sich von der Hitze völlig unbeeindruckt zeigten. Mit der ihnen in die Wiege gelegten Energie waren sie dabei sich mit kleinen, aus Holz geschnitzten Messern und Schwertern zu bekämpfen. Ohne vom gleißenden Blick der Sonne auch nur im geringsten beeinflusst zu werden, liefen die imaginären Ritter, Könige und Diebe über die trockene Lehmstrasse des Dorfes. Einige der etwas älteren Dorfbewohner schauten ihnen dabei, teils vergnügt, teils das eigene Alter betrauernd, zu. Übermütig herumtollend bemerkten die Kinder nicht, dass sie nicht mehr alleine auf der Strasse waren. Ein großer Hüne von einem Mann, bekleidet mit einem grauen Mantel und ebenso grauer Kleidung darunter, war bis auf wenige Meter an das Dorf herangekommen und durchschritt soeben das kleine Tor. Ohne sich eines genauen Grundes bewusst zu sein, eilten die Kinder auf ihn zu und umkreisten ihn binnen weniger Sekunden. Ohne ihm dabei im Weg zu stehen, aber doch drängend, geleiteten sie ihn zum Wirtshaus des Dorfes. Ihr Gefühl sollte sie nicht trügen. Schon als der Wanderer das Haus betrat, beäugte ihn der Wirt kritisch. Er sah nicht gerade aus wie jemand, der mit Geld um sich werfen konnte und trug auch keinerlei Gepäck mit sich, in dem er geheime Geldreserven verbergen konnte. Eine Weile herrschte Stille in dem Etablissement ehe der Wirt sich zu der entscheidenden Frage durchrang.

Wollt ihr ein Zimmer...Fremder?


Der Mann gab keine Antwort, nickte auch nicht und rührte sich nicht vom Fleck. Es schien als ob er am Überlegen sei und so hielt der Wirt es für angebracht , die unausgesprochene Aussage etwas zu präzisieren.

Das dürfte euch etwas kosten. Ich hoffe doch...ihr könnt zahlen?

Der Wirt war der einzige im Dorf, der Fremden stets etwas misstrauisch gegenüber stand. Für ihn war klar, dass Menschen, die in seinem Gasthaus nächtigten, nicht zum Dorf gehörten und somit entweder Diebe waren, die ihr Dorf für leichte Beute hielten, oder reisende Händler, die auf dem Weg in eine der größeren Städte waren. Da die Person, die ihm nun gegenüber stand, jedoch nicht ein Merkmal eines Händlers bei sich trug, rechnete er mit dem Schlimmsten. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken hatte er seine Hand bereits auf die große Keule unter der Theke gelegt.

Nun?

Jetzt erst bewegte sich der Mann zum ersten Mal. Langsam, beinahe ängstlich, hob er den Arm und schob die Kapuze, die bislang sein Gesicht verdeckt hatte, nach hinten. Darunter kam ein von Falten durchzogenes Gesicht, lange graue Haare und schwarze, aber nichtsdestotrotz stechende Augen zum Vorschein.

Ich mag vielleicht kein Geld bei mir haben...doch kann ich Euch vielleicht mit einer Geschichte bezahlen. Es ist eine besondere Geschichte, eine Geschichte die nicht viele Wesen kennen.

Er trat einen Schritt näher an die Theke heran.

Wenn Ihr mir für diese eine Nacht ein Zimmer bereitstellt, so möchte ich Euch diese Geschichte erzählen; Euch und allen, die es interessiert.

Immer noch etwas misstrauisch, aber zumindest halbwegs beruhigt, dass es sich bei seinem Gast nicht um einen Dieb oder Räuber handelte (zumindest sah er nicht nach einem aus), nickte der Wirt langsam. Anschliessend öffnete er seinen Mund und schloss ihn wieder, als sei ihm gerade ein neuer Gedanke gekommen. Als er ihn wieder öffnete, klangen seine Worte völlig gegen seinen Willen etwas neugierig.

Bevor ich Euch nun ein ZImmer gebe...würde ich es sehr begrüße , wenn Ihr mir Eure Geschichte im vornerein erzählt , damit ich abwiegen kann, ob sie eine ganze Nacht wert ist und Ihr mir hier keine Lügenmärchen auftischt...

Den Kindern war das Gespräch natürlich nicht entgangen und heimlich hatten sie sich bereits in den Ecken des Hauses eingefunden. Dies wiederum weckte die Neugierde der sie beobachtenden Dorfbewohner, die nun ihrerseits langsam zum Gasthaus strömten. Als der Fremde bemerkte , dass ihm nun quasi keine Wahl mehr blieb als seine Geschichte bereits im Vorfeld zu erzählen, nickte er und setzte sich an einen der kleinen runden Tische in der Mitte des Raumes.

Nun gut, dann möchte ich Euch die Geschichte erzählen. Es ist die Geschichte des großen Krieges, eine Geschichte über Magie und eine Geschichte über den Ursprung der Welt wie wir sie heute kennen. Ich selbst bürge für ihre Richtigkeit und würde dafür sogar meine Hand ins Feuer legen.

Bei den letzten Worten fassten die Dorfbewohner sich endlich ein Herz und kamen durch die Türe, vor derer sie bislang gestanden und gelauscht hatten. Binnen weniger Sekunden waren alle Stühle besetzt und es hatte sich ein großer Halbkreis um den Wanderer gebildet. Es wurde auch bereits fleißig Bier ausgeschenkt und mit Freuden sah der Wirt, dass der Wanderer ihm bereits bereits jetzt Geld einbrachte, noch bevor er seine eigentliche Geschichte überhaupt begonnen hatte. Der Knüppel hatte sich nun bereits wieder zurückgezogen und stattdessen lagen die Hände des Wirtes nun auf seinem wohlausgebildeten Bauch, so wie er es immer zu pflegen tat, wenn er sah, dass der Laden brummte.

Jetzt hob der fremde Wanderer seinen Blick wieder und sofort wurde es still in dem Raum. Jegliches Getuschel und Gemurmel fand ein abruptes Ende, als die leise Stimme des grauhaarigen Mannes hörbar wurde.

Diese Geschichte...beginnt lange vor Eurer Zeit...lange vor meiner Zeit, ja selbst länger als dieses Land so ist, wie wir es heute kennen. Sie beginnt in Kyuden, der einstigen Stadt der Engel. Dort lebte, anders als wir es heute kennen, ein mächtiger König, ein König, der so mächtig war, dass selbst die Elemente ihm untertänig waren und auf einen Fingerzeig seinerseits selbst der stärkste Monsun und die längste Dürre ein jähes Ende fanden. Obwohl der Name dieses Königs bereits lange in Vergessenheit geraten ist, existieren noch immer Aufzeichnungen über seine Herrschafft, denn es war die prächtigste und glücklichste Regentschaft die Amanohara jemals gehabt hatte. Vielleicht fragt ihr Euch nun, wieso Ihr noch nie etwas von diesem König gehört habt, oder...wie ein so mächtiges Wesen sterben konnte. Diese Fragen werden sich von selber klären, wenn Ihr erst die Geschichte kennt, die ich Euch nun erzählen möchte. Wie ich es bereits sagte, er hatte eine prächtige Herrschafft. Doch auch jede noch so prächtige Herrschafft hat ihre Neider, so auch unser König hier, den ich der Einfachheit halber "Yona" nennen werde. Obwohl er ein äußerst gütiger und weiser König war, oder vielleicht gerade deshalb, zog er sich den Neid von Wesen zu, die sich auf einer ganz anderen Ebene befanden als jedes andere Lebewesen heute, denn jede noch so schöne Herrschafft hat ihre schlechten Seiten. Denn was niemand außer dem König selber und seinen engsten Vertrauten wusste, war, dass sich weit im Nord-Westen des Landes eine Gefahr anbahnte, der kaum ein Sterblicher etwas entgegenzusetzen hatte. König Yona war sich dieser Gefahr durchaus bewusst, konnte ihr jedoch kaum etwas entgegensetzen, oder zumindest gingen die wenigen Personen, die etwas darüber wussten, davon aus, dass des der Grund war, weswegen er nichts dagegen tat. Tatsache war allerdings... dass unser lieber König, eines der mächtigsten Wesen der damaligen Welt, bereits in Kontakt gekommen war mit einer bösartigen Seuche, die sich im Land ausbreitete. Und diese Seuche hatte ihn verändert, hatte seine Seele geschwärzt und seine Moral erlöschen lassen wie eine zu kurz geratene Kerze. Niemand weiß mehr, wie das geschah oder wer genau dafür verantwortlich war, aber dennoch war allen klar, dass sich ein Wandel mit dem Herrscher von Amanohara vollzog. Ein Wandel, der eventuell das Ende der Welt einläuten würde. Lange Zeit ignorierten die Menschen das Wissen um ihren Führer und beteten tagtäglich für dessen Genesung. Beinahe schien es, als ob das Leben wieder in geordneten Bahnen verlaufen könnte, wären da nicht die neidischen Wesen aus dem Norden gewesen. Machthungrig und brutal überfielen sie eines Tages und völlig überraschend die naheliegenden Behausungen der Zwerge. Aus dieser Zeit existiert auch das einzige Bild der damaligen Feinde. Laut den in Stein gemeisselten Dokumenten der Zwerge, die man in der Nähe des Shuju-Gebirges gefunden hatte, handelte es sich bei der Gefahr um die Vorfahren der Tiermenschen. Wesen, die mehr Tier als Mensch waren, deren Kultur so grausam war, dass selbst Barbaren aus der heutigen Zeit sich davor ekeln würden. Es heißt, sie trugen die Häute der von ihnen getöteten Menschen über ihren wahren Gestalten und hätten selbst vor Kannibalismus nicht gehalten, wenn der Hunger sie übermannte. Als das Reich schließlich auf ihre Invasion reagierte, waren die Zwerge bereits fast ausgelöscht worden. Nur noch wenige Zwerge hatten den Ansturm überlebt, dabei handelte es sich jedoch beinahe ausschließlich um deren größten und mächtigsten Runenmagier, die sich nach Kyuden zurückgezogen hatten. Unter ihnen war auch der Zwergenkönig Grumgir Bronzebart, der wohl nach Yona das mächtigste Wesen auf Amanohara war und dem zahlreiche Fähigkeiten und Attribute nachgesagt wurden. Angeblich soll er sogar einen der letzten Drachen getötet haben, alleine. Doch nunja, dies wäre eine andere Geschichte.

Ein Seufzen ging durch die Menge. Die meisten hatten völlig vergessen, dass sie noch ihr Getränk in der Hand hielten und sie erinnerten sich jetzt erst an den Durst, denn sie zuvor verspürt hatten. Auch dem Wanderer wurde nun ein Glas Bier gereicht, das dieser auch dankbar annahm und in einem Zug austrank. Nachdem er sich den Schaum aus dem Bart gewischt hatte, sprach er weiter und die Menge verstummte abermals.

Wo war ich?... Ach ja, die Zwergenmagier, die nach Kyuden geflohen waren, verweilten dort für eine lange Zeit und angeblich stritten sie sich Tag und Nacht mit dem gewandelten König. Es dauerte nicht lange, da rangten sich die ersten dornigen Ranken des Streites um den Palast und Gerüchte wurden in Umlauf gesetzt. Dreckige Gerüchte. Während die Führer der einzelnen Rassen tatenlos dastanden, drangen die herrenlosen Wesen aus dem Norden weiterhin in das Land ein. Wie ein einziges Wesen schwappte die Welle über das Land und hinterließ Zerstörung und Hass auf ihrem Weg. Erst als die ersten Späher der Elfen die Wesen in ihrem Gebiet entdeckten, wurde die erste Ratssitzung abgehalten. Während auf den täglichen Besprechungen die Loyalität zu Yona bekundet wurde, fanden des Nachts, in Abwesenheit des Hofstaats, geheime Treffen der anderen Völker statt. Elfen und Feen, die wenigen Überlebenden der Zwerge, Engel, selbst einige Menschen; sie alle schickten ihre mächtigsten und fähigsten Magier nach Kyuden. Was sie jedoch nicht wussten, war, dass sich einige Schwarzengel und Dunkelelfen in der Stadt eingenistet hatten und davon hörten. Als Augen und Ohren Yonas sorgten sie rechtzeitig dafür, dass auch ihre eigenen machtvollsten Magier geschickt wurden, jedoch nicht zu dem geheimen Treffen, sondern zu den eindringenden primitiven Wesen. Unter Beihilfe ihrer Magie überzeugten sie die Finstermarkler, so lautete ihre Bezeichnung, davon, dass die dunklen Magier ihnen beim Einnehmen des Reiches helfen würden und begannen, kaum dass sie angekommen waren, mit den entsprechenden Vorbereitungen. Das letzte Treffen der guten Wesen Amanoharas lag noch gar nicht so weit zurück, als ein erneuter Angriff gemeldet wurde. Ein Großteil der Elfen wurde hierbei vernichtet und wieder schafften es nur wenige zu entkommen, und die, die es schafften, hatten ihren Verstand bereits in den unendlichen Wirren des Wahnsinns verloren. Dies war der Zeitpunkt, an dem der Rat sich entschloss, zu handeln. Man beschloss den mächtigsten Zauber zu weben, den die Welt je gesehen hatte. Unter der Beihilfe sämtliche Großmagier, Runenmeister und Erzdruiden Amanoharas, die nach Kyuden geschickt wurden, sollte ein vereinigter Spruch gesprochen werden, der die Krankheit, die das Land und den König befiel, ausmerzen sollte. Gleichzeitig fingen die dunklen Fürsten der Schwarzengel und die verdorbenen Prinzen der Dunkelelfen an, ihren eigenen Spruch zum verhindern des Schadens durch den Rat zu weben, als sie durch ihre Intrigen auch davon erfuhren. Das war der literarische Anfang vom Ende.
Ohne es zu realisieren, sogen die hellen Magier die ureigene Seele Amanoharas auf und verwoben sie in ihren Zauberspruch. Das Land selber gab seine Magie her, um den komplizierten Zauber zu ermöglichen. Allerdings hatte der Spruch auch einige Nachteile. Zum einen hatte er nur eine begrenzte Reichweite, sodass der Rat eine Möglichkeit finden musste, in die Nähe der Finstermarkler zu kommen, und zum anderen würde es lange dauern, bis der Zauber wirklich einsatzfähig war. Zumindest das erste Problem war schnell gelöst. Während Yona unter einem Vorwand aus der Stadt gebracht wurde, hoben die Erzmagier der Engel und Elfen die fliegende Stadt Kyuden selber aus ihrem magischen Halter, der sie an Ort und Stelle schweben liess. Unter der Leitung eines Grumgirs wurden die restlichen Magier schließlich koordiniert an die Bewegung der Stadt gesetzt. Mehrere hundert Zauberer, von den jüngsten Adepten bis zu den talentiertesten Magiern, wurden alle auf der höchsten Plattform der Stadt gesammelt, von wo aus sie die Stadt Richtung Sammelpunkt der Finstermarkler bewegten. Der dunkle Rat hingegen begann sofort mit seinem eigenen Spruch, den sie als Verteidigungsmassnahme kreiert hatten. Als die Dunkelelfen den Zweck der fliegenden Stadt Kyuden erkannten (der helle Zauber hatte ja nur eine bestimmte Reichweite und mit der fliegenden Stadt kamen sie genug nahe an die dunkle Schar heran), sammelten sie sofort sämtliche Finstermarkler, Schwarzengel und Dunkelelfen an den verlassenen Festungen der Zwerge. Als Kyuden sich nun in der Mitte Amanoharas befand und nicht mehr viel fehlte, bis sie an ihrem Ziel angekommen waren, gaben die Schwarzengel den Befehl zum Angriff. Die gewaltige kombinierte Streitmacht der Schwarzengel, Dunkelelfen und Finstermarkler stoppte die Bewegung Kyudens. Allein durch ihre Anzahl schafften sie es beinahe mühelos, die Stadt einzunehmen, konnten jedoch aufgrund der schweren Bewachung der engen Türen nicht in das Innere und den Palast eindringen. Und genau das sollte ihr Untergang sein, denn in der Zwischenzeit hatte der Rat seinen Spruch vollendet.
Eine gewaltige Glocke goldenen Lichts, durchwoben mit zahlreichen Millionen silberenen Lichtfäden, breitete sich aus dem Zentrum Kyudens, aus dem Zentrum Amanoharas, aus. Jeder Finstermarkler, der damit in Berührung kam, wurde sogleich seiner dämonischen Essens beraubt, sodass nur noch ein menschliches Wesen mit einem deformierten Körper übrig blieb. Aus diesen sollten sich später die heutigen Tiermenschen entwickeln.
Allerdings hatte der Spruch fatale Folgen für die Welt. Durch die Konsumierung der welteigenen Seele, die für den Spruch notwendig war, geriet die Balance des Schicksals auseinander. Luft ging in Flammen auf, Bäume und Pflanzen zerflossen zu Wasserpfützen und ganze Teiche vertrockneten binnen Sekunden zu Schlammpfützen. Die Erde selber schien sich aufzulösen und giftige, tödliche Dämpfe stiegen auf. Unter Kyuden war es am schlimmsten. Dort, wo die Magie den Boden berührte, starb das bereits Existierende und etwas Böses wurde stattdessen geboren. Denn wie wir alle wissen, erzeugt die Abwesenheit von Licht Schatten. In diesem Moment geschah ein Wunder, dass vermutlich auch der einzige Grund ist, warum Amanohara heute noch existiert. In einem kurzen Lichtblitz stiegen die Götter selber auf die Welt hinab. Gewaltige Gestalten aus purem Licht und purer Magie brachen durch den Himmel und wanderten über die Erde. Als sie sahen, was für eine Verwüstung die Völker über die Welt gebracht hatten, schüttelten sie nur stumm ihre gleißenden Köpfe und hoben alle, wie auf ein Kommando, die rechte Hand. In diesem Moment starben alle Engel, alle Elfen und Feen und die letzten der Zwerge. Auch die Dunkelelfen und Schwarzengel wurden nicht verschont und zahlreiche andere mehr oder weniger magische Geschöpfe in er Welt, die keinerlei Möglichkeiten hatten, sich zu verteidigen, erloschen im selben Moment. Denn um die Welt zu retten, mussten die Götter die Welt zerstören. In einem tiefen Eingriff in die Sphäre der Magie, schlossen die Götter selbige vom Rest der Welt, sodass Amanohara so wurde, wie wir es heute kennen. Magielos.
So entstand auch der Krater, der heutzutage die Mitte Amanoharas ziert. Als Kyuden durch den Zerfall der Magie, die die Stadt in der Luft hielt, zerstört wurde, pressten die Überreste des ächtigen Spruches ein gewaltiges Loch in die Mitte Amanoharas. Dort dampft die Erde heute noch und die Elemente bekriegen sich noch immer. Kein lebendiges Wesen kann diese nebelige Gruft betreten, denn es heißt, die Seelen der in diesem Krieg getöteten Magier sind auf ewig dazu verdammt, in dem Nebel herumzuirren und jeder Mensch, der den Krater betritt, verliert auf der Stelle sein Leben. So und nicht anders ist es gewesen, dafür lege ich meine Hand ins Feuer.


Der Wanderer holte tief Luft. Das Erzählen der Geschichte hatte ihn viel Kraft gekostet und als er aufstand und kurz schnaufte, geleitete ihn der Wirt ohne irgendein weiteres Wort auf sein Zimmer. Er hatte heute nicht nur gut kassiert, nein, auch er hatte sich ganz in der Geschichte verloren und er plante bereits jetzt ein beinahe königliches Frühstück für seinen Gast, in der Hoffnung, eine weitere Geschichte zu hören.

Bevor ich nun gehe und Euch in die geruhsamen Arme der Nacht gleiten lass, werter Gast, würdet Ihr mir vielleicht noch Euren Namen anvertrauen?

Der müde Mann lächelte leicht und antwortet mit einem kurzen Satz , bevor er die Tür schloss und den Wirt im Gang stehen ließ:

Man nennt mich Quan....



Herzlichen Dank an Quan, der den Untergang Amanoharas schriftlich festgehalten hat! Ich danke dir für deine grosse Unterstützung!

*knuff* - "Yona"

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